Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Schön, dass du wieder dabei bist.
In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:
🔸 Gift im Baby-Brei: Verdächtiger gefasst
🔸 Job für Partei-Freund: Politiker wurde verurteilt
🔸 Mai-Baum: Was hinter dieser Tradition steckt
Damit die Informationen auch für dich nützlich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.
Gift im Baby-Brei: Verdächtiger in Haft
Wochenlang sorgte Ratten-Gift in Baby-Nahrung für große Aufregung. Jemand hatte Gläschen der Firma Hipp vergiftet und zwei Millionen Euro verlangt.
In Österreich, Tschechien und der Slowakei sollen insgesamt fünf Hipp-Gläschen mit Ratten-Gift versetzt worden sein. Vier davon wurden gefunden. Eines fehlt bis heute. Zum Glück kam niemand zu Schaden.

Festnahme. Am Samstag wurde nun in Salzburg ein 39-jähriger Mann festgenommen. Seit Dienstag sitzt er in Untersuchungs-Haft. Bei einer Haus-Durchsuchung fand die Polizei zwei verschiedene Sorten Ratten-Gift und mehrere Hipp-Gläschen. Der Mann bestreitet alle Vorwürfe. Das Ratten-Gift habe er für seine Land-Wirtschaft gebraucht. Für ihn gilt die Unschulds-Vermutung.
Ehemaliger Mitarbeiter. Der 39-Jährige hat sechs Jahre bei Hipp gearbeitet. In diesem Jahr hat er die Firma verlassen. Einige Medien berichten, dass Hipp mit seiner Arbeit nicht zufrieden war und ihm vorwarf, Fehler gemacht zu haben.
Ende März kam es dann zu einer sogenannten einvernehmlichen Kündigung. Das heißt: Beide Seiten waren mit der Kündigung einverstanden. Das letztes Gespräch bei Hipp soll genau an dem Tag statt, an dem die Erpresser-Mail bei der Firma ankam. Das berichten Medien wie “Profil” und “Krone”.
Die Anklage. Fachleute prüfen gerade, wie gefährlich die Menge Ratten-Gift für ein Baby gewesen wäre. Das Ergebnis ist wichtig. Denn davon hängt ab, was dem Verdächtigen genau vorgeworfen wird.
Im Moment ermittelt die Staats-Anwaltschaft wegen zwei Punkten: Der Mann soll andere Menschen bewusst in Gefahr gebracht haben. Und er soll versucht haben, jemanden schwer zu verletzen.
Sollte das Gutachten zeigen, dass die Menge des Ratten-Giftes für ein Kind tödlich gewesen wäre, könnte auch versuchter Mord dazukommen.
Hipp wieder im Regal. Die Supermarkt-Kette Spar bringt die Hipp-Produkte wieder in die Regale. Jedes Gläschen wird dabei aber extra genau kontrolliert.
Die Sorte „Karotten mit Kartoffeln" wird komplett neu bestellt. Denn genau diese Gläschen waren mit Gift versetzt worden. In Eisenstadt bekommt Spar alle Hipp-Produkte frisch geliefert.
Job für Partei-Freund: Politiker verurteilt
Vom Gericht schuldig gesprochen wurde diese Woche August Wöginger. Er ist ein wichtiger Politiker der ÖVP.

Vom Gericht schuldig gesprochen wurde diese Woche August Wöginger. Er ist ein wichtiger Politiker der ÖVP.
Was hat er getan? Wöginger soll dafür gesorgt haben, dass ein Partei-Freund eine wichtige Stelle beim Finanz-Amt in Braunau (Oberösterreich) bekommt. Das nennt man Posten-Schacher.
Was ist Posten-Schacher?
Jemand bekommt einen Job nicht wegen seiner Fähigkeiten, sondern weil er die richtigen Freunde oder die richtige Partei hat. Das ist strafbar und heißt Amts-Missbrauch.
Beamtin übergangen. Christa Scharf war die beste Kandidatin für den Chef-Posten beim Finanz-Amt Braunau. Trotzdem bekam sie den Job nicht. Stattdessen wurde ein ÖVP-Bürgermeister eingesetzt, der weniger geeignet dafür war. Scharf kämpfte neun Jahre lang für ihr Recht. Jetzt hat ihr das Gericht recht gegeben.
Die Strafe. Wöginger wurde zu sieben Monaten bedingter Haft verurteilt. Außerdem muss er 43.200 Euro bezahlen.
Das Urteil ist noch nicht rechts-kräftig. Das heißt: Es gilt noch nicht als endgültig. Wögingers Anwalt hat Berufung eingelegt. Ein höheres Gericht prüft den Fall also noch einmal.
Aber nicht nur Wöginger wurde verurteilt. Auch die zwei Beamte, die bei der Posten-Vergabe mitgeholfen haben, erhielten eine bedingte Haft-Strafe und eine Geld-Strafe.
Rücktritt. Wöginger ist als Chef des ÖVP-Klubs zurückgetreten. Als Abgeordneter im Parlament bleibt er aber weiter tätig.
Diskussion. Dieses Urteil hat das Thema Posten-Schacher neu zur Diskussion gebracht. Denn nicht nur die ÖVP hat in der Vergangenheit Freunde und Partei-Mitglieder in wichtige Jobs gebracht. Das haben andere Parteien gemacht.
Expert:innen sind sich nicht sicher, ob sich wirklich etwas ändern wird. Das Urteil gegen Wöginger könnte aber ein Zeichen setzen: Wer Freunden wichtige Jobs besorgt, muss künftig mit Konsequenzen rechnen.
Song Contest: Was Fans wissen sollten
Die Vorbereitungen für den 70. Eurovision Song Contest laufen in Wien auf Hochtouren. Zum dritten Mal ist die Stadt Gastgeberin: Nach 1967 und 2015 findet der Wettbewerb wieder in der Wiener Stadthalle statt. Am ESC nehmen 35 Länder teil.
Die großen Liveshows sind am 12., 14. und 16. Mai, jeweils um 21 Uhr. Zusätzlich gibt es mehrere Shows vor Publikum, insgesamt sind es neun Shows in der Stadthalle.

Protest. Der Song Contest sorgt heuer auch politisch für Diskussionen. Wegen der Teilnahme Israels haben Island, Irland, die Niederlande, Slowenien und Spanien ihre Teilnahme abgesagt. Die Polizei rechnet auch mit Protesten rund um die Veranstaltung.
Im TV. Der ORF überträgt die drei Liveshows live in ORF 1 und auf ORF ON: das erste Halbfinale am 12. Mai, das zweite Halbfinale am 14. Mai und das Finale am 16. Mai, jeweils ab 21 Uhr.
Fans. Für die Shows in der Stadthalle wurden 95.000 Tickets verkauft. Fans reisen aus 75 Ländern nach Wien. Wer kein Ticket hat, kann den Song Contest trotzdem gemeinsam mit anderen verfolgen.
Public Viewing
Eurovision Village, Rathausplatz, 1010 Wien
Halbfinale am 12. und 14. Mai, Finale am 16. Mai, jeweils ab 21 Uhr. Eintritt frei. Viele Menschen werden erwartet, daher besser früh kommen. Es gibt Kontrollen beim Eingang.Strandbar Herrmann, Herrmannpark, 1030 Wien
Alle drei Liveshows werden gezeigt. Eintritt frei, keine Reservierung möglich. Plätze gibt es, solange Platz ist.Volksoper Wien, Währinger Straße 78, 1090 Wien
Finale im Zuschauerraum. Eintritt frei, aber man braucht kostenlose Platzkarten.Votiv Kino, Währinger Straße 12, 1090 Wien
Finale auf der Kinoleinwand. Plätze gibt es, solange der Saal nicht voll ist.Ottakringer Brauerei, Ottakringer Platz 1, 1160 Wien
Finale mit Public Viewing und anschließender Feier. Für den Eintritt braucht man ein Ticket.
Was Fans wissen sollten
In der Wiener Stadthalle gilt eine strenge Regel: Dort sind keine Taschen erlaubt! Rucksäcke, Handtaschen, Bauchtaschen und größere Taschen dürfen nicht mit hinein.
Mitnehmen darf man nur das Nötigste: Handy, Geldbörse, Schlüssel oder eine kleine, durchsichtige Tasche, etwa so groß wie eine Postkarte.
Auch am Rathausplatz sind nur kleine Taschen erlaubt. Beim Finale sind die Regeln besonders streng: Am besten kommt man ohne Tasche und steckt nur das Nötigste ein. Getränke dürfen nur ohne Alkohol sein, höchstens 0,5 Liter. Glasflaschen und Dosen sind verboten.
Verkehr und Öffis – das ändert sich
Rund um die Stadthalle:
Sperren und Zufahrtsbeschränkungen von 9. bis 17. Mai
Hütteldorfer Straße zwischen Gürtel und Vogelweidplatz voraussichtlich jeweils von 16 bis 19.30 Uhr gesperrt
auch Löhrgasse und Zinckgasse teilweise betroffen
Staus rund um Stadthalle, Gürtel und Westbahnhof möglich
Rund um den Rathausplatz:
Sperren am 10., 12., 14. und 16. Mai
Universitätsring entlang des Rathausplatzes ab 12 Uhr gesperrt
betroffen sind die Straßenbahnlinien D, 1 und 71
diese Linien werden umgeleitet oder kurzgeführt
Anreise mit den Öffis:
zur Stadthalle: mit der U6 bis Burggasse-Stadthalle oder mit der U3 bis Westbahnhof
zum Rathausplatz: mit der U2 bis Rathaus oder über Volkstheater
wer ein Ticket für eine Show in der Stadthalle hat, kann es am Veranstaltungstag auch als Fahrschein innerhalb Wiens nutzen
Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.
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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, dem
14. Mai 2026. Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.
Liebe Grüße
Petra und Michi
Team „Österreich für dich“