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August (#34)

Auf eine Nachricht, die ich zur letzten Ausgabe der Soft Practice erhalte, antworte ich, dass ich ja jeden Monat verlässlich denke: Dass das jetzt der Monat sein wird, in dem ich nichts zu sagen und zu schreiben haben werde. In dem mir einfach nichts einfallen wird, das eine Art Mehrwert haben oder irgendwie interessant sein könnte.

Ich denke viel über Produktivität nach, ich zähle die Stunden zusammen, die ich arbeite: am Text, an freien Aufträgen, in meinem Nebenjob im Kund*innenservice. Ich denke darüber nach, dass der Job, den ich ja eigentlich machen will, daraus besteht, beständig etwas zu sagen und zu schreiben zu haben, das eine Art Mehrwert hat. Irgendwie interessant ist, oder zumindest so gelabelt wird. Ich denke auch über Geschwindigkeit nach, mein ewiges Thema, dieses sich ziehende, zähe Gefühl, zu langsam zu sein, nicht hinterher zu kommen. Und gleich im Anschluss lese ich in einem Post von Carmen Maria Machado: “The thing about art is it takes exactly as long as it takes.”

(ich, im August)

Zwischendurch mache ich wenige Notizen. Ich notiere zum Beispiel, dass ich es mag, in diesem Sommer so oft Menschen zufällig zu treffen. Eine Zeitlang passiert mir das ständig, an der Kasse bei Rossmann, im Park, im Café, in das ich zum Schreiben gehe, auf der Straße, mit dem Rad unterwegs.

Ich notiere außerdem: Ich brauche einen Urlaub.