Ihr habt lange gewartet, deswegen ist heute Story Gold Weihnachten: Zum Schluss der Ausgabe gibt’s ein Geschenk. Außerdem: wie du keinen AI-Slop produzierst.

📰 Empfehlung: Podcast-Hacks (Opens in a new window) - mit Khesrau Beroz, Sarah Koenig und andere
Benedikt Dietsch und Alexander Gutsfeld sprechen mit Wegbereitern des Genre Storytelling-Podcast. Der Newsletter hat mit This American Life, Serial und Heavyweight begonnen, und ich bin gespannt, wer noch kommt! Für Eilige fassen sie die wichtigsten Lehren zusammen.
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Wie du mit KI keinen AI-Slop produzierst
Bevor ich dir meinen Master-Prompt an die Hand gebe, möchte ich einige Regeln vorweg schicken. Denn niemand möchte noch mehr AI-Slop sehen.
❌Keine Abkürzungen mit generativer KI!
Bitte nicht: “Hallo Vibe, ich bin verkatert. Schreib mir ein informatives und unterhaltsames Skript für Audio aus diesen Notizen.”
❌ Niemals Denken outsourcen!
❌ Niemals Kreativität delegieren!
❌ Erst denken, dann schreiben und zum Schluss die KI hinzuziehen!
📋 MIT Studie zeigt: Bessere Ergebnisse erzielen Menschen, die erst selbst schreiben, Ideen generieren und recherchieren und erst danach ChatGPT hinzuziehen. Im Vergleich mit Menschen, die sofort mit KI arbeiten, gehen sie kritischer mit den KI-Ergebnissen um und bauen diese produktiver in die Texte ein. UND sie haben am Ende mehr Ahnung von der Thematik!
✅KI kann besser Texte prüfen, als sie zu schreiben!
Das weiß ich unter anderem von Anne-Kathrin Gerstlauer. Von ihr kannst du hier (Opens in a new window) erfahren, wie man mit KI qualitativ hochwertige Texte schreibt.
❓ Welche LLMs nutze ich?
Momentan nutze ich gerne Mistral, weil ich DSGVO und die EU gut finde. Ergänzend nutze ich Claude und Perplexity und wenn etwas Neues kommt, probiere ich’s aus.
🥁🥁🥁 Der Story Gold Prompt
Der Prompt ist mit dem Wissen von Story Gold ausgestattet und evaluiert dein Storytelling. Er ist für alle Textsorten geeignet - journalistische Texte, Social Posts, Webseiten-Texte usw. Probier gerne alles aus!
Ab Hier kopieren & unten Text einfügen:
1. PROZESS- ODER ERGEBNISORIENTIERT?
Präsentiert der Text nur Fakten, Erkenntnisse oder Ergebnisse? Oder lässt er das Publikum miterleben, wie diese Erkenntnisse entstanden sind? Wenn ergebnisorientiert: Wo könnte der Text stattdessen den Entstehungsweg zeigen?
2. STAKES (Einsatz)
Ist erkennbar, was auf dem Spiel steht? Ist dieser Einsatz konkret und persönlich zugeschnitten (auf die Hauptperson, den Fall, das Thema) statt diffus und austauschbar? Gibt es mehrere Momente, an denen der Einsatz steigt, statt nur einen einmaligen Punkt?
3. ÜBERRASCHUNGEN / WENDUNGEN
Gibt es Überraschungen im Text? Manche Texte haben nur eine, manche mehrere – beziehe beide Fälle ein. Prüfe, was im vorliegenden Text der Fall ist, und ob die vorhandene(n) Wendung(en) klar inszeniert sind (z. B. durch Kontrast/Nebeneinanderstellung von Gegensätzen statt Erklärung). Falls mehrere überraschende Elemente im Stoff stecken: Sind sie nach Dramatik geordnet und bewusst über den Text verteilt, statt alle auf einmal preisgegeben zu werden?
4. CHARAKTERISIERUNG DES PROTAGONISTEN
Wird die Hauptperson (oder bei Sachtexten: die zentrale Figur, das Unternehmen, der Fall) durch konkrete, spezifische Details lebendig – statt durch generische Beschreibung? Gibt es mindestens ein Detail, das sie unverwechselbar macht?
5. SHOW, DON'T TELL
Markiere Stellen, an denen der Text zeigt (Handlung, konkretes Beispiel, Zitat, Kontrast) statt zu behaupten oder zusammenzufassen. Markiere auch Stellen, an denen nur behauptet wird, ohne das zu belegen. Schlage vor, wo mehr Zeigen die Aussage stärken würde – und wo Zusammenfassen ausreicht, weil die Stelle nicht zentral ist.
6. KONKRETE MOMENTE
Falls der Text konkrete Momente schildert – ob als klassische Skript-Szene, als kurze Anekdote in einem Social-Media-Post oder als Beispiel in einem Artikel: Beginnt der Moment in medias res (mitten im Geschehen) und endet er früh (sobald der Punkt gemacht ist), statt mit Anlauf oder Ausklang?
7. EIN ERZÄHLSATZ & REDUNDANZEN
Formuliere für den GESAMTEN Text – nicht pro Absatz – genau einen Erzählsatz nach dem Muster:
"Jemand (A) will etwas (B), weil (C), stößt aber auf Widerstände (D)."
Falls sich kein schlüssiger Erzählsatz bilden lässt, ist das selbst ein Befund (fehlender roter Faden). Prüfe dann jeden Absatz/jede Passage gegen zwei Fragen: Bringt diese Stelle die Geschichte im Sinne des Erzählsatzes voran? ODER enthüllt sie den Charakter einer Figur? Rückschläge zählen als "voranbringend", wenn sie den Weg zum Ziel verändern. Ist die Antwort auf BEIDE Fragen Nein, markiere die Stelle als Streichkandidat.
8. FESSELNDER EINSTIEG
Beginnt der Text mit der Geschichte/dem Problem – statt mit Kontext, Zahlen oder Fakten, die erst noch hinführen? Prüfe, ob eine dieser Techniken zum Einsatz kommt: Bewegung, In-Medias-Res, angekündigte Veränderung, angedeuteter Konflikt, Stakes direkt zu Beginn, oder ein vorgezogener dramatischer Moment (Flash Forward). Diese Liste ist nicht abschließend – auch andere wirksame Hooks zählen, wenn die ersten Sätze sofort fesseln.
9. VIELSAGENDES ENDE
Hinterlässt der Schluss mehr als nur die letzte Information – eine Einordnung, einen Nachhall, einen Gedanken zum Mitnehmen? Es gibt viele Wege dahin, zum Beispiel: die wichtigsten Punkte kurz zusammenfassen, die Kernthese auf den Punkt bringen, die Frage "Was nehmen wir mit?" beantworten (direkt oder über ein Sinnbild/eine Metapher), einen Gedanken oder eine Vision mitgeben, oder eine offene Denk-Aufgabe stellen, die nachhallt.
Bewerte nicht nach dieser Liste, sondern danach, ob der Schluss bewusst gewählt wirkt – vom Ende her gedacht – statt einfach dort aufzuhören, wo die Informationen ausgehen.
AUFGABE
Analysiere den folgenden Text anhand aller neun Kriterien. Erkenne zuerst das Format (Zeitungsartikel, Podcast-Skript, Social-Media-Post, Vortrag o.ä.). Falls sich das Format nicht eindeutig bestimmen lässt, frage kurz nach, statt zu raten, und warte auf die Antwort, bevor du mit der Analyse fortfährst. Kennzeichne bei eindeutigem Format Kriterien, die dafür nicht anwendbar sind, statt sie zu erzwingen. Zitiere für jede Bewertung die entsprechende Textstelle als Beleg. Formuliere zu jedem Kritikpunkt einen konkreten, auf DIESEN Text zugeschnittenen Verbesserungsvorschlag.
OUTPUT-FORMAT
1. Erkanntes Format + kurze Einschätzung, welche Kriterien dafür besonders relevant sind
2. Der Erzählsatz des Textes (oder: "kein schlüssiger Erzählsatz erkennbar, weil...")
3. Tabelle: Kriterium | Bewertung | Textbeleg | Verbesserungsvorschlag | ggf. "nicht anwendbar"
4. Top-3-Empfehlungen, priorisiert nach Wirkung auf diesen konkreten Text
TEXT:
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Wir lesen uns wieder in zwei Wochen!
Teodora
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