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Tipps gegen die Nebelsuppe

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!

Keine einzige Sonnenstunde gab es diesen Dezember (Opens in a new window) bis jetzt in Linz. In meiner Heimatstadt fährt man zum Spazierengehen eh gerne „über die Nebelgrenze“, aber so verdichtet (hehe) ist es dann doch selten. Deshalb kann ich mich stark mit diesen von FM4 zusammengestellten Memes (Opens in a new window) identifizieren. Die fünf Minuten Sonne, die es gab, habe ich leider auch verpasst.

Die Oberösterreichischen Nachrichten geben Tipps (Opens in a new window), wie man mit der Dauernebelsuppe zurechtkommt. Bewegung hilft (am besten trotzdem draußen), eine Tageslichtlampe anzuschaffen hilft auch und mein persönlicher Favorit: bunt anziehen.

Also: Weitermachen, hier kommen die Themen des Tages. 

Heute geht es um die aktuellen Verhandlungen zur Ukraine, den Streik der Sozialwirtschaft und das gekippte Verbrenner-Aus.

EU-Länder zu Unterstützungstruppe für Ukraine nach Waffenruhe bereit

In der langen Reihe von Gesprächen zur Zukunft der Ukraine sind gestern einige wichtige Staats- und Regierungschef*innen und mehrere Verhandlungsführer*innen zu einem Treffen in Berlin zusammengekommen. 

Einige europäische Partner*innen haben in einer gemeinsamen Erklärung (Opens in a new window) Unterstützung durch Militärkräfte beim Wiederaufbau angekündigt – Ntv (Opens in a new window) sieht darin eine wichtige Wende. Bei diesem Schritt, der keiner formellen Nato-Handlung entsprechen würde, sollen diese Truppen „bei der Regeneration der Streitkräfte der Ukraine, der Sicherung des Luftraums der Ukraine und der Gewährleistung sichererer Meere helfen, auch durch Operationen innerhalb der Ukraine“, zitiert der Spiegel aus dem Schreiben. Wichtig hier: Russland lehnt bisher jegliche Nato-Truppen ab, die USA haben die Erklärung nicht unterschrieben, aber auch noch keine Ablehnung kommuniziert.

Zuletzt hatte auch die Ukraine Zugeständnisse angekündigt. So ist der ukrainische Präsident Volodymyr Selenskyj bereit, auf eine formale Nato-Mitgliedschaft zu verzichten und seinen kategorischen Widerstand gegen Neuwahlen aufzugeben. In der Schwebe hängt wohl noch die Frage von Gebietsabtretungen, berichtet die taz (Opens in a new window).

Bei ZDFheute (Opens in a new window) sagt Militärexperte Sönke Neitzel, dass Selenskyj wohl „manche Kröte schlucken müsse“. Er stellt aber auch klar, dass es ohne ein Einlenken Russlands keine Fortschritte geben werde. Nach wie vor zeigt das Putin-Regime keine solchen Einsichten.

Die Tagesschau (Opens in a new window) schreibt darüber, wie Friedrich Merz versucht, Deutschland als wichtigen Vermittlerstaat zu etablieren.

Das RND (Opens in a new window) blickt in der Zusammenfassung der Debatte auf einen weiteren wichtigen Termin in dieser Woche: Übermorgen will sich die EU einigen, ob sie eingefrorene russische Vermögen – 210 Milliarden Euro – der angegriffenen Ukraine zur Verteidigung zur Verfügung stellen möchte. Eine Zusammenfassung gibt es auch beim ORF (Opens in a new window), der Standard berichtet im Liveticker. (Opens in a new window) (Christian Fahrenbach, adaptiert von Anna Mayrhauser)

Erneut österreichweite Streiks in der Sozialwirtschaft

Ab heute bis Donnerstag streiken in Österreich zahlreiche Einrichtungen der privaten Sozialwirtschaft. Die Gewerkschaft der Privatangestellten rechnet mit breiter Beteiligung. Denn nach vier Verhandlungsrunden gibt es immer noch keine Ergebnisse bei den diesjährigen Kollektivvertragsverhandlungen. Die Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von vier Prozent, die Arbeitgeber bieten 1,7 Prozent. Schon Anfang des Monats streikten deshalb mehrere Betriebe des privaten Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereichs stundenweise.

Die Arbeitgeber verweisen auf die schlechte Gesamtsituation und betonen, dass es heuer keine Spielräume gibt. Sie werden größtenteils von öffentlichen Geldern finanziert und sind von Sparmaßnahmen betroffen. So betonte Sozialwirtschaft-Österreich-Vorsitzender Erich Fenninger man würde den Wünschen der Gewerkschaft gerne entgegenkommen, aber es sei nicht möglich. Auch das letzte Angebot einer Lohnsteigung im Kollektivvertrag um 2,3 Prozent ab 1. April 2026 ist für die Gewerkschaft nicht ausreichend.

„Das wäre das schlechteste Angebot oder der schlechteste Abschluss im Vergleich zu allen anderen“, sagt Beatrix Eiletz vom Verhandlungsteam der Gewerkschaft der Privatangestellten im Ö1-Morgenjournal. „Bei allem Verständnis für die Arbeitgeber, was die Finanzierung betrifft, man muss auch Verständnis für die Beschäftigten haben, die müssen ihr Leben auch finanzieren.“

Betroffen sind 130.000 Angestellte, darunter viele Frauen und Teilzeitbeschäftigte. Dieses Jahr wird es keinen Abschluss der Verhandlungen mehr geben. Weiter verhandelt wird im Jänner. 

Wohl Aus für das Verbrenner-Aus

Heute werden in Brüssel die Pläne vorgestellt, welche Autos in der EU in der Zukunft zugelassen werden. Das Komplettverbot für Neuwagen mit Verbrenner-Motoren gilt schon länger als gekippt. Auch nach 2035 soll Autoherstellern die Zulassung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ermöglicht werden. Das plant die EU-Kommission nach Berichten des Handelsblatt (Opens in a new window). Offiziell wird es wohl beim Ziel einer Emissionsreduktion um 100 Prozent bleiben. Doch durch neue Mechanismen solle auch nach 2035 das von Autos ausgestoßene CO₂ kompensiert werden können. Faktisch läge dann die Reduktion der Emissionen bei 90 Prozent, berichtet (Opens in a new window) der ORF. 

Was das Aus des Verbrenner-Aus für die Klimaziele bedeutet, hat der Standard (Opens in a new window) letzte Woche zusammengefasst. Kritik kam auch von Ökonom*innen, wie etwa die taz (Opens in a new window) berichtet. Die Abkehr vom Verbrenner-Aus löse weder die aktuellen Probleme der Hersteller, noch sichere sie Industriejobs in Deutschland, zitierte die Süddeutsche Zeitung (Opens in a new window) die Volkswirtin Monika Schnitzer. Sie betont auch, dass man durch die Verschiebung des Verbrenner-Aus keine Arbeitsplätze retten könne.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Zwischen Prüfungsangst und weltweiten Krisen: Studierende unter Druck

Das Lokalmedium Der Achte berichtet immer wieder Interessantes aus dem achten Wiener Gemeindebezirk. So wie dieser Bericht über die psychologische Studierendenberatung in der Lederergasse von Nadja Riahi. Denn rund ein Viertel der Studierenden gab in einer Studie von 2023 an, ihr Gesundheitszustand sei mittelmäßig bis schlecht. Tausende junge Menschen wenden sich jährlich an die Beratungsstelle und suchen Hilfe bei Lernproblemen, Überforderung oder psychischer Belastung.

https://www.derachte.at/studierende-unter-druck/ (Opens in a new window)

Bauchweh nach Brot? Warum oft gar nicht das Gluten schuld ist

Das zeigt die große Krautreporter-Analyse von 58 Studien.

https://krautreporter.de/sinn-und-konsum/6142-bauchweh-nach-brot-warum-oft-gar-nicht-das-gluten-schuld-ist#lesen (Opens in a new window)

AUF1 als Werbefläche für die FPÖ

19.200 Euro erhält der rechtsextreme Fernsehsender AUF1 vom Freiheitlichen Parlamentsklub für Inserate im Rahmen seiner aktuellen Kampagne. Das rechte Portal Report24 bekommt 12.000 Euro.

Beide Medien erwähnt der Verfassungsschutzbericht als reichweitenstarke Plattformen für „Desinformation, Antisemitismus und Verschwörungsnarrative“. Für die FPÖ anscheinend kein Problem.

Die vollständige Recherche meines Kollegen Markus Sulzbacher kannst du im Standard lesen.

https://www.derstandard.at/story/3000000300470/19200-euro-fuer-auf1-die-freiheitlichen-setzen-auf-rechte-reichweiten (Opens in a new window)

Wünscht sich im Nebel US-amerikanische Verhältnisse bei der Weihnachtsbeleuchtung:

Anna

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