Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!
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Hallo!
US-Präsident Donald Trump und sein Kabinett haben bislang erstaunlich viele Versionen geliefert, warum Washington den Iran angegriffen hat. Wer die öffentlichen Aussagen der vergangenen Tage nebeneinanderlegt, stößt auf ein ganzes Bündel an Begründungen – teils ergänzend, teils widersprüchlich. Das nährt den Eindruck, dass es keinen einheitlichen politischen Masterplan gibt, sondern ein nachträglich zusammengesetztes Narrativ.
Der kleinste gemeinsame Nenner bleibt bislang lediglich dies: die Schwächung des iranischen Regimes und eine massive Einschränkung seiner militärischen Fähigkeiten. Ob daraus eine langfristige Strategie entsteht – oder nur ein offenes militärisches Engagement ohne klar definiertes Endziel –, ist derzeit völlig offen.
Laut Militärexpert*innen wird der Krieg nicht allzu lange dauern. Die USA dürften in einigen Tagen einen großen Teil Munition verschossen haben. Schauen wir mal.
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Heute geht es noch um die „Straße von Hormus“, Gewalt gegen Frauen und das Lueger-Denkmal in Wien.

Das Nadelöhr der Weltwirtschaft
Auch wirtschaftlich zeigt der Krieg gegen den Iran sofort Wirkung, begründet vor allem in einem Ort: der Straße von Hormus (Opens in a new window). Die Meerenge zwischen Iran und Oman gilt als eines der wichtigsten Nadelöhre des Welthandels. Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und etwa ein Viertel des Flüssiggases passieren normalerweise diese Route. Nachdem Teheran Schiffe bedroht hat und Reedereien ihre Fahrten ausgesetzt haben, ist der Seeweg derzeit blockiert. Die Folgen zeigten sich sofort an den Märkten. Der Ölpreis sprang zeitweise um fast zehn Prozent, auch Gas verteuerte sich deutlich – nachzulesen beim NDR (Opens in a new window). Volkswirt*innen warnen, dass die Preise weiter steigen könnten, wenn die Blockade länger anhält.
Auch in Österreich und Deutschland wird das spürbar. An den Tankstellen stieg der Preis für Benzin und Diesel. Nach der Sitzung der eigens wegen des Iran-Krieges eingerichteten „Taskforce Versorgungssicherheit“ bemühte sich die österreichische Regierung am Dienstag um Entwarnung. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) erklärte, die Energieversorgung Österreichs sei derzeit stabil. Sowohl bei Gas als auch bei Öl sei die Versorgungssicherheit „gegeben“, die Preisentwicklung werde jedoch genau beobachtet. Unterstützung bekam der Minister von WIFO-Ökonom Harald Oberhofer, der ebenfalls zur Beruhigung mahnte.
Im Pressegespräch betonten beide mehrfach, dass die aktuellen Ausschläge bei den Energiepreisen bislang deutlich unter den extremen Anstiegen der vergangenen drei Jahre liegen. Zudem könne sich die Lage – abhängig von der weiteren geopolitischen Entwicklung – vergleichsweise rasch wieder entspannen.
Auch auf Unternehmensseite überwiegt vorerst Gelassenheit. Beim Energieversorger Wien Energie verweist man darauf, dass die Versorgung aktuell gesichert sei. Wie stark Haushalte tatsächlich betroffen sein werden, hängt allerdings maßgeblich von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab.
Die EU hat laut Deutschlandfunk (Opens in a new window) aber einen Energie-Krisenstab angekündigt, um auf Preisschocks zu reagieren. Bei der taz argumentiert Kai Schöneberg (Opens in a new window), die Krise zeige erneut, wie verwundbar Volkswirtschaften durch ihre Abhängigkeit von fossilen Energien seien. Trump kündigte an, notfalls Kriegsschiffe einzusetzen, um Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren – um „den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt“ zu sichern.

EU-Studie: Jede dritte Frau erlebt Gewalt
Gewalt gegen Frauen ist in Europa weit verbreitet – und bleibt häufig unsichtbar. Laut einer neuen Umfrage der EU-Grundrechteagentur und des Instituts für Gleichstellungsfragen hat jede dritte Frau in der EU körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren.
Besonders häufig seien Gewalt in Partnerschaften, psychische und wirtschaftliche Gewalt sowie Übergriffe im digitalen Raum – Formen, die laut Bericht oft unterschätzt und selten gemeldet werden. Die hohe Dunkelziffer zeige strukturelle Defizite bei Schutz und Prävention.
Die EU-Agenturen fordern politische Konsequenzen: „Gewalt gegen Frauen sei eine Grundrechtsverletzung“, sagte FRA-Direktorin Sirpa Rautio. Staaten müssten Opfer besser schützen und den Zugang zur Justiz sichern.
Jede zehnte Frau wurde demnach bereits von ihrem Partner körperlich angegriffen, viele Anzeigen bleiben jedoch aus – aus Scham, Angst vor Vergeltung oder mangelndem Vertrauen in Behörden.

Lueger-Denkmal wird teurer als geplant
Die geplante Schiefstellung des umstrittenen Lueger-Denkmals in Wien wird deutlich kostspieliger als ursprünglich angekündigt. Statt der veranschlagten 500.000 Euro rechnet die Stadt inzwischen mit mehr als 770.000 Euro. Das geht aus der Beantwortung einer FPÖ-Anfrage hervor.
Die Bronzestatue des wegen seines brachialen Antisemitismus kritisierten ehemaligen Bürgermeisters Karl Lueger wurde bereits Ende Jänner abgebaut. Nach dem Konzept des Künstlers Klemens Wihlidal soll das Denkmal bis zum Sommer um 3,5 Grad geneigt wieder aufgestellt werden – als künstlerische Kontextualisierung und Mahnmal.
Laut Kostenaufschlüsselung entfallen rund 136.000 Euro auf Wettbewerb und wissenschaftliche Aufarbeitung, etwa 238.000 Euro auf Bauarbeiten und rund 138.000 Euro auf Restaurierung. Weitere knapp 247.000 Euro entstehen durch Gutachten, Verfahren und Nebenkosten.
Die Stadt begründet die Mehrkosten mit geänderten Anforderungen sowie zusätzlichen restauratorischen und rechtlichen Maßnahmen. Überschreitungen des ursprünglich beschlossenen Budgets übernimmt die Institution Kunst im öffentlichen Raum Wien.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Wie Dubai-Influencer die iranischen Raketenangriffe auf die Emirate schönreden
Dubai gilt als Luxusmetropole, Steueroase und sicherer Hafen für Superreiche, Unternehmer und Influencer aus aller Welt. Doch dieses sorgfältig gepflegte Image hat am Wochenende erstmals sichtbar Schaden genommen: Iranische Raketen trafen das Zentrum der Stadt. In sozialen Netzwerken kursieren seither Videos gestrandeter Reisender – und demonstrativ gelassener Influencer.
Während Explosionen zu hören sind, betonen zahlreiche Dubai-Influencer öffentlich ihr Vertrauen in die Behörden und die Sicherheit des Landes. Kritik ist selten – auch weil sie riskant sein kann. Wer den Ruf der Emirate beschädigt, muss mit hohen Geldstrafen oder Haft rechnen; Influencer benötigen zudem staatliche Lizenzen.
https://www.profil.at/ausland/angriffe-auf-dubai-wenn-die-fassade-des-goldenen-reichenparadies-zu-broeckeln-beginnt-iran-netanyahu/403137038 (Opens in a new window)
Die 6 wichtigsten Theorien, warum Trump Iran angegriffen hat
US-Bürger*innen googlen: „Warum greifen wir den Iran an?“ Ihr Präsident scheint es selbst nicht zu wissen,oder nicht sagen zu wollen. Deswegen hat Rico Grimm die besten Erklärungen gesucht.
https://krautreporter.de/politik-und-macht/6278-die-6-wichtigsten-theorien-warum-trump-iran-angegriffen-hat (Opens in a new window)
Mit Regenschirmen gegen Drohnen
Autonome Drohnen mit kamerabasierten Zielverfolgungssystemen lassen sich mit einem Regenschirm mit speziellem Muster beeinflussen und sogar zum Absturz bringen.
https://www.heise.de/news/FlyTrap-schaltet-autonome-Zielverfolgungsdrohnen-mit-einem-Regenschirm-aus-11192513.html (Opens in a new window)Freut sich über die ersten Blumen:
Markus