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Über die Verfehlungen des Autors Dirk Gieselmann und Schrott-KI

Der Übermedien-Newsletter von Alexander Graf

Übermedien-Logo und Foto von Übermedien-Chefredakteur Alexander Graf.

Liebe Übonnentin, lieber Übonnent,

ich erinnere mich noch genau an den Moment, in dem ich erfuhr, dass der Reporter Dirk Gieselmann aufgeflogen war. Auf dem Schreibtisch vor mir türmten sich Notizblöcke mit unleserlichem Gekrakel. Zitate und Beobachtungen von Rechercheterminen, die sich einfach nicht in einen dieser elegant-lakonischen Texte verwandeln ließen, wie Gieselmann sie immer schrieb. Ich war kurz davon hinzuschmeißen, zu wenig Talent für diesen Job, zu viele Zweifel. Im Hintergrund ächzte ein alter Plattenspieler. Bob Dylan sang „It’s All Over Now, Baby Blue.“ Mit einem müden Klick rief ich die Webseite eines Branchenmagazins auf.

Das ist natürlich Quatsch. Oder sagen wir, es ist ein wenig verdichtet. Ein bisschen an der Dramaturgie gefeilt, hier und da ein Detail ergänzt (also: erfunden), damit die Geschichte besser klingt. So ähnlich wie Gieselmann das offenbar häufig in seinen Texten tat. Bevor er im Jahr 2019 aufflog.

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