
Die erste Hitzewelle ist überstanden. Damit du dich für die nächste wappnen kannst, haben wir uns auf den Weg gemacht und nach Abkühlungsorten gesucht, die von Wien aus gut mit den Öffis erreichbar sind.
Unsere erste Auswahl findest du in dieser Ausgabe. Manche Orte sind echte Badeplätze, andere eher zum Füße-ins-Wasser-Halten, Abkühlen oder Durchatmen zwischen Fluss, Schlucht und Wald.
Wenn du einen Tipp hast, der hier fehlt: Schreib uns!
»Bevor es losgeht: Es gibt ein Update zum Post SV. „Die Ausschreibung der Post AG hat die schlimmsten Befürchtungen des Vereins übertroffen“, sagt uns die Sprecherin der Initiative #rettetdenpostsv. Wir haben uns die Sache genauer angesehen und im Flâneur-Dossier (Opens in a new window)festgehalten.
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Kommen wir zu unseren kühlsten Tipps für die nächste Hitzewelle — zum Speichern, Weiterleiten und Wiederfinden. Die Anfahrtsangaben sind grobe Richtwerte und können variieren, je nachdem, von wo aus du in Wien losfährst.
Los geht’s!
Strombad Kritzendorf — Anfahrt: ca. 1 Stunde

Kein Geheimtipp, aber ein Klassiker aus gutem Grund. Mit der Bahn ist man schnell draußen, geht ein paar Minuten und steht an der Donau. Kiesstrand, Liegewiese, Badehäuschen, Sommerfrische-Gefühl. Wer danach noch bleiben will: Essen gehen bei der Fischerin.
Helenental — Anfahrt: ca. 1 Stunde + Fahrrad

Eher Kneippen als Baden: Im Helenental geht es um alte Wege, Brücken, Ruinen und schattige Stellen entlang der Schwechat. Das Tal beginnt bei Baden und fühlt sich nach wenigen Minuten erstaunlich weit weg von der Stadt an. Ideal, wenn man Wasser, Wald und kühle Luft sucht.
Thermalbad Vöslau — Anfahrt: unter einer Stunde

Historische Kabanen, mehrere Thermalwasserbecken und sehr viel Sommerfrische. Bad Vöslau ist kein wilder Naturplatz, sondern eher ein gepflegter Rückzug aus der Hitze. Unser Tipp: Buttermilch mit frischem Waldbeerenpüree in der Milchbar im oberen Teil des Bads.
Fischauer Thermalbad — Anfahrt: ca. 1 Stunde

Das denkmalgeschützte Bad in Bad Fischau ist einer dieser Orte, an denen man versteht, warum Menschen früher zur Sommerfrische gefahren sind. Das Quellwasser ist frisch, klar und angenehm kühl. Nicht spektakulär im Instagram-Sinn, aber sehr schön, ruhig und wohltuend.
Donaualtarm Greifenstein — Anfahrt: 1 Stunde + ein bisschen

Ein Altarm der Donau, Badebuchten, Liegewiesen und beim Schwimmen der Blick Richtung Burg Greifenstein. Der Ort ist gut erreichbar und fühlt sich trotzdem nicht nach Stadt an. Danach kann man am Wasser noch im Donau Vista Würstel Club hängen bleiben.
Myrafälle — Anfahrt: ca. 1,5 Stunden

Die Myrafälle sind eher ein Ausflug zum Abkühlen als ein Badeplatz. Holzstege führen durch die Schlucht, das Wasser rauscht über Felsen, die Luft ist feucht und kühler als draußen. Perfekt für alle, die Wasserfälle, Wald und ein bisschen Ausflugsdramatik mögen.
Ybbstalradweg — Anfahrt: unter 2 Stunden + Fahrrad

Das ist kein schneller Sprung ins Wasser, sondern eher ein Tagesausflug mit Rad. Dafür bekommt man eine der schönsten Wasserlandschaften Niederösterreichs: die Ybbs, türkisgrünes Wasser, Felsen, Auwälder und hier und da Stellen zum Abkühlen. Sehr lohnend, wenn man mehr Zeit hat.
Höllental — Anfahrt: unter 2 Stunden

Das Höllental ist die spektakuläre Variante der Hitzeflucht: Schwarza, Felsen, Rax, Schneeberg, klares Wasser und viel Landschaft. Gleichzeitig gilt: Wasserstand und Strömung ernst nehmen. Nicht überall ist Baden harmlos oder erlaubt. Als Ort zum Abkühlen, Schauen und Durchatmen aber großartig.
Erlaufschlucht — Anfahrt: ca. 2 Stunden

Fluss, Schlucht, Schatten – und das Gefühl, für ein paar Stunden ganz woanders zu sein. Die Erlauf hat sich hier tief in die Landschaft gegraben. Das ist eher ein kleiner Tagesausflug als ein spontaner Feierabendtrip, aber gerade an heißen Tagen ein starker Wasserort.
Alte Naufahrt — Anfahrt: 30 Minuten + Fahrrad

Die Alte Naufahrt liegt in der Lobau und ist einer dieser Orte, die viel weiter weg wirken, als sie sind. Kleine Plätze an beiden Ufern, Schilf, Bäume, ruhiges Wasser. Gut für Hängemattenfans, Naturbadende und alle, die lieber versteckte Ufer als große Liegewiesen mögen.
Dechantlacke — Anfahrt: 30 Minuten + Fahrrad

Einer unserer Favoriten. Die Dechantlacke liegt mitten im Auwald, ist mit Öffis und Fahrrad überraschend schnell erreichbar und fühlt sich trotzdem fast wie ein kleiner Ausbruch aus Wien an. Naturwasser, Bäume, Schatten, Vogelstimmen. Der Ort ist sehr FKK-freundlich, aber kein Muss.
Noch ein Hinweis: Nicht alle Orte sind klassische Badeplätze. Manche eignen sich besser zum Füße-Abkühlen, Spazieren oder Durchatmen am Wasser. Bei Naturgewässern gilt: Wasserstand, Strömung und eigene Sicherheit ernst nehmen. Geh nur dort ins Wasser, wo Baden erlaubt ist.
Bis zur nächsten Ausgabe wünsche ich dir eine gute Zeit!
Liebe Grüße
Alexandra Folwarski
Herausgeberin Wiener Flâneur