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    <title>Energieblog energynet.de</title>
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    <description>Gute Kommunikation ist ein Schlüssel für den Erfolg der Energiewende. Unterstützen Sie die Arbeit des Blogs energynet.de.</description>
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      <title><![CDATA[Herausforderung der Kommunen im Prozess der kommunalen Wärmeplanung]]></title>
      <description><![CDATA[Vor welchen Herausforderungen stehen die Kommunen bei der kommunalen Wärmeplanung und wie gehen sie damit um? Nach mehr als einem Jahr Gültigkeit des “Gesetz zur…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Vor welchen Herausforderungen stehen die Kommunen bei der kommunalen Wärmeplanung und wie gehen sie damit um? Nach mehr als einem Jahr Gültigkeit des “Gesetz zur kommunalen Wärmeplanung” ist Bewegung in die Planung gekommen. Erste Städte haben ihre Pläne schon beschlossen, viele sind mittendrin und andere stehen noch kurz vor dem Beginn ihrer Wärmeplanung.</p><p><a href="https://steady.page/de/energynet/about">Energynet unterstützen</a></p><p>Zum aktuellen Stand, der Entwicklung und den Herausforderungen für die Kommunen habe ich dem Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) Fragen stellen dürfen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4934d9d8-dd1b-4462-a8e1-df646ba8bf4c/uploads/images/kqfuelocop/01_Titel_KWW_Interview_shutterstock_1703537968_Brain_A_Jackson.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Herausforderung der Kommunen im Prozess der kommunalen Wärmeplanung. Interview mit KWW"/><h2>Bewegung bei den Kommunen</h2><p>Immer mehr Kommunen befassen sich mit der kommunalen Wärmeplanung. Nach einer Analyse des BDEW haben Ende 2024 98 Prozent der Kommunen mit mehr als 45.000 Einwohnern mit der Wärmeplanung begonnen oder diese schon abgeschlossen. Damit konnten auch Erfahrungen gesammelt werden.</p><p>Das KWW hat mehr als 900 Kommunen zu dem Stand und ihren Erfahrungen mit der Wärmeplanung befragt. Die Städte bewerten diesen Prozess als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur <a href="https://www.energynet.de/enzyklopaedie/klimaneutral/">Klimaneutralität</a>. Doch die Herausforderungen sind groß, die Finanzierung und Zeitplanung sind oft schwierig. Auch der Prozess der Datenerhebung stellt sie oder ihre Dienstleister vor einige Herausforderungen. Die Einbindung lokaler Akteure und die Information der Öffentlichkeit sind auch neue Aufgaben. Viele Kommunen müssen noch ihren Weg finden, damit umzugehen.</p><h2><strong>Interview mit Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende </strong></h2><p>Den besten Überblick über die Herausforderungen und Schwierigkeiten der Kommunen hat das Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende. Nach etwas mehr als einem Jahr habe ich mich wieder an diese Experten gewandt und Fragen zu den bisherigen Erfahrungen gestellt. Vielen Dank an Manja Rothe-Balogh, Teamleiterin Kommunikation im <a href="https://www.kww-halle.de/">Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW)</a>, für die Beantwortung meiner Fragen. </p><h3><strong>Wie haben sich die Herausforderungen der Kommunen bezüglich der Kommunalen Wärmeplanung im letzten Jahr entwickelt, was ist besser und was schwieriger geworden?</strong></h3><p><strong>Manja Rothe-Balogh: </strong>Die Ergebnisse unserer <a href="https://www.kww-halle.de/praxis-kommunale-waermewende/kww-kommunenbefragung">Kommunenbefragung 2024</a> zeigen, dass die uns bekannten Herausforderungen weiter bestehen. Die Kommunen berichten von fehlenden Daten, offenen Finanzierungsfragen und einer aufwendigen Einbindung der lokalen Akteure.</p><p>Insbesondere kleineren Kommunen fehlen zudem oft das Personal und die Expertise. Trotz dieser Hürden können wir beobachten, dass die KWP vorangeht. Fast die Hälfte aller Kommunen ist bereits in den Prozess gestartet oder hat ihre Wärmeplanung abgeschlossen – der Trend: deutlich steigend.</p><p>Eine weitere positive Entwicklung: Neu in Kraft getretene Landesregelungen schaffen eine zusätzliche gesetzliche Grundlage, die die Datenerhebung und die Finanzierung der Wärmeplanung mittels <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konnexit%C3%A4t">Konnexität</a> in den Kommunen künftig erleichtert. Immer mehr Bundesländer übersetzen das Wärmeplanungsgesetz (WPG) in eigene Regularien, zuletzt Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Bayern. Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Thüringen haben ihre Landesregelungen im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht. Weitere Bundesländer befinden sich schon in der Abstimmung.</p><p>Im Gegensatz dazu stehen aktuell die bundespolitischen Rahmenbedingungen. Nach der Bundestagswahl bleibt offen, wie es künftig mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) weitergeht – und was eine mögliche Überarbeitung für die Wärmewende in den Kommunen bedeutet. Der Koalitionsvertrag trifft dazu keine klare Aussage.</p><h3><strong>Welche Rolle spielt die Fachkompetenz bei den kommunalen Mitarbeitern als planungsverantwortliche Stelle?</strong></h3><p>Bislang wurden Energiefragen überwiegend auf Bundes- oder Landesebene behandelt. Für die Kommunale Wärmeplanung müssen Kommunen deshalb zunächst neue Kapazitäten und Kompetenzen schaffen. Ihr Know-how wächst laut unserer Recherche mit dem fortschreitenden Planungsprozess. Trotzdem gibt jede fünfte Kommune mit fertigem Wärmeplan an, ein eher geringes Wissen zur Wärmeplanung zu haben. Vor allem kleine Stadtverwaltungen stoßen durch Personalüberlastung oder fehlende Expertise an ihre Grenzen. Gemeinsame Wärmeplanungen mit Nachbargemeinden – sogenannte Konvois – können vorhandene Ressourcen interkommunal bündeln.</p><h3><strong>Haben sich für einzelne Aufgaben der Kommunen mittlerweile Best-Practice-Lösungen entwickelt oder ist die Aufgabe der Wärmeplanung zu individuell?</strong></h3><p>Die eine Best-Practice-Lösung gibt es für die Wärmewende leider nicht, aber sehr viele Good-Practices: Jede der 10.700 Kommunen steht vor einer umfassenden Planung, die nur erfolgreich sein kann, wenn sie einen ganzheitlichen Blick auf ihr Versorgungsgebiet, mögliche Akteurinnen und Akteure sowie Bedarfe und Potenziale einnimmt. Es gibt mittlerweile viele gute Beispiele, aus denen Kommunen etwas für ihre eigene Wärmeplanung lernen können. Denn so unterschiedlich die Rahmenbedingungen sind, so ähnlich sind oft die Herausforderungen. Deshalb laden wir regelmäßig zu kostenfreien Online-Veranstaltungen ein, in denen Vorreiterinnen und Vorreiter ihre Herangehensweise vorstellen oder wir verschiedene Technologien der Wärmewende näher beleuchten. Viele Inhalte und Praxisbeispiele finden Kommunen auf unserer Webseite.</p><p><a href="https://www.energynet.de/kommunale-warmeplanung/">Mehr zur KWP</a></p><h3>Wie gehen die Kommunen mit der Aufgabe der Beteiligung betroffener Akteure um?</h3><p>Die Einbindung relevanter Akteurinnen und Akteure in die Kommunale Wärmeplanung bewerten viele Kommunen als aufwändig. Dementsprechend unterschiedlich ist die Beteiligung in den Städten und Gemeinden. Teilweise werden wichtige lokale Akteure wie die Stadtwerke nicht in die Planungsprozesse einbezogen. Dabei bringt eine frühzeitige Beteiligung von Verwaltung, Unternehmen und Öffentlichkeit viele Vorteile und ist essenziell für eine erfolgreiche KWP. Kommunen können das Fachwissen vor Ort nutzen, verschiedene Perspektiven berücksichtigen, Kompetenzen bündeln und mehr Akzeptanz für die Wärmewende schaffen. </p><p>Diejenigen, die lokale Akteurinnen und Akteure bereits erfolgreich beteiligt haben, empfehlen neben dem bilateralen Austausch zum Beispiel die Durchführung gemeinsamer Workshops oder sogar die Einbindung in die Steuerungsgruppe oder einen Beirat. Unser KWW-Leitfaden „Akteursbeteiligung in der Kommunalen Wärmeplanung“ enthält klare Empfehlungen, wie und wann relevante Akteurinnen und Akteure in den verschiedenen Prozessschritten einzubinden sind – sowohl gesetzlich verpflichtend als auch optional.</p><h3><strong>Ist die Information und Einbeziehung der Öffentlichkeit eine schwierige Aufgabe für die Kommunen und wie gehen sie damit um?</strong></h3><p>Obwohl eine frühzeitige und transparente Kommunikation Widerstände reduziert und Akzeptanz für die Veränderungen der Wärmewende schafft, fällt die Beteiligung der Öffentlichkeit zu Beginn der Wärmeplanung in den meisten Kommunen gering aus. Nur jede fünfte Kommune bezieht die Menschen vor Ort zu diesem frühen Zeitpunkt mit ein. Laut unserer Befragung 2024 steigt die Beteiligung im Prozess bis zur Umsetzungsstrategie auf 39 Prozent und nach Veröffentlichung des Wärmeplanes auf 55 Prozent. Wo eine Kommunikation stattfindet, machen Kommunen vor allem mit Präsenzveranstaltungen wie Bürgerforen oder Informationsabenden gute Erfahrungen. Auch das KWW beschäftigt sich mit diesem Thema. Wir wollen herausfinden, wie eine wirksame Kommunikation zur Wärmewende aussehen muss, damit sie Akzeptanz stiftet – und unser Wissen mit den Kommunen teilen, damit sie ihre Bürgerinnen und Bürger zielgruppengenau informieren können.</p><p><a href="https://steady.page/de/energynet/about">Mitglied werden</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kommunale Wärmeplanung]]></category>
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      <pubDate>Wed, 25 Jun 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Warum Kommunikation und Beteiligung der Bürger für die Wärmewende…]]></title>
      <description><![CDATA[Die Beteiligung der Bürger und die Kommunikation mit ihnen sind wichtige Aufgaben, die zum Erfolg der Wärmewende beitragen. Es reicht nicht, Verordnungen, Gesetze und…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Warum Kommunikation und Beteiligung der Bürger für die Wärmewende wichtig sind</h1><p>Die Beteiligung der Bürger und die Kommunikation mit ihnen sind wichtige Aufgaben, die zum Erfolg der Wärmewende beitragen. Es reicht nicht, Verordnungen, Gesetze und Förderprogramme zu beschließen. Die Betroffenen wollen informiert und beteiligt werden. Dies machen zwei aktuelle Studien deutlich, die Bürgerinnen und Bürger in einer Umfrage und bei einer Konferenz befragt haben.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b95eeffe-ff0a-43f4-99f2-d441dd24ae99/uploads/images/jlhgic6ekl/01_Titel_Burgerbeteiligung_Warmewende_Buergerrat_Demokratie_Abstimmung.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Warum Kommunikation und Beteiligung der Bürger für die Wärmewende wichtig sind"/><p>In diesem Beitrag stelle ich die Ergebnisse der Studien vor und zeige, dass Bürgerbeteiligung mehr als nur eine Pflichtaufgabe ist.</p><p><a href="https://steady.page/de/energynet/about">energynet unterstützen</a></p><p>Beteiligung der Öffentlichkeit ist eine Pflichtaufgabe der Wärmeplanung</p><p>Seit Jahresbeginn 2024 gilt bundesweit das Gesetz zur Wärmeplanung und zur <a href="https://www.energynet.de/enzyklopaedie/dekarbonisierung/">Dekarbonisierung</a> der Wärmenetze (WPG). Es verpflichtet die Länder sicherzustellen, dass ihre Kommunen bis zu den Stichtagen Wärmepläne erstellen. Damit sollen sie den Weg zur Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien und die sinnvolle Nutzung unvermeidbarer Abwärme in ihrem Gebiet skizzieren. </p><p>Eine der Vorgaben aus diesem Gesetz ist die Beteiligung der Öffentlichkeit (sowie aller Behörden und Träger öffentlicher Belange …) gemäß <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__7.html">§ 7 WPG</a>. Dieser Paragraph bezieht sich auf <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__13.html">§ 13 WPG</a>, der im ersten Abschnitt die einzelnen Schritte der Wärmeplanung erläutert. Der zweite Abschnitt fordert die Information der breiten Öffentlichkeit über den Beschluss zur Durchführung der Wärmeplanung und die Veröffentlichung der Ergebnisse der einzelnen Phasen. </p><p>Wie die Kommunen ihre Bürgerinnen und Bürger an der Wärmeplanung beteiligen, bzw. wie sie die Öffentlichkeit informieren, bleibt ihnen überlassen.</p><h2><strong>Was wissen die Menschen über die Wärmewende?</strong></h2><p>Wärmeplanung und Wärmewende sind Stichworte, die immer wieder in den Medien auftauchen. Sie betreffen alle Menschen – alle müssen im Winter heizen und duschen lieber mit warmem Wasser. Was sie wirklich darüber wissen und wie ihre Einstellung zur Bürgerbeteiligung in ihrem Ort ist, hat der <a href="https://www.steinbeis-mediation.com/steinbeis-buergerbeteiligungsreport-2025">Steinbeis Bürgerbeteiligungs-Report 2025</a> in einer repräsentativen Umfrage ermittelt. Die Umfrage wurde von IKOME | Steinbeis Mediation, einem Beratungsinstitut für Konfliktmanagement, durchgeführt.</p><p>Als Ergebnis hat sich herausgestellt:</p><ul><li><p>60 % der Bevölkerung haben von der Wärmewende als wichtigem Baustein der Energiewende gehört.</p></li><li><p>76 % der Bevölkerung kennen das Ziel der Wärmewende, eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045.</p></li><li><p>58 % der Bevölkerung sind die Maßnahmen ihrer Kommune zur Umsetzung der Wärmewende <strong>nicht</strong> bekannt.</p></li><li><p>58 % der Menschen sind sich bewusst, dass sie von der Umsetzung der Wärmewende in ihrer Kommune betroffen sind.</p></li><li><p>74 % der Menschen haben in ihrer Kommune in letzter Zeit keine Aktivitäten zur Wärmewende wahrgenommen.</p></li><li><p>72 % der Bevölkerung fühlen sich eher schlecht oder sehr schlecht über die Planung in ihrem Wohnumfeld informiert.</p></li></ul><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b95eeffe-ff0a-43f4-99f2-d441dd24ae99/uploads/images/rqoss3coyh/02_Burgerbeteiligung_Prasentation_Warmewende.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Was wissen die Menschen über die Wärmewende?"/><h2>Wie groß ist das Bedürfnis nach Informationen?</h2><p>Es ist wichtig, dass die Information der Bürgerinnen und Bürger zum Stand der Wärmeplanung gesetzlich vorgeschrieben ist. Sonst würden die Planungen der Kommunen noch mehr in den allgemeinen Nachrichten untergehen. </p><p>Laut der Umfrage fühlen sich schon heute 72 % der Bürgerinnen und Bürger eher schlecht oder sehr schlecht über die Planung der Wärmewende in ihrem Wohnumfeld informiert. Sie wollen vor allem wissen, wie sich die Kosten der Wärmewende für sie (55 %) und für die Allgemeinheit (51 %) entwickeln. Weitere Themen betreffen die Bauphase, insbesondere mögliche Beeinträchtigungen, und Fördermittel für die Umstellung ihrer eigenen Heizung. </p><p>Die Bürgerinnen und Bürger möchten, über </p><ul><li><p>Informationsbroschüren und Internet (jeweils 46 %), </p></li><li><p>lokale Medien (43 %) und auf </p></li><li><p>Informationsveranstaltungen (35 %) </p></li></ul><p>über den aktuellen Stand der Planungen informiert werden. </p><h2><strong>Großes Interesse an Beteiligung</strong></h2><p>Eine Beteiligung an der Wärmeplanung geht über die Verbreitung der Informationen zum aktuellen Stand hinaus. Die Beteiligung erlaubt der Öffentlichkeit, sich mit eigenen Ideen einzubringen und an dem <a href="https://www.energynet.de/2024/03/28/kommunale-warmeplanung-beteiligung/">Prozess der Wärmeplanung mitzuwirken</a>. Kommunen haben viele unterschiedliche Möglichkeiten, die Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen. Für eine große Mehrheit ist die Beteiligung wichtig, doch viele Bürgerinnen und Bürger sind mit dem bisherigen Angebot unzufrieden oder kennen es nicht.</p><ul><li><p>81 % der Bürgerinnen und Bürger sind Beteiligungsmöglichkeiten bei der Umsetzung der Wärmewende in ihrem Wohnumfeld eher wichtig oder sehr wichtig.</p></li><li><p>38 % der Bürgerinnen und Bürger sind mit den Beteiligungsmöglichkeiten eher unzufrieden oder sehr unzufrieden.</p></li><li><p>34 % der Bevölkerung sind die Beteiligungsmöglichkeiten bei der Umsetzung der Wärmewende in ihrem Umfeld nicht bekannt.</p></li></ul><p>Immerhin möchten 48 % der Bevölkerung in die Umsetzung der Wärmewende in ihrem Wohnumfeld bereits vor Beginn der Planungen eingebunden werden und 30 % würden an einem Beteiligungsprozess mitwirken. Wenn sie direkt betroffen sind, würden 35 % mitwirken. </p><p>Frühzeitige Informationen bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Beteiligung (45 %), ein weiterer Baustein ist die Transparenz bei den Entscheidungsprozessen (41 %) und für 40 % eine frühe Information über den Ablauf des Planungs- und Genehmigungsverfahrens. </p><p>Die Bedeutung einer Bürgerbeteiligung wird deutlich, wenn man sich ansieht, was sie, nach Angaben der befragten Bürgerinnen und Bürger, leisten kann: </p><ul><li><p>Konflikten vorbeugen (50 %),</p></li><li><p>Akzeptanz erhöhen (50 %),</p></li><li><p>Kosten reduzieren (50 %),</p></li><li><p>Planungen besser verstehen (49 %)</p></li><li><p>Klagen vermeiden (40 %)</p></li></ul><p>Nach Meinung von 47 % der Bürgerinnen und Bürger sollen die Kommunen und ihre Fachämter die Bürgerbeteiligung bei der Wärmewende in ihrem Wohnumfeld gestalten. 26 % wünschen sich neutrale Vermittler und 20 % erwarten die Beteiligung durch den Vorhabenträger.</p><h2><strong>Wo liegt Konfliktpotenzial bei der Wärmewende?</strong></h2><p>Vor allem die finanzielle Belastung der Bevölkerung birgt Potenziale für einen Konflikt bei der Wärmewende. Auch bei den Kosten für die Allgemeinheit bestehe ein großes Konfliktpotenzial.</p><ul><li><p>68 % der Menschen schätzen das Konfliktpotenzial bei der Umsetzung der Wärmewende als eher hoch oder sehr hoch ein.</p></li></ul><p>Als Konfliktpotenzial werden vor allem Eingriffe in das Landschaftsbild, Beeinträchtigungen während der Bauphase, fehlende Transparenz und mangelnde Bürgerbeteiligung gesehen.</p><p>Handlungsempfehlungen für Kommunen</p><p>Die Ergebnisse der Umfrage zeigen sehr deutlich die große Bedeutung der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Ohne die Zufriedenheit, Akzeptanz und Beteiligung der Bevölkerung wird es schwer, die Wärmewende erfolgreich umzusetzen. </p><blockquote><p>„Der Steinbeis BürgerbeteiligungsReport belegt die Unzufriedenheit der Bürger über die Umsetzung der Wärmewende in den Kommunen. Um zu vermeiden, dass Konflikte eskalieren, sollten die Verantwortlichen vor Ort die Bevölkerung so früh wie möglich informieren und beteiligen. Ansonsten sind Proteste vorprogrammiert“, so Prof. Dr. Gernot Barth, Leiter IKOME | Steinbeis Mediation.</p></blockquote><p>Bürgerbeteiligung ist ein wichtiges Mittel zur Vermeidung von Konflikten und Erhöhung der Akzeptanz. Sie verbessert das Planungsverständnis und kann auch die Kosten reduzieren. Vorhabenträger sollten die Bürgerbeteiligung daher als Chance sehen, aber sie federführend durch die Kommune gestalten.</p><p><a href="https://www.energynet.de/category/allgemein/kommunikation/">Mehr Texte zu dem Thema</a></p><h2><strong>Bürgerkonferenz zeigt Akzeptanz und fehlendes Wissen bei Bürgern</strong></h2><p>Eine weitere aktuelle Untersuchung ist ein <a href="https://ariadneprojekt.de/publikation/report-burgerperspektiven-auf-politische-massnahmen-der-warmewende/">Report des Ariadneprojektes</a>, der von den Erfahrungen und Ergebnissen einer Bürgerkonferenz zur Wärmewende berichtet. Daran haben zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger teilgenommen, wobei Hauseigentümer überrepräsentiert waren. Die Bürgerkonferenz wurde nach dem Modell der Deliberation (Deutsch: “Beratschlagung” oder “Abwägung”) gestaltet und hatte das Ziel, einen direkten Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu ermöglichen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sollen gesellschaftlich tragfähige Politikmaßnahmen entwickelt werden.</p><p>Die teilnehmenden Personen standen dem Klimaschutz nicht gleichgültig gegenüber, auch wenn einige von ihnen die Maßnahmen für zu schnell bewerten. Sie zeigten sich offen für Veränderungen, wenn sie nachvollziehbar, fair und effektiv sind. </p><p>Die Kommunikation zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) und seine mediale Darstellung haben die Bürgerinnen und Bürger verunsichert. Auch unklares politisches Handeln sorgt bei ihnen für Planungsunsicherheit. Dabei befürworten sie die Wärmewende und auch staatliche Vorgaben wie das GEG.</p><p>Bei den Maßnahmen zur energetischen Sanierung und zum Heizungstausch stehen viele Bürgerinnen und Bürger vor der Herausforderung, die notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen. Staatliche Förderungen verbinden sie mit hohem bürokratischen Aufwand.</p><p>Zum CO2-Preis und den Auswirkungen auf den Energiepreis wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger mehr sachliche Informationen. Aktuell ist der CO2-Preis noch zu gering, um Änderungen zu bewirken und die langfristigen Auswirkungen sind zu wenig bekannt, um bei Entscheidungen berücksichtigt zu werden.</p><p><a href="https://steady.page/de/energynet/about">Mitglied werden</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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      <pubDate>Fri, 20 Jun 2025 09:18:44 +0000</pubDate>
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