
First flush?
Auf der SPIEL 2024 war Autor Tomáš Holek in aller Munde. Mit gleich drei „Erstlingswerken“ auf einmal war er bei der Messe vertreten, anspruchsvolle Eurogames noch dazu. Nicht ganz ein Jahr später erschien mit TEA GARDEN nach SETI und GALILEO GALILEI jetzt auch der letzte seiner drei Titel auf Deutsch.
Als Meistergärtner versuchen wir in TEA GARDEN im Auftrag des Kaisers den Teeanbau im alten China voranzutreiben. Dazu breiten wir uns in Provinzen entlang des Jangtse-Flusses aus, produzieren und fermentieren Tee und versuchen auf verschiedene Arten Siegpunkte zu sammeln. Dabei ist TEA GARDEN eines dieser Spiele mit einem bunten Mix aus eurotypischen Mechanismen und Punktesalat. Meine Neugier wurde vor allem durch das thematisch wirkende Element geweckt, dass frisch geernteter Tee am Rundenende an Wert verliert, während fermentierter Tee an Wert gewinnt.
Die Teeblätter dienen dabei als Währung, unter anderem für den Kauf von Karten, die eingebettet in einen Deckbau-Mechanismus die Grundlage für die Aktionsauswahl bilden. Gekaufte Karten erhalten wir – eher untypisch für Deckbau – direkt auf die Hand, sodass wir sie bereits im nächsten Zug nutzen können. In fünf Runden spielen wir je drei- bis viermal Karten aus unserer Hand für Haupt- und Nebenaktionen aus. Die vierte Aktion müssen wir uns dabei durch Teeblätter erkaufen, wenn wir sie nutzen wollen.