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Interview: Eran Riklis

Der israelische Regisseur Eran Riklis ist bekannt für seine kritische Haltung gegenüber der Politik seines Heimatlandes. Seit Jahrzehnten erzählt er filmische Geschichten, in denen sich das persönliche Schicksal seiner Charaktere fast unauflöslich und manchmal tragisch mit den gesellschaftlichen Strukturen und den politischen Verwerfungen des Nahen Ostens verwebt. In seiner neuesten Arbeit beschäftigt er sich erstmals mit dem Iran und besonders mit der weiblich geprägten Oppositionsbewegung gegen das geistliche Regime. Seine Verfilmung des autobiografisch geprägten Erfolgsromans von Azar Nafisi, Lolita lesen in Teheran (Öffnet in neuem Fenster), handelt von einer Dozentin, die während der Revolution 1979 aus den USA in ihre Heimat Iran zurückkehrt, mit großen Hoffnungen auf Veränderungen. Doch schon bald wird die Diktatur des Schahs durch die nicht weniger totalitäre Herrschaft der Ayatollahs abgelöst. Azar, gespielt von Golshifteh Farahani, verlässt wegen des Kopftuchstreits die Universität, gründet aber Jahre später eine Art Geheimhochschule in ihrem Wohnzimmer. Vermittelt über das Lesen verbotener Bücher reflektieren ihre Studentinnen über die Unterdrückung der Frauen, über das Widerstandspotential der Literatur und über das Hineinschlüpfen in andere Rollenbilder. Zum Kinostart am 20. November 2025 sprachen wir mit Eran Riklis über die Rolle der Literatur in seinem Leben, die Arbeit mit den Schauspielerinnen – und Filmemachen als Form des Widerstands.

Link zum Interview (Öffnet in neuem Fenster)

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