Was du über ETFs, ETCs und Steuern wissen solltest
In Europa gibt es keine klassischen Silber-ETFs für Privatanleger, weil ein ETF laut EU-Regeln immer in mehrere verschiedene Werte investieren muss. Da Silber aber ein einzelner Rohstoff ist, funktioniert das nicht. Deshalb gibt es sogenannte Silber-ETCs (Exchange Traded Commodities). Diese Produkte sind meist mit echtem Silber hinterlegt, gelten aber rechtlich als Schuldverschreibungen. Das heißt: Im Falle einer Pleite des Anbieters besteht ein gewisses Risiko, dass du dein Geld verlierst – auch wenn das Silber tatsächlich vorhanden ist.
Steuern bei Silber-ETCs
Wenn du mit Silber langfristig Gewinne machen willst, solltest du auf die steuerliche Behandlung achten. Bei physisch besicherten Silber-ETCs, die dir auch tatsächlich die Auslieferung des Silbers ermöglichen (zum Beispiel ab 1 kg), sind Kursgewinne nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr in Deutschland steuerfrei. Das nennt sich „privates Veräußerungsgeschäft“. Das Finanzamt behandelt diese Gewinne also wie beim Verkauf von physischem Silber.