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    <title>Fix&amp;Vierzig</title>
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    <description>Der Newsletter für Frauen über 40 und alle, die es werden wollen.
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      <title>Fix&amp;Vierzig</title>
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      <title><![CDATA[Ich ziehe um - kommt ihr mit?]]></title>
      <description><![CDATA[Wie viele von euch wissen, hat sich in den letzten Monaten einiges bei mir verändert. Ich habe viel nachgedacht – und dabei ist etwas Neues entstanden: ein Projekt, das…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Bei mir hat sich in den letzten Monaten einiges verändert. Ich habe auch viel nachgedacht. Und dabei ist etwas Neues entstanden.</p><p>Unter anderem ein neuer Newsletter: <strong>„Und jetzt?&quot;</strong></p><p>Dieser Newsletter ist für alle, die sich mitten im Leben fragen: Was kommt als Nächstes? Und wie will ich es gestalten?</p><p>Das heißt: <strong>neuer Name, neues Format</strong> - aber immer noch von mir, alle zwei Wochen. Neu sind auch exklusive Inhalte und der Umzug von Steady zu Substack.</p><p><strong>Wenn ihr dabeibleiben wollt, übertrage ich euch übermorgen (2.9.) automatisch zu Substack.</strong></p><p>Falls nicht, könnt ihr euch entweder hier oder später direkt bei Substack abmelden.</p><p><strong>Ausgabe 1</strong> von „Und jetzt?&quot; erscheint am <strong>12. September</strong>.</p><p>Danke für eure Zeit und eure Unterstützung.<br/>Ich freu mich, wenn ihr mitzieht!</p><p>Eure Gunda ❤️</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 06:02:55 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[#13 Zeit und Gunda Windmüller]]></title>
      <description><![CDATA[Ihr Lieben, vor ein paar Tagen saßen meine Mitbewohnerin Linda und ich auf der Dachterrasse mit Wein, jede Menge Schwalben und verirrten Junikäfern über uns und auf…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p><p>vor ein paar Tagen saßen meine Mitbewohnerin Linda und ich auf der Dachterrasse mit Wein, jede Menge Schwalben und verirrten Junikäfern über uns und auf einmal war es halb drei. Keine Ahnung, wie das passiert ist.</p><p>Vor ein paar Monaten konnte ich das erste Mal nach der Fuß-OP wieder laufen gehen, habe mir lila Kuschelsocken für zum-im-Bett-tragen gekauft, mit meinem Vater telefoniert und jetzt laufe ich schon 10k, es ist knapp vor 40 Grad und ich rede mit seiner Asche. 2025 ist halb rum. Seit gestern bin ich 45 Jahre alt. Keine Ahnung, wie das passiert ist.</p><p>Das Zeit schneller vergeht ist eine Alters-Binsenweisheit, aber ich habe den Eindruck, wir brauchen noch ein paar neue Weisheiten zur Zeit. Denn sie vergeht ja nicht nur gefühlt schneller (<a href="https://www.psychologie.uzh.ch/de/bereiche/dev/lifespan/erleben/berichte/Zeitwahrenehmung.html">hier</a> ein interessanter Artikel dazu), seit der Pandemie habe ich den Eindruck, dass sie sich zudem quasi selbst verschluckt. Man kann sie zwar rekonstruieren - 2022 war das, 2023 jenes - aber wie kann denn DAS so lange gedauert haben, wie kann denn JENES vor drei Jahren passiert sein, sich aber anfühlen wie vor 10 Jahren. </p><p>Und warum bin ich schon 45? </p><p>Ich weiß es alles nicht.</p><hr/><p>Ich bin Ü40, aber</p><p>In diesem Abschnitt stelle ich immer eine tolle Ü40 Frau vor und das ist diesmal: Gunda Windmüller! (Ich werde jetzt von mir in der dritten Person schreiben, seht es mir nach) Gunda ist 45 Jahre alt, promovierte Literaturwissenschaftlerin, ausgebildete Journalistin, Podcasterin und Buchautorin. Sie kann 100kg Deadliften, hat ein paar Jahre in England gelebt, in einer Brauerei gearbeitet und als FC -Maskottchen, ist schon 22 mal in ihrem Leben umgezogen, lernt emsig Italienisch und will diesen Sommer noch mit dem Rad über die Alpen fahren.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d3a72fda-4138-40e3-b9fa-a071440504e5/uploads/images/i7jsi5oihx/Bildschirmfoto_2025-04-11_um_12.10.34.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Also, Gunda, sag mal:</p><p><strong>Ich bin Ü40, aber…</strong></p><p>bin noch nicht ready für die 50.</p><p><strong>Was machen die 40er besser als die 30er?</strong></p><p>Alles.</p><p><strong>Was möchtest Du in den 40ern lernen?</strong></p><p>Groß denken. </p><p><strong>Was ist für dich die ultimative Gönnung?</strong></p><p>Ruhe. Ich liebe Champagner und gute Leute und Theater und auf Berge steigen und Knödel und Erdbeeren und Massagen, aber eigentlich will ich am allerallerliebsten immer vor allem meine Ruhe haben.</p><p><strong>Wann warst du das letzte Mal wütend?</strong></p><p>Letzte Woche, auf eine Freundin.</p><p><strong>Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?</strong></p><p>“Real Housewives of Beverly Hills” re-watchen.</p><p><strong>Wie sieht der perfekte freie Tag aus?</strong></p><p>Ich geh zum Sport, dann in die Sauna, trinke literweise Maracujaschorle und liege dann mit gluckerndem Bauch auf einer Liege, mit Buch in der Hand.</p><p><strong>Was ist eine gute Freundschaft für dich?</strong></p><p>Puh. Ich wünschte, ich hätte über diese Antwort schon mal intensiver nachgedacht! Ich versuch’s mal: eine gute Freundschaft ist anpassungsfähig, denn das Leben verändert sich, daher müssen sich auch Freundschaften verändern, wenn man es trotzdem schafft, beieinander zu bleiben, ist das eine gute Freundschaft. Eine gute Freundschaft ist außerdem vertrauensvoll. Und sie ist inspirierend. </p><p><strong>Auf was bist Du stolz?</strong></p><p>Ganz aktuell: Ich bin stolz auf <a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=1814584&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1073052453">mein letztes Buch</a>. Das war harte Arbeit und fiel mir wirklich nicht leicht, dass es trotzdem so gut geworden ist, macht mich stolz.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Ihr Lieben, Fix&amp;Vierzig geht jetzt in die Sommerpause. Im September geht’s wieder los und zwar mit ein paar Änderungen, ich bin schon gespannt. Macht euch einen ganz ganz prima Sommer, bitte! Bis bald &lt;3</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an <a href="mailto:newsletter@fixundvierzig.de">newsletter@fixundvierzig.de</a> oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram</a> gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 45 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website </a>und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram </a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><p><a href="https://steadyhq.com/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up"><strong>Newsletter abonnieren</strong></a></p><p><em>Disclaimer: Ein paar Links in diesem Newsletter sind affiliate links, d.h. wenn ihr etwas über die Verlinkung kauft, erhalte ich ein bisschen Kaffeegeld. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Grundsätzlich sind alle Empfehlungen völlig unbezahlt und auf meinem eigenen Mist gewachsen.</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 30 Jun 2025 08:44:45 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[#12 Stolz sein und Ayşe Göksu]]></title>
      <description><![CDATA[Ihr Lieben, ich falle mal mit der Tür ins Haus: Morgen erscheint mein neues Buch. Ich bin nervös und aufgeregt und hoffnungsfroh und hibbelig. “Yoga. Wie es wurde, was…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p><p>ich falle mal mit der Tür ins Haus: Morgen erscheint mein neues Buch.</p><p>Ich bin nervös und aufgeregt und hoffnungsfroh und hibbelig. “<a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=1814584&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1073052453">Yoga. Wie es wurde, was es ist</a>” hat mir ganz schön was abverlangt. Denn die Geschichte des Yoga ist viel schwieriger und komplexer als ich dachte und so war: “Das pack ich nicht” mein treuer Begleiter während der Arbeit.</p><p>Ich hab’s aber gepackt. Und so erscheint nun also die - Achtung, unbescheiden, hab ich gelernt - erste Kulturgeschichte des Yoga in deutscher Sprache.</p><p>Diese Geschichte beginnt vor ein paar Tausend Jahren in Indien – mit Drogen, Tieropfern und Asketen. Sie setzt sich fort, philosophisch und kopfzerbrechend, an Begriffen wie „Karma“ und „Erlösung“. Dann wandert sie mit indischen Texten nach Europa: zu den Romantikern, zu den Esoterikern, den Okkultistinnen, den Körperkultur-Fetischisten und Bodybuildern. Weiter geht es nach Amerika, dann wieder zurück nach Indien – über Skandale, Jane Fonda, die Beatles, Timothy Leary, Woodstock und Osho – schließlich hinein in jede deutsche Stadt, ach, in jede Stadt der Welt mit Mittelschicht, Wellness-Interesse und den nötigen Ressourcen. Die Geschichte des Yoga ist eine wilde Geschichte. Und ich kann euch das Buch sehr ans Herz legen – nicht nur, aber besonders dann, wenn ihr Yoga liebt und trotzdem oft frustriert seid wegen des ganzen Eso-Quatschs, der in diesem Kosmos zirkuliert.</p><p>Im November, nachdem ich das Manuskript abgegeben hatte, war ich mit Katja Champagner trinken. Sie fragte mich, ob ich mich stolz fühle. Was folgte, war – ihr könnt es euch denken – kein „Yay, megastolz, noch ’ne Flasche!“, sondern ein nachdenkliches Gespräch über die Schwierigkeit, Stolz zu empfinden, und wie schade wir das eigentlich finden. Und, naja, am Ende gab es trotzdem noch eine Flasche.</p><p>Ich glaube, so langsam kann ich mich mit dem Stolz anfreunden. Denn ich habe durchaus eine andere Sicht darauf als Lea, <a href="https://steady.page/fr/fix-vierzig/posts/d0d28ce8-bbc1-4786-91f2-daa0057cf312">die im letzten Newsletter meinte</a>: „Stolz ist etymologisch mit ‚Torheit‘ verwandt“, und lieber Bescheidenheit und Humor schätzt.</p><p>Auch ich mag Bescheidenheit und Humor, aber ich möchte das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. „Stolz“ hat tatsächlich mehrere etymologische Wurzeln: Es wird zwar mit dem althochdeutschen „stolz“ in Verbindung gebracht, was so viel wie „überheblich“ oder „hochfahrend“ bedeutet, stammt aber auch vom mittelniederdeutschen „stolt“, das „prächtig“ oder „stattlich“ heißt. Klar, der Stolz, den Lea ablehnt, ist uns allen suspekt – Hochmut, Überheblichkeit und Stolz auf Dinge, für die man selbst nichts getan hat.</p><p>Lasst uns aber mal von der Etymologie weg- und ins Leben hineinzoomen: Vor ein paar Tagen habe ich eine Folge meiner Lieblingsserie (Real Housewives of Beverly Hills) geschaut. In dieser Folge fährt Sutton, eine 53-jährige, reiche Frau, zu ihrer Mutter in die US-Südstaaten. Die Mutter, das wurde schnell klar, war niemand, die mit Zuneigung verschwenderisch umging. Es war offensichtlich, dass Sutton „es“ endlich hören wollte – die magischen fünf Worte: „Ich bin stolz auf dich.“ Denn hier bedeutet „stolz“ einfach: „Ich sehe dich. Ich sehe deine Talente, deinen Fleiß, deine Persönlichkeit.“ Ich bin stolz auf dich. Und das sagte die Mutter dann auch endlich. Sutton war sichtlich gerührt. Denn auch im Erwachsenenalter kann elterlicher Stolz wie emotionaler Dünger wirken: Er gibt Kraft und Motivation – und kann sogar alte Verletzungen heilen.</p><p>Meine Eltern haben auch ein etwas ambivalentes Verhältnis zum Begriff „Stolz“. Wer mit den 68ern gegen den Muff unter den Talaren gekämpft hat, sieht das vermutlich ähnlich. Aber sie hatten und haben eine sehr tatkräftige Art, ihn umzusetzen. Meine Mutter erzählte mir gestern, wie sie beim Einkaufen im Teeladen drei Frauen mein Buch empfohlen hat und ob ich ihr ein paar signierte Exemplare schicken könnte. Ich nenne sie jetzt „Vertriebsleitung Westdeutschland“.</p><p>Mein Vater konnte es kaum erwarten, bis mein neues Buch erscheint. Ich hätte es ihm so gerne in die Hand gedrückt. Das kann ich nun nicht mehr. Also muss ich jetzt seinen Part übernehmen: Kauft mein Buch, es ist wirklich gut geworden – und ja, ich bin stolz darauf.</p><p><a href="https://www.gundayoga.de/buch-bestellen">Hier bestellen</a></p><hr/><p>Ich bin Ü40, aber</p><hr aria-hidden="true"/><p>In diesem Abschnitt stelle ich jedes Mal eine spannende Ü40erin vor – und heute ist das die wunderbar kreativ-krawallige Ayşe Göksu.</p><p>Dass Essen politisch ist, weiß man spätestens seit US-Kongressabgeordnete während des Irakkriegs „French Fries“ in „Freedom Fries“ umbenannt haben. Eigentlich ist das aber ohnehin klar, denn Essen – wie die Liebe – geht nicht nur durch den Magen, sondern ist schon vorher so kulturell aufgeladen, dass kaum ein Bissen ohne Geschichte auskommt.</p><p>Geschichten vom Essen sind immer auch Geschichten von Erinnerungen: an das Essen im Elternhaus, bei Freund:innen, Großeltern oder auf Reisen. Es sind aber nicht nur Geschichten über das „Was“, sondern auch über das „Wie“. Und damit sind wir bei Ayşe. Sie betreibt ein Catering-Unternehmen und bietet „<a href="https://www.halalmitkrawall.de/">Halal mit Krawall</a>“ an: traditionelle türkische Küche, neu interpretiert – türkische Tapas, Istanbuler San Sebastian Cheesecake, Köfte, Döner mit Rotkohl – alles vegan/vegetarisch und halal. Und ich finde, es ist nicht übertrieben, das als Gesamtkunstwerk zu bezeichnen. Denn Essen ist nicht nur Essen, es ist immer auch ein Wer, ein Wie und ein Womit.</p><p>Schaut also unbedingt mal auf <a href="https://www.instagram.com/halal_mit_krawall/?hl=de">Instagram</a> vorbei! Und wer in Köln ist, sollte bei <a href="https://www.instagram.com/babapom_pommes/?hl=de">BabaPom</a> vorbeigehen – dort gibt es die besten Pommes der Stadt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c81d421e-0303-4bc7-98b9-e28782c5202b/uploads/images/oavqggvekp/ayse.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Also, Ayşe, sag mal:</p><p><strong>Ich bin Ü40, aber…</strong></p><p>Ich merke nichts davon.</p><p><strong>Was machen die 40er besser als die 30er?</strong></p><p>Gewisse Level hat man einfach durchgespielt und im Leben wiederholen sich Situationen immer wieder…Ich kann jetzt viel besser darauf reagieren. Nennt man das „weiser werden“?</p><p><strong>Was möchtest Du in den 40ern lernen?</strong></p><p>Mit dem Erfolg gleichzeitig demütig bleiben…</p><p><strong>Was ist für dich die ultimative Gönnung?</strong></p><p>Ruhe und gute Menschen um mich.</p><p><strong>Wann warst du das letzte Mal wütend?</strong></p><p>Ich bin ständig wütend…Aber ich möchte hier nicht politisch werden.</p><p><strong>Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?</strong></p><p>Mit meinen Boys (Hunden) im Wald sein!</p><p><strong>Wie sieht der perfekte freie Tag aus? </strong></p><p>Ganz früh in den Wald mit den Boys, danach geduscht in mein frisch bezogenes Bett gehen und Netflix &amp; chill.</p><p><strong>Was ist eine gute Freundschaft für dich?</strong></p><p>Geben und Nehmen, Ehrlichkeit und Loyalität…es muss in der Balance sein!</p><p><strong>Auf was bist Du stolz?</strong></p><p>Ich bin stolz darauf, trotz allem was mir im Leben passiert ist, ein positiver und fröhlicher Mensch geblieben zu sein…Ich bin auch sehr stolz darauf das ich einen starken Willen habe…und ich bin sehr stolz darauf das ich immer Lösungen finde.</p><hr aria-hidden="true"/><p>So, ihr Lieben, das war’s für diese Ausgabe. Also nicht ganz, ich muss noch loswerden, wie enttäuscht ich von <em>And Just Like That</em> bin. Findet ihr die Staffel auch so erbärmlich? (Bin immer noch nicht über den Hut in der ersten Folge hinweg. Oder die Telefonsex-Szene.) Antonia Baum hat in der Zeit darüber geschrieben und eigentlich alles gesagt (<a href="https://www.zeit.de/2025/25/carrie-bradshaw-sarah-jessica-parker-serie-sky-dating?freebie=8a9d9cf0">mit paywall</a>).</p><p>Bis zum 30. Juni! Habt’s gut &lt;3</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an <a href="mailto:newsletter@fixundvierzig.de">newsletter@fixundvierzig.de</a> oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram</a> gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 44 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website </a>und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram </a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><p><a href="https://steadyhq.com/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up"><strong>Newsletter abonnieren</strong></a></p><p><em>Disclaimer: Ein paar Links in diesem Newsletter sind affiliate links, d.h. wenn ihr etwas über die Verlinkung kauft, erhalte ich ein bisschen Kaffeegeld. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Grundsätzlich sind alle Empfehlungen völlig unbezahlt und auf meinem eigenen Mist gewachsen.</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 16 Jun 2025 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#11 Impostor Syndrome und Lea Streisand]]></title>
      <description><![CDATA[Das Impostor Syndrome ist ganz schön hartnäckig, daher gibt es jetzt einen Lesekreis dagegen. Und die wunderbare Lea Streisand hat den Fragebogen ausgefüllt.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p><p>“was kann ich schon”, “das finden bestimmt viele peinlich”, “klappt ja eh nicht” - kennt ihr das? Mich hat neulich eine Freundin gefragt, was mich daran hindert, gewisse Pläne umzusetzen. Das waren meine Antworten.</p><p>Das hat mich ein bisschen erschrocken. Klingt ja nicht sehr nett, wie ich da über mich rede. Was mir dann auch noch zu denken gegeben hat war, als mir die Freundin auflistete, warum ich <em>eigentlich</em> allen Grund hätte, davon auszugehen, das ich mir das durchaus zutrauen könnte. Tja.</p><p>Ich werde diesen Monat 45, ich kenne das Problem entsprechend lange. Ich habe schon oft über diese hemmenden Glaubenssätze nachgedacht, ich habe mir schon oft vorgenommen, Bescheidenheit abzulegen, ich habe sogar <a href="https://www.watson.ch/leben/gender/685541169-ich-bin-keine-angeberin-ich-bin-gut-warum-frauen-nicht-bescheiden-sein-muessen?ub=0&amp;ss=2&amp;ut=2&amp;sp=3&amp;utm_av=a">Artikel</a> darüber geschrieben und ungezählte pep talks für Freundinnen gegeben. Ich hab das auch immer alles geglaubt, aber - ich fürchte - ich hab’s nicht gefühlt.</p><blockquote><p>The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, and wiser people so full of doubts.</p></blockquote><p>Dieses Zitat des Philosophen Bertrand Russell finde ich sehr passend dazu, und zugleich zögere ich, es hierhin zu schreiben, da ich mich ja nicht selbst als „wiser“ bezeichnen möchte. Jetzt muss ich lachen. QED. <strong>Was ist denn los mit uns?</strong></p><p>Ich sage “mit uns”, weil das Impostor Syndrome <a href="https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/00107530.1982.10745695">schon 1982</a> zum ersten Mal von einem Psycholog*innen-Team erforscht wurde, es seitdem immer wieder untersucht wird und wir es mittlerweile auch ganz gut verstehen und identifizieren können. Wäre ja <em>eigentlich</em> genug Zeit gewesen, es sich mal vorzuknöpfen und mehr breite Brust, mehr Selbst-Zutrauen und auch mehr spielerischen Übermut zu kultivieren?! </p><p>Stattdessen: <strong>Ich glaube, ich werde sogar je selbstzweifelnder, je erfolgreicher ich bin. </strong>Denn das ist nunmal das perfide, das Syndrom schert sich nämlich gar nicht um Erfolg. Man kann damit sogar sehr erfolgreich sein. Aber man kann’s nicht <em>fühlen</em>.</p><p>Auch darüber habe ich mit der Freundin neulich gesprochen. Und wir haben uns vorgenommen, das jetzt mal anzugehen. Wie? Wir haben natürlich einen Zwei-Frau-Lesekreis gegründet. Wir lesen: “<a href="https://tidd.ly/4mI3WUF">The Secret Thoughts of Successful Women</a>”. Interessiert euch das Buch? Dann berichte ich gern.</p><p>Achso und über dieses Reel musste ich lachen:</p><a href="https://www.instagram.com/p/DKAIUOsoeba/">https://www.instagram.com/p/DKAIUOsoeba/</a><hr/><p>Ich bin Ü40, aber</p><p>In diesem Abschnitt stelle ich jedesmal eine tolle Ü40-Frau vor und das ist dieses Mal die wunderbare Wucht, <strong>Lea Streisand.</strong></p><p>Lea (45) ist Autorin, sie schreibt Romane, Essays und Kolumnen und macht für den rbb die Hörkolumne <a href="https://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/war_schoen_jewesen/">War schön jewesen</a>.</p><p>Welche ihrer Bücher kann ich euch besonders ans Herz legen? Vielleicht zunächst “<a href="https://tidd.ly/3FiYcA5">Hufeland, Ecke Bötzow</a>”. Darin geht es um das Aufwachsen in der DDR (und was passiert, wenn plötzlich die Geschichte in eine Kindheit bricht). Das war auch Thema, als Lea bei uns im Podcast war, wir haben damals mit ihr über das unterschiedliche Aufwachsen im Westen (Lea in Ost-Berlin, Katja in West-Berlin, ich in Köln) gesprochen, <a href="https://open.spotify.com/episode/5wXFo9Lk216X6rhRYkReab?si=0c7f927514ed436b">hier der link</a>.</p><p>In ihrem Roman “<a href="https://tidd.ly/3SvHLDh">Im Sommer wieder Fahrrad</a>” beschreibt Lea wie es ist, wenn man in den 30ern schwer erkrankt und wie die Erinnerung an das Leben einer bemerkenswerten Großmutter dann neue Haltung zum Leben schenkt. Margarete Stokowski findet: “Schwierig, dieses Buch zu lesen und sich nicht in diese Frau zu verlieben, für ihre knallharte Herzlichkeit und all den schönen Trotz.” Und ihren Humor. Denn Leas Bücher sind alle (auch) sehr witzig.</p><p>Letzten Herbst hat sie außerdem die sehr empfehlenswerte Anthologie <a href="https://tidd.ly/4jwf1FI">„Sind Antisemitisten anwesend?“ – Satiren, Geschichten und Cartoons gegen Judenhass</a>” mit-herausgegeben. Live könnt ihr sie auch immer wieder erleben, auch Deutschland-weit, Termine <a href="https://leastreisand.de/">hier</a>.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d0d28ce8-bbc1-4786-91f2-daa0057cf312/uploads/images/skdhaa7pbv/Lea-Streisand-Foto-Stephan-Pramme-e1707253094537-585x508.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Lea Streisand"/><figcaption>Foto: Stephan Pramme</figcaption></figure><p><strong>Lea, sag mal…</strong></p><p><strong>Ich bin Ü40, aber…</strong></p><p>…gesünder und beweglicher als je zuvor in meinem Erwachsenenleben.</p><p><strong>Was machen die 40er besser als die 30er?</strong></p><p>Bei mir? Die Schuhe! Ich hab eine Gehbehinderung und die wird logischerweise nicht besser mit zunehmendem Alter. Seit zehn Jahren trage orthopädische Maßanfertigungen. Aber vor drei Jahren konnte ich kaum noch schmerzfrei laufen. Dann hat der Schuhmacher mich rausgeschmissen. Eine große Kette. Weil ich denen zu anspruchsvoll war, weil ich schmerzfrei laufen wollte. Jetzt bin ich bei einem großen Sanitätshaus, bei einer Mitarbeiterin, die es geschafft hat, dass ich mittlerweile 12000 Schritte am Tag schaffe. Vorher waren es 3000, dann setzte der Schmerz ein. Heute lass ich mir nicht mehr erzählen, ich müsse mich nur zusammenreißen. Die Welt ist nicht gerecht, schon gar nicht zu Frauen mit Behinderung.</p><p><strong>Was möchtest Du in den 40ern lernen?</strong></p><p>Autofahren vielleicht. Ich mag keine Autos und ich sitz nicht gern drin, aber sobald ich mal wieder Geld hab, werd ich Führerschein machen, wer weiß, was noch kommt.</p><p><strong>Was ist für dich die ultimative Gönnung?</strong></p><p>Schreiben dürfen, was mich interessiert, ohne schlechtes Gewissen, dass ich mein Kind vernachlässige und ohne Zeitdruck aber mit Abgabetermin (ich brauche das Wissen, dass das wirklich jemand haben möchte, was ich mache, mein Ego reicht nicht aus, mich genial zu finden; wenn ich keinen Auftritts- oder Abgabetermin habe, werde ich immer alles verwerfen) und dafür gut bezahlt werden.</p><p><strong>Wann warst du das letzte Mal wütend?</strong></p><p>Ich bin so oft wütend. Meistens auf mich selbst. Weil ich Schmerzen habe, müde bin, traurig, fahrig. Mir wurde schon immer Schuld zu geschoben zum Beispiel für meine Behinderung und jetzt soll ich auch noch an den Krieg im Gaza schuld sein, weil ich ein Buch gegen Antisemitismus gemacht hab. Es ist sehr anstrengend das abzuwehren und auszuhalten. ￼</p><p><strong>Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?</strong></p><p>Mein Indoor-Fahrrad. Mein Mann hat es mir gekauft, als die Fitnessstudios dicht machten während der Pandemie. Rennradfahren ohne Angst vor Autos ist mein Nervenberuhigungsmittel Nummer eins.</p><p><strong>Wie sieht der perfekte freie Tag aus?</strong></p><p>Mit Familie raus zu Freunden aufs Land.</p><p><strong>Was ist eine gute Freundschaft für dich?</strong></p><p>Eine, in der Fehler verziehen werden.</p><p><strong>Auf was bist Du stolz?</strong></p><p>Ich mag den Begriff nicht. Stolz ist etymologisch mit „Torheit“ verwandt. „Sage mir, worauf du stolz bist und ich sage dir, was du mir kannst“, schrieb Tucholsky. Gerade haben wir lauter Männer in Machtpositionen, die auf irgendwas stolz sein wollen, was nur bedeutet, dass sie sich Erfolge aneignen, die ihnen nicht zustehen. Ich mag Bescheidenheit und Humor. Aber bitte kauft meine Bücher. Ich hab mir viel Mühe mit ihnen gegeben und bin der Meinung, dass ihr das wissen solltet, was da drin steht.</p><hr aria-hidden="true"/><p>So, ihr Lieben, das war’s für heute. Ich hoffe, ihr seid gut in den Juni gestartet und habt schon ein paar Genuß-Pläne geschmiedet. Bei mir stehen “abspargeln”, zwei Ausflüge nach Potsdam, <a href="https://www.gundayoga.de/buch-bestellen">meine Buchpremiere</a>, ein Italo-Brunch, Champagner mit Katja und mein Geburtstag im Kalender.  Und “And Just Like That” gucken. </p><p>Bis in zwei Wochen! &lt;3</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an <a href="mailto:newsletter@fixundvierzig.de">newsletter@fixundvierzig.de </a>oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram </a>gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 44 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website </a>und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram</a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><p></p><p><a href="https://steadyhq.com/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up"><strong>Newsletter abonnieren</strong></a></p><p><em>Disclaimer: Ein paar Links in diesem Newsletter sind affiliate links, d.h. wenn ihr etwas über die Verlinkung kauft, erhalte ich ein bisschen Kaffeegeld. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Grundsätzlich sind alle Empfehlungen völlig unbezahlt und auf meinem eigenen Mist gewachsen.</em></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 02 Jun 2025 09:21:46 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[#10 Vergleiche und Rebecca]]></title>
      <description><![CDATA[Letzte Woche hab ich mal wieder meine Joggingschuhe geschnürt und bin los. Ich war wegen der Fuß-OP lange nicht mehr laufen und bin gerade dabei, mich wieder ranzutasten.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p><p>letzte Woche hab ich mal wieder meine Joggingschuhe geschnürt und bin los. Ich war wegen der Fuß-OP lange nicht mehr laufen und bin gerade dabei, mich wieder ranzutasten. (Ok, ich habe mich natürlich für einen Halbmarathon angemeldet, weil ich Ziele brauche, aber das nur nebenbei)</p><p>Naja und was soll ich sagen: es fiel mir schwer. So richtig. Mein Kopf brauchte sehr lange, um nicht mehr ständig umkehren zu wollen, mein Körper fühlte sich an, als trüge ich eine Gewichtsweste, mein Puls ging bei jeder “Steigung” auf 180 und irgendwann tat ich, was ich sonst nie tue, und zwar stehenbleiben. Ich hängte mich erschöpft über eine Brüstung am Spreeufer. “Warum ist das so schwer?” seufzte ich vor mich hin und als ich dann irgendwann wieder zuhause war, immer noch schwitzend vor dem Badezimmerspiegel stand, fiel es mir ein.</p><p><strong>Ich bin ja nicht mehr Anfang 30.</strong></p><p>Und das ist, wirklich, eine weniger banale Erkenntnis, als sie auf den ersten Blick scheint. Denn es gibt durchaus eine Gunda, die Anfang 30 ist. Sie lebt in meinem Kopf. Sie kann problemlos sehr lange laufen und sie fungiert als ständiger Abgleich, als Maßstab. Die Gunda, die aber jetzt hochrot vor dem Spiegel steht, ist irgendwie anders. Auf jeden Fall nicht mehr Anfang 30.</p><p><strong>Herzlich Willkommen im <em>aging lag</em></strong>.</p><p>Das Wort habe ich gerade selbst erfunden, weil mich die zwei Gundas an eine Theorie aus der Soziologie erinnern. Diese Theorie nennt sich <em>cultural lag </em>(kulturelle Verzögerung) und beschreibt ein Phänomen bei dem sich sich die materielle Kultur schneller verändert als die immaterielle Kultur. Kurz gesagt: Technologie ist schnell, die Gesellschaft hinkt mit der Anpassung ihrer Werte und Normen hinterher. Beim <em>aging lag</em> ist das ähnlich, nur hier ist es der Geist, der dem Körper hinterherhinkt. Während letzterer schon anpasst und <s>ab</s>umbaut, hält der Geist an einer alten/jungen Version fest.</p><p>Und das fällt mir in letzter Zeit auch in anderen Bereichen auf. Spiegel sei Dank: Denn neulich wollte ich mich mal wieder schminken. Ich hab seit zwanzig Jahren die gleiche Schminkroutine und finde das Ergebnis eigentlich immer solide. Aber neulich eben nicht mehr. Irgendwas passte nicht. Und nach längerem starren, merkte ich es: Meine Lider sind woanders, als noch vor zehn Jahren. Sie sind sogar deutlich woanders. Und wenn ich möchte, dass man einen Eyeliner bei mir sieht, muss ich wohl drüber malen.</p><p>Interessant, dachte ich, aber auch blöd, und dann: was mache ich denn jetzt? Schminkkurs? Andere Farben? Mehr Farben? Pinke Lippen? Pony? Mehr Brille tragen? Und warum habe ich <em>plötzlich</em> dieses “Problem”?!</p><p>Das habe ich dann allerdings erstmal vertagt (one problem a day!) und stattdessen noch etwas über den <em>aging lag</em> nachgedacht: Vielleicht ist der <em>aging lag</em> ja auch ganz gut. Denn vielleicht erinnert er uns auch daran, dass wir uns nicht nur nicht mit anderen, sondern auch nicht mit uns selber vergleichen sollten.</p><p><strong>Vielleicht ist das überhaupt das erste Gebot des Mittelalters: “Du sollst keine jüngeren Göttinnen neben mir haben.”</strong></p><p>Was ja nicht heißt, dass wir den Status Quo klaglos hinnehmen sollten. Oder nicht sogar versuchen, noch schneller, stärker, fitter, besser geschminkt zu werden. Es heißt einfach, dass die frühere Version kein Maßstab mehr sein sollte. Denn der Maßstab ist <em>jetzt</em>.</p><p>Alles andere wäre fast ein Rückschritt, oder?</p><hr/><p>Ich bin Ü40, aber</p><p>In diesem Abschnitt stelle ich immer eine tolle Ü40-Frau vor und das ist heute die wunderbare Autorin <a href="http://www.rebecca-salentin.de/">Rebecca Maria Salentin</a> (45).</p><p>Rebecca veröffentlichte bisher zwei Romane, zwei literarische Reisebücher sowie zahlreiche Essays, Reportagen und Kurzgeschichten. Sie schreibt regelmäßig für diverse Magazine und Zeitschriften wie ZEIT und Spiegel. Von 2019 bis 2024 initiierte und moderierte sie die monatliche Literaturshow <em>Die schlecht gemalte Deutschlandfahne</em> im Neuen Schauspiel Leipzig. Zehn Jahre lang betrieb sie das Sommercafé <em>ZierlichManierlich </em>in einem alten Zirkuswagen, dann wanderte sie los: 2.700 Kilometer auf dem <em>Internationalen</em> <em>Bergwanderweg der Freundschaft von Eisenach bis Budapest</em>, dem einzigen Fernwanderweg, den es im Sozialismus gab. Das Buch zur Tour (<a href="https://tidd.ly/45dc2OF"><em>Klub Drushba</em></a><em>)</em> stand mehrere Wochen auf der Spiegelbestsellerliste. 2022 radelte sie als erste Frau den gesamten Verlauf des ehemaligen Eisernen Vorhangs ab: 10.000 Kilometer vom Schwarzen Meer bis zur Barentssee. Auch das Buch zu dieser Tour (<a href="https://tidd.ly/3GVXTLH"><em>Iron Woman</em></a>) wurde wieder zum Bestseller. Derzeit ist sie in Armenien unterwegs, auf <a href="https://www.instagram.com/rebeccamariasalentin/">Instagram</a> könnt ihr mitreisen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1005e586-ef93-42b7-b86f-d3c623e5dcf7/uploads/images/ozbzth2plc/20220726_171327.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p><strong>Also, Rebecca, sag mal…</strong></p><p><strong>Ich bin Ü40, aber…</strong></p><p>Ich fange jetzt erst so richtig an zu verinnerlichen, dass ich nicht auf der Welt bin, um anderen zu gefallen.</p><p><strong> Was machen die 40er besser als die 30er?</strong></p><p>In meinem Fall war es das magische Alter für einen kompletten Neustart: Ich bin so jung Mama geworden, dass meine Kinder aus dem Haus waren, als ich 40 wurde! Also habe ich erstmal den Reset-Knopf gedrückt und eine mehrmonatige Fernwanderung gemacht; ich wollte auch symbolisch in die neue Lebensphase schreiten. Auf dieser 2.700-Kilometer-Wanderung bin ich komplett an meine Grenzen gestoßen, aber vor allem bin ich über mich selbst hinausgewachsen und habe meinen Körper rundum schätzen gelernt. </p><p><strong>Was möchtest Du in den 40ern lernen?</strong></p><p>Ich möchte gerne schlagfertiger werden. </p><p><strong> Was ist für dich die ultimative Gönnung?</strong></p><p>Meine Träume wahrzumachen. Und zwar so schnell wie möglich. Nicht warten, nichts hinauszögern, das ist für mich die größte Gönnung. Im Hier und Jetzt leben, nichts auf die lange Bank schieben (auch nicht die leidigen Pflichten, lieber gleich klar Schiff machen!)</p><p><strong>Wann warst du das letzte Mal wütend?</strong></p><p>Oh Gott, seit ich vierzig bin, erlebe ich eine Art Wut-Gezeiten! Dabei bin ich grundsätzlich fröhlich, optimistisch und glücklich. Aber immer wieder schwappt die Wutwelle nur so über mich. Häufigster Auslöser: Ungerechtigkeit, Diskriminierung und Misogynie. Ein ganz konkretes Beispiel: Meine Kinder sind längst erwachsen, trotzdem erlebe ich regelmäßig despektierliche Fragen oder herabwürdigende Bemerkungen zu meiner Mutterschaft. Es erschrickt mich, wie verbreitet Mom-Shaming ist. Als Frau wirst du systematisch benachteiligt und ständig bewertet beziehungsweise abgewertet. Aber als junge, alleinerziehende Mutter kannst du einfach nichts richtig machen! Dabei haben gerade Single-Mums Respekt und Anerkennung verdient! </p><p><strong> Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?</strong></p><p>Mein Balkon. Er ist nicht groß, aber dort wachsen nicht nur Blumen, sondern auch Gemüse. Ich gehe morgens als erstes und abends als letztes auf den Balkon und schaue, wie alles gedeiht. Diese grüne Oase erdet mich. </p><p><strong> Wie sieht der perfekte freie Tag aus?</strong></p><p>Auf jeden Fall erstmal Kaffee im Bett. </p><p><strong> Was ist eine gute Freundschaft für dich?</strong></p><p>Wenn man sich so zeigen kann wie man wirklich ist, mit allen Eigenheiten und Unsicherheiten. Wenn man sich positiv und liebevoll kritisiert, weil man das Gegenüber stärken will und nicht etwa verletzen. </p><p><strong> Auf was bist Du stolz?</strong></p><p>Auf meine Resilienz. Ich bin unter traumatisierten Menschen aufgewachsen, die mir keine sichere Umgebung bieten konnten. Aber ich habe schon früh beschlossen, nicht Opfer meines Schicksals zu bleiben, sondern Täterin meines Glücks zu werden. So habe ich es von der Teenage-Mom ohne Ausbildung zur Bestseller-Autorin geschafft. Und trotz chronischer Krankheit zur Erstbezwingerin des 10.000 Kilometer langen Iron Curtain Trails. Ohne Witz: Ich beherrsche einfach die Kunst, noch den größten Schlamassel in was Gutes zu verwandeln. </p><hr aria-hidden="true"/><p>Ihr Lieben, das war es für heute. Eine Frage habe ich aber noch an euch, Thema Make-Up: Geht es euch ähnlich? Soll ich mal mit einer Make Up-Expertin sprechen und wir machen mal ein Special dazu? Schreibt mir gerne!</p><p>Bis in zwei Wochen &lt;3</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an <a href="mailto:newsletter@fixundvierzig.de">newsletter@fixundvierzig.de </a>oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram </a>gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 44 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website </a>und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram</a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><p></p><p><a href="https://steadyhq.com/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up"><strong>Newsletter abonnieren</strong></a></p><p><em>Disclaimer: Ein paar Links in diesem Newsletter sind affiliate links, d.h. wenn ihr etwas über die Verlinkung kauft, erhalte ich ein bisschen Kaffeegeld. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Grundsätzlich sind alle Empfehlungen völlig unbezahlt und auf meinem eigenen Mist gewachsen.</em></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 19 May 2025 10:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[#9 Pausenknöpfe und Dana Buchzik]]></title>
      <description><![CDATA[Ihr Lieben, es gibt manchmal Momente, da kann ich meinem Gehirn fast dabei zusehen, wie es Lebenswirklichkeiten nicht mehr zusammen denken kann. Wie die Gleich- und…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p><p>es gibt manchmal Momente, da kann ich meinem Gehirn fast dabei zusehen, wie es Lebenswirklichkeiten nicht mehr zusammen denken kann. Wie die Gleich- und Ungleichzeitigkeit einfach zuviel sind und ich mich daher frage, ob das ein Phänomen des Alters ist, also ob mein Ausblendungsmuskel in jüngeren Jahren einfach stärker war, oder ob ich (endlich?) mal einsehen sollte, dass meine Switch-Kapazitäten gemächlicher, dafür aber vielleicht auch präziser werden?!</p><p>Gestern Morgen saß ich noch mit meinen Cousinen auf einer Terrasse im Tannheimer Tal in Tirol, alle anderen vom Familienwochenende waren schon abgereist, von irgendwoher kam Blasmusik, K. sagte “wir bleiben noch zehn Minuten” und mir wären auch zehn Jahre recht gewesen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/40b3ce28-3bda-47a8-8dfa-014d6cc37dab/uploads/images/5u6yz5hmr5/tt.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Zehn Stunden später saß ich in Berlin in der S-Bahn, ein Typ lief durch den Waggon und erklärte, er sei Friedrich der Große und bräuchte noch ein paar Cent für seinen Mercedes, an der Warschauer Straße rempelten alle alle an, am Schlesi lagen überall Spritzen und erst im dritten Späti konnte ich den Lakritz kaufen, den mein Gemüt unbedingt noch brauchte.</p><p>Dann saß ich irgendwann endlich zuhause auf meinem Bett, Lakritz Kette essend und versuchte, die Eindrücke der letzten Tage so zu sortieren, dass ich zumindest einschlafen würde können:</p><p>Ich war mit K. und P. auf die Rote Flüh gewandert, wir hatten Blumen fotografiert, an einem Steg am Haldensee gesessen, die Füße im eiskalten Wasser, Minzbonbons lutschend, labernd. E. hatte mir beim Kässpatzen machen erzählt, wie sich Hitzewallungen anfühlen und dann hatte J. meine Hand genommen und auf ihren Bauch gelegt, damit ich spüren konnte, wie die Kleine sich bewegt. Mein Onkel und ich hatten Zweigelt getrunken und über meinen Vater/seinen Bruder gesprochen, einig, dass wir nicht wieder weinen wollten und dann musste ich mir doch eine Träne wegwischen und E. hat nur genickt und “Ja” gesagt.</p><p>Das war erst vorgestern, jetzt sitze ich wieder in Berlin und versuche hier zu sein, also da, wo mein Körper ist, und scheitere. S. hat mal gesagt, dass die Seele manchmal länger braucht um zu Reisen. Vielleicht stimmt das und wir müssen also gnädiger sein mit unserer - ich nenn’s der Einfachheit halber mal - Seele und ihrem Reisetempo, der Aushaltung der vielen Realitäten um uns herum und der Kalibrierung von gestern und heute.</p><p>Daher ignoriere ich jetzt erstmal die Tatsache, dass ich langsam in die Pötte kommen müsste mit allem und frage meine Mitbewohnerinnen, was ich noch von dm mitbringen soll. Ich lösche sehr zügig 50 Emails und schreibe für Donnerstag “Steuer” in meinen Kalender. Ich buche für heute Abend einen Tanzkurs in D’s! Dance School, weil ich mir das gerade irgendwie gut vorstelle (<s>vielleicht</s> sicherlich habe ich auch zuviel TikTok geglotzt im letzten Monat).</p><p>Und weil ich außerdem auch schon Wäsche gewaschen hab und noch meine Mutter anrufen muss, schreibe ich hier nur noch hin, was mir meine Astro-App neulich per Push-Nachricht schickte, nämlich einen Hinweis, den ich für sehr sehr gut halte, auch weil er für viele Lebenslagen taugt und vielleicht hilft er euch ja auch gerade:</p><blockquote><p>You can take breaks from this reality without betraying it.</p><p></p></blockquote><hr/><p>Ich bin Ü40, aber</p><p>In diesem Abschnitt stelle ich immer eine tolle Ü40-Frau vor und das ist heute die wunderbare Dana Buchzik (42).</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/40b3ce28-3bda-47a8-8dfa-014d6cc37dab/uploads/images/kz3dgjdv5c/Dana-Buchzik_Foto_von_Caroline-Pitzke.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Foto: Caroline Pitzke</figcaption></figure><p>Vielleicht kennt ihr Dana von Instagram, wo sie als <a href="https://www.instagram.com/herzkater/?hl=de">Herzkater</a> über ihre Arbeit als Journalistin und Kommunikationsexpertin - mit den Schwerpunkten Radikalisierung und gesunde Grenzen - schreibt. Dana hat außerdem bereits zwei Bücher veröffentlicht (‘<a href="https://tidd.ly/4iT5mbP">Warum wir Familie und Freunde an radikale Ideologien verlieren – und wie wir sie zurückholen können</a>’ und aktuell ‘<a href="https://tidd.ly/4cYW8JA">The Power of No. Warum wir endlich unbequem werden müssen</a>’) und schreibt gerade am dritten. Wenn ihr mehr über Dana erfahren oder sie als Kommunikationsberaterin buchen mögt, schaut gern <a href="https://danabuchzik.de/">hier</a> vorbei.</p><p><strong>Also, Dana, sag mal:</strong></p><p><strong>Ich bin Ü40, aber …</strong>kichere immer noch wie ein Teenager.</p><p><strong>Was machen die 40er besser als die 30er?</strong></p><p>Mehr innere Ruhe, mehr Klarheit, mehr Selbstakzeptanz.</p><p><strong>Was möchtest Du in den 40ern lernen?</strong></p><p>Wie mir behäbige Bürokratiemühlen nicht mehr den Puls hochtreiben. </p><p><strong>Was ist für dich die ultimative Gönnung?</strong></p><p>Umgeben von Menschen zu sein, die mich lieben und die ich liebe. </p><p><strong>Wann warst du das letzte Mal wütend?</strong></p><p>Als mir bei einer Honorarverhandlung mal wieder jemand vormachen wollte, das <em>bare minimum</em> sei zu viel. </p><p><strong>Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?</strong></p><p>Frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte.</p><p><strong>Wie sieht der perfekte freie Tag aus?</strong></p><p>Pfannkuchenfrühstück. Kanal oder Meer. Herzmenschen. Gute Gespräche. Und abends vor Glück nicht einschlafen wollen. </p><p><strong>Was ist eine gute Freundschaft für dich?</strong></p><p>Wirklich alles miteinander teilen zu können: die Skyline- und die Bordsteinmomente. </p><p><strong>Auf was bist Du stolz?  </strong></p><p>Ich bin stolz, dass ich trotz eines schweren Starts (ich bin in einer Sekte aufgewachsen und habe emotionale, körperliche und sexuelle Gewalt überlebt) meinen Platz in der Welt gefunden habe und heute ehrlich sagen kann: Es geht mir gut.  </p><hr aria-hidden="true"/><p>Das war’s für heute, den nächsten Newsletter gibt es in zwei Wochen. Genießt die Sonne und lauft mal wieder Barfuß.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an <a href="mailto:newsletter@fixundvierzig.de">newsletter@fixundvierzig.de</a> oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram</a> gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 44 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website </a>und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram</a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><p></p><p><a href="https://steadyhq.com/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up"><strong>Newsletter abonnieren</strong></a></p><p><em>Disclaimer: Ein paar Links in diesem Newsletter sind affiliate links, d.h. wenn ihr etwas über die Verlinkung kauft, erhalte ich ein bisschen Kaffeegeld. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Grundsätzlich sind alle Empfehlungen völlig unbezahlt und auf meinem eigenen Mist gewachsen.</em></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 05 May 2025 12:07:18 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[#8 Vermissung und Jacinta Nandi]]></title>
      <description><![CDATA[Heute mit Traurigkeit und Liebe. Und der tollen Jacinta Nandi.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p><p>wenn Katja mich fragen würde, ob ich in den letzten Wochen erwachsen, oder eher nicht so erwachsen war, würde ich spontan sagen “sehr erwachsen”.</p><p>Aber dann würde ich zurückrudern und sagen “und gar nicht erwachsen”.</p><p>Denn mein Vater ist vor zwei Wochen gestorben.</p><p>Auf der einen Seite macht es notgedrungen sehr erwachsen, wenn ein Elternteil stirbt. Und auf der anderen Seite fühlt es sich ganz kindlich an, schutzbedürftig und sehr roh: denn mein Papa ist jetzt tot.</p><p>Wenn man Glück hat, sterben Eltern nicht früher. Aber unsere 40er sind die Zeit, wo es losgeht. Eltern werden älter, spürbar älter. Krank, vielleicht auch schon pflegebedürftig. Der Tod rückt, so oder so, näher. Das ist das, was die 40er auch von uns wollen. Die Auseinandersetzung damit. Neue Herausforderungen und neue Rollen. Und Verantwortung und Pflichtgefühl und Liebe.</p><p>Mein Vater war schon seit Jahren pflegebedürftig. Das war oft schwer. Manchmal kaum auszuhalten. Aber es war auch sehr innig. Und immer sagten wir uns: Es ist, wie es ist. Das Alter steht für <em>reclaiming</em> Plattitüden. Denn die müssen auch erstmal erkämpft werden.</p><p>Man kann sich nicht auf den Tod eines Elternteils vorbereiten, dass habe ich gerade gelernt. Wenn es kommt, muss man es annehmen, mit aller Wucht. Die bodenlose Traurigkeit, die radikale Vermissung, das trotz allem Neue am für-immer-weg-sein. Aber, das haben wir auch deutlich gespürt in den letzten Wochen: <em>love is louder</em>.</p><p>Ich bin jetzt so alt, wie mein Vater war, als ich geboren wurde. Wenn ich Glück habe, liegt also noch ein ganzes Leben vor mir.</p><p>Mein eigenes.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2c7d7b75-b958-4db4-bbc9-d7c57d199f8c/uploads/images/5o5qetjev6/pap_mop.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Mein Vater und ich.</figcaption></figure><hr/><p>Ich bin Ü40, aber</p><p>In diesem Abschnitt stelle ich immer eine tolle Ü40-Frau vor und das ist heute die gnadenlos gute Jacinta Nandi (45).</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2c7d7b75-b958-4db4-bbc9-d7c57d199f8c/uploads/images/yghilhnrjg/jacinta.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><a href="https://www.instagram.com/jacintanandi/">Jacinta</a> wurde in East London geboren und lebt seit 25 Jahren in Berlin - die Autorin und Kolumnistin ist beim PoC-Künstler:innen-Kollektiv Parallelgesellschaft sowie der Lesebühne Neuköllner Brett dabei und hat neben “<a href="https://tidd.ly/3YOJrLE">Die schlechteste Hausfrau der Welt</a>”, das großartige Buch “<a href="https://tidd.ly/3EHWzeI">50 Ways to leave your Ehemann</a>” geschrieben - ein Buch, über das wir mit Jacinta auch schon im Podcast gesprochen haben. In der Folge mit ihr ging es außerdem über ihre politischen Forderungen, darüber, warum es Frauen so schwierig gemacht wird, Männer zu verlassen und ihre (und unsere) absolute Lieblingsfarbe: pink. <a href="https://open.spotify.com/episode/0qF6b93YBgsGmgqeUQrUjs">Hier</a> könnt ihr die Folge hören.</p><p>Im Juni erscheint Jacintas Roman “<a href="https://tidd.ly/3RDoU96">Single Mom Supper Club</a>”, der Verlag schreibt: “<em>Single Mom Supper Club</em> liest sich wie <em>Working Moms</em> meets <em>Fleabag</em>: very british, very zeitgeisty, sehr politisch und sehr, sehr lustig.” Weiß nicht, wie’s euch geht, aber <em>I’m sold</em>. Die Buchpremiere findet am 18. Juni in der <a href="https://www.buchboxberlin.de/event-calendar/buchpremiere-mit-jacinta-nandi#">Berliner Buchbox</a> statt, moderiert von der famosen Mareice Kaiser (hier der Newsletter mit Mareice).</p><p><strong>Also, Jacinta, sag mal: Was machen die 40er besser als die 30er?</strong></p><p>Es klingt vielleicht wie ein Klischee, aber man wird wirklich selbstbewusster – im Sinne von: Man akzeptiert sich selbst mehr und versteht sich auch besser.</p><p><strong>Was möchtest Du in den nächsten zehn Jahren lernen?</strong></p><p>Ich finde, das Problem an dieser Frage ist die aktuelle politische Lage. Ich gehe davon aus, dass Deutschland und Großbritannien in den nächsten zehn Jahren den Vereinigten Staaten in den Faschismus folgen werden. Ich kann über die nächsten zehn Jahre nicht nachdenken, ohne den Faschismus zu berücksichtigen – und ich hoffe, dass ich in zehn Jahren nicht auf diese Frage zurückblicke und sage, ich hätte ‚schießen lernen‘ sagen sollen. Ich möchte in den nächsten zehn Jahren lernen, wie ich zu mir selbst, zu meinen Werten und meinem Wertesystem stehen kann, während sich die Gesellschaft immer weiter nach rechts entwickelt. Es ist eine hoffnungslose Zeit, und es bricht mir eigentlich das Herz, dass die Menschen so viel schlimmer sind, als ich je gedacht hätte.</p><p><strong>Was ist für dich die ultimative Gönnung?</strong></p><p>Online-Lebensmittel-Bestellungen, Putzkraft-Terminen, Taxi oder Uber zu der Schule, Babysitterin zum Kindergeburtstag schicken!</p><p><strong>Wann warst du das letzte Mal wütend?</strong></p><p>Es macht mich sehr wütend, dass es Menschen gibt, die sich Feministinnen nennen, Johnny Depp öffentlich unterstützten, und sich nicht bei Amber Heard entschuldigt haben. Sie haben mitgemacht bei einer globalen Erniedrigungskampagne, sie haben geholfen, dass ein Vergewaltiger öffentlich versuchte, sein Vergewaltigungsopfer in den Selbstmord zu treiben, deswegen, weil sie wollte, dass die Vergewaltigungen aufhören. Diese Feministinnen, die so getan haben, als ob sie dachten, Amber wäre schuldig oder Depp ein armes Opfer das einen Finger verloren hat, sind genauso schuldig wie Andrew Tate für die Normalisierung von rape culture, ich werde ihnen nie vergeben, ich werde so wütend drüber sterben, wie ich 2022 es war. Dass Lidl immer noch den Rape-Joke-Werbespot bei YouTube stehen hat, dass Milani immer noch den TikTok über Super Spies. Es ist ehrlich gesagt nicht zu fassen. Amber Heard hat privat Vergewaltigungen an ihre Therapeutin berichtet, schon in 2012, Depp verteidigt Menschen, die Kinder vergewaltigen und glaubt nicht, dass date rape echte Vergewaltigung ist, und es gibt Menschen, die sich Feministinnen nennen, die sich einfach bewusst entschieden haben, ihn zu unterstützen, aus Faulheit und Feigheit. Ich bin so wütend und ich verachte sie so sehr. Ich hoffe sehr, dass sie, falls ihre Schwester oder ihre Töchter von ihrem Partner vergewaltigt werden, nicht schockiert tun – denn im Sommer 2022 haben sie diesen Männern gezeigt, dass sie sie unterstützen. Sie haben Vergewaltiger und Vergewaltigungen unterstützt, und die meisten von ihnen haben sich bis heute nicht entschuldigt. Es ist eine Schande. Sie wissen wer sie sind und sie wissen, dass ich recht habe.</p><p><strong>Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?</strong></p><p>Schlaf lol</p><p><strong>Wie sieht der perfekte freie Tag aus?</strong></p><p>Ich habe viel Freizeit für eine alleinerziehende Mama eigentlich, na ja, eigentlich für eine Mama überhaupt, denn mein jüngstes Kind verbringt jedes zweite Wochenende bei seinem Vater. Da habe ich immer vor zu schreiben, aber oft schaue ich mir nur Serien an, und manchmal alte Tom Cruise Filme.</p><p><strong>Was ist eine gute Freundschaft für dich?</strong></p><p>Jemand, der eine Waschmaschine reparieren kann - oder wenn die Waschmaschine kaputt ist, bestellen sie dir eine Waschservice. Aber ich mag auch Freundschaften, wo es nur darum geht, über Justin Baldoni und Johnny Depp in Sprachnachrichten zu lästern - ich mag Podcasts und genau deswegen liebe ich lange Sprachnachrichten, sie sind Podcasts ohne Werbepause. Ich mag es, wenn du jemandem einen Screenshot von etwas peinlichem oder dummen schickst und dann kommt eine fünf-minutige Sprachnachricht.</p><p><strong>Auf was bist Du stolz?</strong></p><p>Auf die Kinder, auf meine Bücher, auf das Theaterstück das auf “50 Ways to Leave your Ehemann” basiert. Auf meine Zusammenarbeit mit dem Künstlerkollektiv Parallelgesellschaft, auf meine Lesebühne Neuköllner Brett, auf meine Motherhoods Kolumne bei A&amp;K und auch auf meine Mitarbeit bei dem Familientrio der Süddeutschen Zeitung. Und auf mein nächstes Buch, “Single Mom Supper Club”, das in Juni bei Rowohlt rauskommt</p><hr aria-hidden="true"/><p>Das war’s für heute, den nächsten Newsletter gibt’s schon in einer Woche und ich wünsche Euch was!</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an <a href="mailto:newsletter@fixundvierzig.de">newsletter@fixundvierzig.de</a> oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram</a> gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 44 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website </a>und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram</a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><h6></h6><p><a href="https://steadyhq.com/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up"><strong>Newsletter abonnieren</strong></a></p><p><em>Disclaimer: Ein paar Links in diesem Newsletter sind affiliate links, d.h. wenn ihr etwas über die Verlinkung kauft, erhalte ich ein bisschen Kaffeegeld. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Grundsätzlich sind alle Empfehlungen völlig unbezahlt und auf meinem eigenen Mist gewachsen.</em></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 28 Apr 2025 14:37:11 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[#7 Wuchtige Blüten und Linda Rachel Sabiers]]></title>
      <description><![CDATA[Über den gewaltigen Frühling, das sanft schleichende Mittelalter und mit der wunderbaren Linda.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p><p>vor ein paar Tagen war ich mit einer Freundin beim Breathwork. Und als wir da so mit unseren Decken lagen, Augenkissen auf dem Gesicht, erzählte die <em>Anleiterin</em> (will nicht “breathwork facilitator” schreiben müssen) von ihrem Morgen und wie sie sich beim Weg ins Studio an den gerade überall aufspringenden (platzenden! sprengenden!) Knospen gefreut hätte.</p><p>Dabei sei ihr aufgefallen, dass der Frühling ja auch ein ziemlich gewaltsames Moment hätte. Blüten würden schließlich nicht sachte und zaghaft ihre Köpfchen recken, sondern müssten sozusagen Anlauf nehmen, um sich aus ihrer Schuppe zu wuchten. Genau wie Tiere, wenn sie aus Eiern schlüpfen.</p><p><strong>Dabei ist das Wort “schlüpfen” eigentlich ganz schön euphemistisch.</strong></p><p><strong>Denn aus Eiern kann man sich schließlich nur raushaken.</strong></p><p>Ich fand ihre Beobachtung sehr treffend und zugleich verließ mich dann die Phantasie (<s>der Nerv</s>) ihre weiteren Ausführungen zu menschlichem Gefühlshaushalt im Frühling zuzuhören.</p><p>Geht Euch das auch so? Ich freue mich eigentlich über jede hübsche Natur-Analogie. Aber, naja, manchmal ist ein Tier was aus einem Ei raus muss halt was anderes als eine mittelalte Frau mit PMS.</p><p><strong>Und vielleicht ist Wandel auch nicht immer plötzlich und gewaltsam, vielleicht ist der Wandel, dieses ins-neue-Leben-schälen, auch etwas Sanftes, Schleichendes.</strong></p><p>Ich jedenfalls merke in den letzten Jahren zunehmend, dass sich da eine andere Gunda durch die Jahre herausgeschält hat. Das die Mittelalter-Gunda eine andere ist, als die 20er oder 30er Gunda. Es sind die Dinge, über die wir schon so oft gesprochen haben: <em>weniger fucks to give</em> (<a href="https://steadyhq.com/de/fix-vierzig/posts/cf84412f-33a7-4236-b237-cf012af24f9f">Katja Berlin</a>), <em>nicht mehr auf den immergleichen Lederjacken-Typen reinfallen</em> (<a href="https://steadyhq.com/de/fix-vierzig/posts/c58a6b24-0a52-4944-8d0c-52c08a2a25f9">Mia Gatow</a>), und schlicht: <em>wir kennen uns besser</em> (<a href="https://steadyhq.com/de/fix-vierzig/posts/882188a9-678f-496a-9451-d84c12050523">Sarah Lorenz</a>).</p><p>Das kam zwar alles nicht über Nacht, aber es war - tatsächlich - nach meinem 40er irgendwann sehr merklich <em>da</em>. Genauso wie aber auch die weniger schönen Sachen irgendwann einfach <em>da</em> waren: mein Gesicht verabschiedet sich langsam aber deutlich gen Fußboden, ich brauche eine Lesebrille, die Vorsorgeuntersuchungen bekommen eine andere Schlagzahl, die lebensverändernden Einschnitte im Leben meiner Lieben auch (Scheidungen, Sorgerechtsstreits, Tod der Eltern).</p><p>Ich bin froh, so alt zu sein, wie ich bin. Aber manchmal schaue ich an mir runter und frage mich, wie das denn passiert ist. Wie ich ins Mittelalter geschlüpft bin, ohne es zu merken. Ob ich mir mehr Gedanken machen sollte über dieses anders-werdende Leben, wie ich es anpassen muss (noch mehr Proteine? noch weniger fucks to give?), und warum sich das Mittelalter manchmal anfühlt wie <em>terra incognita</em>.</p><p>Und wie sehnsüchtig ich deswegen bin nach Geschichten aus diesem Mittelalter, nach anderen Lebenseinstellungen und -entwürfen und Frauen, die mir sagen, ob sie schon mal eine Hormonbestimmung gemacht haben, ob sie schon mal beim Microneedling waren und wie sie die Welt wahrnehmen, wie sie die Welt wahrnimmt.</p><p><strong>Ich möchte euch sehen.</strong></p><p>Und in diesem Sinne:</p><hr/><p>Ich bin Ü40, aber</p><p>In diesem Abschnitt stelle ich immer eine tolle Ü40-Frau vor und das ist heute die wunderbare Linda Rachel Sabiers (40).</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/926a80e7-39e3-4563-bc45-dd6d9ce0f7df/uploads/images/4m6g6pgvag/LindaRachelSabiers-_MaxZerrahn-00888-s.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Linda ist Autorin. Ihr Buch “<a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=1814584&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1071209530">Kleine Momente in der großen Stadt</a>” könnte man als Tagebuch, als Vignetten-Sammlung, als Beobachtungs-Log bezeichnen - Linda sammelt Momente zwischen Menschen, zwischen Menschen und ihrer Umgebung und schreibt sie auf. Das ist oft ziemlich entzückend (sorry, aber ich mag das Wort so), oft auch weise, lustig und, wie Dana Vowinckel meint:</p><blockquote><p>“Sollten Sie auf der Suche nach einem Gegengift gegen Misanthropie sein: Hier haben Sie es.”</p></blockquote><p>Ja! Denn Lindas Alltagsbeobachtungen verlieren durch die Form, die sie ihnen gibt, auch ihre Alltäglichkeit und gehen tiefer, dahin, wo es zum Eingemachten geht.</p><p><strong>Also, Linda, sag mal: Ich bin Ü40, aber…</strong></p><p>das habe ich a) noch nicht wirklich verinnerlicht, weil ich innerlich viel zu viele offene Fragen an das Leben habe, von denen ich mit 25 meinte, sie mit 40 beantworten zu können. Und b) empfinde ich mein Alter als eine neue Form der Selbstverständlichkeit – als Frau, Mutter, Autorin und Arbeitnehmerin. Im Gegensatz zu den inneren offenen Fragen fühle ich mich beim Lustwandeln durch meine Außenwelt wie ein fleischgewordenes Ausrufezeichen – hier bin ich, das ist die Aussage!</p><p><strong>Was machen die 40er besser als die 30er?<br/></strong>Die ganz geringe Toleranz für Bullshit, die große Akzeptanz dafür, Abendevents zu verpassen.</p><p> <strong>Was möchtest Du in den 40ern lernen?</strong><br/>Italienisch, mir besser und schneller zu verzeihen. Und vielleicht sogar, endlich, meinen Körper zu lieben.</p><p><strong>Was ist für dich die ultimative Gönnung?</strong><br/>Gewähltes Alleinsein in absoluter Stille.</p><p> <strong>Wann warst du das letzte Mal wütend?</strong><br/>Ich bin viel zu oft wütend, das letzte Mal vor fünf Minuten beim Lesen der Nachrichten. Kürzlich habe ich einen Artikel gelesen, der sich mit der Korrelation von Ängsten und Depressionen und innerlicher Wut beschäftigt. Mir wurde Vieles dadurch klar und ich möchte anfangen, mehr mit meiner Wut auseinanderzusetzen. Ich bin in sämtlichen Rollen, die ich ausführe (Mutter, Frau, Jüdin), auf unterschiedliche Dinge wütend, die in der Welt, aber auch in Deutschland massiv falsch laufen: Der Umgang mit Kindern macht mich rasend, die Ohnmacht der Politik vor Misogynie und die Kapitulation vor Antisemitismus in der Kulturbranche. Um nur einige Dinge zu nennen.</p><p><strong>Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?</strong></p><p>Eine Tür, die sich schließen lässt.</p><p><strong>Wie sieht der perfekte freie Tag aus?</strong></p><p>Frühstück mit Buch, Mittagessen mit Buch, Abendessen mit Buch. Möglichst alles im Bademantel, Außentemperatur 23,5 Grad.</p><p><strong>Was ist eine gute Freundschaft für dich?<br/></strong>Die Möglichkeit, loszulassen. In alle Richtungen.</p><p><strong>Auf was bist Du stolz? </strong><br/>Auf meine Offenheit, trotz gesamtgesellschaftlicher Zustände, die den Rückzug ins Private begünstigen; mein Buch, das viele Lesende bereits bewegt hat, meine Tochter.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Das war’s für heute, den nächsten Newsletter gibt’s Ostermontag und - versprochen - ganz ohne neue Ei-Metaphorik. Habt’s ganz gut bis dahin!</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an <a href="mailto:newsletter@fixundvierzig.de">newsletter@fixundvierzig.de</a> oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram</a> gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 44 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website </a>und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram</a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><h6></h6><p><a href="https://steadyhq.com/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up"><strong>Newsletter abonnieren</strong></a></p><p><em>Disclaimer: Ein paar Links in diesem Newsletter sind affiliate links, d.h. wenn ihr etwas über die Verlinkung kauft, erhalte ich ein bisschen Kaffeegeld. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Grundsätzlich sind alle Empfehlungen völlig unbezahlt und auf meinem eigenen Mist gewachsen.</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 07 Apr 2025 10:38:28 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[#6 Ratschläge und Mareice Kaiser]]></title>
      <description><![CDATA[Heute geht's um die Kostbarkeit von Erfahrung, metaphorische Herdplatten und den guten Rat von Mareice.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p><p>ich geh heute mal mit ner steilen These rein:</p><p><strong>Je älter man wird, desto wichtiger wird guter Rat.</strong></p><p>Klingt erstmal kontraintuitiv, denn als junge Menschen haben wir uns in der Regel viel unsicherer gefühlt als heute. Aber in vielen Dingen dachten wir auch, wir wüssten genau, was wie und warum wichtig ist. Wir hatten uns auch noch nicht so oft die Finger verbrannt (Stichwort Liebe, Arbeit, Beziehungen, Geld, Frisurkatastrophen), und daher eine höchstens theoretische Vorstellung vom Konzept “Lebenserfahrung”.</p><p><strong>Aber je älter man wird, desto deutlicher wird, wie unersetzlich Erfahrung ist. </strong>(Was nicht bedeutet, dass man nicht trotzdem wieder auf heiße Herdplatten fasst. Aber es ist unbezahlbar zu wissen, dass man das übersteht.)</p><p>Und das betrifft auch nicht nur die großen Fragen dieses Lebens, sondern auch die Kleineren und die Kleinsten: <em>Wann lohnt sich ein Konflikt? Soll ich mir einen Pixie-Cut schneiden? Wann ist eine Freundschaft nicht mehr zu retten? Soll ich mit den pochenden Zahnschmerzen doch heute schon zur Ärztin? Kann ich das noch essen?</em></p><p>Ich merke jedenfalls, dass ich in vielen dieser Fragen den Rat von Freundinnen hören möchte. Weil ich weiß, dass sie empathisch auf mein Dilemma gucken, andere Erfahrungen gemacht haben, die gleichen Dinge schon hinter sich haben oder schlicht absolute Stylos sind. (Ich kaufe keine Schuhe ohne A’s Placet)</p><p>Das Tolle an Ratschlägen ist ja auch, dass sie einen Einblick in die Welt anderer geben - im guten Rat verdichten sich Erfahrung, Perspektive, Geschmack und Persönlichkeit. Auch wenn es “nur” um Sneakers geht. Daher freue ich mich immer sehr, wenn eine Autorin, die ich cool finde, irgendeine Liste der Sorte “X Dinge, die ich gelernt habe” oder “Diese X Ratschläge….” schreibt.</p><p>Einer meiner liebsten und weisesten solcher <a href="https://www.goodfuneralguide.co.uk/2014/01/caitlin-moran-offers-posthumous-advice-daughter/">Texte</a> kommt von der britischen Autorin Caitlin Moran (“The books about vampires are true, baby. Drive a stake through their hearts and run away”) und von der Autorin <a href="https://www.thetimes.com/life-style/sex-relationships/article/dolly-alderton-58-rules-for-life-advice-ddvnxwgtr?utm_source=google&amp;utm_campaign=20410123333&amp;adgroupid=&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_content=&amp;utm_term=&amp;gad_source=1&amp;gclid=Cj0KCQjw7dm-BhCoARIsALFk4v_L6I6vD_KFQCUcsRQ379DuBxL1RXi96FImQfhKROENQKiLJvQM0AsaAh69EALw_wcB">Dolly Alderton</a>:</p><blockquote><p><strong>Let go of the life you thought you’d have</strong></p><p>Every single one of us will have to do this at some stage. The process is hard and sad and then it can be easy and liberating. In fact, it’s less of a process and more of an art form. It’s spectacular to watch someone do it successfully.</p><p></p></blockquote><p>In Deutschland ist dieses Genre leider etwas unterentwickelt. Daher hab ich mich extra gefreut, als ich gehört habe, dass die großartige Mareice Kaiser (43) jetzt ihren Hut in den Ring wirft und einen (Nicht-)Ratgeber-Ratgeber geschrieben hat. Ich habe “<a href="https://tidd.ly/4icwoeI">Ich weiß es doch auch nicht: 101 entlastende Antworten auf existenzielle Fragen</a>” (ET 19. März, am Mittwoch) in einem Rutsch gelesen und es ist so warm und schlau und witzig, wie man sich’s nur wünschen kann.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/51524115-5474-4297-9ac5-a269a8d0b151/uploads/images/pg7ewhkkne/Download.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Für diesen Newsletter hat Mareice exklusiv ein paar Fix&amp;Vierzig-Fragen beantwortet</h3><p><strong>Was hilft gegen die Angst vorm Älter werden?</strong></p><p>Mit älteren Leuten abhängen und merken, wie cool sie sind.</p><p><strong>Wann bin ich erwachsen?</strong></p><p>Ich glaube es gibt (mindestens) zwei Kategorien Mensch: Die eine wird nie erwachsen und die andere wird schon erwachsen geboren, zum Beispiel Philipp Amthor oder Christian Lindner. Da werde ich lieber nie erwachsen. </p><p><strong>Kann ich mich auch optisch Ü40 nochmal neu erfinden?</strong></p><p>Klaro! Warum auch nicht!? Mein Kind sagte letztens zu mir: „Mama, du siehst aus wie 40 und kleidest dich wie ein Teenager.“ </p><p><strong>Kann ich auch mit Ü40 endlich lernen, nicht mehr so eine people pleaser zu sein?</strong></p><p>Gerade über 40 kann und muss man das lernen. <em>Das ist das offizielle Fuck you-Jahrzehnt.</em></p><hr/><p>Ich bin Ü40, aber</p><p>In diesem Abschnitt stelle ich immer eine tolle Ü40-Frau vor und das ist heute, klaro, Mareice Kaiser (43).</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/51524115-5474-4297-9ac5-a269a8d0b151/uploads/images/2knc7oxuse/2024_Portrait_Mareice_Kaiser_Februar_1313_Kopie_(1).jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Mareice hat schon eine ganze Handvoll Bücher geschrieben, u.a. “<a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=1814584&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1039511634">Alles inklusive - Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter</a>”, “<a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=1814584&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1058271098">Das Unwohlsein der modernen Mutter</a>” und “<a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=1814584&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1063511012">Wie viel - Was wir mit Geld machen und was Geld mit uns macht</a>”, sie ist Journalistin, Moderatorin, famose <a href="https://open.spotify.com/user/1128668923">Spotify-Playlist-Kreateurin</a>, <a href="https://www.instagram.com/mareicares/">Instagram-Wolken-Teilerin</a> und Podcasterin. Gemeinsam mit Josephine Apraku hostet sie “<a href="https://revolution-ferien.podigee.io/">Revolution und Ferien</a>” und ich sag mal so, wenn ihr eine gewisse Podcast-Lücke in eurem Leben verspürt, da wo vorher zwei kluge Frauen <a href="https://open.spotify.com/show/1OfCklbwZVpdzs992U2SKV">über alles Mögliche</a> gelabert haben (höhö, aber ernst gemeint), dann kann die Lücke jetzt gefüllt werden!</p><p><strong>Also, Mareice, sag mal…</strong></p><p><strong>Ich bin Ü40, aber…</strong></p><p>…spreche wie ein Teenager (sagt meine Tochter).</p><p><strong>Was machen die 40er besser als die 30er?</strong></p><p>Alles wird besser mit der Zeit. Es ist egal, welche Zahl da vorne steht. Je höher, desto besser.</p><p><strong>Was möchtest Du in den nächsten 10 Jahren lernen?</strong></p><p>Kraulschwimmen</p><p><strong>Was ist für dich die ultimative Gönnung?</strong></p><p>Sex, schwimmen und ich selbst sein. </p><p><strong>Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?</strong></p><p>Mein Vibrator und eine Karaoke-Box (nicht gleichzeitig).</p><p><strong>Wie sieht der perfekte freie Tag aus?</strong></p><p>Der perfekte Tag besteht aus dürfen statt aus müssen. </p><p><strong>Was ist eine gute Freund*innenschaft für dich?</strong></p><p>Eine, in der man sich füreinander freut und der anderen Person erlaubt, sich weiterzuentwickeln. Auch, wenn das bedeuten kann, sich auseinander zu leben.</p><p><strong>Auf was bist Du stolz?</strong></p><p>Immer mehr ich selbst zu werden, nach Hedwig Dohms Motto: Werde, die du bist! </p><hr aria-hidden="true"/><p>Dem möchte ich nichts mehr hinzufügen.</p><p>Bis zum 7. April!</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an <a href="mailto:newsletter@fixundvierzig.de">newsletter@fixundvierzig.de</a> oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram</a> gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 44 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website </a>und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram</a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><h6></h6><p><a href="https://steadyhq.com/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up"><strong>Newsletter abonnieren</strong></a></p><p><em>Disclaimer: Ein paar Links in diesem Newsletter sind affiliate links, d.h. wenn ihr etwas über die Verlinkung kauft, erhalte ich ein bisschen Kaffeegeld. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Grundsätzlich sind alle Empfehlungen völlig unbezahlt und auf meinem eigenen Mist gewachsen.</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 17 Mar 2025 09:01:24 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[#5 Dankefürnichtsbarkeit und Sarah Lorenz]]></title>
      <description><![CDATA[Heute gibt es ein Ritual gegen schlechte Laune und den Fragebogen mit der wunderbaren Sarah Lorenz (Buchi Schnubbel).]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p><p>Monat 3 im Jahr 2025 und wir haben uns angewöhnt auf die Frage “Wie geht es Dir?” mit einer Gegenfrage zu antworten: “Abgesehen von der Weltlage?” Wohlwissend, dass sich die Frage “abgesehen von der Weltlage” sowieso nicht beantworten lässt - es sei denn, man ist ein <em>actual</em> Vogel Strauß.</p><p><strong>Aber irgendwie müssen wir ja durchs Leben navigieren, uns selbst und unsere Menschen, und da braucht es ein bisschen Unterstützung.</strong></p><p>Letztes Jahr um diese Zeit war ich in Mumbai in einem Yoga Institut, dort sollten wir jeden Tag 10 Dinge aufschreiben, für die wir dankbar sind. Die Zettel mussten am nächsten Tag abgegeben werden, und Dinge wie “Gesundheit” oder “meine Familie” galten nicht - zu allgemein. Man musste schon genau hingucken und konkret werden. Sowas wie “das mir eine Blüte auf den Kopf gefallen ist” oder “wie die Sonne mich geweckt hat” wurden akzeptiert.</p><p>Das ist zunächst tatsächlich fast stressig gewesen - 10 Dinge sind nicht so wenig und wir haben manchmal auf unseren Zimmern gesessen und uns gegenseitig abgefragt, wenn wir noch nicht genug beisammen hatten. Aber das hat natürlich auch dazu geführt, dass wir angefangen haben die Welt ums uns herum systematisch nach Dankbarkeitsmomenten abzusuchen und das war vielleicht sowieso der Sinn und Zweck der Übung.</p><p>Mir hat das Spaß gemacht und ich habe diese Listen noch monatelang weitergeführt, aber irgendwann Ende letzten Jahres war ich Listen-müde und habe damit aufgehört.</p><p><strong>Denn irgendwie fühlt es sich gerade oft so an, als müsse man eher “Danke für nichts”-Listen führen.</strong></p><p>Darüber habe ich auch mit einer Freundin letzte Woche gesprochen und wir haben mit viel schwarzem Humor und Emsigkeit zusammengetragen, was gerade in unser Leben und in der Welt großer Mist ist. Eine ganze Menge. Doch dann sagte W. irgendwann lachend: “Tja, 99 problems, but a b*itch ain’t one.”</p><p><strong>Und so ward unser Ritual geboren. Eine Dankbarkeitsliste für herausfordernde Zeiten. Wir schreiben uns seitdem jeden Tag, was heute mal NICHT unser Problem ist.</strong></p><p>Beispiel: “99 problems, but Zahnfleischbluten ain’t one” oder “99 problems, but in der Sauna gewesen ain’t one” oder “99 problems, but fünf Cappuccino heute ain’t one.”</p><p>Falls bei euch grad Dankbarkeits-technisch also auch eher (kreative) Flaute ist, ihr aber trotzdem einen kleinen Lichtstrahl aus dem Weltgrau hebeln wollt, möchte ich euch das sehr ans Herz legen - sucht euch ein*e Freund*in zum gegenseitig schicken, oder schreibt es euch selbst:</p><p><strong>Was ist heute tollerweise zumindest mal <em>nicht</em> euer Problem?</strong></p><hr/><p>Ich bin Ü40, aber</p><p>Wenn man wissen möchte, wie es einer Person geht, sollte man sie vielleicht einfach fragen, wie sie geschlafen hat. In diesem Abschnitt stelle ich immer eine tolle Ü40-Frau vor und das ist heute Autorin <strong>Sarah Lorenz</strong> (40). Sarah bringt als <a href="https://www.instagram.com/buchischnubbel/">Buchi Schnubbel</a> auf Instagram jeden Abend ihre Follower*innen ins Bett und weiß also, wie wichtig guter Schlaf ist. Sie ist auch ganz grundsätzlich Gemütlichkeitsexpertin, ich möchte eigentlich immer in ihre Insta-Stories einziehen, was auch an ihrer Begeisterung für limitiertes Klopapier, Wärmflaschen und Reetdächer liegt. Aber seht <a href="https://www.instagram.com/buchischnubbel/">selbst</a>.</p><p>Und in acht Tagen erscheint Sarahs Debütroman “<a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=1814584&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1073314777">Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken</a>” - darin geht um die Dichterin Mascha Kaléko, um Bücher, um Cappuccino, und ums Nachhausekommen. “Nachhausekommen” ist eines meiner Lieblingsthemen, ich freue mich so sehr auf’s Lesen.</p><p>Sarah geht mit ihrem Roman auch auf Lesetour (von Hamburg über Berlin, Leipzig, München, Köln u.a.), <a href="https://www.rowohlt.de/buch/sarah-lorenz-mit-dir-da-moechte-ich-im-himmel-kaffee-trinken-9783498006990">hier</a> geht es zu den Terminen und Tickets.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/882188a9-678f-496a-9451-d84c12050523/uploads/images/ud7llbcrhb/Bildschirmfoto_2025-02-16_um_17.07.26.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Foto: Charlotte Schreiber</figcaption></figure><p><strong>Also, Sarah, sag mal…</strong></p><p><strong>Ich bin Ü40, aber…</strong></p><p>nichts aber!</p><p><strong>Was machen die 40er besser als die 30er?</strong></p><p>Man hat noch mehr Jahre mit sich verbracht, kennt sich besser und ist gnädiger mit den sich mehrenden Verschrobenheiten.</p><p><strong>Was möchtest Du in den 40ern lernen?</strong></p><p>Noch mehr leben, weniger Angst haben, nicht ständig vergessen, dass das Jetzt wirklich jetzt ist.</p><p><strong>Was ist für dich die ultimative Gönnung?</strong></p><p>Draußen ist helllichter Tag und ich liege mit geschlossenen Vorhängen bei Kerzen- und Lichterkettenschein, zugedeckt mit Wärmflasche auf dem Bauch im Bett. Neben mir Snacks, Kaffee. Auf dem Bildschirm vor mir läuft eine Nordstory.</p><p><strong>Wann warst du das letzte Mal wütend?</strong></p><p>Jedes Mal, wenn ich durch die Stadt spaziere und sehe wie viele Menschen ohne Obdach auf der Straße leben müssen.</p><p><strong>Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?</strong></p><p>Tetris99 auf der Switch und Wärmflasche.</p><p><strong>Wie sieht der perfekte freie Tag aus?</strong></p><p>Wie die ultimative Gönnung.</p><p><strong>Was ist eine gute Freundschaft für dich?</strong></p><p>Einander eine verlässliche emotionale Feuerwehr zu sein.</p><p><strong>Auf was bist Du stolz?</strong></p><p>Darauf, dass 40 Jahre Leben es nicht geschafft haben, mir meine kindliche Freude austreiben.</p><hr aria-hidden="true"/><p>So, ihr Lieben, das war’s für heute. Ich hoffe, ihr schlaft gerade gut. Die nächste Ausgabe gibt es am 17. März.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an <a href="mailto:newsletter@fixundvierzig.de">newsletter@fixundvierzig.de</a> oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram</a> gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 44 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website </a>und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram</a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><h6></h6><p><a href="https://steadyhq.com/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up"><strong>Newsletter abonnieren</strong></a></p><p><em>Disclaimer: Ein Link in diesem Newsletter ist ein affiliate link, d.h. wenn ihr etwas über die Verlinkung kauft, erhalte ich ein bisschen Kaffeegeld. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Grundsätzlich sind alle Empfehlungen völlig unbezahlt und auf meinem eigenen Mist gewachsen.</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 03 Mar 2025 07:53:05 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#4 Kalzium und Katharina Linnepe]]></title>
      <description><![CDATA[Heute geht's um Knochen, Kalzium und die wunderbare Katharina Linnepe.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p><p>ich falle heute mit der Tür ins Haus und einem Geständnis:</p><p><strong>Ich liebe Knochen.</strong></p><p>Und zwar sowohl die Idee als auch die Tatsache von Knochen. Meine eigenen, ganz konkreten Knochen liebe ich auch. Dabei bleibt diese Liebe im Alltag oft vage. Wie das so ist mit der Liebe und den Knochen: Man spürt sie nicht, und dann spürt man sie doch. Man verlässt sich auf sie und wenn sie einen verlässt, lernt man sie kennen.</p><p>Aber diese Knochen <em>awareness</em> ist, wenn man Glück hat, eine Alterserscheinung. Mit vier bin ich beim Spielen auf einen Steintisch gefallen und habe mir das Schlüsselbein gebrochen, das tat weh und von dem Verband habe ich heute noch eine Narbe an der linken Achsel. Als 14-jährige habe ich mir dann den nächsten Knochen gebrochen. Beim Stagediven auf einem Punkkonzert, und zwar die Nase. Das war auch unangenehm, aber auszuhalten. Auch, weil ich deswegen für einen kurzen, süßen Moment so cool war, dass L. aus der Parallelklasse auf meinem Mini-Gips seine Initialen (lol) gemalt hat und ich also zum ersten Mal so richtig merkte, was Knochen so alles können und wofür sie stehen. Nach diesem kurzen, süßen Moment habe ich sie dann allerdings wieder etwas verdrängt, also Knochen grundsätzlich und meine eigenen auch, bis ich dann vor fünf Jahren eine Ausbildung zur Yogalehrerin gemacht habe und auf einmal wieder die Frage im Raum stand: <strong>Was können Knochen eigentlich noch?</strong></p><p>Weil damals Lockdown war und man überall kostenlos Kurse machen konnte, habe ich mich dann in einem Anatomie-Kurs an der University of Michigan Medical School eingeschrieben und einen Monat lang jeden Tag Videos geschaut, bei denen ich erst sehr langsam irgendwas unterscheiden konnte, aber dann ging die Lernkurve steil nach oben und ich kann von den ca. 100 medizinischen Knochennamen, die ich damals auswendig wusste, heute immerhin noch genau 5 aufsagen.</p><p><strong>Was ich aber von dem Kurs mitgenommen habe, ist meine Knochenliebe.</strong></p><p>Geht Euch das auch so? Bei manchen Dingen muss man einfach lernen, wie sie funktionieren und dann sieht man plötzlich die Schönheit. Knochen zum Beispiel: Ich weiß gar nicht mehr, was ich eigentlich vorher von Knochen wusste, was ich auf jeden Fall nicht wusste war, dass Knochen lebendige Organe sind. Denkt man ja auch erstmal nicht, denn Knochenreste überleben schließlich Zehntausende Jahre und wer schon mal einen Ellbogen auf’s Kiefergelenk bekommen hat, der*die kennt auch einen ganz besonderen Schmerz. Dabei haben Knochen auch etwas sehr zartes, sehr bewegliches.</p><p>Knochen sind durchblutet, sie bestehen aus einer Bindegewebshaut, einer äußeren und inneren Knochenhaut, Knochenmark, Knorpelgewebe und sie sind - auch nach abgeschlossenem Wachstum - ständig im Um- Auf- und Abbau. Ohne diesen ständigen Auf- und Abbau würde unser Skelett verschleißen, da Strukturschäden nicht repariert werden würden. Im Schnitt kommen wir so alle 7-10 Jahre zu komplett neuen Knochen.</p><p>Das mit dem Knochenaufbau ist aber natürlich keine lebenslange Sache. Also schon, aber es geht bergab. Bei Frauen ist Richtung Wechseljahre der Östrogenmangel verantwortlich, Knochen werden dann unterversorgt. Hinzukommt, das wir alle ab ungefähr dem 40. Lebensjahr von <a href="https://www.usz.ch/krankheit/sarkopenie/">Sarkopenie</a> betroffen sind. Muskelschwund. Auch der befördert die Abnahme der Knochendichte. Und dann droht Osteoporose und damit das Schreckgespenst mit dem man früher alte Frauen illustrierte, als bucklige und krumme Gestalten.</p><p><strong>Auftritt Dr. S.</strong></p><p>Dr. S. hat mich im September am Fuß operiert. Dabei hat er meinen Mittelfußknochen zweimal durchgesägt, zwei Schrauben reingedreht und als er damit fertig war und ich wieder wach, stand er an meinem Bett und fragte:</p><blockquote><p>“Wie alt sind sie?”</p><p>“44”</p><p>“Hmm, also ihre Knochenqualität ist eher so mittel.”</p></blockquote><p>Der Gute hat vermutlich nicht geahnt, WIE persönlich ich das nehmen würde. So mittel?! Ich also auf Anraten von Haus- und Frauenärztin zur Knochendichtemessung.</p><p>Wie sich herausstellte, hat Dr. S leider recht - ich habe Osteopenie. Verminderte Knochendichte. Als ich Katja davon erzählte, meinte sie, dass das vermutlich viele in unserem Alter haben, es nur nicht auffällt, weil kaum jemand eine solche Messung macht - womit sie vermutlich recht hat. Denn die Messung wird auch ohne begründeten Verdacht vor dem 50. Lebensjahr nicht empfohlen und ist dann eine Privatleistung, je nach Praxis kostet sie zwischen 40-80 Euro.</p><p><strong>So oder so brauchen wir aber nunmal starke Knochen. Und deswegen kommt er jetzt hier also, der erste klitzekleine F&amp;V Serviceteil:</strong></p><ul><li><p>Kalzium und VitaminD3-Bedarf checken: Die Nährstoffe Kalzium und Vitamin D3 sind entscheidend für die Stärkung der Knochen (ohne Vitamin D kann Kalzium nicht aufgenommen werden). <a href="https://www.endokrinologen.de/calcium-vitamin-d.php">1000mg Kalzium am Tag</a> sollten es schon sein - ich kriege das über die Ernährung alleine nicht hin und nehme jeden Morgen eine Brausetablette (500mg) und versuche trotzdem Kalziumreiche Lebensmittel zu essen (Joghurt, Milch, Hartkäse, aber auch angereichertes Mineralwasser, <a href="https://www.vegan.at/inhalt/kalzium">hier</a> gibt’s Tipps für Veganer:innen) Vitamin D3 nehme ich auch jeden Morgen. <a href="https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/vitamin-d/">Hier </a>Tipps dazu.</p></li><li><p>Krafttraining ist sehr wichtig und zwar wirklich <strong>Kraft</strong>training - also Sport, bei dem es zu einer Stoßbelastung auf die Knochen kommt (Schwimmen ist also nicht so geeignet) - denn durch Krafttraining wird nicht nur die Muskulatur gestärkt (Sarkopenie!), sondern durch den Belastungsdruck auch andere Strukturen wie Gelenke, Kapseln, Knochen so “gestresst”, dass sie sich anpassen (sprich: neu aufbauen) müssen. Der Druck regt das Wachstum der Knochenzellen an. <a href="https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/marktcheck/gesundheit/krafttraining-pumpen-fuer-gesunde-knochen-100.html">Hier</a> gibt es mehr Infos und ein paar Übungen.</p></li><li><p>Der MDR Podcast “Hormongesteuert” hat auch eine Folge zu Knochengesundheit, insbesondere im Zusammenhang mit Hormonen, <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/wechseljahre/audio-knochengesundheit-hormone-hormontherapie-osteoporose-100.html">hier</a> zu hören.</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><p>Und jetzt gibt’s einen harten Cut. Denn in diesem Abschnitt stelle ich immer eine tolle Ü40-Frau vor und das ist heute Autorin <strong>Katharina Linnepe</strong> (41)</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/6b2a66c5-a6e8-4788-bfc7-d447c64df601/uploads/images/2cx7hd6gvc/Bildschirmfoto_2025-02-10_um_10.04.23.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Foto: Laura Nickel</figcaption></figure><p>Wobei das schon mal nicht stimmt. <a href="https://www.katharinalinnepe.com/">Katharina</a> ist nicht nur Autorin, sie ist auch Moderatorin, Sprecherin, Podcasterin und hat einen <a href="https://www.instagram.com/katharinalinnepe/">Instagram-Kanal</a>, der mir regelmäßig so viel Freude macht, dass ich Social Media dann doch wieder mag.</p><p>Auf diesem Kanal hat sie vor einiger Zeit mal ein Gedankenexperiment durchgespielt: Was wäre, wenn nicht <em>wir</em> in Psychotherapie gingen, sondern das Patriarchat? Was wäre, wenn nicht <em>wir</em> den Knacks hätten, sondern die Gesellschaftsordnung? Und so hat Katharina sich die Bernsteinkette ihrer Oma umgehängt, eine Brille auf die Nase gesetzt und das Patriarchat als Therapeutin mal auf die Couch gelegt. Es blieb nicht bei einer Sitzung. Und auch nicht bei Instagram.</p><p>In so erscheint in drei Tagen Katharinas Buch “<a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=1814584&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1073108788">Wenn das Patriarchat in Therapie geht</a>” - dabei geht es nicht nur um den Patienten, sondern auch um uns. Wie beeinflußt das Patriarchat unsere Rollenerwartungen, unser Selbstverständnis? Warum glauben wir ihm so oft? Und wie kommen wir da wieder raus? Ein schlaues, umfassendes und sehr lustiges Buch.</p><p>Große Ans-Herz-legung!</p><p>Am 27.2. feiert Katharina Buchpremiere in Berlin (<a href="https://www.berlin.de/stadtbibliothek-friedrichshain-kreuzberg/bibliotheken/bezirkszentralbibliothek-pablo-neruda/veranstaltungen-projekte/katharina-linnepe-wenn-das-patriarchat-in-therapie-geht-1528132.php?fbclid=PAZXh0bgNhZW0CMTEAAaZYgJ6an6f0VLLqCcpv1lUVvMVfZfzbnWWoxO6zvLwg0I5EujWe0Jhy6rg_aem_XsbGIqipsC2j9eztE2Cgxg">Tickets</a>) und ab März geht es auf Tour: 18.03. Köln, 19.03.Frankfurt/Main, 10.04. Hamburg, 13.04. Fulda, 14.04. Bamberg und 15.04. München (<a href="https://www.katharinalinnepe.com/humor/">Tickets</a>).</p><p><strong>Also, Katharina, sag mal…</strong></p><p><strong>Ich bin Ü40, aber…</strong></p><p>…habe immer noch keine Ahnung, was ich werden will, wenn ich groß bin.</p><p><strong>Was machen die 40er besser als die 30er? </strong></p><p>Da kann ich nur für mich sprechen. Ich habe nicht die &quot;klassischen&quot; Biografie- und Karriereschritte gemacht/machen können, die andere meines Alters gingen oder uns die Gesellschaft vorgab, gehen zu müssen. Beispielsweise, weil meine Mutter früh erkrankte, ich zur alleinigen pflegenden Angehörigen wurde und von ihr Abschied nehmen musste, während meine Schul- und Studienkolleg*innen von einst sich um ihre berufliche Verwirklichung, Finanzen und/oder die Familienplanung bemühten. Mitfühlend beobachte ich, dass sie sich nun häufig der Hürden stellen müssen, die ich bereits vor knapp 10 Jahren nehmen musste. Dafür versuche ich, nach zähen Jahren der Heilung, nun im Zeitraffer meine 30er nachzuholen, mit einer Turbokarriere als Content Creatorin und Autorin, zum Beispiel. Alles geht nicht, wird mir klar. Aber vieles.</p><p><strong>Was möchtest Du in den 40ern lernen?</strong></p><p>Krio (die meistgesprochene Sprache im Land meines Vaters, Sierra Leone), wie wir Feminismus und Demokratie wieder sexy machen und wie das mit einer langfristigen, gesunden Hetero-Beziehung im Spätpatriarchat klappen kann.</p><p><strong>Was ist für dich die ultimative Gönnung?</strong></p><p>Bin gerade über die Formulierung gestolpert (daran merke ich dann doch, wie alt ich bin). Nein zu sagen (freundlich lächelnd, aber bestimmt). Und Saltimbocca alla Romana.</p><p><strong>Wann warst du das letzte Mal wütend?</strong></p><p>Als mich wieder ein Dude belehren wollte, dass das größte Problem des Feminismus sein Name sei, weil da ja keine Männer drin vorkämen. Also heute.</p><p><strong>Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?</strong></p><p>African Black Soap.</p><p><strong>Wie sieht der perfekte freie Tag aus?</strong></p><p>Mit dem Konzept eines freien Tages habe ich riesige Probleme, merke ich gerade. Aber wenn ich es doch mal zulasse, dann liege ich völlig faul im Bett, auch bei gutem Wetter. Mir reicht die Gewissheit, dass es da draußen schön ist.</p><p><strong>Was ist eine gute Freundschaft für dich?</strong></p><p>Eine nicht urteilende. Eine nicht fordernde. Eine, die auf gleichen Werten basiert und Entwicklung zulässt.</p><p><strong>Auf was bist Du stolz?</strong></p><p>Darauf, dass ich niemandem geglaubt habe, dass ich wegen meiner Hochsensibilität und meiner Scanner-Persönlichkeit empfindlich, zerbrechlich und zum Scheitern verurteilt sei. Ich mache nämlich jetzt Karriere (nach meinen Regeln, püh).</p><hr aria-hidden="true"/><p>Das war die Ausgabe #4 - ich hoffe, ihr habt’s warm. Bis in zwei Wochen!</p><p><em>Wenn euch der Newsletter gefällt, freu ich mich, wenn ihr mir die Arbeit daran erleichtert </em><a href="https://ko-fi.com/gundawindmueller"><em>und einen Kaffee</em></a><em> spendiert &lt;3</em></p><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an newsletter@fixundvierzig.de oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram</a> gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 44 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website</a> und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram</a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><h6></h6><p><a href="https://steady.page/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p><em>Disclaimer: Ein Link in diesem Newsletter ist ein affiliate link, d.h. wenn ihr etwas über die Verlinkung kauft, erhalte ich ein bisschen Kaffeegeld. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Grundsätzlich sind alle Empfehlungen völlig unbezahlt und auf meinem eigenen Mist gewachsen.</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 17 Feb 2025 11:01:51 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[#3 Gastgeberin sein und Katja Lewina]]></title>
      <description><![CDATA[Ihr Lieben, vor ein paar Jahren war ich mit meiner Freundin Ali in New York. Jeden Morgen aßen wir abwechselnd Riesen-Portionen French Toast oder Pancakes und dann…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p><p>vor ein paar Jahren war ich mit meiner Freundin Ali in New York. Jeden Morgen aßen wir abwechselnd Riesen-Portionen French Toast oder Pancakes und dann liefen wir mit schweren Mägen stundenlang durch die Gegend, in Museen, in Bars, in Buchläden, und eines Tages landeten wir im Zoo.</p><p>Dort, zwischen lustigen Flughunden und giftigen Fröschen, entdeckten wir hinter einer Scheibe einen Haufen Fell:</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a1478bc8-dd4d-459b-9872-5fd07b77c7d5/uploads/images/dsenh5wxkb/WhatsApp_Image_2025-02-03_at_12.09.10.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Mangusten im Prospect Parc Zoo</figcaption></figure><p>Neben der Scheibe stand auf einer Infotafel, dass es sich bei dem Haufen um Mangusten handelt. Mangusten leben sehr ungeschützt in offenem Gelände und bei aufziehender Gefahr, rotten sie sich zusammen und bilden Haufen. Auf Englisch “Mob” genannt.</p><p><strong>Ich muss seitdem immer mal wieder an die Mangusten und ihren Mob denken.</strong></p><p>Denn gerade in letzter Zeit gab es viele Momente, in denen ich mich am liebsten ganz un-mangusten-mäßig alleine verrammelt hätte, in der Hoffnung, dass mich die Welt doch bitte mal für ein paar Stunden in Ruhe lässt und keine*r mit mir über die Politik- oder die jeweilige Psycholage reden will. Aber die Welt pfeift selbstverständlich drauf und fegt wie Berliner Wind durch Fensterritzen einfach in jede Verrammelung wieder rein.</p><p>Verrammeln also zwecklos, Mobs müssen gebildet werden. Und wie bildet man Mobs? Meine Mitbewohnerin und ich jedenfalls haben beschlossen, unser Arbeitszimmerfenster mit Isolierband abzudichten und 2025 ansonsten zum Jahr des Leute-zu-uns-einladens zu machen. Zum reden, essen, gemeinsam in die Käseplatte heulen. Vielleicht ein bisschen Biedermeier, aber halt politisch.</p><p><strong>Gute Gastgeberin zu sein ist dabei ja schon eine kleine Kunst.</strong> Und damit meine ich nicht die geschmeidige Umsetzung von anlassgebundenen Deko-Tipps, sondern eher eine Haltung, die dabei zum Ausdruck kommt.</p><p>Eine der wundervollsten Gastgeberinnen, die ich kenne, ist meine Freundin Katja (Lewina). Ein Grund dafür ist, dass Katja Genuss-Virtuosin ist. Denn nur wer selbst die Klaviatur des <em>la</em> <em>dolce vita</em> beherrscht, kann auch andere Menschen damit beglücken. Hinzukommt das Katja - und das ist alles andere als banal oder selbstverständlich - Essen und Trinken mit einer solch ehrlichen Begeisterung liebt, dass man als ihre Gästin fast im Blindflug eine gute Zeit hat.</p><p><strong>Aber was noch?</strong></p><p>Ich habe Katja gefragt, was für sie der Kern des Gastgeberin Seins ist:</p><blockquote><p>Ich liebe es, wenn Leute bei mir eine gute Zeit haben. Da kommt es nicht auf den Wein an oder das Essen, sondern darauf, emotional da zu sein und zu schauen „Wer braucht was?“. Wenn alles gut läuft, entsteht so für einen Abend eine richtige Gemeinschaft, und man geht aufgetankt nach Hause. Oder in die Küche zum Abwasch!</p></blockquote><p><strong>Und was wünschst Du Dir von einer Gästin?</strong></p><p>“Ein Gespür für die Gruppe, Lust, sich zu unterhalten, sich einzubringen. Das kann man übrigens auch mal mit nem Heulkrampf! Selbst die Erörterung eines Liebeskummers kann den perfekten Abend machen, also bitte keinen Smalltalk.”</p><blockquote><p>“Wenn ihr kommt, dann richtig deep.”</p></blockquote><hr/><p>Ich bin Ü40, aber</p><p>Und daher machen wir direkt mit Katja weiter: in diesem Abschnitt stelle ich immer eine tolle Ü40-Frau vor und das ist heute Autorin <strong>Katja Lewina</strong> (40)</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a1478bc8-dd4d-459b-9872-5fd07b77c7d5/uploads/images/di6ywrap64/Bildschirmfoto_2025-02-03_um_12.20.39.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Foto: Julija Goyd</figcaption></figure><p><a href="https://www.instagram.com/katja_lewina/">Katja</a> ist Vielschreiberin, derzeit schreibt sie an ihrem fünften Buch, sie hat bereits die SPIEGEL-Bestseller “<a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=1814584&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1056570975">Sie hat Bock</a>”(2020), “<a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=1814584&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1063486294">Bock. Männer und Sex</a>” (2021) und “<a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=1814584&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1068284800">EX</a>” (2022) geschrieben und im letzten Jahr erschien “<a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=1814584&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1071309129">Was ist schon für immer</a>” - ein ganz zartes, ganz starkes Buch über’s Leben und das Sterben. Damit ist Katja auch noch auf Lesetour, z.B. am 20. März in Nürnberg, am 21. März in Bönen, am 22. März in Gelsenkirchen und am 8. Juli in Marburg. Alle Termine und Tickets <a href="https://katjalewina.de/">hier.</a></p><p><strong>Also, Katja, sag mal…</strong></p><p><strong>Ich bin Ü40, aber…</strong></p><p>Nix mit Aber! Ich find’s einfach nur toll. Wie geil ist das denn bitte, es so weit geschafft zu haben?</p><p><strong>Was machen die 40er besser als die 30er?</strong></p><p>Bisher war für mich ja jedes Lebensjahrzehnt besser als das davor, und dieses hat gerade erst angefangen … Aber irgendetwas wird es schon damit auf sich haben, wenn alle Frauen, die älter sind als ich, behaupten, die Vierziger seien das absolut beste Alter jemals.</p><p><strong>Was möchtest Du in den 40ern lernen?</strong></p><p>Noch mehr auf mein eigenes Gefühl zu hören. Da liegen oft so viele Stimmen drüber, dass es mir schwer fällt, es überhaupt mal wahrzunehmen. Aber jedes Mal, wenn ich das schaffe, bin ich erstaunt, wie sich dann plötzlich alles fügt.</p><p><strong>Was ist für dich die ultimative Gönnung?</strong></p><p>Zeit mit Menschen, die ich liebe, ist der größte Luxus, den ich mir vorstellen kann. Alles andere ist Schnickschnack.</p><p><strong>Wann warst du das letzte Mal wütend?</strong></p><p>Als ich letzten Mittwoch im Hotelzimmer die Glotze anschaltete – und direkt in Beatrix von Storchs Gesicht bei Markus Lanz blickte.</p><p><strong>Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?</strong></p><p>Tagebuch schreiben und baden, beides bringt herrlich runter. Eigentlich auch Meditation, aber für die bin ich leider oft zu unruhig.</p><p><strong>Wie sieht der perfekte freie Tag aus?</strong></p><p>Ehrlich? Mit Arbeit. Nichts befriedigt mich mehr, als das Gefühl, was Gutes geschrieben zu haben. Wenn ich könnte, würde ich das sogar am Wochenende machen, aber das würden mir meine Liebsten, fürchte ich, übel nehmen …</p><p><strong>Was ist eine gute Freundschaft für dich?</strong></p><p>Die überdauert einfach alles. Durststrecken, unterschiedliche Meinungen, Partnerschaften …Man kann auf einander zählen, egal, was kommt.</p><p><strong>Auf was bist Du stolz?</strong></p><p>Auf meine Kinder.</p><p>Darauf, dass ich noch halbwegs bei Trost bin, obwohl eins starb.</p><p>Auf meine bald fünf Bücher, darauf, dass ich das mit dem Schreiben dann doch noch durchgezogen hab.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Ihr Lieben, das war’s für heute.</p><p>Am 17. Februar kommt die nächste Ausgabe.</p><p>Habt’s so-gut-es-geht &lt;3</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an newsletter@fixundvierzig.de oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram</a> gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 44 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website</a> und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram</a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><h6></h6><p><a href="https://steady.page/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p><em>Disclaimer: Ein Link in diesem Newsletter ist ein affiliate link, d.h. wenn ihr etwas über die Verlinkung kauft, erhalte ich ein bisschen Kaffeegeld. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Grundsätzlich sind alle Empfehlungen völlig unbezahlt und auf meinem eigenen Mist gewachsen.</em></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 03 Feb 2025 15:36:26 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[#2 Gute Maßnahmen und Mia Gatow]]></title>
      <description><![CDATA[Eine Freundin wollte von mir wissen, welche Maßnahmen ich gegen die Kälte ergreife. Mia Gatow ist frische 40.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p><p>meine Freundin C. schrieb mir neulich: “Hoffe, dir geht’s gut und du ergreifst Maßnahmen gegen die Kälte?“ - gute Frage! Wie sieht es bei Euch aus?</p><p>Denn gegen “Kälte” braucht’s ja schon die ein oder andere Gegenmaßnahme. Kälte ist ja nicht nur Glatteis und rissige Lippen. Kälte ist auch der zähe Laune-Bär, der sich auf’s Gemüt setzt, alles in Grau tunkt und Erinnerungen an sowas wie Leichtigkeit achselzuckend auslöscht. Da ist auch egal, wieviel Welt-Umdrehungen man schon mitgemacht hat.</p><p><strong>Kälte wird nicht älter.</strong></p><p>Das mag an manchen Orten weniger schwer auszuhalten sein, in Städten, in Berlin vorweg, ist es extra hart. Sharon Berkal schrieb <a href="https://www.instagram.com/p/DCtSE1rC3Tp/">auf Insta</a>:</p><blockquote><p>Ich mag diese Trostlosigkeit und Melancholie des Berliner Winters. Empfinde die Stadt als Film noir, als den Teil eines Films, wo der Protagonist seine Gedanken sortiert. Um dann als neuer Mensch zurückzukehren.</p></blockquote><p>Respekt, hab ich gedacht. Wie erwachsen. Dem Winter gegenüber einfach eine andere Haltung einnehmen und schon wird aus Mordor sowas wie <em>poésie</em>.</p><p>Aber auch eine Haltung braucht Stützstreben. Besonders dann, wenn wir es mit der erwachsensten aller Jahreszeiten zu tun haben. In den Winter kann man, anders als in Frühling und Sommer, nicht einfach reinstolpern. Der Winter braucht neben Haltung auch mehr Planung. Gute Maßnahmen eben.</p><p><strong>Was sind das für welche?</strong> Die üblichen Maßnahmen kennt ihr eh: <a href="https://www.zdf.de/nachrichten/ratgeber/gesundheit/winterdepressionen-winterblues-licht-100.html">Licht</a> und Wärme. <a href="https://www.uniambulanz-witten.de/was-hilft-gegen-den-winterblues/">Bewegung</a>, <a href="https://www.nytimes.com/2022/01/27/at-home/newsletter.html">Ernährung</a>, Berührung. Aber nun habe ich <a href="https://www.self.com/story/benefits-doing-nothing-with-loved-ones">von etwas gelesen</a>, was ich euch gerne noch als flankierende Maßnahme ans Herz legen möchte: die verlorene Kunst der “<strong>unstructured hangs with friends</strong>”.</p><p>Ich mag die englische Formulierung, aber ich versuch’s mal auf Deutsch. Damit ist im Prinzip nichts anderes gemeint als <strong>niedrigschwelliges Rumhängen mit Freund*innen</strong>. Son bisschen wie früher. Mittlerweile sind unsere Treffen mit Freund*innen ja oft gestaltet wie Freizeit-Tetris und fast immer an irgendeine Aktivität geknüpft. Konzert, Ausstellung, Sport, Restaurantbesuch. Das ist schön, aber auch schade, denn warum nicht mal gemeinsam “nichts tun”?! “Rumhängen” oder einfach nichts tun, schieben wir meist ins ganz Private, ins Allein Sein. Da, wo “nichts tun” als <em>self-care</em> sanktioniert ist und man keine Rechenschaft ablegen muss. Nur wenn wir allein sind, dürfen wir “nichts tun”. Da muss ich an einen Witz aus meinem Soziologie-Studium denken. Ganz grob der Hintergrund: Den Puritaner*innen im 19. Jahrhundert fehlten Zeichen göttlicher Gnade. Um sicherzugehen, dass Gott sie erwählte, mussten sie nach Zeichen seiner Gnade suchen - dazu gehörte auch wirtschaftlicher Erfolg. Wer viel arbeitete hatte also eine größere Chance auf Gnade. Max Weber sah in dieser Einstellung den Geist des Kapitalismus entstehen. Und jetzt kommt der Witz: “Jesus is watching, look busy.”</p><p>Will sagen, wir sind - aus vielen, auch anderen Gründen - nicht sonderlich gut im Rumhängen in Gesellschaft.</p><p>Dabei könnte uns das eben mal richtig gut tun. Stichwort Kälte-Maßnahme. Und damit ist auch nicht GAR nichts tun gemeint, sondern eben “Unstructured hangs with friends”. Bei irgendwem vorbeigehen, rumlümmeln, Reste essen, durchzappen. Gassi gehen, labern, keine Smartphones. Gemeinsam durch Zeit gleiten, ohne Zweck. Weil gemeinsames Nichts Tun uns nämlich auch helfen kann, uns authentischer zu geben, sagt Psychologin <a href="https://www.self.com/story/benefits-doing-nothing-with-loved-ones">Alexandra Stratyner</a>: “Weil es weniger Druck gibt, zu performen oder gewisse Erwartungen zu erfüllen”.</p><p>Im Nichts Tun zu sich selber finden, vielleicht auch eine Form der Gnade.</p><hr/><p>Ich bin Ü40, aber</p><p>In diesem Abschnitt stelle ich in jeder Ausgabe eine tolle Ü40-Frau vor. Heute mit dabei: Autorin (<a href="https://tidd.ly/3DTKti2">“Rausch und Klarheit”</a>), Podcasterin (<a href="https://open.spotify.com/show/3x79tnRymX4yWCaps197HK?si=2e7b244cb2a44dd5&amp;nd=1&amp;dlsi=c2431768948a4608">SodaKlub</a>) und <a href="https://steadyhq.com/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter</a>-Schreiberin <strong>Mia Gatow (40).</strong></p><p>Mia gehört zu den Leuten, bei denen ich gar nicht mehr weiß, wie genau ich auf sie aufmerksam wurde, es war irgendwie auf Instagram (<a href="https://www.instagram.com/mia_gatow/">hier</a> ihr Profil), ich fand sie sofort toll und lese seitdem mit großer Freude ihren Newsletter “<a href="https://steadyhq.com/de/mia-gatow/posts">Romanzen und Finanzen</a>” - sie ist dabei auch mein persönliches Anti-People-Pleasing-Vorbild geworden:</p><blockquote><p>“Es wird immer irgendwer angepisst sein. Gewöhn dich dran.”</p></blockquote><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c58a6b24-0a52-4944-8d0c-52c08a2a25f9/uploads/images/qrov2wkokl/20240600_MIA_GATOW_Phillip-Zwanzig.jpg.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Mia Gatow"/><figcaption>Foto: Philipp Zwanzig</figcaption></figure><p><strong>Also, Mia Gatow, sag mal…</strong></p><p><strong>Ich bin Ü40, aber…<br/></strong>was aber?<br/><br/><strong>Was machen die 40er besser als die 30er?<br/></strong>Ich kann es noch nicht genau sagen, weil ich erst zwei Monate in bin, aber ich vermute, es ist das Geld. (Und natürlich, dass man nicht mehr auf diesen immergleichen Lederjacken Typen reinfällt.)<br/><br/><strong>Was möchtest Du in den 40ern lernen?<br/></strong>Sticken. Einen Lockenstab benutzen. Ferien machen. Womanspreading. Ohne Gefühls Drama eine Steuererklärung machen. Ohne Ausrasten am Straßenverkehr teilnehmen. Überflüssige Männer ignorieren.<br/><br/><strong>Was ist für dich die ultimative Gönnung?<br/></strong>Morgens im Bett Kaffee trinken und schreiben und mit niemandem reden.<br/><br/><strong>Wann warst du das letzte Mal wütend?<br/></strong>Immer, wenn Friedrich Merz Armutsbashing macht.<br/><br/><strong>Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?<br/></strong>Schlafen.<br/><br/><strong>Wie sieht der perfekte freie Tag aus?<br/></strong>Kaffee im Bett, ausgedehntes Brunchen, dabei Gala und ZEIT und das Horoskop der VOGUE lesen, dann ein Spaziergang und dazu ein gutes Gespräch, abends Dinner mit allen Freund:innen und jede erzählt, was gerade in ihrem Leben so los ist. Kerzenschein. Sex.<br/><br/><strong>Was ist eine gute Freundschaft für dich?<br/></strong>Eine, bei der man zusammen zuhause auf dem Teppich liegen und seelenruhig nichts machen kann, wie früher nach der Schule.<br/><br/><strong>Auf was bist Du stolz? <br/></strong>Einen Bestseller geschrieben. Podcast ist im fünften Jahr. Die tollsten, interessantesten, schönsten, klügsten Freundinnen der Welt. Die Exfreunde sagen nur Gutes.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Ihr Lieben, das war’s von mir für heute. Also fast, eine Maßnahme (und ein Geständnis) habe ich noch: <strong>Ich bin Ü40, aber…</strong>ich habe meine Mutter gebeten, mir eine Kapuzenmütze zu stricken. In knallblau. Falls ihr selber stricken könnt, meine Freundin A. empfiehlt <a href="https://www.petiteknit.com/de/products/november-balaclava">diese</a> hier und <a href="https://www.petiteknit.com/de/collections/sophie/products/sophie-hood">diese</a>.</p><p>Am 3. Februar kommt die nächste Ausgabe.</p><p>Habt’s schön. Und warm.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an newsletter@fixundvierzig.de oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram</a> gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 44 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website</a> und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram</a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><h6></h6><p><a href="https://steady.page/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><h6></h6><h6></h6><h6></h6><p><em>Disclaimer: Ein Link in diesem Newsletter ist ein affiliate link, d.h. wenn ihr etwas über die Verlinkung kauft, erhalte ich ein bisschen Kaffeegeld. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Grundsätzlich sind alle Empfehlungen völlig unbezahlt und auf meinem eigenen Mist gewachsen.</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 20 Jan 2025 11:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[#1 Wilde Vorsätze und Katja Berlin]]></title>
      <description><![CDATA[In der ersten Ausgabe geht's um das viel-zu-frühe-Silvester, wilde Vorsätze und Katja Berlin.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben, wie geht’s Euch?</p><p>Ich muss gestehen, ich fühl mich grad ziemlich durchgewalkt, wie kräftig mit einem Nudelholz ausgerollt.</p><p>Weihnachten war schön, aber traurig. Wie ihr vielleicht (noch) wisst, ist mein Vater im Altersheim und in seinem Zustand ist jeder Besuch auch immer ein neuer Abschied. Das ist das Leben - aber wenn Dankbarkeit auf Trauer trifft, ist es nunmal anstrengend.</p><p>Daher hatte ich auch vorgesorgt und direkt nach Weihnachten eine Woche Athen eingeplant, zum Seele-Auslüften und nicht-ins-Grübeln kommen. Ehrlicherweise hat das diesmal nur so semi-gut geklappt, denn so erholsam dieses “Rauskommen” ist, manchmal nimmt man einfach zuviel mit. Und so hab ich zwar in der Sonne gestanden und mir die gleißend-schöne Akropolis angeguckt, aber irgendwie fläzte trotzdem son hartnäckiger Trauer-Kobold auf meinem Herzen und wollte nicht so recht weg.</p><p>Aber, wir wissen ja: “The only way is through” und so hab ich alle Museen mitgenommen, allen Feta gegessen, mir das x-te Notizbuch gekauft und angefangen, Ideen für diese erste Ausgabe des Newsletters aufzuschreiben: <strong>Es soll um Vorsätze gehen.</strong></p><p>Das Thema fand ich erst gut, dann ultra-fad, und dann wieder gut. Denn ich hab gemerkt, dass mir “Vorsätze” nur so auf die Nerven gehen, weil sie mich stressen. Und das liegt schlicht und ergreifend daran, dass Silvester viel zu früh ist. Nur eine Woche nach Heilig Abend!?</p><p>Was <em>SOLL</em> das?</p><p>Ich bin Anfang Januar grad erst halbwegs Weihnachts-erholt, da kann ich nicht zum 31.12. schon den Neujahrsgang einschalten. Ich brauche Gemach. Und daher habe ich mir überlegt, dass wir hier bei Fix&amp;Vierzig den Jahresanfang vernünftigerweise also etwas nach vorne schieben, mein Vorschlag: auf übermorgen. Da haben wir alle noch was Zeit und mehr Muße, für ein bisschen Rückschau, Vorschau und vor allem Vorsätze.</p><p>Denn ich mag Vorsätze. Ich mag ritualisierte Anfänge (und Enden) und ich mag’s, der Zukunft zumindest gedanklich einen verheißungsvollen Spin zu versetzen. Bis tief in meine 30er hinein war ich eine sehr ehrgeizige Vorsatz-Schreiberin. Ellenlange Listen habe ich verfasst! In den letzten Jahren sind diese Listen allerdings immer kürzer geworden. Woran’s liegt? Vielleicht weil älter werden einen - zwangsläufig? - näher ans Eingemachte bringt.</p><p>Oder vielleicht, weil die üblichen Vorsätze alle etwas abgegriffen sind. Same same, wenig inspiriert und dabei oft fokussiert auf Dinge, die man reduzieren will - sich selbst, den Kleiderschrank, den Stress, die Arbeit…Gut und schön, aber ich finde, wir sollten mal so langsam die Donatella Versace-Ära der Vorsätze einläuten: “more is more”. Vielleicht braucht es dazu zunächst neue gedankliche Leitplanken. Auf Instagram habe ich einen <a href="https://www.instagram.com/p/DES3DKtS7Vq/?img_index=1">Post von Lena Dunham</a> gesehen, der sich herausragend dafür eignet. Sie ruft nämlich folgende Maxime aus:</p><blockquote><p>10 resolutions for 2025 that have nothing to do with how you look, how others perceive you OR the internet!</p></blockquote><p>Also: Nix mit Abnehmen, nix mit people pleasing, nix mit was-sollen-die-Leute-denken. Und vor dem Hintergrund schlage ich weiter vor, dass wir unsere Vorsätze an nur einer Frage orientieren:</p><p><strong>Was sind deine wildesten, verrücktesten Träume?</strong></p><p>Klingt bisschen <em>naff</em>? Fand ich auch erst. Ich habe die Frage aus dem Newsletter “<a href="https://www.theisolationjournals.com/">The Isolation Journals</a>” von Suleika Jaouad, die Frage ist eigentlich als Schreib-Inspiration gedacht, aber weil ich damit dann so grandios gescheitert bin (alles was ich aufgeschrieben hab, war völlig lahm und gar nicht wild), war mein Ehrgeiz geweckt und nach ein paar Tagen (bzw. Nächten, in denen ich um 3h aufwachte, um Notizen zu machen) hatte ich dann eine ganz ansehnliche, wilde Liste beisammen. Und damit dann auch ein paar Vorhaben und Sehnsüchte für 2025, die so verwegen sind, dass ich mich fast ein bisschen dafür schäme. Also genau richtig, wie ich finde.</p><p><strong>Probiert es doch auch mal aus: </strong>Setzt euch einen Timer auf 3 Minuten und schreibt los. Ohne innere Redakteurin, ohne Hemmungen. Alles darf, alles muss. Vielleicht gilt sogar: je unrealistischer, desto besser. Und wenn es euch schwer fällt, macht es morgen nochmal. Frühmorgens, Mittags, Abends.</p><p><strong>Und dann: Guten Rutsch!</strong></p><hr/><p>Ich bin Ü40, aber</p><p>In diesem Abschnitt stelle ich in jeder Ausgabe eine tolle Ü40-Frau vor. Den Anfang kann natürlich nur eine machen: meine liebste Podcast-Partnerin, ZEIT-Kolumnistin, Chefin der Torten, multiple Bestseller-Autorin, Speakerin, Freundin: <strong>Katja Berlin (44).</strong></p><p>Über Katja könnte ich eine veritable Ode ausrollen, sie ist - ihr wisst es - nicht nur sehr witzig, sondern auch so schlau, spitz und schnell dabei, dass es eine helle Freude ist. Im letzten Jahr kamen zwei Bücher von ihr heraus <a href="https://shop.autorenwelt.de/products/was-rechtspopulisten-fordern-von-katja-berlin?variant=47278843756869">»Was Rechtspopulisten fordern«</a> und »<a href="https://www.m-vg.de/yes/shop/article/25034-wer-mit-dem-mindestlohn-gut-leben-kann/">Wer mit dem Mindestlohn gut leben kann«</a>. Diesen Herbst geht sie auf große “Torten der Wahrheit”-Tour (vierzehn Städte!). <a href="https://katjaberlin.reservix.de/events.">Hier</a> gibt’s Tickets. Und wer nicht bis zum Herbst warten kann, kann sie Ende März auf der <a href="http://lit.cologne/">lit.cologne</a> erleben. (Als ich gerade gecheckt habe, gab es noch genau EIN <a href="https://www.litcologne.de/de/programm/lit-cologne-25/torten-der-wahrheit-katja-berlin-ueber-politische-satire-und-bittere-realitaet">Ticket</a>!)</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cf84412f-33a7-4236-b237-cf012af24f9f/uploads/images/nqjtafdl6q/katja.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Katja (photo: Katja Hentschel)</figcaption></figure><p><strong>Also, Katja Berlin, sag mal…</strong></p><p><strong>Ich bin Ü40, aber…</strong> Ich brauche immer noch zwei Monate mentale Vorbereitungszeit, um meine Steuerunterlagen zusammen zu stellen.</p><p><strong>Was machen die 40er besser als die 30er?</strong></p><p>Mehr Geld und weniger fucks to give.</p><p><strong>Was möchtest du in den 40ern noch lernen?</strong></p><p>Improvisationstheater und Gelassenheit (am besten sofort!!!)</p><p><strong>Was ist für dich die ultimative Gönnung?</strong></p><p>Einen Job ablehnen, auf den ich keine Lust habe.</p><p><strong>Wann warst du das letzte Mal wütend?</strong></p><p>Als ich vom designierten Moderator von ttt gelesen habe.</p><p><strong>Was ist dein liebstes Self-Care-Tool?</strong></p><p>Zur Therapie gehen.</p><p><strong>Wie sieht der perfekte freie Tag aus?</strong></p><p>Ich arbeite fast jeden Tag, insofern ist ein freier Tag für mich schon per se perfekt.</p><p><strong>Was ist eine gute Freundschaft für dich?</strong></p><p>Gute Freundschaften können ganz unterschiedlich aussehen, aber für mich ist mittlerweile wichtig, dass die Energiebilanz am Ende stimmt.</p><p><strong>Auf was bist du stolz?</strong></p><p>Auf meinen beruflichen Erfolg, auf meine Unabhängigkeit und dass ich mein Leben ohne große familiäre Unterstützung auf die Reihe bekommen habe.</p><hr aria-hidden="true"/><p>So, ihr Lieben, das war die erste Ausgabe! Ich hoffe, ich habe mich nicht verlabert und ihr habt bis hierhin gelesen. Ich habe natürlich einiges geplant für diesen Newsletter, aber ehrlich gesagt hab ich’s auch ganz bewusst etwas locker gestrickt. Denn ich möchte vor allem von Euch wissen, auf was <em>ihr</em> Lust habt. Was fandet ihr gut, was fandet ihr doof? Was fehlt euch, wovon hättet ihr gerne mehr?</p><p>Am 20. Januar kommt die nächste Ausgabe.</p><p>Happy New Year &lt;3</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fix&amp;Vierzig</strong> ist ein kostenloser Newsletter. Ich freue mich, wenn ihr ihn gerne lest und weiterempfehlt. Und ich freue mich auch über Feedback und Anregungen - schreibt mir einfach an newsletter@fixundvierzig.de oder lasst einen Kommentar da. Auf <a href="https://www.instagram.com/fixundvierzig.club/">Instagram</a> gibt es noch zusätzlichen Mittelalter-Content und eine nette Community.</p><p><strong>Über mich</strong></p><p>Meine Name ist Gunda, ich bin 44 Jahre alt - freie Journalistin, Podcasterin und Autorin. Infos zu mir und meiner Arbeit findet ihr auf <a href="https://www.gundawindmueller.de/">meiner Website</a> und bei <a href="https://www.instagram.com/gundawindmueller/">Instagram</a>. Dort gibt’s Kaffeefotos, Buchtipps, Gewichte und Blümchen.</p><h6></h6><p><a href="https://steady.page/de/fix-vierzig/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><h6><br/></h6><h6></h6><h6></h6>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 06 Jan 2025 14:27:44 +0000</pubDate>
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