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Neurodivergenz in Beziehungen

## Bonusgedanke am Ende des Newsletters 💛 ##

Hej! 😊

In der letzten Woche habe ich mit Dr. Rosalie Weigand (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) einen Impulsabend aufgenommen, der mir selbst sehr am Herzen liegt. Rosalie ist Verhaltenstherapeutin, arbeitet mit Paaren – und bringt jede Menge Erfahrung aus der Arbeit mit neurodivergenten Menschen mit.

Gemeinsam sprechen wir darüber, was es heißt, in einer Beziehung zu leben, in der mindestens eine Partnerperson nicht neurotypisch ist – also z. B. ADHS hat oder auf dem autistischen Spektrum unterwegs ist.

Was passiert, wenn Routinen auf Flexibilitätsbedürfnisse treffen? Wenn die eine plant und der andere impulsiv ist? Wenn Lautstärke, Nähe, Organisation oder Zärtlichkeit plötzlich ganz unterschiedlich bewertet werden – und unser Gehirn das Verhalten der anderen Person nicht automatisch versteht?

Ich erzähle in dieser Folge auch ganz persönlich – aus meinem Alltag und meiner Erfahrung mit neurodivergenten Paaren. Und Rosalie bringt viele Fallbeispiele und Denkanstöße aus der therapeutischen Praxis mit.

Wir reden über Care-Arbeit, Kommunikationsvertüddelung, Sinnlichkeit, Sex – und darüber, was daran in neurodivergente Beziehungen manchmal besonders herausfordernd sein kann.

Diese Folge ist für dich, wenn du:

  • selbst neurodivergent bist (oder das vermutest),

  • mit einer neurodivergenten Person in Beziehung lebst,

  • oder dich einfach dafür interessierst, wie sich Unterschiedlichkeit im besten Fall zu einem gestärkten Ganzen verbinden lässt.

Mit dabei: konkrete Tipps, ehrliche Aha-Momente, ein bisschen Selbstironie – und viel Verständnis für Unterschiedlichkeit. Oder, wie Rosalie es so schön gesagt hat:

„Es sind zwei unterschiedliche Gehirne. Es gibt nicht DIE Person mit dem Problem.“ 💛

Wie immer gibt’s die Folge für alle Mitglieder auch bequem bei Spotify!

https://open.spotify.com/episode/76bcXDNJESHyo7V1O7X00y (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Botschaften <3

Und falls eine Mitgliedschaft gerade nicht das Richtige für dich ist, möchte ich dir dennoch einen Gedanken mitgeben, der mir in diesem Talk besonders wichtig war:

Wenn wir miteinander umgehen, senden wir uns immer auch eine Beziehungsbotschaft.

Melanie Klefeld (@adhs_training_melakle (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)) hat dazu ein eindrückliches Bild gezeichnet:
Menschen mit ADHS haben – statistisch gesehen – bis zum 12. Lebensjahr rund 20.000 mal mehr negative Rückmeldungen bekommen als neurotypische Kinder.

Kein Wunder also, dass viele neurodivergente Menschen viel schneller kritische Botschaften hören – selbst da, wo keine gemeint ist. 🥺❤️‍🩹
Dazu kommt oft RSD (Rejection Sensitive Dysphoria), also eine überstarke Reaktion auf (wahrgenommene) Zurückweisung.

Das bedeutet: Auch wenn es vielleicht gar nicht so wirkt –
ein schlichtes „Du bist gut, so wie du bist“ kann alles verändern.

Egal, wie viel es noch zu klären, zu verhandeln oder zu kommunizieren gibt.
Wenn du diesen Gedanken mitnimmst in den Alltag mit deinen neurodivergenten Lieben, dann lösen sich vielleicht ein paar Scham- und Rechtfertigungsschleifen einfach still in Luft auf. 💛

Sujet Impulsabende