
Leis Bagdach hat sich bisher vor allem als Dramatiker und Drehbuchautor einen Namen gemacht. In seinem Spielfilmdebüt Im Rosengarten (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) unternimmt er eine winterliche Deutschlandreise, die ihn durch ein unwirtliches, durch Fremdenfeindlichkeit geprägtes Land führt. Erzählt wird die Geschichte des Berliner Rappers Yak (Kostja Ullmann (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)), der auf dem Höhepunkt seines Ruhms ausgebrannt ist und von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Er bekommt einen Telefonanruf, dass sein syrischer Vater (Husam Chadat), den er seit 30 Jahren nicht mehr gesehen hat, in einem Kölner Krankenhaus mit dem Tod ringt. Auf diese Weise erfährt Yak, dass er sich um seine 15-jährige Halbschwester Latifa (Safinaz Sattar) kümmern muss, die aus Syrien fliehen musste und weder Deutsch noch Englisch kann. Der Musiker fühlt sich damit überfordert und versucht, Latifa zu Freunden oder Verwandten abzuschieben. Die äußere Reise ist dabei – wie so oft – auch ein Weg nach innen. Zum Kinostart am 11. Dezember 2025 sprachen wir mit Leis Bagdach über biografische Hintergründe, Heino und filmische Träume.