
Seit mehr als 20 Jahren schreibt Judith Angerbauer Drehbücher. Jetzt hat sie bei Sabbatical (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (Kinostart: 5. Februar 2026) auch erstmals alleine Regie geführt. Der Film dreht sich um Tara (Seyneb Saleh), ihren Partner Robert (Trystan Pütter) und deren sechsjährige Tochter Nia (Zoë Baier). Weil die Beziehung seit längerem kriselt, entschließt sich das Paar, eine Auszeit in Griechenland zu nehmen, wo beide zwar noch arbeiten, aber vor allem ihre kleine Familie retten wollen. Zu der gesellt sich überraschend Roberts jüngerer Bruder Joni (Sebastian Urzendowsky) hinzu. Später reisen auch Roberts Eltern Hans (Bernhard Schütz) und Marlies (Ulrike Willenbacher) an. Dadurch wird Sabbatical zu einer Art Ensemblefilm mit sechs gleichberechtigten Charakteren – und zu einer Familienaufstellung, die durch feine Charakterzeichnungen und das Herausarbeiten der vielfältigen Beziehungen zwischen allen Beteiligten besticht. Auf dem Filmfest München (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), wo der Film Premiere feierte, sprachen wir mit Judith Angerbauer über die Last der deutschen Vergangenheit, über Frauen- und Mutterrollen und über den Wunsch, sich davon freizumachen.