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Stürmische Zeiten

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Kampagnen und Aktionen,

Pharmakritik muss unabhängig und unbequem sein, daran kann auch der stärkste Gegenwind nicht rütteln. Jetzt befindet sich die Pharma-Kampagne allerdings in schwerer See. Wir setzen auf Eure Solidarität, um durch ungemütliche Monate zu kommen.

Große Meereswellen unter grauem Himmel. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Spendenaufruf. © Jörg Schaaber

In den über vier Dekaden ihres Bestehens hat die BUKO Pharma-Kampagne Höhen und Tiefen erlebt - das bringt zivilgesellschaftliche Arbeit mit sich. Was in den letzten Jahren jedoch verstärkt zutage tritt, sind finanzielle Unabwägbarkeiten. Kofinanzierung aus geeigneten Quellen zu bekommen, wird immer schwieriger und Zu-/Absagen werden immer kurzfristiger. Zugleich gehen laufende Kosten für Aktivitäten nach oben. So kann bereits ein geplatzter Antrag ein echtes Problem darstellen, gesellt sich dann auch noch das plötzliche Ende einer langjährigen Projektkooperation hinzu, wird die See wirklich rau.

Liebe Mitstreitende, wir brauchen also Eure finanzielle Unterstützung (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Die nachhaltigste Unterstützung ist eine Fördermitgliedschaft (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)- sie gibt uns Rückenwind.
Herzlichen Dank.

Natürlich berichten wir heute auch von den zuletzt durchgeführten Maßnahmen unserer Bildungsprojekte:

Theater

Nicht übertragbare Krankheiten

Rotkäppchen und das tapfere Schneiderlein auf dem Weg zur Pharmakönigin (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Rotkäppchen benötigt Medikamente für die kranke Großmutter © Susan Weise

Unser Straßentheater “Schluck & weg” war vom 15. bis zum 26. September in Deutschland unterwegs und schaffte in diesem Jahr Aufmerksamkeit für nicht übertragbare Krankheiten (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Wer noch einmal in die Welt des Rotkäppchens eintauchen möchte, ist herzlich eingeladen, einen Blick in den Theater-Blog zu werfen: Theater-Blog 2025 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Konferenz

Kleine Pillen, große Wirkung: Arzneimittel als Umweltproblem

Arzneimittel sind wichtig, doch haben sie auch ihre Schattenseiten. Von der Entwicklung, Produktion, Verabreichung bis hin zur Ausscheidung können Medikamente negative Auswirkungen für Mensch und Umwelt haben. Im Rahmen unserer Projektabschlusskonferenz tagten und diskutierten wir Anfang Oktober in Bielefeld.

Eine digitale, motivierende Grußbotschaft von der Bundestagsabgeordneten Dr. Franziska Kersten (SPD) eröffnete am 9. Oktober unsere Konferenz. Die Tierärztin betonte dabei besonders den Arbeitsbereich antimikrobielle Resistenzen. Durch die folgende Videobotschaft von Dr. Gopal Dabade (Drug Action Forum – Karnataka) aus Indien wurde zusätzlich deutlich: Arzneimittelrückstände in der Umwelt sind ein globales Problem. Trotz nationaler Regularien zur besseren Entsorgung, verklappen Firmen ihre Abfälle und Abwässer weiterhin oft auf direktem Wege in die umliegende Umwelt. Einflussreiche Beziehungen in die Politik machen es möglich.

Die drei Referenten der Konferenz: Rodrigo Vidaurre vom Ecologic Institut, Robin Gundert von der Universität Freiburg und Dr. Gerd Maack vom Umweltbundesamt.

Dass Medikamente jedoch nicht nur im Menschen, sondern auch in der Umwelt umfangreich wirken, untermalten daraufhin unsere Mitwirkenden vor Ort in Impulsvorträgen: Rückblick Konferenz (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Frühstückszeit

Vom Rand ins Rampenlicht: Vernachlässigte Tropenkrankheiten im Fokus dt. Politik

Wir blickten im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks mit Expert*innen auf die neuen Dynamiken hinter weniger bekannten Infektionskrankheiten wie der Leishmaniose, die zunehmend auch Mensch und Tier im Globalen Norden gefährdet. Zudem beleuchten wir, wie Initiativen von Ländern im Globalen Süden mit internationaler Unterstützung wichtige Fortschritte gegen NTDs (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) erzielen können, etwa bei der regionalen Produktion von Antivenomen gegen Schlangenbissvergiftungen.

Herzlichen Dank für Eure heutige Aufmerksamkeit!
Viele Grüße
Corinna Krämer