Passer au contenu principal

Projekt Hörbuch: neue Überraschungen

Ausschnitt aus dem Hörbuch-Cover von "Kein Grab so tief" mit der Aufschrift "Mein Hörbuch-Experiment"

Auch in der vergangenen Woche habe ich einiges über die Hörbuch-Produktion mit ElevenLabs (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) dazugelernt

Ich habe gelernt, dass die KI kapriziös sein kann, sprich: nicht konsistent arbeitet. Ich hatte ja berichtet (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), dass ich manche Wörter umschreiben muss, damit sie richtig ausgesprochen oder betont werden.

Das gilt auch für SUV. Zuerst klappte es mit es ju vi. Aber dann plötzlich nicht mehr. Durch weiteres Herumprobieren habe ich herausgefunden, dass es you WIE recht gut funktionierte. Eine Zeit lang. Inzwischen schreibe ich es ju wi, um die gewünschte Aussprache zu erreichen.

Warum sich das bei SUV immer mal ändert, während eLEEna stabil (Toitoitoi!) die spanische Aussprache von Elena erzeugt? Keine Ahnung. Sagt ihr’s mir.

Nachdem ich bereits einige Kapitel vertont hatte, ist es mir zum ersten Mal passiert, dass die KI die Arbeit verweigerte. Mit dem Hinweis:

The content of this block violates our content policy, please try again with a different voice or text.

Ein Absatz aus dem Text  von "Kein Grab zu tief" sowie die Reaktion der KI: The content of this block violates our content policy, please try again with a different voice or text.

Durch Herumprobieren fand ich heraus, dass es dieser Satz war, der die KI störte:

Und so leicht umzubringen bin ich auch nicht.

Danach passierte mir etwas Ähniches noch mehrmals.

Anscheinend mag die KI von ElevenLabs Wörter wie umbringen und prostituieren nicht.

Was sie anstandslos durchwinkt:

als Prostituierte arbeiten.

Um die Ecke bringen. Wie in

Und so leicht um die Ecke zu bringen bin ich auch nicht.

Ich verstehe, was der Hintergrund für die Weigerung, etwas zu vertonen, ist. Und finde es ja irgendwie ehrenwert.

Doch letztlich sind solche Filter stumpfe Schwerter. Weil sie vieles erwischen, was nicht bedenklich ist. Und andererseits vieles nicht treffen, was mehr oder weniger dasselbe ausdrückt.

Was die KI übrigens auch nicht sprechen wollte, war dieser kurze Absatz:

Er sank auf sein rechtes Knie. Und so, halb kniend, halb hockend, senkte er schweigend die Augen und bekreuzigte sich.

Warum? Keine Ahnung. Ich habe die Person, um die es dabei ging, dann nach einigem Herumprobieren stehend verharren und sich so bekreuzigen lassen ¯\_(ツ)_/¯

Da es sich bei meinem Buch um einen Thriller handelt, in dem zwangsläufig einige Personen zu Schaden oder sogar zu Tode kommen, werde ich wohl noch einige Male andere Formulierungen finden müssen. Seufz.

Kurz: Diese Arbeitsverweigerung der KI erweist sich inzwischen als der Hauptgrund, weshalb das Audiobook ein ganz klein wenig von der ursprünglichen Version abweichen wird.

Eine weitere, jedoch erfreuliche Erfahrung: Es macht sich wahrscheinlich bezahlt, dass ich alle spanischen Wörter und Namen mit den korrekten Akzenten versehen habe. Was seinerzeit ein ziemlicher Aufwand war.

Aber mir sind solche Details, die für Authentizität sorgen, wichtig, weil sie es hoffentlich ermöglichen, beim Lesen stärker in die Geschichte einzutauchen.

Was u. a. erklärt, warum ich für meine Bücher immer so lange brauche :-D

Jedenfalls liegt es möglicherweise an diesen Akzenten, dass die KI dafür sorgt, dass die Stimme Namen, Wörter und kurze Sätze spanisch ausspricht, ohne dass ich sie extra durch das entsprechende Tag, [spanisch], dazu auffordere.

Unterm Strich:

Mit meinen beiden Projekten -- dem Schreiben von Sunset sehen und sterben (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (Band 2 der Lita-Vargas-Reihe) und dem Produzieren des Hörbuchs von Kein Grab so tief (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)(Band 1) -- bin ich momentan ziemlich ausgelastet.

Und das ist gut so.

Ich habe nämlich bemerkt:

Das beste Gegengift gegen Doomscrollen und schlechte Nachrichten in den Medien?
Arbeiten, etwas erschaffen.

Wenn ich neue Kapitel geschrieben habe, die vorher nicht existierten, oder neue Kapitel meines ersten Hörbuchs produziert habe, die gar nicht so schlecht klingen, fühle ich mich richtig gut :-)

PS: Oder wie Patti Smith heute (am 21.3.26) schrieb (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre):

This is

determined to work

drink coffee write

despite the horror

the tears the bullshit

and the world on fire.

Ihre Worte „We have to do our work.“ sind so etwas wie mein Mantra. Nachzuhören hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), etwa bei Minute 8:00.

Sujet Hörbuch

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de Ingrid Glomp schreibt et lancez la conversation.
Adhérer