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Nichts geht je verloren

30.000 Fotos verstopfen den Speicher unserer Autorin. Da hilft nur eins: Löschen in ganz großem Stil. Klingt so einfach…

Erst waren es zwei, drei, dann zehn, zwanzig, fünfzig, am Ende löschte ich 13.500 Fotos und 3.300 Videos aus meinem Handy. Das war so nicht geplant, eigentlich wollte ich nur schnell eine Story drehen und hochladen, suchte nach einem hübschen Winkel, was ich fand, war ein Handyspeicher, der unter akuter Verstopfung litt. Von Jetzt auf Gleich ging nichts mehr. Weder konnte ich Nachrichten auf WhatsApp öffnen, noch Tans für Bankgeschäfte abrufen, ich konnte keine Fotos hochladen, keine Sprachnachrichten abhören, geschweige denn mein Video für Instagram drehen. Ich schwitzte, fluchte, trennte mich von klitzekleinen Datenmengen, hier ein Foto, dort ein Video, aber nichts tat sich, meine Schaltzentrale streikte.

Vielleicht ein paar Apps entfernen, von denen ich die meisten sowieso nicht nutze? „Keynote“ vielleicht? Oder „Clips“? Und wofür brauche ich einen „Speaker Controller“? Aber dann traute ich mich doch nicht, die Apps mir nichts, dir nichts zu löschen. Was, wenn ich ohne mein digitales Cockpit nicht überlebensfähig bin auf diesem Planeten? Wenn ich in die Steinzeit abrutsche und mein ganzes Leben zusammenbricht? Waren die Dinge eigentlich schon immer so kompliziert? Und wieso sind wir eigentlich so dermaßen abhängig von einem kleinen rechteckigen Apparat?

Ich erinnerte mich an Natascha, der ich vor ein paar Jahren mal auf einer Geburtstagsfeier am Hamburger Isebekkanal gegenübersaß. Daran, wie entgeistert ich sie angestarrt hatte, als sie

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