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Von hier bis da drüben

Liebe Newsletter-Freunde, am Donnerstag durfte ich die ver.di-Preisverleihung (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) in der Pablo-Neruda-Bibliothek in der Frankfurter Allee moderieren. Das ausgezeichnete Buch »Ela« von Alexandra Lüthen/ @alexandraluethen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) über zwei Jugendliche mit Downsyndrom, die sich in einer Autowerkstatt ineinander verlieben, hat mir so gut gefallen, es muss hier gleich als erstes auftauchen, denn wir müssen unbedingt über Bücher in Einfacher Sprache sprechen. Die sollen nämlich für alle alle sein und sind ein wichtiges Mittel in der Leseförderung, nicht nur für Kinder mit Leseschwächen, sondern überhaupt für Kinder, die so ein dickes, schweres Buch oft überfordert. Außerdem eignen sie sich für Menschen mit einer geistigen Behinderung, an Demenz erkrankte, für Menschen mit Migrationshintergrund. Nur im Weltall sollte man alleine oder zu dritt sein. Alexandra Lüthen sagt:

»Es ist zutiefst demokratisch, Menschen auf diese Art den Zugang zu Wissen und Kultur zu ermöglichen. Sprache ist ein ganz wesentlicher Weg, um in einer Gesellschaft anzukommen, in einer Gesellschaft zu leben und Teil einer Gesellschaft zu bleiben.«

(Foto: Christian von Polentz)

Anmerkung der Redaktion: »Ela« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Alexandra Lüthen, erschienen bei Kunstanstifter für 25 Euro.

»Allen eine Chance! - Warum wir leichte Sprache brauchen« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Alexandra Lüthen, erschienen bei Duden für 8 Euro.

Es gibt eigens einen Verlag für Einfache Sprache, der Spaß am Lesen Verlag. Zum Stöbern hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).

Der ver.di-Literaturpreis Berlin Brandenburg wird jährlich in einer anderen Kategorie vergeben und ist mit 3000 Euro dotiert. Die baldige Ausschreibung für die Kategorie Prosa ist im Januar. Auch im nächsten Jahr werde ich den Preis begleiten. Danke an meinen alten Buchhändler-Kollegen, den Jury-Vorsitzenden Benjamin Roscher aus der Landesleitung für die Initiative.

Das bringt mich gleich zum THEO Schreibwettbewerb des Börsenvereins Berlin-Brandenburg. Den unterstütze ich nämlich auch und sitze nächstes Jahr für Jacoby & Stuart in der Jury.

»Junge Schreibende bis 20 Jahre sind eingeladen, Prosatexte und Gedichte unter jährlich wechselnden Motti einzureichen. Und das seit 2019 genau in der Sprache, in der sie sich am wohlsten fühlen.«

Wenn ihr Kinder und Jugendliche kennt, die gerne schreiben, dann sagt ihnen doch Bescheid. Bis Mitte Januar können noch Texte zum Thema »Fundstücke« eingereicht werden. Die Gewinnertexte werden zu einem Buch gebunden. Zur Ausschreibung bitte hier entlang (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).

Zum Jahresende werde ich meine liebsten Bücher vorstellen. Um die Bücherliste 2025 zu vervollständigen, weil ihr diese Listen so toll findet (der erste Teil meines Lesejahres befindet sich in diesem Newsletter (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)) sind hier die Bücher ab Juni:

»Abbitte« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Ian McEwan

»Kindeswohl« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)von Ian McEwan

»Über den Hass hinweg - Briefe zwischen Tel Aviv und Teheran« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)von Katharina Höftmann Ciobotaru und Sohrab Shahname

»Saturday« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) Ian McEwan

»Max, Mischa und die Tet-Offensive« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Johan Harstad

»Offene See« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Benjamin Myers

»Ministerium der Zeit« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Kaliane Bradley

»Lichtungen« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Iris Wolff

»Mythos Nationalgericht - Die erfundenen Traditionen der italienischen Küche« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) Alberto Grandi

»Geliebtes Kabul« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Untold Narratives

»Brennen« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Daniel Donskoy (Moderation)

»Lauter Hass - Antisemitismus als popkulturelles Ereignis« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Maria Kanitz und Lukas Geck

»Die Unschärfe der Welt« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Iris Wolff

»Drei Tage im Schnee« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Ina Bhatter (Moderation)

»Die nicht sterben« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Dana Grigorcea

»Emma und Amir« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Bianca Schaalburg (Moderation)

»Ela« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Alexandra Lüthen (Moderation)

Aktuell lese ich: »Schwebende Lasten« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Annett Gröschner und »In der Nähe - Vom politischen Wert einer Ostdeutschen Sehnsucht« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von Simon Strauss

Mit der Kinderbuchliste bin ich noch gar nicht weit, aber werde sie schleunigst nachreichen. Da ich alle penibel genau in meinen schwarzen Notizheft festhalte, freue ich mich schon auf das Gefühl, dieses Jahr abgeschlossen zu haben. Beim Blättern stieß ich auf folgende Notizen:

08.07. Noch 20 Tage bis Sizilien

09.09. Wechsel vom kleinen zum großen Ball. Die Sonne hat genauso lange Arme gemacht wie wir. Unser erstes Spiel. Wahnsinns Fortschritte beim Dribbeln, was bin ich stolz auf meinen kleinen Basketballer.

22.09. Der Sohn sagt, er mag keine Verliebten. Ich sage, die erkennt man doch gar nicht. Doch, antwortet er, Verliebte sind rot im Gesicht und starren den anderen die ganze Zeit an.

Ich wünsche allen, die feiern, einen schönen ersten Advent. Und allen, die es in der Weihnachtszeit schwer haben, viel Kraft. Auch solche Tage gehen vorbei.

Eure Judith Poznan

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