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Podcast - Gefühle analysieren? Immer diese Sache mit den negativen Gefühlen

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Du interessierst Dich für Dich selbst und Deine Beziehungen. Deshalb liest Du diesen Artikel bei »Aufklärung tut Not« oder hörst diese Podcast-Folge. Hältst Du bestimmte Gefühle für negativ? Wenn ja, ist das nicht gut.

Hallo, bei Aufklärung tut Not,

in Beziehungen werden wir mit Gefühlen konfrontiert, ob wir wollen oder nicht. Nun bin ich auf einen Artikel inklusive Podcast gestoßen, in dem von der Analyse unserer Gefühle und von negativen Gefühlen die Rede ist.

Das ist für mich Anlass, diesen Artikel beziehungsweise diese Podcast-Folge zu veröffentlichen.

https://www.zeit.de/gesundheit/2025-08/emotionsregulation-negative-gefuehle-beziehungen-sexpodcast (Öffnet in neuem Fenster)

Gefühle bedürfen nicht der Analyse

Es ist schon reichlich tragisch, wenn allen Ernstes davon die Rede ist, man könne Gefühle analysieren.

Analysieren ist gebunden an unsere Logik oder auch an unseren Verstand. Gefühle stellen sich jedoch ohne unser Zutun ein, und, was noch wichtiger ist, ohne unseren Verstand ein, wenn sie zur jeweiligen Situation passen. Unseren Verstand benötigen wir dafür nicht.

Wenn wir allerdings dennoch damit beginnen, über eine Situation nachzudenken, sind wir mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits dabei, die jeweiligen Gefühle zu verdrängen.

Phänomene identifizieren

Hingegen ist es durchaus sinnvoll, sich eines Phänomens bewusst zu werden oder zu sein. Denn es sind Phänomene, meistens erzeugt durch unsere Mitmenschen, die bei uns Gefühle erwecken, mit denen wir umgehen müssen.

Dabei setzen sich Phänomene oft aus Teilphänomenen zusammen, die jeweils für das ein oder andere Gefühl »verantwortlich sind«.

Gefühle sind nicht negativ

Auch in der Podcast-Folge »Alles Negative durchzuarbeiten, macht es meist nur schlimmer« wird wieder von negativen Gefühlen gesprochen.

Ich kann das auf der einen Seite nicht mehr lesen oder hören und andererseits frage ich mich, wie das sein kann?

Warum gibt es immer wieder irgendwelche Veröffentlichungen, die Gefühle bewerten.

Das ist völliger Quatsch und wird nicht richtiger, weil es immer wieder gesagt oder geschrieben wird.

https://youtu.be/kuyLD3F3xiY (Öffnet in neuem Fenster)

Angenehme und unangenehme Gefühle

Wir erleben angenehme Gefühle gern und unangenehme Gefühle ungern. Punkt.
Das sollte uns allerdings nicht dazu verleiten, unangenehme Gefühle zu beseitigen, oder, wie im Podcast »Alles Negative durchzuarbeiten, macht es meist nur schlimmer« gesagt, in angenehme Gefühle umwandeln zu wollen.

Eine Umwandlung eines unangenehmen Gefühls geht nicht. Das ist schlichtweg unmöglich. Diese Idee ist nur eine weitere Technik, unangenehme Gefühle abzuwehren (Öffnet in neuem Fenster).

Wenn ich enttäuscht bin, bin ich enttäuscht. Punkt!

Bin ich traurig, bin ich traurig. Punkt!

Noch einmal: negative Gefühle gibt es nicht.

Nur, wenn wir Gefühle als angenehm und unangenehm begreifen, werden wir nicht mehr versuchen, sie zu beseitigen und damit unser Menschsein verleugnen.

Bis zum nächsten Mal

Freundliche Grüße

Michael Ueberschaer

Kategorie Podcast

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