Die ehemalige Drogenabhängige Cora wird nach dem Verschwinden ihres Sohnes Noah von Schuldgefühlen geplagt. Sie will einen Schlussstrich unter ihr altes Leben ziehen und die Drogenabhängigkeit hinter sich lassen. Da lernt sie Abel kennen, der selbst ein Kind verloren hat. Er erzählt ihr, dass er ein alt-mesopotamisches Ritual kenne, mit dem er seine Tochter von den Toten zurückgeholt haben will. Also hilft er Cora und gemeinsam führen sie das Ritual durch, um auch Noah aus dem Totenreich zu beschwören. Das Ritual geht natürlich schief, weil Cora den Salzkreis unterbricht, und so wird ein Dämon in Abels Körper invoziert. Und ab da ist alles nur noch konfus.
Black Ritual ist wieder so ein typischer zeitgenössischer Horrorfilm. Fast 60 Minuten lang muss man Gejammer über verlorene Kinder, nervende Rückblenden sowie uninspiriertes Psycho- und Selbsthilfegruppengeschwätz über sich ergehen lassen, bis der Horrorfilm überhaupt richtig losgeht. Früher hätte man das in maximal zehn Minuten Bilderschau abgehandelt, heute im Zeitalter der Serien wird alles haarklein erklärt und durchgekaut, so dass ein ermüdend langweiliger Film entsteht. Auch schauspielerisch ist das Ganze eher farblos, in den Hauptrollen agieren Anna Camp, John Ales und Jennifer Lafleur.
Beworben wurde dieses Werk mit dem Slogan "Ein mitreißender Horrorthriller im Stile von Friedhof der Kuscheltiere", was einfach nur lächerlich ist. Mit Friedhof der Kuscheltiere (1989) hat dieser Film aus dem Jahr 2023 überhaupt nichts gemein. Black Ritual ist durchgehend enttäuschend und langweilig, da helfen auch die erdige Bildästhetik und die an sich stimmungsvolle alt-mesopotamische Dämonenmagie nicht darüber hinweg.
https://www.imdb.com/de/title/tt13497984/ (Öffnet in neuem Fenster)