Die junge Emmanuelle arbeitet als Hotelinspektorin für den Konzern, der die Hotels betreibt. In Hongkong ist sie im Palace Hotel tätig, wo die Wirtschaftselite Asiens ein- und ausgeht. Und weil ihre schwere Maloche zwischen Cocktails schlürfen, Hummerschaum fressen und ausgiebig baden so langweilig ist, vertreibt sie sich ihre Zeit mit Sex, für den Gäste und Bedienstete jederzeit zur Verfügung stehen.
Bei diesem französischen Filmdrama aus dem Jahr 2024 führte Audrey Diwan Regie. Die Titelrolle ist mit Noémie Merlant besetzt, in weiteren Rollen sehen wir Will Sharpe, Naomi Watts, Anthony Wong Chau-sang und Jamie Campbell Bower.
Emmanuelle ist ein Remake der einst erfolgreichen Emmanuelle-Erotikreihe. Die Kritiken zu dem Film fielen zu Recht äußerst schlecht aus. Sowas braucht nun wirklich kein Mensch. Einen erotischen Film im Internetzeitalter zu drehen, in dem Pornografie allgegenwärtig ist und die sozialen Medien einen mit sexy Bildern und Videos überschwemmen, ist kein leichtes Unterfangen. Und so scheitert auch dieser Versuch.
Audrey Diwan quält den Zuschauer mit hölzernen und prätentiösen Dialogen, einem langweiligen Plot, aufgesetzt unheilvoller Musik, obwohl nichts Schlimmes passiert, und ungelenken Andeutungen von drögem Fortpflanzungssex und ausgedehnten Körperpflegeszenen.
Wer auf heteronormative Spießerfantasien und Business-Norm-Menschen steht, wird bei diesem Romance-Vanilla-Käse sicher richtig spitz, ich bin bei diesem Film fast eingeschlafen. Mit Erotik hat das alles überhaupt nichts zu tun.
https://www.imdb.com/de/title/tt20247888/ (Öffnet in neuem Fenster)