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Deine Inspiration zum Wochenende

Liebe Leser:innen,

es ist fast so etwas wie ein ehernes Gesetz, in jedem Fall übliche Praxis: Journalist:innen schreiben nicht über Journalist:innen. Zeit, diese Praxis über den Haufen zu werfen, zu schön ist dieser Satz, der mir seit vergangener Woche heiter in den Ohren klingelt:

 „Die EU ist gewissermaßen die Frau unter den Großmächten“.

Geschrieben hat ihn Bernd Ulrich in der ZEIT in einem Artikel (Öffnet in neuem Fenster) über die EU und wie sie sich selbst erstaunt nach jahrelangem Defätismus, ritualisierter Selbstbeschimpfung, Zerfaserung in Grüppchen und Petitessen, öffentlich bestöhnt, zerrieben zwischen EU-Skeptiker:innen und EU-Fans, denen die EU und alles, was in ihrem Namen geschah, verfehlt, oder andersherum, stets viel zu wenig ist; wie sich diese EU also nun erstaunt über sich selbst wundert: Huch, auch das sind wir. Statt mit einer weiteren verzweifelten Schleimspur um US-Präsident Trump herumzutänzeln, mal STOPP zu sagen.

Und was ist daran nun Frauart? Ganz einfach, argumentiert Ulrich: Die EU tickt anders als die zunehmend testosterongesteuerten Supermächte – und wird daher leicht  unterschätzt:  Sie ist nicht hierarchisch und  kompliziert, super vernetzt, „eher ständiges Gespräch als große Geste“, Durchregieren unmöglich, sie hat kein eigenes Militär, keine repräsentative Hauptstadt, „ist vielstimmig, vielsprachig und dabei am Ende eher leise. Darum fällt es der männlich geprägten geopolitischen Community oftmals schwer, die EU zu lesen, Macht zu erkennen … die nicht in den gewohnten Kostümen daherkommt. Und dann wird der Laden seit sechs Jahren auch noch von einer Frau geführt“, die sagt: „Wie isst man einen Elefanten? In ganz dünnen Scheiben.“ 

Klar, die EU hängt trotzdem an vielen Ecken. Aber als Denkfigur inspirierend, oder? 

Schönes Wochenende wünscht euch,

Anja

Aus dem Magazin
(Öffnet in neuem Fenster)

Und plötzlich: Zusammenhalt

Gerade können wir live beobachten, wie in den USA eine Gesellschaft auseinanderfliegt. Erst verhärten sich die Fronten, die Polarisierung wächst, verpartnern über die Grenzen politischer Lager hinweg wird fast unmöglich, dann sprechen die Menschen nicht mehr miteinander,  und irgendwann beginnt die Gewalt. Ein unermesslicher Kraftakt, das wieder zurückzudrehen. 

In Deutschland sind wir weit davon entfernt – noch. Aber die Zersplitterung in der Gesellschaft wächst, der Ton wird rauer, die Skepsis gegenüber staatlichen Institutionen nimmt zu. Nach einer Untersuchung der Hamburger Körber-Stiftung von 2024 haben inzwischen 51 Prozent der Menschen in Deutschland nur noch wenig oder geringes Vertrauen in die Demokratie. Doch 90 Prozent wünschen sich mehr Möglichkeiten zur Mitgestaltung. Das Bemerkenswerte ist: Wo Bürger:innen genau das tun und selbst vor Ort anpacken, kann richtig etwas in Bewegung kommen. Unsere Autorin Julia Mayer hat drei Macher:innen in Ost und West befragt: Wie macht ihr das? 

👉 In unserem Artikel erfährst du:

  • Wie wichtig die Zivilgesellschaft für den Zusammenhalt in der Gesellschaft ist 

  • Wie aus einem öden Dorf mit viel Leerstand ein lebendiges Gemeinwesen wurde

  • Wie Sport und coole Räume  sehr unterschiedliche Menschen zusammenbringen können

Wochenrückblick

Sieben Tage, sieben Good News

Hier sind unsere Nachrichten für realistische Optimist:innen: Die sieben besten Good News der Woche aus unserer Redaktion:

  • 🏝️ Mehr Klimaschutz für Bonaire: Nach einer Klage von Greenpeace hat ein Gericht entschieden: Die Niederlande müssen ihre Karibikinsel Bonaire besser vor den Folgen der Klimakrise schützen. Bis 2030 sollen konkrete Maßnahmen gegen steigenden Meeresspiegel und Umweltzerstörung umgesetzt werden. Quelle: TAGESSCHAU (Öffnet in neuem Fenster)

  • 👩🏽‍🔬 Mehr Frauen im MINT-Studium: Immer mehr Frauen in Deutschland entscheiden sich für ein Studium in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik: Laut Daten des Statistisches Bundesamt waren 2024 bereits 36 Prozent der MINT-Erstsemester weiblich – ein neuer Höchststand. Quelle: TAZ (Öffnet in neuem Fenster)

  • 📖 Lebenslanges Lernen beliebt in Deutschland: Viele Menschen in Deutschland wollen lernen und stehen Weiterbildung offen gegenüber. Das zeigt eine neue Studie aus Gießen. Besonders Ältere und Menschen mit Migrationshintergrund sind interessiert. Jährlich nutzen bereits rund 500.000 Beschäftigte ihr Recht auf Bildungszeit – viele kennen die Möglichkeiten allerdings noch nicht. Quelle: WDR COSMO (Öffnet in neuem Fenster)

  • 🗑️ Plastik-Recyclingquote in Deutschland steigt: 2024 wurden in Deutschland 71 Prozent des Plastiks wiederverwertet – deutlich mehr als noch 2018. Gründe dafür: bessere Technik und Verpackungen, die leichter zu recyceln sind. Beim Recycling von Glas und Getränkekartons hat Deutschland jedoch Defizite. Quelle: WDR COSMO (Öffnet in neuem Fenster)

  • 🌱 Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch und fossile Energien: Ab Sommer dürfen auf städtischen Flächen keine Werbeanzeigen mehr für Fleisch, Flugreisen, Kreuzfahrten oder fossile Energien erscheinen. Amsterdam ist damit die erste Hauptstadt weltweit mit einem solchen Reklameverbot. Quelle: SPIEGEL ONLINE (Öffnet in neuem Fenster)

  • 🐬 Delfinschutz: Fischerei an der Atlantikküste für vier Wochen gestoppt: Das dritte Jahr in Folge darf an der französischen Atlantikküste für vier Wochen nicht gefischt werden. Von dem Verbot sind etwa 300 Boote betroffen. Es soll verhindern, dass Delfine in Fischernetze geraten. Laut Umweltministerium wurden durch diese Maßnahme in den vergangenen Jahren 60 Prozent weniger Delfine getötet. Quelle: DEUTSCHLANDFUNK NOVA (Öffnet in neuem Fenster)

  • 👴🏻 Leih-Großeltern unterstützen Familien: Ein Projekt, von dem beide Seiten profitieren: In der Südpfalz bringt das „Leihgroßeltern-Projekt“ seit zwei Jahren junge Familien mit Senior:innen zusammen, die gerne Großeltern wären. Die gemeinsame Zeit soll Einsamkeit vorbeugen und z. B. zugezogenen Familien dabei helfen, Anschluss zu finden. Quelle: SWR (Öffnet in neuem Fenster)

👉 Mehr Good News entdecken: Jeden Tag suchen wir die sechs besten Nachrichten für euch in unserer Good News App (Öffnet in neuem Fenster) und im Newsletter (Öffnet in neuem Fenster).

Mitglieder-Update

Darum seid ihr diese Woche Mitglied geworden

„Ein toller Gegenentwurf zu den üblichen Medien, die den Eindruck erwecken, mit besonders negativen Meldungen auf den Startseiten Clicks zu generieren.

Euere Nachrichten haben meiner Meinung nach einen tollen Einfluss auf die eigene Stimmung, die man dann in den Alltag trägt.

Am liebsten würde ich euch regelmäßig als Printmedium kaufen, um nicht aufs Handy/ Tablet angewiesen zu sein, kann euere Beweggründe jedoch nachvollziehen.”

Wenn auch du unsere Arbeit nachhaltig ermöglichen möchtest, dann werde Good Member und erhalte als Dankeschön:

GoodBuy Tipp

Neuheiten mit Impact eingetroffen

Gute Geschichten, gute Nachrichten und gute Produkte – vor allem aber gute, sinnvolle Geschenke. Genau das ist unser Good Angebot für euch. Wir möchten euch informieren und inspirieren, was alles möglich ist, wenn Aufmerksamkeit dorthin geht, wo sie wirklich etwas bewirkt.

So wie unser Good News Archiv (Öffnet in neuem Fenster) und unser Good Impact Magazin (Öffnet in neuem Fenster) jeden Tag und jede Woche zu einer immer größeren Inspirationsbibliothek für euch werden, möchten wir euch auch bei GoodBuy (Öffnet in neuem Fenster) mehr bieten. Und so verändert und wächst unser Sortiment seit über fünf Jahren. Dieses Jahr haben es auch schon die ersten Neuheiten geschafft:

👉 Datteln aus Palästina (Öffnet in neuem Fenster)

👉 Blumenmurmeln zum Verschenken (Öffnet in neuem Fenster)

👉 Das große Buch der Selbstreflexion (Öffnet in neuem Fenster)

Viel Freude beim entdecken!

Simon

Ein Bild von Simon aus dem GoodBuy Team

Fragen und Feedback?

Hast du Ideen, Anregungen oder Kritik für diesen Newsletter oder unser Heft? Schreib uns gern unter redaktion@goodimpact.eu (Öffnet in neuem Fenster).

👋Bis nächste Woche

Wir wünschen dir ein schönen Start ins Wochenende. Bleibt optimistisch!

Dein Good Impact Team,

Anja, Bianca, Sophie, Selina, Simon & Juliane

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Das Good Impact Team
Kategorie Gute Ideen

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