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Wirken Antidepressiva besser mit zusätzlich Vitamin B?

Viele bunte Pillen
Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel ist riesig Bild: ©Andreas F./ fotolia.com

B-Vitamine sind an vielen neurobiologischen Prozessen beteiligt und spielen deshalb eine wichtige Rolle für das Nervensystem und die psychische Gesundheit. In kleineren Studien fanden Wissenschaftler:innen heraus, dass Menschen mit Depressionen häufig niedrige Vitamin-B12-Werte haben. Ob diese Werte ursächlich für depressive Episoden verantwortlich sind oder ob Menschen mit Depressionen ihre Ernährung vernachlässigen und es deshalb zu einem Vitaminmangel kommt, ist aber noch unklar.

Die Frage ist, ob die zusätzliche Einnahme von B-Vitaminen bei der Behandlung von Depressionen einen Nutzen haben könnte, zum Beispiel wenn sie ergänzend zu Antidepressiva eingenommen werden. In unserer aktuellen Ausgabe finden Sie einen Text, der sich die Studienlage zu dieser Frage genauer anschaut.

Anlässlich des Weltverbrauchertags am 15. März beschäftigt sich unser Newsletter heute einem Dauerbrenner-Thema im Verbraucherschutz: Nahrungsergänzungsmitteln (Öffnet in neuem Fenster). Vitamine, Mineralien und sogenannte Mikronährstoffe versprechen den Herstellern satte Gewinne. Deshalb sind Verbraucher:innen zunehmend mit Werbung dafür konfrontiert. Das Internet spielt dabei eine immer größere Rolle.

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Was die Studienlage zum Nutzen von B-Vitaminen bei Depressionen sagt

In den letzten Jahren ist ein Interesse an Kombinationstherapien von Antidepressiva mit B-Vitaminen entstanden. Eine mögliche Erklärung für die Rolle der B-Vitamine bei Depressionen hängt mit dem Homo­cystein-Stoffwechsel zusammen, der hauptsächlich von Folsäure und Vitamin B12 abhängt. Eine Kombination von Anti­depressiva mit Vitamin-B-Komplex-Ergänzungspräparaten ist plausibel. Während Antidepressiva die Signalübertragung im Gehirn beeinflussen, könnten B-Vitamine die neuronale Funktion stabilisieren. Was plausibel klingt, sollte jedoch auch in Studien nachgewiesen werden. Wie ist die Studienlage?

Aus unserem aktuellen Heft: Wirken Antidepressiva besser mit zusätzlichem Vitamin B? (Öffnet in neuem Fenster) (€)

Verbraucherschützer warnen vor Risiken von Astaxanthin

Flamingos, Lachse und Krebse verdanken ihre rötliche Farbe Astaxanthin. Diesen Farbstoff produziert die Blutregenalge Haematococcus pluvialis. Kleine Krebse, die sich von dieser Mikro­alge ernähren, speichern ihn in ihrem Gewebe und geben ihn an Fische weiter, von denen sie gefressen werden. So wandert Astaxanthin durch die Nahrungskette. Als Zusatzstoff für Lebensmittel selbst ist Astaxanthin jedoch nicht zugelassen. Seit seiner Zulassung als Novel Food im Jahr 2017 erfreut es sich aber großer Beliebtheit als Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln. Hersteller verstoßen beim Marketing gegen Regeln und zu den Risiken gibt es noch viele offene Fragen.

Aus Heft 01/2026: Nahrungsergänzungsmittel Astaxanthin: überflüssig und schädlich (Öffnet in neuem Fenster) (€)

Werbung für Nahrungsergänzungsmittel als Advertorial

Eine Doppelseite in der Zeitschrift Bella wirkt auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Artikel nebst Experteninterview. Ein Hinweis „Anzeige“ findet sich nirgends. Doch was wie ein redaktioneller Beitrag aussieht, ist reine Werbung für das Nahrungsergänzungsmittel Keltican (Öffnet in neuem Fenster), über das GPSP schon öfter berichtete, weil es mit unzulässigen Versprechen angepriesen wird. In unserer Rubrik „Werbung – Aufgepasst!“ (Öffnet in neuem Fenster) stellen wir dieses dreiste Beispiel in unserem aktuellen Heft vor.

Aus unserem aktuellen Heft, frei lesbar: Der feine Unterschied: wo fängt Werbung an? (Öffnet in neuem Fenster)

Ein Themenheft informiert über Nahrungsergänzungsmittel

Allein im Jahr 2024 wurden 19.338 Nahrungsergänzungsmittel beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) neu angemeldet. Das sind mehr als 50 pro Tag, Wochenenden einberechnet. Diese Zahl verdeutlicht, wie schnelllebig und groß der Markt für Präparate ist. Die Präparate enthalten zum Teil hochkonzentrierte Vitamine, Mineralstoffe oder sonstige Stoffe, wie etwa sekundären Pflanzenstoffe. Ein aktuelles Themenheft klärt über die Mittel auf, doch als Fachpublikation werden diese Informationen wohl nur wenige Verbraucher:innen erreichen. Eine vertane Chance!

Aus unserem aktuellen Heft: Über Sinn und Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln (Öffnet in neuem Fenster) (€)

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Viele Grüße, Silke Jäger

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