Zum Hauptinhalt springen

Es müssen jeden Augenblick Blumen blühen

Lluís Llach

🎨 Jeden Dienstag wird Kunst lebendig. Durch eine sorgfältige Auswahl der Werke lernst du, mit anderen Augen zu sehen. Kunst gehört dem, der sich traut, sie zu fühlen.

🔥 Dieser Newsletter lebt von seinen Lesern. Wenn er dir gefällt, teile ihn. Wenn du ihn schätzt, unterstütze ihn. Hier gibt es nur Leidenschaft für Kultur. 💡✨ Werde noch heute Mitglied und erhalte Zugang zu allen Inhalten, exklusiven Artikeln und trage dazu bei, dass diese Community weiter wächst! Danke fürs Lesen. 🙏🏽

Liebe Kunstfreundin, lieber Kunstfreund,

Blumen sind seit jeher ein spannendes Motiv in der Kunst. Sie symbolisieren Schönheit und Zerbrechlichkeit und werden häufig mit Weiblichkeit in Verbindung gebracht. Doch die Welt der Blumen kennt keine Geschlechtergrenzen und ist auch ein fruchtbarer Boden für männliche Kreativität.

Männer haben sich mit Blumen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beschäftigt. Sie haben sie wissenschaftlich beobachtet, ihre Zerbrechlichkeit erforscht, Licht und Farbe untersucht und Formen überschritten.

Dieses Motiv ist zu einem Mittel geworden, um über Natur, Wahrnehmung und Identität nachzudenken. Hinter jedem Blütenblatt verbirgt sich eine komplexe Geschichte, die es wert ist, entdeckt zu werden.

Blumen als wissenschaftliches Dokument

Pierre-Joseph Redouté. Rosa bifera macrorcarpa, 1811, Naturkundemuseum. Paris.

Der botanische Maler Pierre-Joseph Redouté (1759–1840) erlebte den Höhepunkt der wissenschaftlichen Illustration im 18. und 19. Jahrhundert, die durch Naturforschungsreisen und königliche Gärten gefördert wurde. Seine Bilder sind eine Mischung aus Wissenschaft und Kunst. Mit großer Präzision und besonderer Sensibilität ermöglichten seine Rosen, Lilien und andere Pflanzen ein detailliertes Verständnis der Flora und erhoben diese Art der Illustration in den Rang einer Kunstform. Der gebürtige Belgier verbrachte seine Karriere in Frankreich, wo er für Marie Antoinette und Joséphine Bonaparte arbeitete. Diese Rose malte er, als er für Joséphine in den Gärten von Malmaison tätig war.

Sie ist eine von 170 Rosenarten, die er äußerst detailliert illustrierte. Um seinen Werken mehr Lebendigkeit zu verleihen, kombinierte er Radierung mit Aquarell.

Eine wissenschaftliche Illustration musste die Blume in verschiedenen Phasen zeigen: geöffnet, in allen Stadien der Knospenbildung und verwelkt. Auch die Blätter und der Stiel mussten äußerst genau gemalt werden.

Redouté stellte keine Sträuße zusammen und platzierte die botanischen Exemplare nicht in einer idyllischen Umgebung. Er zeigte jede Blume vor einem neutralen Hintergrund, sodass alle Details gut zu erkennen waren. Diese sensible Herangehensweise machte ihn zu einem Meister seines Fachs. Seine Blumen sind dem Lauf der Zeit nicht unterworfen. Sie liegen zwischen lebendiger Natur und idealisierter Darstellung.

Blumen als Notwendigkeit

Claude Monet. Der Garten des Künstlers in Giverny, 82 × 93 cm. 1900, Musée d’Orsay, Paris.

Nachdem er sich in der Welt der Malerei einen Namen gemacht hatte, verbrachte Claude Monet (1840–1926) die letzten vierzig Jahre seines Lebens in seinem fünfzehn Hektar großen Garten in Giverny in der Normandie. Er arbeitete an dessen Gestaltung, pflanzte Blumen in jeder Ecke und malte ihn zu jeder Jahreszeit. In diesem Haus lebte er mit seiner Frau und seinen acht Kindern.

Kategorie Ideen zur Kunst

0 Kommentare

Möchtest du den ersten Kommentar schreiben?
Werde Mitglied von Keine Angst vor Kunst und starte die Unterhaltung.
Mitglied werden