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Über Politik, Pop und Festival-Barrieren

Liebe Freund*innen der sozialen Gerechtigkeit,

ja, ich bin Fanboy. Deshalb habe ich mich auf meine Aufzug (Öffnet in neuem Fenster)-Gäste diese Woche besonders gefreut: Die wunderbare Band Blond (Öffnet in neuem Fenster) aus Chemnitz hat mich besucht und mir viel aus dem Leben eines musikalischen Dreiergespanns erzählt, das quasi schon seit dem Kindergarten existiert. Dabei ging es neben der Frage, wie ihre Heimatstadt ihre Musik von Anfang an politisiert hat, auch um das Thema Repräsentation: Warum gibt es auf deutschen Festivalbühnen immer noch so wenige FLINTA* und Menschen mit Behinderung und was können wir tun, um das zu ändern? In diesem Kontext hat mir Bassist Johann auch erzählt, wie er selbst mit Barrieren auf Festivals umgeht. Zusammen mit Lotta und Nina haben wir schließlich versucht zu ergründen, warum Deutschrap mit unterirdisch unkorrekten Lyrics (leider) trotzdem kickt.

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Nicht ins oberste Stockwerk, sondern in die Sackgasse führt dagegen immer noch das deutsche Werkstattsystem (Öffnet in neuem Fenster). Warum der Staat diese Form der Absonderung und Ausbeutung weiterhin aktiv fördert (Öffnet in neuem Fenster) und nicht endlich echte Inklusion auf dem Arbeitsmarkt vorantreibt, ist spätestens im Jahr 2025 mit nichts mehr zu rechtfertigen. Ja, es braucht Reformen (Öffnet in neuem Fenster) und zwar die richtigen. Nicht die Art, die vielen schon Bauchschmerzen bereitet, wenn die aktuelle Regierung das Wort Reform nur in den Mund nimmt. Nicht nur, aber heute besonders für die Arbeiter*innen in den Werkstätten: Lasst uns weiter zusammen dafür kämpfen, dass Reformen für und nicht gegen die Menschen geplant werden. Sollte doch eigentlich das Mindeste sein, oder?

Liebe Grüße
Euer Raul

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Raul Krauthausen
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