
TEIL 40: VOM BEWAHREN
Dieser Teil der Textreihe wird ein bisschen anders als gewohnt. Zum einen, weil in den letzten Wochen so viel Aufregendes und Neues passiert ist, das ich unbedingt mit dir teilen möchte (dazu in der unteren Hälfte mehr). Und zum anderen, weil das Jahr sich so langsam seinem Ende zuneigt und ich diese Gelegenheit gerne nutze, um Rückschau zu halten auf Dinge, die mich in diesem Jahr besonders begleitet, inspiriert und begeistert haben: In diesem Fall Bücher und Musik. Ich habe jeweils zehn Lieblings-Alben und Bücher ausgewählt und werde sie in der Folge kurz vorstellen. Ich liebe solche Empfehlungs-Listen sehr, weil ich dort immer Dinge entdecke, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte und die mich bereichern. Vielleicht geht es dir ja an der einen oder anderen Stelle auch so. Und auch weil es mir noch einmal die Gelegenheit gint ganz bewusst über die Dinge nachzudenken, die ich in diesem Jahr gesammelt habe und die ich auf aufbewahren möchte.
Und keine Sorge, es wird vor Weihnachten auch noch einen längeren Themen-Text geben, aber für heute wünsche ich dir viel Freude beim Stöbern und entdecken. Und ich freue mich sehr, wenn du mir deine persönlichen Musik- und Buch-Highlights (und gerne auch Film- oder Serienhighlights - darauf habe ich hier verzichtet, um den Text nicht noch länger zu machen) schreibst.

Saul Williams + Carlos Niño & Friends - Live at Treepeople
Ein Live-Album, das auf ganz wundervolle und berührende Weise den Wert und die Kraft und die Schönheit und Intimität von Gemeinschaft und Kollaboration festhält. Die Aufnahme der gemeinsamen Improvisation war zunächst überhaupt nicht zur Veröffentlichung gedacht. Spoken Word, Jazz, Storytelling von einigen der allerbesten ihrer jeweiligen Genres. Politisch, persönlich, eindrücklich, aufwühlend. Improvisiert und im Moment entstanden durch das Hören aufeinander und das Spielen miteinander. Ein jeglicher Hinsicht mein Album des Jahres 2025.
Anspieltipp: The Water is Rising feat. Aja Monet
Alabster Deplume - A Blade because a Blade is whole
Ein Künstler, über den ich immer mal wieder in den letzten Jahren gehört und gelesen habe und in dessen Musik ich immer mal kurz reingehört habe ohne mich tiefer damit zu beschäftigen. Das änderte sich schlagartig mit der Veröffentlichung dieses Albums. Bis auf wenige Ausnahmen ein reines Instrumental-Album, getragen vom unkonventionellen Saxophon-Spiel Alabaster Deplumes, der sich diesen Künstlernamen zugelegt hat, weil er eine ihm zugerufene Beleidung missverstanden hatte und sich in seinen Ohren eben so anhörte, wie er sich seit dem nennt. Das Album hat etwas mystisch-melancholisches und für meine Begriffe auch etwas zutiefst spirituelles. Aber hör am besten selbst einfach rein.
Anspieltipp: Prayer for my sovereign dignity
Kae Temepest - Self Titled
Der Titel ist Programm. Wo Kae Tempest auf vergangenen Werken vor allem durch großartiges Storytelling auffiel, wird es auf diesem Album sehr persönlich und intim, aber ohne kitschig zu werden oder den Punch der älteren Produktionen zu verlieren. Ein Album über Identität, Suche, Ablehnung und dem Feiern des Endlich-angekommen-seins. Kae Tempest einmal live zu erleben kann ich nur allerwärmstens empfehlen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Zugegbenermaßen nicht mein Lieblings-Kae Tempest-Album, aber dennoch ein sehr gutes, das mich in diesem Jahr sehr oft begleitet hat und beim genauen Hinhören auch die eine oder andere versteckte Überraschung bereithält, wie z.B. Gastauftritte von Annie Lennox oder Neil Tennant von den Pet Shop Boys.
Anspieltipp: Prayers to whisper feat. Annie Lennox
Bon Iver - Sable, fable
Vor diesem Album hatte vor dem Erscheinen etwas Angst. Kennst du das, wenn man einen Künstler, eine Künstlerin, eine Band und deren Musik über die Jahre so großartig fand und so viele Erlebnisse damit verknüpft, dass man sich fast fürchtet von dem, was danach noch kommt zwangsläufig enttäuscht zu werden? Darum habe ich das Album auch nicht gleich angehört, als es veröffentlicht wurde, sondern habe es extra für eine längere Autofahrt aufgehoben, um es in Ruhe ganz durchhören und würdigen zu können. Und zum Glück stellte sich dabei sehr schnell heraus, dass meine Sorge völlig unbegründet war. Ich habe das Album auf besagter Autofahrt mehrmals am Stück durchlaufen lassen und finde, dass es sich nahtlos in die Reihe der vorherigen Meisterwerke einreiht.
Anspieltipp: There’s a rhythmn
Moor Mother & Beethoven Orchester Bonn - Analog Fuids of Sonic Black Holes
Das ursprüngliche Album mit diesem Titel erschien bereits 2019 und war auch damals in meiner Top-Liste des Jahres. In meinem Regal stehen sowohl die Vinyl-Version als auch der begleitende Gedichtband. Jetzt war Spoken Word Künstlerin Moor Mother mit dem Beethoven Orchester Bonn im Studio und hat das gesamte Album nochmals in einer fulminanten neuen Version aufgenommen. Dieses Album gehört meiner Ansicht nach zum Allerbesten und Beeindruckensten, das im Bereich Spoken Word im Zusammenspiel mit Musik jemals aufgenommen wurde.
Anspieltipp: Shadowgrams

Hania Rani - Non Fiction: Piano Concerto in Four Movements
Hania Rani zählt ganz oft zu meinen meistgehörten Künstler*innen des Jahres. Das liegt daran, dass ich ihre Musik oft während kreativer Arbeit oder bei Schreibprozessen auf den Ohren habe. Und auch unterwegs, wenn ich gestresst bin, holt sie mich ganz wunderbar runter. Dieses Album hebt sich aber etwas ab von den Vorgängern. Aufgenommen in den Abbey Road Studios mit einem 45-köpfigen Orchester, markiert dieses Album einen neuen Abschnitt in ihrer Karriere, wie es im Begleittext zum Release heißt, da sie von den elektronischen Klängen der vorherigen Projekte in den symphonischen Bereich übergeht und eine Brücke zwischen ihrem eleganten Experimentalismus und ihrer klassischen Ausbildung schlägt. Ein grandioses Gesamthörerlebnis. Und zwar nicht nur zum Schreiben. Ein ganz wichtiges Album für mich in diesem Jahr.
Anspieltipp: Non Fiction I.III Meno Mosso
Florence + The Mashine - Everybody Scream
Über dieses Album kann ich ähnliches sagen, wie über die Gefühle, die ich vor dem Erscheinen des neuen Bon Iver Albums hatte. Ich habe Florence + The Mashine durch ihr zweites Album Ceremonials kennen gelernt. Ich hatte in irgend einem Musikmagazin in einer Rezension gelesen, dass sich dasHören dieser Platte wie das Herabstürzen in Zeitlupe aus dem 13. Stock eines Gebäudes anfühle und wusste beim ersten sofort, was derjenige damit gemeint hatte. Das war groß, wuchtig, hymnisch und fast beschwörend. Die nachfolgenden Alben mochte ich immer noch sehr, entfernten sich aber stetig ein Stück weiter von henau diesem Aspekt des Sounds, den ich anfangs so faszinierend fand. Das neue Album wiederum verbindet alles, was an den vergangenen Alben jeweils großartig und einzigartig war und baut all das zu einem ganz ganz Großen und Ganzen zusammen, das die Balance zwischen Wucht und Wut, Beschwörungsformel und fabelhaft formulierten Versen, folkigen Elementen und vor allem der einzigartigen Stimme von Florence Welch. Wow! Was für ein Album! Große Augen Emoji!
Anspieltipp: You can have it all
Loyle Carner - hopefully !
Es gibt meiner Ansicht nach keine entspannteren und positiveren Rap-Alben als die von Loyle Carner. Und damit meine ich nicht, dass sie irgendwie Happy Clappy oder besonders geeignet wären im Hintergrund zu laufen, während man etwas anderes tut. Ganz im Gegenteil, dafür ist er ein viel zu guter Songwriter. Selbstreflektion, Männlichkeit, Ängste, Familie, Gemeinschaft und all das auf sehr reduzierten, fast minimalistischen Instrumentals Wer über Rap hauptsächlich in Vorurteilen denkt und meint eh zu wissen, wie das alles klingt, oder welche Themen verhandelt werden, sollte sich von diesem Album gerne eines besseren belehren lassen. Es sei gesagt, dass ich bis zuletzt geschwankt habe, ob ich dieses Album oder alternativ das ebenfalls großartige LOTUS der Rapperin Little Simz in die Liste aufnehmen soll, habe ich mich dann aber letztendlich für dieses entschieden, schlicht aufgrund der Tatsache, dass ich Loyle Carner mehr gehört habe in diesem Jahr. Ich empfehle beide aber sehr. Und als absolute Zusatz-Empfehlung seine Live-Performance auf in der Royal Albert Hall auf Youtube, wo er sein Album hugo in Gänze mit Band zum Besten gibt.
Anspieltipp: about time
Propaganda - Your arms are too short to box with God
Propaganda gehört seit vielen Jahren zu meinen Lieblingskünstlern. Irgendwo zwischen Hip Hop und Spoken Word, aber mit einem sehr eigenen Sound, der ihn stark von anderen Vertreter*innen des Genres abhebt. Dieses Album hat alles, was für mich ein gutes Hip Hop-Album ausmacht: Geile Reime, cleveres Storytelling, Beats, die Bock machen, spannende Samples an den richtigen Stellen, oder wie Propaganda es auf einem Track des vorherigen Albums im Chorus selbst ausdrückt: That’s the Hip Hop I fell in love with. Neben diesem hat Propaganda im Jahr 2025 auch noch das Spoken Word Album „The Beautiful Endling“ veröffentlicht, das ich ebenfalls sehr empfehle und das für mich irgendwie zu diesem Album dazu gehört.
Anspieltipp: All my Life
Sumac + Moor Mother - The Film
Und nochmal Moor Mother. Ihr Output in den letzten Jahren ist sowieso unglaublich. Ob als Solo-Künstlerin, oder gemeinsam mit ihrem Jazz Ensemble Irreversible Entanglements oder in Kollaboration mit Künstlerinnen und Künstlern über sämtliche Genre-Grenzen hinweg. In diesem speziellen Fall mit der Post-Metal Band SUMAC. Ein Konzept-Album, das fast auch ein Hörspiel sein könnte. Oder eben ein Film, der beim Hören im Kopf entsteht. Allerdings kein Wohlfühl-Film für die ganze Familie. Düster, dystopisch, aufrüttelnd, bisweilen brachial, noisig, dann wieder meditativ und wabernd. Irgendwo zwischen Jazz, Metal, Spoken Word, Noise und Hip Hop. Und allein diese Aufzählung zeigt ja schon wie beonders und einzigartig dieses Gesamtkunstwerk ist. Die einzelenen Stücke oder Szenen sind oft sehr lang und brechen das Konzept aneinandergereihter Songs auf und entfalten ihre Wirkung erst, wenn man sich die Zeit nimmt sie wirklich am Stück zu hören, als einfach nur mal reinzuskippen. Ich wünschte mehr Künstler*innen würden solche experimentellen, mutigen und wichtigen Alben machen.
Anspieltipp: Scene 2: The Run
Die folgenden Bücher beschränken sich außschließlich auf eine Auswahl von Werken, die in diesem Jahr erschienen sind. Anders als bei den Alben habe ich hier keinen Beschreibungstext verfasst, sondern fand es schön die Texte in Form eines Lieblings-Zitats ganz kurz selbst zu Wort kommen zu lassen. Hier also eine kleine Auswahl meiner Lektüre-Highlights aus diesem Jahr:
Hundesohn - Ozan Zakariya Keskinkiliç
Roman, Suhrkamp
„Ich habe schnell verstanden, wie schnell die Zeit verrinnt, wenn man sie lässt und dem Drang widersteht, allem einen Namen zu geben. Es gibt Dinge, die stehen über dem Wort, die hören nicht auf Zurufe, stattdessen rufen sie dich.“
Märtyrer - Kaveh Akbar
Roman, Rowohlt
„Acht der Zehn Gebote sagen dir, was du nicht tun sollst. Aber man das alles sein Leben lang unterlassen und trotzdem nichts Gutes tun. Das ist das große Problem. Die faulende Wurzel von allem. Der Glaueb an eine konstruierte Abwesenheit, an ein Nicht-Tun als Grundlage der Rechtschaffenheit. Dieser Glaube untergräbt alles, lässt jeden, der ein wenig Macht besitzt, die Hände in den Schoß legen. Ein Reicher bringt den ganzen Tag keinen einzigen Wohnungslosen um und geht am Abend folglich mit reinem Gewissen zu Bett. In einer anderen Welt würde er palettenweise Socken, Clif-Riegel und Zelte kaufen und in den Innenstädten verteilen. Doch für ihn zählt nur das Unterlassen.“
Öffnet sich der Himmel - Seán Hewitt
Roman, Suhrkamp
„Und wie sollte ich diesen Tränen grollen? Sie waren der süßeste Beweis meiner Liebe zu ihm und seiner Liebe zu mir, selbst wenn es verschiedene Arten der Liebe waren. Die Tränen waren echt udn sie waren der Beweis dafür, dass es alles echt war, dass all das, was ich mir vorgestellt hatte, letztlich körperliche Gestalt annehmen konnte und dass auch er es auf eine Art geträumt hatte. Letztlich waren diese Tränen das Echteste, was wir beide hatten; wir waren das Echteste, was wir beide hatten.“
Entschämungen - Siljarosa Schletterer
Gedichte, Limbus Lyrik
„wir hören so viel
so wenig hin
beschreiben geschlechter
aber beschämen
die leiber
berühren so wenig
greifen oft an
& fügen zu selten
aber die liebe
hinzu“
Der Kaiser der Freude - Ocean Vuong
Roman, Hanser
„Es war, sagte Haj, gar nicht so sehr, dass ich mich glücklich fühlte, sondern dass mit ihm alles okay war. Und das war besser als glücklich zu sein, weil ich dachte, es hätte noch eher Bestand. Er wandte sich um und erschrak, weil sie ihn unverwandt ansah. Okay wird gemeinhin unterschätzt. Was unterschätzt heißt, weißt du, oder? Mehr als von Gott vorgesehen, sagte sie. Ja. Und wir wurden stark unterschätzt. Aber es war trotzdem ziemlich okay.“

Die Holländerinnen - Dorothee Elmiger
Roman, Hanser
„Es verstehe sich von selbst, sagt sie und blättert, dass sie damals fast pausenlos an die Holländerinnen gedacht habe, dass sie ihnen, den Holländerinnen, von Stunde zu Stunde näher gekome, ja selbst zur Holländerin geworden sei und im Zuge dieser furchtbaren Meditation habe sie auf eine stille, sprachlose Weise endlich zu verstehen geglaubt, was auf den scheinbar leeren und in einem gewissen Sinne völlig zufälligen Nachtbildern der Holländerinnen wirklich zu sehen sei. Wer auch immer, so habe sie es später wiederholt zu erklären versucht, wer auch immer in jener kritischen Nacht wie von Sinnen auf den Auslöser der Kamera gedrückt habe, um mit mit dem Licht des Blitzes das Gelände zu erhellen oder Signale Richtung Himmel zu senden, habe versehentlich, ja ganz ohne Absicht festgehalten und abgebildet, was absichtlich festzuhalten und abzubilden im Prinzip eine schiere Unmöglichkeit sei: Sie selbst habe es in den Wochen und Monaten, den Jahren danacg unzureichend als großen, leeren Gott, das klaftertiefe, abyssische Nichts zu beschreiben versucht, aber der Horror, der Horror liege naturgemäß außerhalb der Sprache, ja, er sei, wenn msn so wolle, ihr Gegenteil, ihr Ende und sie müsse deshslb auch jetzt, in diesem Moment, noch einmal scheitern, wenn sie ihn formulieren, zu benennen versuche, könne ihn nur umkreisen wie ein schwarzes Loch, einen reißenden Strudel…“
Bread of Angels - Patti Smith
Memoir, KiWi
„Gegen halb drei morgens richtete sich Allen (Ginsberg) plötzlich auf, öffnete die Augen. sah uns alle an, legte sich zurück und tat seinen letzten Atemzug. Oliver und ich nahmen an seiner Trauerfeier teil und zwei Monate später flogen wir nach Lawrence, Kansas, um an Williams’ (Burroughs) teilzunehmen. Der Sheriff ist tot, sagte ich wie zu mir selbst. Auch wenn mir sein Dahinscheiden das Herz brach, vergoss ich keine Tränen. Stattdessen wurde ich von einer wütenden Gereiztheit erfasst und schrieb wie im Fieberrasch, als wollte ich ihn zurückholen und dem unauflösbaren Band, das uns alle zusammenhielt, eine Form geben.“
hungern, beten, heulen, schwimmen - Sirka Elspaß
Gedichte, Suhrkamp
„natürlich habe ich wieder
angefangen zu beten
ich lüge nie habe
damit aufgehört schau mich an
ich kann lange knien ich streiche
wärme wie butter vom messer wie
teigreste in der rührschüssel hin und her
immer das gleiche
selbst wenn da einmal jemand war
dann ist er jetzt nicht mehr
dem hunger kann ich abgewinnen
dass er nicht geht dem beten
dass mich jemand sieht dem schwimmen
ein ziel
es ist doch immer das gleiche“
Frische Appelle - Natascha Gangl
Sprechtexte, Ritter Literatur
„Wann ist ein Wort ein Moment?
Jetzt?
Sagst du: Jetzt?
Sagst du laut: Jetz?
Jetzt du Laute jetzt lauter - sag:
Wo stehst? Jetzt genau?
Wann sagst dus laut
hinein - in wo jetzt?
Wann sagst du endlich laut:
Jetz?
Jetza!“
Am Meerschwein übt das Kind den Tod - Nora Gomringer
Ein Nachrough, Voland & Quist
„Allein die Tatsache, dass man lange Zeit nicht weiß, wie groß etwas ist oder wie schwer - bis es einem begreifbar begegnet! Meine Verblüffung darüber gibt meiner Erfahrung mit dem Trauern einen Umriss. Weil die Gefühle sich nach dem ersten Schock träge wie Muren bewegen, einen durchpflügen, als wäre man ein altes, enges Schweizer Tal, einen zuschütten und mit Geröll auskleiden, scheint einem die Schnelligkeit, mit der die Gefühle in der Folgezeit dann changieren und fiebern, ganz unverwandt. Die Trauer verlangsamt den Geist, macht ihn aber auch schallgeschwind. Sie hat etwas Widerliches, etwas Köstliches, wie fast alle amerikanischen Süßigkeiten.“
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Manuel Steinhoff hatte die sehr schöne Idee unsere EP-Reihe “Die gerade Linie ist gottlos” mit einem Stück zum Advent abzuschließen. Oft arbeiten wir so, dass ich zuerst Texte schreibe und Manu dazu dann Musik komponiert und einspielt, auf die ich dann die Texte spreche und performe.
Diesmal war es anders herum. Manu hat mir dieses unglaublich schöne Instrumental geschickt und ich habe dazu den Text geschrieben. Zum größten Teil im Zug sitzend und an Bahnhöfen stehend während ich im November zwischen Wien, Görlitz, Osnabrück und Hamburg für verschiedene Veranstaltungen hin und her gefahren bin.

Ein Adventsstück für die Zweifelnden, Suchenden, Hoffungshungrigen und Lichtdurchlässigen. Für die Zwischenraumbewohnenden.
Das Stück, inklusive der Instrumental-Version ist ab sofort auf allen Streaming-Plattformen verfügbar:
https://album.link/b/4077250987 (Öffnet in neuem Fenster)
Unter diesem Link kommst du direkt zu allen Möglichkeiten, wo das Stück zu finden ist. Wenn du uns unterstützen möchtetst, kannst du es auch kaufen und herunterladen. Das geht z.B. auf Bandcamp (Öffnet in neuem Fenster) oder auf meiner Webseite (Öffnet in neuem Fenster). Selbstverständlich findest du auf beiden Seiten auch die übrigen Veröffentlichungen.
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Und noch eine fantastische Neuigkeit: Wir freuen uns und sind unglaublich stolz, dass es die gesamte EP-Reihe, inklusive des neues Stücks zum Advent ab sofort auch als Vinyl zu kaufen gibt. Unter folgendem Link kannst du dir dein Exemplar direkt sichern:
Daruf sind alle 10 Stücke der in diesem Jahr veröffentlichten EPs enthalten: Die gerade Linie ist gottlos Pt. 1-4 - alle auf einer Platte!
Und noch eine letzte Empfehlung: In der letzten Ausgabe (Öffnet in neuem Fenster) dieser Textreihe habe einen längeren Bericht zu meiner Zeit in Lienz und der Kunst-Ausstellung “blicke nach innen” geschrieben.
Zur Ausstellung, meinen Eindrücken und Erlebnissen und vor allem auch den dort verhandelten Themen habe ich ein ausführliches Gespräch mit Gofi und Jay in unserem Podcast POP-KUNST-SEELE geführt. Die folge findest du als Audio ind Video auf allen gängigen Plattformen, auf Youtube oder direkt über den Link oben.
Liebe Grüße und lichtvolle Adventstage

PS. Vielen Dank, wenn du bis hierhin gelesen hast. Alle Texte dieser Reihe sind kostenlos les- und abonnierbar. Du kannst mich und meine Arbeit und diese Textreihe aber unterstützen und möglich machen, indem du auf diesen Button klickst und mich mit einem Abo unterstützt. Das bedeutet mir viel und hilft sehr. DANKE <3