Hallo liebe Politikfans, hier ist das Neuste von Rathuus:
Hitzeminderung: Rekordheisse Sommer rufen nach Lösungen, vor allem in Städten mit vielen versiegelten Flächen. (Öffnet in neuem Fenster) Spannend ist darum zum Beispiel die Begrünung von Haltestellendächern. Doch die Verkehrsbetriebe Zürich verfolgen die Idee trotz Pilotprojekt nicht weiter.
Medien: Wir wollten wissen, welche Zeitungen gelesen werden – online oder gedruckt, je nach Gusto – und ob man als Kantonsrätin oder Kantonsrat ein News-Junkie sein muss. Klar ist: Social Media spielt bei vielen der angefragten Politikerinnen und Politiker höchstens zur Unterhaltung eine Rolle. (Öffnet in neuem Fenster)
Verkehr: Es ist ein erstaunliches Gewohnheitsrecht, das hier allermeistens einfach toleriert wird. Das kleine Fahrverbotsstück an der Langstrasse in der Stadt Zürich wird von einigen Autofahrenden schlichtweg ignoriert. Doch bis die versprochenen Wechselsignale kommen, ist Geduld gefragt. (Öffnet in neuem Fenster)
Nun wollen wir vertiefter über unser aktuelles Hauptthema sprechen.

Social Media wird stiefmütterlich behandelt
Aufmerksamkeit ist vielleicht die stärkste Währung der Gegenwart (sorry liebe Bitcoin-Fans). Wer einen Beweis sucht, muss nur mal das Instagram-Profil von Markus Söder (CSU) anschauen. Der bayerische Ministerpräsident hat über 760’000 Followerinnen und Follower. Zum Vergleich: Der Zürcher Regierungsratspräsident Martin Neukom (Grüne) bringt es auf Instagram auf lediglich rund 1500 Followerinnen und Follower.
Doch der Baudirektor steht mit seiner überschaubaren Online-Gefolgschaft nicht alleine da. Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter (FDP) ist auf der Bilder- und Video-App gar nicht zu finden. “Die Eröffnung eines eigenen Accounts für Keller-Sutter auf Instagram sei aus Ressourcengründen nicht geplant, heisst es bei ihrem Generalsekretariat”, schrieb der “Blick” kürzlich in einem Artikel.
Aber Tiktok, Instagram & Co. sind nicht nur Orte, um ziellos zu scrollen und sich von Influencerinnen und Influencern unterhalten zu lassen. Insbesondere Jugendliche nutzen die sozialen Netzwerke auch, um sich zu informieren. Für junge Menschen ist es längst Alltag, ihre Meinungen nicht durch Leitartikel, sondern durch den schier endlosen Strom an Posts und Videos im Internet zu formen.
Wir haben darum eine Stichprobe gemacht. Wir wollten wissen, wie die Situation bei den Zürcher Politikerinnen und Politikern aussieht. Ohne zu viel zu verraten: Die meisten der von uns angefragten Kantonsrätinnen und Kantonsräte halten sich auf Social Media erstaunlich zurück.
Hoch im Kurs als Informationsquellen stehen hingegen weiterhin Zeitungen (gedruckt und digital) sowie die Sendungen des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF). So häufig wie SRF genannt worden ist, dürfte es die Volksinitiative “200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)” bei vielen der Befragten schwer haben. Doch das ist wieder ein anderes Thema.
Der Artikel ist länger geworden, darum verweisen wir an dieser Stelle wieder einmal darauf, dass man fast alle unsere Texte auch hören kann. Hier geht es direkt zum Artikel. (Öffnet in neuem Fenster)
Ausserdem möchten wir die Gelegenheit nutzen, auf ein Projekt eines Berufskollegen und ehemaligen Chefs von uns hinzuweisen. Thom Hoffmann hat nämlich die Website velofreundliches-wetzikon.ch (Öffnet in neuem Fenster) gestartet. Sein Ziel ist es, Wetzikon zur velofreundlichsten Stadt der Schweiz zu machen. Wir werden auf Rathuus sicher bald in grösserem Umfang über das sehr ehrgeizige Projekt berichten.
Wir wünschen euch viel Spass beim Lesen (oder Hören).
Lorenz Steinmann und Pascal Turin