
🎙️ Folge 2 mit Heinrich Strößenreuther – Das Baum-Wunder von Berlin
Berlin bäumt sich auf. Gegen Hitze und Starkregen, für frische Luft und Orte des Zusammenlebens. Die Hauptstadt will eine Million neue Straßenbäume pflanzen und bekommt das erste Klimaanpassungsgesetz Deutschlands.
Erkämpft haben das Heinrich Strößenreuther und seine Mitstreiter*innen vom Volksentscheid Baum (Öffnet in neuem Fenster) e.V. Doch wie gelingt es, in Zeiten knapper Haushalte große Investitionen für die Anpassung an den Klimawandel zu gewinnen?
Auf einer Radtour durch den Berliner Stadtteil Wedding erkunden wir, warum Bäume mehr sind als Stadtgrün, wie man eine politische Kampagne um sie aufbaut – und was die Initiative einem prominenten Münchner Kritiker entgegenhält.

„Ein doppelter Erfolg“
An Baumstümpfen wie diesem im Bild kommt Heinrich täglich mit dem Rad vorbei. Der Baum hat beide Weltkriege, vermutlich die Kaiserzeit überstanden, ist er sicher. Jetzt wacht der tote Stumpf wie ein Mahnmal am Wegesrand der Panke.
Zwischen 50 und 90 Prozent (!) der Berliner Straßenbäume gelten als krank. Wenn vertraute Bäume vor der eigenen Haustür verschwinden, werde für viele Menschen plötzlich greifbar, was Klimawandel bedeutet, sagt Heinrich.
Der Baum-Entscheid sei „ein doppelter Erfolg“: Er habe nicht nur Menschen für Klimaanpassung mobilisiert, sondern auch den Klimaschutz wieder stärker in die gesellschaftliche Mitte gerückt. 🌱
Eine klimaresiliente Hauptstadt – mit schattigen Straßen, kühlen Plätzen und essbaren Früchten aus den Baumkronen für alle.
Ist das ein echtes Utopia?! 🍎🌳
Hört ihr in der Episode. 🎧
Kapitel
(02:11) Straßenumfrage zum Berliner Stadtgrün
(08:13) Wie die Baum-Initiative zum Erfolg wurde
(13:12) Radtour durch den Wedding
(16:18) Wann merken Bürger*innen erste Veränderungen?
(19:00) Info: Berlin als Hort demokratischen Widerstands
(22:07) Ausblick, neue Projekte und Krisenfestigkeit
Hier hörst du die Folge:
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