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Überschriften, die zum Lesen verführen - 7 Tipps

Ganz gleich, ob du einen Blogbeitrag, einen Newsletter oder ein Buch mit mehreren Kapiteln schreibst: Überschriften entscheiden oft darüber, ob man klickt und dann auch liest.

Empfindet ein Leser oder eine Leserin eine Überschrift als langweilig, dann wird derjenige eher nicht klicken und weiterlesen wollen.

Du kannst eine Überschrift so formulieren, dass sie zum Lesen verführt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Überschrift oder einen Betreff für einen Newsletter zu formulieren.

Bevor wir uns im Folgenden die sieben wichtigsten Zutaten für eine gute Überschrift anschauen, bitte ich dich, einfach mal im Internet zu schauen oder auch in einer Zeitung oder Zeitschrift und dich zu fragen: Welche Überschrift spricht mich so an, dass ich den Artikel/Newsletter lesen werde? Und warum spricht sie mich an? Mache dir dann Notizen zu den Überschriften über das, was dir auffällt.

Doch jetzt zu den sieben wichtigsten Zutaten für Überschriften, die zum Lesen verführen.

Erstens: Sei dir im Klaren darüber, wie deine Zielgruppe tickt

Bevor du eine Überschrift, z. B. für deinen Newsletter-Betreff formulierst, solltest du wissen, wie deine Zielgruppe tickt. Schreibst du zu frech oder zu fordernd, kann es sein, dass du die Leser:innen verlierst, weil sie zu sensibel sind und sich eher überrumpelt fühlen.

Wenn deine Überschrift allerdings zu langweilig ist, dann verlierst du die Leser:innen auch. Hier gilt es, das richtige Maß zu finden.

Dafür wäre es auch gut zu wissen, welche Worte deine Zielgruppe gerne nutzt, dann kannst du diese Worte verwenden. Es gibt ja nicht ohne Grund die Möglichkeit, eine Sache auf unterschiedliche Art und Weise auszudrücken. Hier ein Beispiel: Die einen nennen es höheres Selbst, wenn sie von unserem innersten, unsterblichen Wesen sprechen, andere würden es Seele nennen und wieder andere vielleicht sogar innere Führung oder Intuition, wenn dieser Teil zu uns spricht.

Befasse dich also mit deiner Zielgruppe, deinen Lieblingskunden, und notiere dir, welche Worte sie verwenden und am besten verstehen.

Zweitens: Wecke Neugierde, in dem du nur andeutest, worum es geht

„Tu dies, damit du auch noch mit 50plus fit bist“. Wer würde bei dieser Überschrift nicht weiterlesen wollen? Diese Überschrift deutet an, dass es im Artikel Tipps gibt, aber sie verrät nicht wirklich, was den Leser erwartet. Um so neugieriger macht diese Überschrift.

Hätte ich jetzt geschrieben: „Ausgewogenes Essen und Vitamine sind wichtig für deine Fitness mit 50plus“, würde das weniger spannend klingen und vielleicht überlesen werden.

Deshalb mein Tipp: Erreiche Spannung, indem du das, was im Artikel folgt, nur anreißt. Das machst du, indem du z. B. schreibst: „Tu dies, um XYZ zu erreichen“, „Wie du XYZ am leichtesten erreichst“. Möglich ist auch, das so zu formulieren: „Warum XYZ mit 50plus immer noch so fit ist“.

Drittens: Schreibe bildlich, wenn es passt

Wenn du bildlich schreibst, dann entstehen im Inneren Bilder. Hier ein Beispiel: „Erschaffe dir dein Meer an Möglichkeiten!“ Die meisten werden bei diesem Satz wahrscheinlich einen Ozean vor ihrem geistigen Auge sehen und das Gefühl haben, dass es unendlich viele Möglichkeiten gibt, die vielleicht erst noch in den Untiefen des Ozeans entdeckt werden müssen.

Man könnte auch sagen, der Ozean ist eine Metapher für das Unterbewusstsein, wo es noch viele Möglichkeiten zu entdecken gibt.

Überlege dir mal ein paar Bilder für das Thema, was du gerne transportieren möchtest und notiere dir diese Bild-Worte, evtl. auch mit kurzen Beschreibungen dazu.

Viertens: Verwende Worte, die neugierig machen

Es gibt bestimmte Worte, da will man unbedingt wissen, wie es weitergeht:

Schlüssel, Geheimnis, große Chance, Abenteuer, etc. Gerade das Wort „Geheimnis“ macht immer neugierig. Hier ein Beispiel: „Das Geheimnis ihrer jugendlichen Schönheit mit 70“, wer würde bei einer solchen Überschrift nicht klicken, bzw. weiterlesen wollen.

Oder ein anderes Beispiel: „Entdecken Sie jetzt die geheimnisvolle Wirkung der Farben!“

Schlüssel öffnen Türen, vielleicht auch zu Unbekanntem. Deshalb ist auch dieser Begriff gut, um neugierig zu machen.

Welche Worte, die neugierig machen, fallen dir noch ein? Schreibe deine Überschrift so um, dass sie geheimnisvoll klingt.

Fünftens: Warnen mit negativen Überschriften

Mit einer solchen Überschrift willst du den Leser davon abhalten, etwas zu tun. Du könntest es z. B. so formulieren: „Weshalb du nicht jeden Tag einen Newsletter versenden solltest“. Wenn jemand bisher jeden Tag einen Newsletter versendet hat, dann wird er bestimmt weiterlesen wollen.

Probiere es einfach mal aus. Was würde dir zu deinem Thema und für deine Zielgruppe einfallen?

Sechstens: Nenne die konkrete Anzahl der Tipps in deiner Überschrift

Wenn du schreibst „Fünf Tipps für einen besseren Schlaf“, dann erreichst du oft auch mehr Leser:innen, als wenn du nur schreibst „So schläfst du besser“.

Klarer und deutlicher ist es mit der Anzahl an Tipps in der Überschrift. Geeignet sind die Zahlen 3, 5 und 7. Der Leser weiß dann, dass ihn eine bestimmte Anzahl an Tipps erwartet und kann diese auch erstmal anhand der Überschriften überfliegen.

Siebtens: Ein bisschen Clickbaiting (Bildzeitungs-Stil) ist erlaubt

Clickbaiting bedeutet, dass man eine Überschrift formuliert, mit der man unbedingt will, dass der Leser weiterklickt und den Artikel liest. Hier gibt es Grenzen des guten Geschmacks und auch der journalistischen Ethik. Gerade die Bildzeitung überschreitet diese meines Erachtens manchmal.

Sicher kennst du diesen Bildzeitungs-Stil mittlerweile auch aus dem Internet. Leider steckt auch manchmal Spam dahinter.

Sparsam dosiert und ethisch korrekt kannst du das durchaus aber auch ab und zu anwenden.

Hier ein paar Beispiele:

  • Als sie ihren Hund auf den Arm nahm, passierte etwas Unglaubliches

  • Der Tag, an dem sich alles in meinem Leben veränderte

  • Warum ich meine Bücher nicht über Amazon-Kindle veröffentliche

  • Wenn ich das früher gewusst hätte, wäre ich jetzt Millionärin

Achte mal im Internet auf solche Überschriften. Diese eignen sich z. B. auch für YouTube-Videos.

Lies auch in Zeitschriften und Zeitungen und beobachte mal, wann du automatisch weiterliest.

Dann entwickle solche Überschriften auch zu deinem Thema und verwende diese ab und zu. Prüfe dabei aber immer, ob sich das für dich ethisch korrekt anfühlt.

Fazit:

Nutze nicht alle Möglichkeiten für eine Überschrift, die ich hier genannt habe, auf einmal, sondern entscheide spontan und intuitiv, was gerade zu deinem Text, Artikel oder Newsletter passt.

Probiere es aus und schaue auf die Abrufstatistiken. Gerade beim Newsletter geht das ganz leicht.

Mit der Zeit wirst du herausfinden, was für deine Zielgruppe am besten passt.

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Kategorie Schreiben & Business