(Öffnet in neuem Fenster)Liebe Flauschis!
Ich werde mal zu Beginn ungewohnt materialistisch: Wahrscheinlich wurde mir meine Lieblingsjacke im Zug geklaut. Kennt ihr das, wenn ihr euch doch dabei ertappt, dass ihr an einem Ding mehr hängt als die Summe seiner Teile es eigentlich zulassen? Ich bin darüber traurig und denke grad: Vielleicht ist das mein “Automoment”? Vielleicht ist das Gefühl dasselbe, wenn Menschen so an ihrem Auto hängen, dass es gar nicht um die Mobilität geht, die die Karre bringt - sondern um so viel mehr?
Und damit hinein in den aktuellen Newsletter!
Frohe Ostern gewünscht, so ihr das Fest feiert.
Es gibt eine neue Podcast-Episode heute bei SheDrivesMobility:
[→ Hier reinhören (Öffnet in neuem Fenster)]
Alma Spribille gründete WeTell – nachhaltiger Mobilfunk, mitten im härtesten Verdrängungsmarkt, den es gibt. Kein klassisches Gewinnmodell. Kein Venture Capital. Stattdessen: Sozialtarife, Geld-zurück wenn man weniger verbraucht, und der Mut, Dinge auszuprobieren – auch wenn sie scheitern.
Wir reden darüber, was es braucht, ein Unternehmen so zu bauen, dass es nicht dem Markt gehorcht, sondern dem eigenen Kompass.
[→ Hier für die “Geld-zurück-Tarife” klicken (Öffnet in neuem Fenster)]
Diese Folge ist in Zusammenarbeit mit WeTell entstanden.
Und nun auch endlich zum Bezug des “Mottos” von diesem Newsletter.
Diese Woche: Das Unbequemere tun!
Ich sage gern „Autobevorratungsfläche" statt „Parkplatz". Ich frage Urlaubsschwärmende, ob man vor Ort auch gut parken konnte, schließlich kann man das Zuhause ja auch! Ich mag positive Irritation – weil sie zum Nachdenken einlädt, ohne zu beschämen.
Es ist so bequem, auf Merz, Reiche, Weimer und Co. zu zeigen und sich köstlich zu amüsieren, wie fatal deren Menschenbild ist. Ich finde es auch bequem. Ich tu es trotzdem nicht (mehr) – zumindest versuche ich es. Weil ich weiß, was es wirklich ist: Pflege meiner eigenen Komfortzone. Recht zu haben - das bringt nicht voran. Der Dialog mit echter Wertschätzzung verbindet uns Menschen mehr, als uns lieb ist. Weil er anstrengend(er) ist als der schnelle Witz in Überheblichkeit.
Denn: Ändert dieser etwas? Nein!
Denn geben wir es zu: Diese Menschen wurden gewählt. Für genau das, was sie jetzt umsetzen. Es stand in den Wahlprogrammen. Es war der Kern des Wahlsieges.
Also wäre mein Appell diese Woche: Sprecht nicht über die, die ihr ohnehin für hoffnungslos verloren und lobbyistisch agierend haltet. Sprecht mit den Menschen, die diese Parteien in Macht gebracht haben. Fragt sie – mit echtem Interesse, ohne Häme, ohne Besserwisserei. Informiert euch vorher mit Fakten. Und dann: hört zu.
Wir alle werden bockig, wenn wir herablassend behandelt werden. Weil wir Menschen sind. Weil wir gesehen werden wollen.
Das ist das Unbequemere. Aber es ist das Einzige, das wirklich etwas ändert.
Den ganzen Gedanken dazu gibt es in meinem Blogbeitrag. [→ Zum Artikel] (Öffnet in neuem Fenster)
Weiterer Blogposts von dieser Woche:
Die Mobilitätswende ist ein Gerechtigkeitsprojekt – und genau deswegen findet sie nicht statt.
https://katja-diehl.de/die-mobilitaetswende-ist-ein-gerechtigkeitsprojekt-und-genau-deswegen-findet-sie-nicht-statt/ (Öffnet in neuem Fenster)
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