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Hamburg stoppt das Töten!

Drei Menschen wurden 2026 auf dem Rad in unserer Stadt getötet.
Darunter ein 11jähriger.
Das muss ein Ende haben.
Unterzeichne jetzt!
#HamburgStopptDasTöten. (Öffnet in neuem Fenster)

Liebe Flauschis!

Ein bisschen weiter unten im Text gibt es wieder ein RICHTIG cooles Goodie für euch! Aber erstmal von vorne.

Good news!

Die nächste Delegation steht fest! Es geht nach Graubünden - vom 27- bis 29. September. Unterbringung erfolgt im Story (Öffnet in neuem Fenster) in Thusis.

Bisherige Grobplanung: In Chur schauen wir uns an, wie Bikesharing, On-demand-Angebote wie Publicar und clevere Kombinationen verschiedener Verkehrsträger funktionieren – ergänzt durch Einblicke in Velolieferdienste und ein Gespräch über die Herausforderungen von Extremwetter. Die Rhätische Bahn zeigt uns, wie Tourismus und Nachhaltigkeit zusammengehen können.

In Thusis erwarten uns spannende Themen rund um Tourismus und Sport, der Bus Alpin als Mobilitätslösung für Gemeinden unter 100 Einwohner*innen sowie die 31-Tage-Challenge und aktuelle Startup-Ideen. Workshopformate werden sich mit Praxisausflügen abwechseln.

Wird gut!

Erinnert ihr euch noch an mein Versprechen an mich selbst, keine pro bono Arbeit mehr zu machen, weil ich schon genug aus Überzeugung kostenfrei mache!? Nun denn, mal wieder gescheitert. Aber aus gutem Grund. Ihr habt es vielleicht schon in den Medien gelesen: Jeder 6. Verkehrstote (Öffnet in neuem Fenster) starb 2025 auf dem Rad. 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. In 70 Prozent dieser Crashes war eine autofahrende Person involviert. So schlimm die Zahlen sind, so absurd sind die Bagatellisierungen, die auf diese Fakten folgen. Es seien ja immer mehr Menschen auf dem Rad unterwegs und betroffen seien ja vor allem ältere Menschen auf ebikes. Wir alle wissen, dass, obwohl das einzelne Auto in Deutschland sich statistisch immer weniger bewegt, immer noch neue Autobahnen gebaut werden sollen. Und in Sachen Fahrsicherheit ist es quasi ein Tabu, das Alter von Fahrenden zu thematisieren, obwohl diese zwar weniger Crashes als die junge Fahrer*innengruppe machen, aber mit deutlich schwereren (Öffnet in neuem Fenster) Auswirkungen.

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Das Bullshitbingo.
Blaue Kreise mit gelber Schrift.
Krankenpflegerin
Technologieoffenheit
Feuerwehr/ Krankenwagen
Markt
Ländlicher Raum
die anderen Länder
Freiheit!
Wohlstand
Holzhammer/rasiert
Efuels
Arbeitsplätze

Das Bullshitbingo der Verkehrswende, Folge: E-Scooter

Manchmal fühle ich mich wie in einem Perpetuum Mobile des Verkehrswende-Bashings. Nehmen wir das Beispiel E-Scooter – besonders den Leihroller. Es lohnt sich, hier mal kurz innezuhalten und die Strukturen hinter dem “Konflikt” anzuschauen.

Die Zahlen zuerst

In Deutschland gibt es mittlerweile eine Million E-Scooter. Nur 20 Prozent davon sind Leihfahrzeuge. Die restlichen 800.000 stehen in Kellern und Fluren – nicht im Weg. Auf meinen Wegen ins Umland sehe ich Dutzende davon in Regionalbahnen, kombiniert mit dem Deutschlandticket, um das Auto zu ersetzen. Und im Vergleich zu 50 Millionen zugelassenen Pkw können Scooter schon statistisch nicht das große Problem sein.

Woher kommt dann die Aufregung?

Andreas Scheuer hat den E-Scooter 2019 als Bundesverkehrsminister legalisiert – ohne Infrastruktur mitzudenken. Kein Netz an Abstellanlagen, keine eigenen Fahrspuren. Einfach ein neues Verkehrsmittel in ein System kippen, das ohnehin schon überfüllt war. Ein System, in dem immer nur eines garantiert ist: die Autospur. Alles andere – Rad, Roller, Fußverkehr – muss sich drum herum organisieren.

Wir treten nach unten, statt gemeinsam nach oben zu schauen

Wenn Scooterfahrende auf den Gehweg ausweichen, ist das mies – aber es ist ein Symptom, kein Charakterfehler. Der Impuls kommt aus einem realen Gefühl: Inmitten von Autos zu fahren, die eigentlich 1,50 Meter Abstand halten müssten – selbst dann, wenn ich den vorgeschriebenen Meter Abstand zu geparkten Türen einhalte – ist es real gefährlich.

Und statt dass alle, die ohne Auto sicher mobil sein wollen, gemeinsam für mehr Raum und eigene Wege kämpfen, kämpfen wir lieber miteinander.

Das freut die Autolobby. Sehr.

Und hier versuche ich grad mit Menschen in Hamburg, ein Bündnis zu schmieden (Öffnet in neuem Fenster), dass genau dieses Gegeneinander hinter sich lässt, nach vorne schaut und Platz vom Auto fordert.

Unser Wunsch an euch: Die Petition unterschreiben. (Öffnet in neuem Fenster)

Auch wenn ihr nicht in Hamburg lebt, unterzeichnet gebt weiter und vor allem: Teilt eure Geschichte(n). Wir wollen erlebbar machen, was es heißt, einfach nur sicher Rad fahren zu wollen, dies aber nicht zu können, weil sichere Wege fehlen. Meine Vision ist ja, dass in jeder Landeshauptstadt so eine Petition gestartet wird, jenseits von allen bestehenden Bündnissen, sondern mit einem Dach, ähnlich wie bei Wald statt Asphalt (Öffnet in neuem Fenster), wo sich auch alle unter diesem Dach versammelten, um Autobahnneubauten zu verhindern.

Das Video zum Auftakt findet ihr hier. (Öffnet in neuem Fenster)

Katjas Mobility-Job der Woche
Junioranalyst/-in / Projektmit-arbeiter/-in (m/w/d) im Bereich:
Sharing, Wohnen, Ländl. Raum
EcoLibro GmbH
Flexibel: Home Office + 53842 Troisdorf (Öffnet in neuem Fenster)

Angst fährt mit – Stefan Carsten zum dritten Mal bei She Drives Mobility

Stefan Carsten ist Zukunftsforscher, seit 30 Jahren im Themenfeld Mobilität und Stadt – und zum ersten Mal fragt er sich, ob das System noch jemanden wie ihn braucht.

Wir starten bewusst mit schlechter Laune. Weil ehrliche Analyse vor falscher Zuversicht kommt.

Was bremst die Mobilitätswende? Nicht Komfortzone, sagt Stefan – sondern Angst. Angst vor dem Neuen. Angst, dass 70 Jahre Wohlstand vorbei sein könnten. Und eine Politik, die diese Angst bedient statt einzuordnen.

Wir sprechen über Berlin als paradoxes Beispiel, über Paris als prosperierende Wirtschaftsmetropole, die Deutschland in seinem fossilen Rückwärtsgang nicht versteht. Über Gemeinderäte, die Fachleute in den Wahnsinn treiben. Über den Zusammenhang zwischen ÖPNV-Rückzug und AfD-Erstarken. Und über die Frage, warum Diversität auf Bühnen so einfach ist – wenn man es wirklich will.

Im für euch exklusiven Abo-Teil hinter der “Bezahlschranke”: Stefans neuer Mobility Report. 10 Trends, 2 Deep Dives, 1 Manifest. Dazu: >Gen Scooter<, >The Backup Car< und eine Schweizer 30-Tage-Challenge, die in Deutschland gegen geschlossene Türen läuft.

Ein Gespräch über Erschöpfung, Durchhalten – und warum wir trotzdem nicht aufgeben.

Wie du zur gesamten Folge für dich als Abonnent*in gelangst?

1. Gehe auf deine Steady-Mitgliedschaftsseite im Steady-Backend: https://steady.page/de/backend/settings/memberships (Öffnet in neuem Fenster).

2. Gehe zu deinem Paket und wähle „Zum Podcast“.

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5. Zack, fertig!

Und damit zum großartigen Goodie für euch zahlende Abonnent*innen!!

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