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Brettspiele des Jahres 2025 mit Endeavor: Die Tiefsee

Gestern Abend wurde in Berlin mit Bomb Busters von Hisashi Hayashi das Spiel des Jahres (Öffnet in neuem Fenster) ausgezeichnet. Zwei bis fünf Spieler tüfteln gemeinsam etwa eine halbe Stunde an der Entschärfung einer Bombe, wobei es bei verdeckten Plättchen um Wahrscheinlichkeiten und die Kombination von Zahlen geht, damit korrekte Paare ausgespielt werden. Die Begründung derJury:

"In „Bomb Busters“ wachsen wir mit den Aufgaben. Schritt für Schritt erlernen wir das ABC des Bombenentschärfens. Dabei leiten wir mit Logik und einer Prise Interaktion die richtigen Zahlenpaare her. Der besondere Comic-Look gibt dabei dem bedrohlichen Thema die notwendige Leichtigkeit. Das schweißt uns als Team zusammen und wir können uns später an vielfältigen Missionen versuchen, die bisherige Denkmuster über den Haufen werfen."

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Ich habe das im tierischen Comicstil illustrierte Spiel noch nicht ausprobiert. Aber der Mathematiker Hayashi hat für seinen japanischen Independent-Verlag Okazu schon einige gute Spiele konzipiert, darunter Yokohama (2016) oder Metro X (2018). Bomb Busters ist für 35 Euro bei Pegasus Spiele (Öffnet in neuem Fenster) erschienen, wird ab zehn Jahren empfohlen und konnte sich gegen Flip 7 (Öffnet in neuem Fenster) von Eric Olsen (Kosmos) sowie Krakel Orakel (Öffnet in neuem Fenster) von 7 Bazis (Topp) durchsetzen.

Aber wenn ich ehrlich bin, landen in meinem Regal viel häufiger die Titel, die irgendwann für das Kennerspiel des Jahres nominiert werden. Seit 2011 gibt es diese zusätzliche Kategorie, in der auch komplexere Brettspiele berücksichtigt werden, die für Vielspieler interessant sind. Nominiert dafür waren Faraway (Öffnet in neuem Fenster) von Johannes Goupy und Corentin Lebrat (Kosmos), Neuland (Öffnet in neuem Fenster) von Charles Chevallier und Laurent Escoffier (Game Factory), aber gewonnen hat dieses Jahr tatsächlich mein Favorit, der erst kürzlich auf dem Tisch war: Endeavor: Die Tiefsee (Öffnet in neuem Fenster), das für 65 Euro und einen bis vier Spieler bei Frosted Games (Öffnet in neuem Fenster) erschienen ist. Ich habe das Erkundungsabenteuer von Carl de Visser und Jarrat Gray letztes Jahr ausführlich besprochen.

Hier das Fazit meiner Rezension (Öffnet in neuem Fenster) vom November 2024:

"Für mich ist Endeavor: Die Tiefsee das bisher beste Spiel der beiden Autoren aus Neuseeland. Ich hab Magister Navis schon gemocht, aber hier passiert einfach viel mehr am Tisch, so dass man schnell ins angenehme Grübeln und Taktieren kommt. Zunächst kann man mit seinem U-Boot gerade mal ein Feld weit fahren oder tauchen, aber die Sogkraft steigt über immer mehr Aktionen und in der letzten von sechs Runden versinkt man fast in Möglichkeiten mit tollen Wechselwirkungen und kleinen Kettenreaktionen. Man erweitert seine Crew, entwickelt Fähigkeiten und erlebt mit Aufstufungen der Experten, den Kombos sowie der modularen Erkundung so einige Déjà-vus für Videospieler. Kaum hat man sich einen genialen Plan mit Doppel- oder Dreifachkombo überlegt, ist das Spiel auch schon vorbei! Die Zeit vergeht bei diesem Wettstreit unter Wasser einfach wie im Flug. Mir gefällt das Szenario ebenso wie die Vertikalität und das Artdesign dieses sehr guten Brettspiels, das wunderbar illustriert und hochwertig designt ist. Es gehört ab sofort in meine Top 20."

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Falls euch die Arbei eines Spieleverlages interessiert, kann ich meine Gespräche mit Benjamin Schönheiter von Frosted Games empfehlen, der im Januar 2023 (Öffnet in neuem Fenster) und April 2025 (Öffnet in neuem Fenster) zu Gast im Podcast war. Bei der letzten Diskussion ging es um das für dieses Jahr angekündigte The Elder Scrolls: Betrayal of the Second Era (Öffnet in neuem Fenster). Dabei lassen die Entwickler von Chip Theory Games hinsichtlich der Kämpfe und Charakterentwicklung ihr erfolgreichesToo Many Bones einfließen. Das wurde mit seiner Würfelmechanik samt Pokerchips weltweit gefeiert.

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Last but not least wird seit 2001 auch das Kinderspiel des Jahres gewählt. Diesmal wurde es Topp die Torte (Öffnet in neuem Fenster) von Wolfgang Warsch (Schmidt), gefolgt von Cascadia Junior (Öffnet in neuem Fenster) von Fertessa Allyse und Randy Flynn (Kosmos) und Die Mäusebande (Öffnet in neuem Fenster) von Christophe Lauras (Game Factory).

Die Begründung der Jury:

"Die buchstäblich vielschichtige Schätzaufgabe in „Topp die Torte!“ verzaubert die Spielenden beim ersten Anblick der glitzernden Zuckerwürfel. Die Aufgabe ist erfrischend aufregend und wurde mit einem cleveren Wertungsmechanismus kombiniert, der nicht nur thematisch stimmig ist, sondern dem Spiel eine taktische Ebene verleiht. Optisch ansprechend, mit einer perfekten Prise Glück und einem wahrlich zuckersüßen Thema. Was für ein Tortengenuss!"

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Ach so: Zum Hauptspiel von Cascadia (Öffnet in neuem Fenster) , der Legetaktik mit Wildtieren und dem Spiel des Jahres 2022, gibt es auch eine Rezension (Öffnet in neuem Fenster). Alles, was ich bisher zum Thema veröffentlicht habe, findet ihr unter Berichte in der Kategorie Brettspiel (Öffnet in neuem Fenster).

Kategorie Erkundung

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