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Das schönste Bundesliga-Trikot aller Zeiten!

Es ist Montag, der 1. Dezember 2025, und du liest die STOFFKUNDE, meinen wöchentlichen Trikot-Newsletter. Mein Freund Boris Möller, Co-Autor des Eintracht-Frankfurt-Trikotbuchs und STOFFKUNDE-Unterstützer, hat auf Instagram 15 weitere bekannte und reichweitenstarke Trikotsammler zusammengetrommelt und sucht jetzt mit Eurer Unterstützung nach dem schönsten Bundesliga-Trikot aller Zeiten.

Dabei treten ab heute 16 ausgewählte Trikotsammler mit von ihnen ausgewählten Trikots in einer K.-o.-Runde gegeneinander an. Boris Möller und Florian Körfgen (Öffnet in neuem Fenster) haben am Freitag dazu eine Auslosung vorgenommen und folgende Trikots und Sammler treten dabei gegeneinander an:

Den Anfang machen heute Abend ab 18 Uhr @eintracht_frankfurt_trikots (Öffnet in neuem Fenster) vs.
@collection_of_werder_jerseys (Öffnet in neuem Fenster).

Der Sammler des Heimteams erstellt die jeweilige Insta-Story für das Duell, die mit dem Profil des Sammlers des Gastteams verlinkt ist. In dieser Insta-Story könnt ihr abstimmen, welches der beiden zur Wahl stehenden Trikots das schönere ist. Der Sieger zieht ins Viertelfinale ein.

Die weiteren Paarungen sind wie folgt:

Di. 02.12., 18 Uhr: @fc_trikotsammler (Öffnet in neuem Fenster) vs. @hsv_pluennen (Öffnet in neuem Fenster)
Mi. 03.12., 18 Uhr: @martin_bvb_trikotsammlung (Öffnet in neuem Fenster) vs. @DRESS04 (Öffnet in neuem Fenster)
Do. 05.12., 18 Uhr: @1fckaiserslautern_sammlung (Öffnet in neuem Fenster) vs. @vflbochummatchworn (Öffnet in neuem Fenster)
Fr. 05.12., 18 Uhr: @hertha_bsc_trikots_ (Öffnet in neuem Fenster) vs. fohlenstoff (Öffnet in neuem Fenster)
Sa. 06.12., 18 Uhr: @f95_trikots (Öffnet in neuem Fenster) vs. @vfb_matchworn_shirts (Öffnet in neuem Fenster)
So. 07.12., 18 Uhr: @dynamotrikots (Öffnet in neuem Fenster) vs. @kickers_trikots (Öffnet in neuem Fenster)
Mo. 08.12., 18 Uhr: @ollikausf (Öffnet in neuem Fenster) vs. @krasnikovs_krasse_kutten (Öffnet in neuem Fenster)

Folgt am besten allen Sammlern und der STOFFKUNDE (Öffnet in neuem Fenster) auf Instagram und ihr verpasst keine dieser spannenden Trikot-Duelle dieser und der nächsten Runden. Ich habe mir meine Favoriten schon rausgepickt und bin gespannt, wie ihr und der Rest der Community abstimmen. Aufgefordert mitzumachen, sind alle Trikotfans. Nicht nur der jeweils teilnehmenden Vereine.

Bis nächste Woche
Herzlichst, euer Steve

Interview
Yannick Griess im Kappa-Sondertrikot (Öffnet in neuem Fenster)
Yannick Griess, Abwehrspieler des FK Pirmasens im Kappa-Sondertrikot, mit dem der Klub in der ersten Runde des DFB-Pokal gegen den Hamburger SV angetreten ist. Im Hintergrund der Schlossbrunnen mit dem markanten Stierkopf. Foto: Supremo Shoes

Vor meiner Dienstreise Anfang November hatte ich die Gelegenheit, mit Dennis Schmidt zu sprechen. Er ist Head of Marketing der Supremo Shoes & Boots GmbH (Öffnet in neuem Fenster), einer Tochtergesellschaft der Deichmann-Gruppe. Supremo Shoes hat im Frühjahr dieses Jahres die Lizenzrechte von Kappa von der Schmidt-Gruppe in Norderstedt übernommen, die Kappa über 25 Jahre in Deutschland vertreten hatte. Allerdings hat Supremo nur die Lizenzrechte für Schuhe erworben.

Supremo Shoes ist mit der Marke Kappa Shoes Hauptsponsor des Oberligisten FK Pirmasens, (Öffnet in neuem Fenster) weil das Unternehmen seinen Hauptsitz in der Stadt hat. Supremo stattet den FK Pirmasens auch mit Trikots aus und ich wollte von Dennis nun wissen, wie es mit der Marke Kappa in Deutschland weitergeht.

STOFFKUNDE: Supremo Shoes ist seit diesem Jahr offizieller Lizenznehmer von Kappa in Deutschland. Allerdings habt ihr nur die Schuhlizenz erworben. Wie kommt es dann, dass der von Euch gesponserte Klub FK Pirmasens als wahrscheinlich einziger Klub in Deutschland offiziell auch in Kappa-Trikots spielt?

Dennis Schmidt: Wir haben einen Fünfjahresvertrag als Hauptsponsor mit dem FK Pirmasens abgeschlossen. Ziel ist es, während dieser Laufzeit mit dem Klub in die Regionalliga aufzusteigen. Es handelt sich dabei in erster Linie um ein regionales Sponsoring, weil wir dem Klub durch unsere räumliche Nähe sehr verbunden sind. Deswegen machte es natürlich Sinn, neben dem Trikotsponsoring den Klub auch mit Kappa-Trikots auszustatten. Als offizieller Lizenznehmer von Kappa-Schuhen in Deutschland bestehen selbstverständlich sehr gute Kontakte zum Lizenzgeber in Italien. Die Abwicklung mit den Trikots haben wir jedoch mit einem regionalen Händler hier in der Region umgesetzt, der den Klub mit den Trikots versorgt.

STOFFKUNDE: Dass Supremo Shoes neben der Schuhlizenz auch die Textillizenz übernimmt, ist also eher unwahrscheinlich?

Dennis Schmidt: Unser Kerngeschäft sind Schuhe und darauf konzentrieren wir uns im Moment. Wie immer im Fußball sollte man nie, nie sagen. Wobei ich tendenziell eher einen anderen Lizenznehmer für das Textilgeschäft von Kappa in Deutschland sehe, mit dem wir dann gerne in enger Partnerschaft zusammenarbeiten könnten.

STOFFKUNDE: Zum Schluss noch ein kurzer Blick zurück auf das Pokalspiel. Das hat dem Klub und euch als Sponsor richtig hohe Reichweiten verschafft.

Dennis Schmidt: In der Tat, zumal die Mannschaft den Hamburger SV bis an den Rand einer Niederlage gebracht hat. Für den Verein und uns als Sponsor war das natürlich ein herausragendes Ereignis, das sich in Sachen Wahrnehmung für alle Beteiligten ausgezahlt hat. Zusammen mit dem Händler wurde sogar ein eigenes Trikot für dieses Spiel ausgewählt. Es stammt jedoch wie alle anderen Trikots der Mannschaft in dieser Saison aus dem regulären Kappa-Katalog.

Dennis Schmidt arbeitet seit Juli 2024 für Supremo Shoes. Zuvor war er viele Jahre für Kangaroos und Uhlsport tätig.

Trikotgeschichte
Originales Spielertrikot von Klaus Augenthaler aus der zweiten Saison mit Commodore als Trikotsponsor. (Öffnet in neuem Fenster)
Originales Spielertrikot von Klaus Augenthaler aus der zweiten Saison mit Commodore als Trikotsponsor. Getragen u. a. an jenem 23. November in 1985 in Bremen, als Augenthaler Rudi Völler schwer foulte und verletzte. Das Trikot stammt aus der Sammlung von Georg Mooshofer /Foto: Georg Mooshofer/trikotsammlung.com

Zum Ende der Saison 1983/84 endete das Engagement von IVECO Magirus als Trikotsponsor des FC Bayern. Uli Hoeneß hatte 1978 den Feuerwehr-, Lkw- und Omnibus-Konzern Magirus Deutz aus seiner Heimatstadt Ulm als Sponsor zum FC Bayern gelotst. Das Geld, das der neue Sponsor zahlte, wurde ausschließlich für die Rückhol-Aktion von Paul Breitner eingesetzt, der zu dieser Zeit ein unglückliches Dasein bei Eintracht Braunschweig fristete. Magirus Deutz selber hatte zur gleichen Zeit schon seine Eigenständigkeit an den italienischen IVECO-Konzern verloren, sodass die Bayern ab der Saison 1981/82 mit dem Schriftzug IVECO Magirus auf den Trikots aufliefen. Zur neuen Saison 1984/85 buhlten gleich zwei Unternehmen um die Brust der Münchner Bayern.

Am 25. November 1983 traten die Bayern in Kaiserslautern das erste Mal als „Brasilianer“ an. Gelbe Trikots mit grünen Kragen und blauen Hosen, damals jedoch noch mit IVECO-Werbung auf der Brust. Der Aberglaube half. Nach ewigen Zeiten gewannen die Bayern erstmalig wieder auf dem Betzenberg. Im September 1986 versuchten die Bayernden Trick noch einmal. Diesmal im gelb-grünen Commodore-Outfit. Der Aberglaube half nicht. Das Spiel endete 1:1. Foto: Georg Mooshofer/trikotsammlung.com

Letztlich erhielt der amerikanische Computerhersteller Commodore den Zuschlag, nachdem Hoeneß den Preis mit einer Offerte über 1,5 Mio. DM vom Burladinger Trikotagenhersteller Trigema nach oben getrieben hatte. Commodore hatte zwei Jahre zuvor den legendären Personal Computer C64 vorgestellt, der sich bis Ende der 1980er-Jahre weltweit an die 30 Millionen verkaufen sollte und damit der damals meistverkaufte PC der Welt war. Auch in Deutschland setzte Commodore insgesamt rund drei Millionen Exemplare des spöttisch-liebevoll genannten „Brotkasten“ ab. Speziell bei den Jugendlichen war der C64 beliebt, denn mit „International Soccer“ hatte Commodore eine für damalige Verhältnisse erstklassige Fußballsimulation im Programm.

Spielertrikot von Roland Grahammer aus der Partie am 15. November 1988 gegen den VfB Stuttgart.
Spielertrikot von Roland Grahammer aus der Partie am 15. November 1988 gegen den VfB Stuttgart. Dieses Trikot wurde in diesem Spiel ein einziges Mal eingesetzt, um auf die neuen Amiga-Computer des Bayern-Sponsors aufmerksam zu machen. Roland Grahammer kam nicht zum Einsatz. Foto: Georg Mooshofer/@trikotbuch

In der zweiten Hälfte der Achtzigerjahre stand mit der Markteinführung der Amiga-Serie die nächste Innovation vor der Tür. Zur Flankierung der Produktplatzierung spielte der FC Bayern am 15. November 1988 gegen den VfB Stuttgart mit einer „Kiss me, Amiga“-Werbung auf den Trikots. Dieser Auftritt blieb eine einmalige Angelegenheit. Und obwohl sich beide Computer gut verkauften, gelang der mit der Partnerschaft der Bayern angedachte Sprung in die Business-Klasse der Personal Computer nicht. Die als Zielgruppe avisierten Unternehmen entschieden sich stattessen lieber für IBM- oder Apple-Computer.

Der frühere Bayern-Spieler und Trainer Hansi Flick spielt im Herbst 1985 am C64 das damals sehr beliebte Computerspiel „International Soccer“, so etwas wie der entfernte Vorläufer der heutigen FIFA-/FC-Serie. Foto: Imago/Fred Joch

Diese Entwicklung führte letztendlich zum Niedergang von Commodore, das 1994 Insolvenz anmelden musste. Alte C64- und Amiga-Computer erfreuen sich dennoch bis heute größter Beliebtheit – genau wie die Bayern-Trikots aus der damaligen Zeit. Denn genau wie bei den Computern zeugen die roten, weißen und manchmal auch gelben Trikots mit dem Commodore-Logo auch bei vielen Fans von den besten Zeiten ihrer Kindheit oder Jugend.

Für diese Trikotkolumne im Zeitspiel Magazin #21 (Öffnet in neuem Fenster) im Dezember 2020 griff ich mal wieder auf eine Trikotgeschichte aus meinem Buch Bundesliga-Trikots von 1963 bis heute zurück, um das Buch im Weihnachtsgeschäft noch mal etwas zu puschen. Es lagen bei meinem damaligen Verlag nur noch wenige Exemplare auf Lager und ich wollte das Buch unbedingt so schnell wie möglich ausverkaufen, um bald mit einer zweiten Auflage starten zu können, die leider nie kam, weil der alte Verlag trotz der hohen Nachfrage von einem Nachdruck im Jahr 2021 absah. Tauchten in den ersten Jahren danach noch vereinzelt Exemplare auf den Zweitmarkt zu hohen Sammlerpreisen auf, scheinen die Besitzer das Buch heute nicht mehr hergeben zu wollen.

Die langersehnte Neuauflage von Bundesliga-Trikots ist für den Herbst 2027 vorgesehen. Weitere Infos folgen in Kürze.

Links

Die Übernahmegerüchte zu Puma reißen nicht ab. Jetzt haben angeblich Unternehmen aus Asien Interesse an einer Übernahme des deutschen Sportartikelherstellers. Wir halten die Augen weiter offen, ob es so kommt.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/uebernahmegeruechte-um-puma-firmen-aus-china-und-japan-interessiert-accg-200270256.html (Öffnet in neuem Fenster)

Ergänzend zum Fanartikel-Barometer von Peter Rohlmann, über das ich hier letzte Woche berichtet habe, (Öffnet in neuem Fenster) hat Nielsen nun ebenfalls eine Studie zum Kaufverhalten von Fußball-Fans vorgelegt, über die jetzt das Branchenportal SPOBIS berichtet:

“So haben 69 Prozent der Befragten der Nielsen-Studie bereits Fanartikel gekauft, 16 Prozent davon sogar regelmäßig. Besonders gefragt sind weiterhin Trikots (54 %), T-Shirts (45 %), Schals (38 %) und Mützen (30 %). Obwohl jüngere, männliche Fans beim Konsum dominieren, zeigen auch 65 Prozent der Frauen eine hohe Kaufbereitschaft. Gleichzeitig gilt für fast die Hälfte der Nicht-Käufer (46 %): Der Preis ist das zentrale Ausschlusskriterium.”

https://spobis.com/article/umsatztreiber-merchandising-studie-gibt-einblicke-in-kaufverhalten-deutscher (Öffnet in neuem Fenster)

Der SWR hat den Lauterer Trikotsammler Michael Gramm besucht.

https://www.swr.de/sport/fussball/kaiserslautern-trikot-sammler-100.html (Öffnet in neuem Fenster)

Die einen leisten die Aufbauarbeit und keiner interessiert sich dafür. Hat die Mannschaft dann maximalen Erfolg, stehen auf einmal die großen Player auf der Matte. So geschehen beim Deutschen Basketball Bund. Seit 2013 trägt die deutsche Basketball-Nationalmannschaft Trikots des chinesischen Sportartikelherstellers Peak. Jetzt, nach erfolgreicher WM und EM, verlieren die Chinesen nach Ablauf ihres Vertrages den DBB an Adidas. Ähnlich war es zuletzt beim Hockey passiert. Dort hatte Ende letzten Jahres der australische Hersteller Reece sein Mandat beim DHB ebenfalls an Adidas verloren.

Für mich wirkt es ein wenig so, als würde Adidas hier den Verlust der Fußball-Nationalmannschaft an Nike mit der Rückkehr zu anderen Sportverbänden kompensieren, mit denen man in der Vergangenheit schon gut und erfolgreich zusammengearbeitet hatte. Der Fußball hatte einfach alles verschlungen. Aus dieser Sicht hat der Wechsel zu Nike beim Fußball vielleicht sogar etwas Gutes. Mal sehen, welche Verbände noch folgen. Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn die Leichtathleten und Volleyballer ebenfalls wieder in Adidas auftreten würden.

https://www.new-business.de/_rubric/detail.php?rubric=KOMMUNIKATION&nr=829910 (Öffnet in neuem Fenster)

Nochmal der SWR. Dieses Mal mit einem Bericht über den Ausrüster des VfB Stuttgart, Jako. Auch in meinem Buch Das Eintracht-Frankfurt-Trikot von 1899 bis heute (Öffnet in neuem Fenster) findet ihr eine längere Hintergrundgeschichte zum Unternehmen. Darin natürlich mit einem besonderen Bezug zur langjährigen Zusammenarbeit mit der Eintracht.

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/jako-sportartikel-vfb-stuttgart-trikot-spruegel-familie-mulfingen-unternehmen-100.html (Öffnet in neuem Fenster)

Der eine oder andere von euch hatte es wahrscheinlich schon gesehen. Am Wochenende vor einer Woche feierte der Lauterer Jugendspieler Dion Hofmeister sein Debüt in der 2. Bundesliga. Er trug dabei ein Trikot ohne den Schriftzug des Hauptsponsors des 1. FC Kaiserslautern. Den Novoline (Öffnet in neuem Fenster) ist eine Marke des Herstellers Löwen Entertainment, einem Anbieter von Automaten und Software für Glücksspiele. Und wie in England ist Glücksspielwerbung auf Trikots von Jugendspielern verboten.

https://web.de/magazine/sport/fussball/2-liga/zweitjuengster-zweitligadebuetant-jung-trikotsponsor-41622526 (Öffnet in neuem Fenster)

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