Es ist Montag, der 27. Oktober, und du liest die STOFFKUNDE, meinen wöchentlichen Trikot-Newsletter. Es ist Pokalwoche! Aus diesem Anlass ein Blick zurück auf die Pokal-Saison 1992/93, als die Hertha-Bubis mit vier unterschiedlichen Outfits bis ins Finale kamen.

Gestern kam ich zum ersten Mal seit Wochen dazu, mir einen Themenplan für die kommenden Ausgaben der STOFFKUNDE zu machen. So vollgepackt mit Arbeit und Terminen war der vergangene Monat. Im November geht es gleich so weiter. Deshalb schon heute die Ankündigung, dass die STOFFKUNDE-Ausgabe am 17. November leider ausfallen muss. Denn ich bin vom 9. bis 19. November auf Reisen und werde es leider nicht schaffen, in dieser Zeit den Newsletter zu schreiben.
Den ersten Teil der Reise werde ich in Hannover auf der Agritechnica verbringen und mich dort um meine Kunden aus dem Landtechniksektor kümmern. Nach einem kurzen Zwischenstopp in meiner alten Heimat Paderborn werde ich zum Abschluss der Reise am 19. November die Merchandising-Messe im Hamburger Volksparkstadion besuchen und dort auch am FanCommerce-Forum teilnehmen. Das Programm (Öffnet in neuem Fenster) ist sehr spannend und ich freue mich schon darauf, euch hier im Anschluss davon berichten zu können.
Diese Woche steht die 2. Runde im DFB-Pokal an und selbst Hertha BSC ist noch mit dabei. Der Traum, am 23. Mai 2026 das Endspiel im eigenen Stadion bestreiten zu können, darf weiter geträumt werden. Die Trikotgeschichte heute handelt von den Hertha-Amateuren, die in der Saison 1992/93 das geschafft haben, was die Profis sich seit Jahrzehnten wünschen. Auf dem Weg ins Finale haben die Hertha-Bubis, wie die Medien sie damals genannt haben, in insgesamt vier verschiedenen Trikots gespielt. Erschienen ist diese Trikotkolumne erstmals im Zeitspiel-Magazin 33 (Öffnet in neuem Fenster) im Dezember 2023 und heute erstmals für alle hier ebenfalls nachzulesen.
Viel Spaß dabei und bis nächste Woche!
Herzlichst, Euer Steve
Die Hertha-Bubis – mit unterschiedlichen Outfits ins Finale!
Am 26. Mai 1985 findet das erste DFB-Pokal-Endspiel nach der Entscheidung des DFB, das Olympiastadion zum deutschen Wembley zu machen, in Berlin statt. Im berühmten Londoner Fußballtempel läuft bereits seit 1923 alljährlich das Finale um den FA Cup, dessen Gewinn für viele englische Fußballfans bis heute mehr bedeutet als der Titel in der Premier League. Nun soll also auch Deutschland sein „Wembley“ bekommen. Die Premiere im Olympiastadion entscheidet 1985 Außenseiter Bayer 05 Uerdingen mit einem überraschenden 2:1 über den gerade zum Meister gekürten FC Bayern zu seinen Gunsten. Es sind Zeiten, in denen auch kleine Klubs und unterklassige Mannschaften das Pokalfinale erreichen können und die Großen ärgern (siehe auch Zeitspiel-Ausgabe 31 (Öffnet in neuem Fenster) „Der Pokal und seine Sensationen“).
(Öffnet in neuem Fenster)Mit den Amateuren von Hertha BSC steht am 12. Juni 1993 sogar zum ersten und bis heute einzigen Mal eine Amateurmannschaft im Pokalfinale. Begonnen hat die Reise der „kleinen Hertha“ zum Frust der Vereinsverantwortlichen mit einem Freilos. In Berlin hatte man sich schon auf einen attraktiven Gegner gefreut, der etwas Geld in die klamme Vereinskasse spülen sollte. Auch der Gegner in der 2. Hauptrunde löst wenig Freude aus. Immerhin schlägt die Hertha-Oberligaelf Landesligist SGK Heidelberg souverän mit 3:0 und zieht in die dritte Runde ein. Heimstätte der Mannschaft ist das Stadion an der Osloer Straße. Luxus gibt es hier nicht. Der Anfang September 1992 gewählte Vorsitzende der Amateurabteilung, Jörg Thomas, Besitzer einer größeren Tankstelle in Wedding, erweist sich als tüchtiger Vermarkter und holt mit Bandenwerbung 100.000 DM rein, mit denen die Stadioninfrastruktur aufgebessert werden kann. Zudem erwirbt er aus eigener Tasche neue Trikotsätze und Trainingsbekleidung, spendiert dem Klub zusätzlich 15.000 DM. Thomas ist somit nicht nur Abteilungsleiter, sondern zugleich Trikotsponsor.

In der dritten Runde sowie im Achtelfinale spielen mit dem VfB Leipzig und dem amtierenden Pokalsieger Hannover 96 dann auch endlich die ersten Profiteams vor – und werden von Amateuren mit 4:2 bzw. 4:3 heimgeschickt.
Mit den Erfolgen wächst das Interesse an den frechen Berliner Nachwuchskickern sprunghaft an. Mit Andreas und Oliver Schmidt, Christian Fiedler sowie Carsten Ramelow stehen vier Spieler im Kader, die sich später im Profilager einen Namen machen werden. Der wachsende Zuschauer-Zuspruch führt zum Umzug ins größere Mommsenstadion. Dort feiert die Kleine Hertha im Viertelfinale ein 2:1 über den 1. FC Nürnberg und steht im Halbfinale. Erstmals trägt die Mannschaft zudem andere Trikots als in den drei Runden zuvor.


Das Halbfinale gegen den Chemnitzer FC geht vor sagenhaften 56.514 Zuschauern im Olympiastadion über die Bühne. Die Hertha-Amateure erreichen mit einem 2:1 das Finale. Dort verliert die von den Medien mittlerweile „Hertha-Bubis“ getaufte Mannschaft nach starker Gegenwehr durch ein Tor von Ulf Kirsten in der 77. Minute 0:1. Mit diesem Ergebnis waren die Hertha-Profis übrigens bereits im Achtelfinale an Leverkusen gescheitert – die Revanche für die Profis durch die Amateure blieb also aus.


Wenn ihr Christian (Öffnet in neuem Fenster) persönlich kennenlernen wollt, besteht am kommenden Sonntag, beim großen Sneaker & Trikotfestival Mesh & Laces (Öffnet in neuem Fenster) im Berliner Einkaufszentrum Bikini Berlin (Öffnet in neuem Fenster) die Gelegenheit dazu. Er betreibt zudem den Whats App Channel Fussballtrikots. (Öffnet in neuem Fenster) Schaut mal vorbei und meldet euch an.
Wer zudem noch mehr über den Weg der Hertha-Bubis ins Pokalfinale lesen möchte, dem sei das Buch von Ralf Grengel Hertha BSC - Das Geheimnis unserer Pokal-Wunder ans Herz gelegt. Es ist über diverse Seiten wie Agon (Öffnet in neuem Fenster) oder Booklooker (Öffnet in neuem Fenster) als gebrauchtes Buch zu erwerben.
Während der Lokalrivale Puma schwächelt, steigen bei Adidas in Herzogenaurach Umsatz und Gewinn auf neue Rekordhöhen, berichtet das Handelsblatt.
Aktuell spielt der FC Chelsea ohne Trikotsponsoren. Für den Ärmel scheint man nun fündig geworden zu sein und auch für die Brust steht der Club nach Auskunft von SportsPro bald vor einem Abschluss. Chelsea hatte in der Vergangenheit immer wieder Angebote abgelehnt, weil man sich nicht unter Wert verkaufen wollte. Der Gewinn der Klub-Weltmeisterschaft hatte zudem zusätzliches Geld in die Kassen gespült, so dass man es sich leisten konnte, nicht jedes Angebot annehmen zu müssen.
https://www.sportspro.com/news/chelsea-fpt-sleeve-shirt-sponsorship-search-october-2025/?utm_campaign=24159843-SportsPro%20Daily%3A%20October&utm_medium=email&_hsenc=p2ANqtz-9dh1pAomuncbgsd18ZzyzWv-PxJazDlK8e0WyXZdtYsIqIGqdad8UXtOzEHEPE-_3ikcZg_VO9NKBKMkgW2cNinYQcVw&_hsmi=386411831&utm_content=386412073&utm_source=hs_email (Öffnet in neuem Fenster)Der FC Barcelona hat seit der Saison 2022/23 Spotify als Hauptsponsor. Klub und Sponsor haben diesen Vertrag, der noch bis 2026 gültig gewesen wäre, nun vorzeitig bis zum Jahr 2030 verlängert. Er umfasst dabei sowohl Spiel- als auch Trainingsbekleidung der Männer- und Frauenteams. Barcelona kassiert dafür nach Angaben von spanischen Medien € 65 Mio. für das Trikotsponsoring pro Saison und noch mal € 10 Mio. für die Trainingsbekleidung. Darüber hinaus hat Spotify auch die Namensrechte am Stadion. Die bringen dem Klub weitere € 20 Mio. pro Saison ein.
https://www.sportspro.com/sponsorship-marketing/sponsorship/barcelona-spotify-shirt-sponsor-camp-nou-naming-rights-october-2025/?utm_campaign=24159843-SportsPro%20Daily%3A%20October&utm_medium=email&_hsenc=p2ANqtz--wuVc4pxciRj0I85KUSoRollZMLNe9KSMlSTTJHx0YNF5LZaLVZkNKlFh6lHZgLKfzSlwfjInKCbhYHNIEu31SN0q9Hw&_hsmi=385991974&utm_content=385987787&utm_source=hs_email (Öffnet in neuem Fenster)Beim 3:1 Heimerfolg gegen den FC Heidenheim setzte die TSG Hoffenheim ein Zeichen gegen Brustkrebs und lief in rosafarbenen Sondertrikots auf. Auch die U23 und das Frauenteam liefen in ihren Pflichtspielen in diesen Trikots auf.
Ab dem 30. Oktober haben Fans die Chance, bei einer Rückwärtsauktion über den TSG-Onlineshop ein besonderes Sammelstück zu erwerben. Der gesamte Auktions-Erlös wird an das Brustzentrum der GRN Klinik Sinsheim gespendet.