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Streamline Sunday ✍🏼 #6

Bild: Canva

Es gibt zwei Arten von Langeweile.

Die, die wir meist verlernt haben, aber von der guten Sorte ist.

Die, die wir uns erst wieder erlauben dürfen.

Die Langeweile, in der alles getan ist und wir in der Sonne sitzen und Wolken gucken- nichts zu tun, nirgends zu sein, einfach nur tiefe innere Zufriedenheit. Dolce far niente, wie die Italiener sagen.

Die zweite Art von Langeweile ist anders:

Es ist alles getan, wir haben kein Problem damit, einfach nur in die Wolken zu gucken, spüren aber, dass wir mehr wollen.

Dass wir wieder für etwas brennen wollen, dass wir etwas bewegen wollen.

Wir sind entspannt, aber nicht erfüllt. Das hat nichts mit Undankbarkeit für die Freizeit zu tun, auch nichts mit “eigentlich müsste ich jetzt”.

Es ist diese leise innere Stimme und Gewissheit, dass jetzt Raum ist für mehr. Dass wir bereit sind für eine Veränderung.

Dass es Zeit ist, in uns zu gehen und in uns zu horchen.

Zu erkennen, was wir gern in unserem Leben hätten.

Was wir gern erleben würden.

Was sich ändern darf. Auch wenn es uns Angst macht, hinzusehen.

Was in solchen Momenten schnell passiert, ist, dass unser Unterbewusstsein übernimmt.

Wir in Aktionismus verfallen, in Ablenkung, Beschäftigung, um dieses unangenehme Gefühl loszuwerden.

Denn ihm zu folgen, hinzusehen bedeutet, sich potentiellen Ängsten zu stellen. Möglichen unangenehmen sprich ungewohnten Situationen.

Dabei öffnet sich hier, genau in diesem Moment, in dem wir nicht “nach Inspiration” scrollen, nicht die Bücher nach Farben sortieren, nicht die Küchenschränke umräumen, die Tür, die uns zeigt, was als nächstes kommt.

Welches Kapitel jetzt dran ist, wenn wir uns trauen, ehrlich zu uns zu sein. Das ist die Art von Langeweile, die den nächsten Schritt einläutet, wenn wir uns trauen.

Lass mir gern deine Gedanken dazu da.

Kategorie Streamline Sunday ✍🏼

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