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Roboterautonomie ist nicht näher als Dein Ziel von dem Ort, an dem Dich Dein Waymo absetzt

Howdy, y’all!

“Irgendwann ist irgendwie ein anderes Wort für nie”, singen Kettcar in ihrem fantastischen Song “Benzin und Kartoffelchips”. Diese Zeile kam mir mehrfach in den Kopf, denn etliche Leser von Holy Smokes schrieben mir, dass sie doch immer schon mal auch nach Austin reisen wollten, nach meinen Erzählungen erst recht.

Tja, Machen ist wie Planen, nur krasser – also ran.

Warum Du heute bis zum Ende lesen solltest:

  • Weil ich Dir von meinen Top-Erkenntnissen der SXSW berichte

  • Weil eine Erstbesucherin von ihren Erlebnissen berichtet

  • Weil Du erfährst, wie das neue Konzept der South-by aufgegangen ist

  • Und, weil das die letzte Ausgabe von Holy Smokes ist – und jetzt aufgeben wär doch auch blöd

Bevor Du nach Flügen gen Texas suchst, solltest Du in Deinem Herzen aber bewegen, dass wir in Deutschland eine Veranstaltung haben, die auf ähnliche, aber andere Art und Weise inspirierend ist, wie die SXSW: die re:publica (Öffnet in neuem Fenster) (für die ich seit dem Jahreswechsel arbeite).

Die re:publica ist nicht die deutsche SXSW. Und überhaupt brauchen wir keine deutsche South-by, wir sind gut genug, um eigene spannende Formate entstehen zu lassen – so wie die re:publica, die wie keine andere Konferenz ist, die ich kenne.

Hier geht es mehr um Gesellschaft und weniger um Business, doch verlasse ich auch Berlin immer mit umgeparktem Kopf, wundervollen, neuen Kontakten und dem Gefühl, bereit zu sein für die Zukunft – auf eine optimistische Art.

Die nächste Ausgabe steigt vom 18. bis 20. Mai, im Oktober wird es außerdem Satelliten in Wien und Düsseldorf geben.

Sehen wir uns?

(Öffnet in neuem Fenster)

Meine wichtigsten Erkenntnisse der SXSW 2026

Es ist unmöglich “die” Top-Trends einer South-by zu finden – dafür ist das Programm zu vielfältig (mehr dazu in der dritten Ausgabe von Holy Smokes (Öffnet in neuem Fenster)). Jeder Überblick ist deshalb immer subjektiv.

Hier also meine absolut subjektiven Gedanken zur Ausgabe 2026:

1. Human in the middle ist das neue Human in the loop

Noch nie habe ich erlebt, dass ein Thema die Tage in Austin derart dominiert hat, wie die Rolle des Menschen in einer Welt voll KI in diesem Jahr.

Die SXSW war immer ein Frühindikator und so war sie diesmal Vorbote einer Grundsatzdiskussion, die wir bald intensiv führen werden: Was macht der verstärkte Einsatz Generativer KI mit uns Menschen und unserem Zusammenleben?

In den vergangenen drei Jahren hat jeder KI-Anbieter beim Hinweis auf die Fehlerhaftigkeit seiner Systeme erklärt, es müsse immer einen “Human in the loop” geben, der die Ergebnisse Generativer KI prüfe. Doch das reicht nicht: Austin war voll von warnenden Stimmen, dass uns KI weiter auseinander treibt. “Wir erleben eine der größten Innovationen der Geschichte und trotzdem boomen Relitke der Vergangenheit”, sagte Bestseller-Autorin Jennifer B. Wallace schon in der Eröffnungs-Keynote. Sie sieht dies als Zeichen des menschlichen Bedürfnis nach Sinnerfüllung – und das sinke in Zeiten von KI, erst recht wenn tatsächlich Arbeitsplätze abgebaut würden. Folge: Depressionen, Vereinsamung, Selbstmord.

Plakat in Austin

Die grundsätzlichen Bedürfnisse des Menschen stehen im Konflikt zu dem, was KI-Propheten verkünden. Das sah auch Frank Diana so, der Haus-Futurist der Beratung TCS: “Die fundamentalen Verhaltensweisen der Menschen ändern sich nicht, nur die Gegebenheiten um sie herum.”

Eine Lösung der Herausforderungen gab es nicht, dazu ist die Debatte zu jung. Doch die Diskussionen waren ein wohltuender Gegenpol zu den vorbehaltlosen Jubelarien vieler KI-Propheten. “Ich mache mir Sorgen, dass KI der Gott einer neuer Religion wird”, warnte Futuristin Faith Popcorn – und irgendwie musste ich an den deutschsprachigen Teil von LinkedIn denken.

Immerhin scheinen Normalmenschen den richtigen Riecher zu haben: “Die Menschen misstrauen KI. Alle reden davon, aber die Adoption ist vergleichsweise ein Witz”, sagte Ben Nilson Senior Vice President Brand Experience der Werbeagentur BBDO New York.

2. Die Agenten, die in die Kälte kommen

Seit 31 Jahren bobachte ich hauptberuflich Technologien. Und deshalb weiß ich eines: Wenn die Vertreter einer neuen Technologie behaupten, dass man Begriffe aus ihrem Feld nicht mehr detailliert verwenden sollte – dann stecken sie im Mist.

So war das in Austin mit “Agentic AI”. Mit einem Mal ist alles agentisch, egal ob Chatbots oder Tracking-Bots. Cloudflare-CEO Matthew Prince, zum Beispiel, sagte: “Wenn ein Programm böse ist, nennen wir es Bot, wenn es gut ist, nennen wir es Agent.”

Ach soooo, ich dachte Agentic AI seien Systeme, die autonom in komplexen Systemen Entscheidungen treffen – ich Dummerchen.

Entweder also gibt es Agentic AI schon seit Jahrzehnten – denn Googles Suchmaschine basiert auf der Durchsuchung des Web durch Agenten – oder da versucht gerade eine Branche von Problemen abzulenken, so wie es schon die Apologeten des Metaverse, von Virtual Reality, NFT und Kryptowährungen getan haben.

“Ohne Klarheit in der Sprache ist der Mensch nur ein Gartenzwerg”, singen Element of Crime in “Alle Vier Minuten” – wir sollten die Gartenzwerge nicht gewinnen lassen.

3. Resistance!

Die häufigste Frage, die mir Menschen vor der SXSW gestellt haben war: Hast Du keine Angst? Nein, hatte ich zu keinem Zeitpunkt. Und ich halte es für richtig, die Reise angetreten zu haben.

Denn die SXSW und Austin selbst sind jene Orte, die im Kampf um die Demokratie Unterstützung brauchen. Wer nicht hinfährt, fühlt sich selbst besser, schadet aber der Sache, die er eigentlich unterstützen möchte.

Diese South-by war so politisch, wie keine zuvor. Der Widerstand gegen die Regierung Trump wächst und war überall hörbar. Es gibt Bevölkerungsgruppen, die aus Angst vor Repressalien und Deportation schweigen, doch es gibt weit mehr, die mit viel Wut und mächtigen Worten Stimmung machen – egal ob es auf den Bühnen der Konferenz Lokalpolitiker waren, wie der Kongressabgeordnete für Texas, Keynote-Speakerinnen wie Amy Webb, Aktivistinnen wie Jane Fonda oder Rivian CEO RJ Scaringe.

Da gärt etwas, das sich noch friedlich Bahn bricht. Wie es aussehen würde, wenn die Midterm-Wahlen nicht stattfinden, was manche im Silicon Valley befürchten, ist eine andere Frage. Ob die Wahlen noch abgesagt werden könnten, fragte ich bei der Fragerunde des Panels “Definding Democracy: How Cities Rise Up When Feds Push Down” die Rednerinnen und Redner. Die zögerten mit der Antwort, dann sagte die Austiner Stadträtin Vanessa Fuentes: “Ich habe gelernt in Zeiten der Regierung Trump nichts auszuschließen. Deshalb kann ich auch nicht ausschließen, dass er mit irgendwelchen Mitteln die Wahl verschieben will. Aber wir sind bereit, zu reagieren.”

4. Country boomt

In Austin kam man um Western-Style und Country noch nie herum. Doch war die SXSW 2026 Symbol eines landesweiten Booms des Wild West als Stilelement. Natürlich hat das schon mit Beyonce und ihrem “Cowboy Carter”-Album begonnen. Beendet ist die Welle offensichtlich noch lang nicht. “Didn’t see that coming, country’s cool again” singt Laney Wilson, der weibliche Superstar des Country im gleichnamigen Song: “And I can’t believe my eyes these days, everybody wanna be a cowboy”.

Laney Wilson auf der SXSW. Foto: Richard Gutjahr

Warum? Vielleicht ist es die Sehnsucht nach Freiheit. Oder die nach klaren Verhältnissen. Vielleicht leider auch das Comeback des Patriarchats, allerdings sind Frauen genauso begeistert vom Cowgirl-Look.

Das zeigt der Erfolg der Austiner Marke Kendra Scott (Öffnet in neuem Fenster). Der Modeschmuckhersteller zeigt, wie man stationären Handel belebt – mit gutem Service and Party-Atmosphäre an verkaufsstarken Tagen. Seit dem vergangenen Jahr hat das Unternehmen mit Yellow Rose (Öffnet in neuem Fenster) einen Mode-Ableger im Hardcore-Western-Stil, in dessen Filiale dezente Monitore Cowgirls im Zeitlupen-Ritt durch die Rodeo-Arenen galoppieren lassen. Kendra Scott kommt jetzt schon auf über 150 Filialen und geschätzte Umsätze zwischen 500 Mill. und 750 Mill. Dollar.

Halb so viel Umsatz mit rund 60 Ablegern macht Tecovas (Öffnet in neuem Fenster), ebenfalls aus Austin. Hier gibt es Cowboy-Stiefel, Hüte und – kleine Kaufempfehlung – exzellent sitzende Jeans, für jene unter uns, die keine Model-Figur haben. Am Freitag Mittag meiner Abreise war der Laden so voll, dass sich vor dem Eingang eine Schlange bildete, während drinnen ein Gitarren-Cowboy für die passende Stimmung sorgte.

https://youtu.be/oiqP17ivgC0?si=jje1yTHAkhvJRUH7 (Öffnet in neuem Fenster)

Auch die filmische Popkultur hat dazu beigetragen, allen voran die Hit-Show “Yellowstone” mit Kevin Costner, ihr entsprangen mehrere Spin-offs. Der nächste Katalysator des Cowboy-Revivals steht in den Startlöchern: Auf der SXSW kündigte Steven Spielberg an, dass sein nächster Film ein Western sei: “Er wird Pferde haben und er wird Waffen haben, aber keine der üblichen Klischees.”

5. Roboterautonomie ist nicht näher als Dein Ziel von dem Ort, an dem Dich Dein Waymo absetzt

Oberflächlich betrachtet, ist die Zukunft in Austin schon da. Selbstfahrende Waymo-Taxis gibt es en masse, eine Hand voll von Tesla sind auch in der Stadt, der Konzern präsentierte (stehend, nicht fahrend) sein erstes Robotaxi. Auch begegnen einem ständig die Lieferroboter des heimischen Unternehmens AVRide, dass bald ebenfalls autonom fahrende Taxis auf Basis des Hyundai Ioniq 5 anbieten will.

Und dann läuft einem auf der Straße der Rizzbot über den Weg, der Passanten durchbeleidigt und ihnen den Mittelfinger zeigt.

https://youtu.be/MBAJFa1gqEI?si=RaHcWHHjSyDUY5FY (Öffnet in neuem Fenster)

Allein, man darf nicht zu genau hinschauen. Dann blättert die glänzende Zukunftsfassade ab:

  • Natürlich wurde der Rizzbot ferngesteuert, sein Lenker war nur wenige Meter entfernt.

  • Das Tesla-Robotaxi ist niemals in dieser Gestalt brauchbar für den Taxi-Betrieb.

  • Die Zahl der Unfallmeldungen für Robotaxis lässt in Austin Stimmen laut werden, ob man ihren Einsatz nicht wieder verbieten sollte.

  • Wer ein Waymo nutzt, kommt oft nicht dort an, wo er gerne würde. Meines setzte mich 3 Gehminuten vom Ziel ab, mein WG-Mitbewohner Richard kam auf 6 Minuten.

Wenn das die Zukunft ist, dann schwankt sie zwischen Täuschung und Mittelmäßigkeit. Von autonomen Robotern, egal ob auf zwei Beinen oder vier Rädern, sind wir jedenfalls weit entfernt.

Teslas Robotaxi in Austin: sieht schnittig aus, hat aber nur Platz für zwei Personen auf Sitzen, die metallene Parkbänke wie Sofas wirken lassen.
sxtalk

“Inszenierung zum Niederknien”

Catrin Bialek war als Mitglied der Chefredaktion des Marketing-Fachmagazins Horizont zum ersten Mal auf der South-by – und ein Drittel unserer Awesome German Wohngemeinschaft, die sich ein Airbnb-Haus teilte.

Natürlich wollte ich wissen, ob sich der Trip für sie gelohnt hat…

Catrin, Du warst das erste Mal auf der SXSW. Mit welchen Eindrücken bist Du heimgeflogen?
Die SXSW ist eine wahnsinnig sympathische Konferenz. Das Programm auf den Bühnen ist großartig, die Inszenierung zum Niederknien. Am Samstagmorgen ließ die Futuristin Amy Webb eine Kapelle durch den Saal marschieren, um die Beerdigung ihres Trendreports zu feiern. Herrlich. Auf der SXSW wird nicht nur über die Zukunft geredet, sondern sie ist auch erlebbar. Wenn man in Austin ein Uber bestellt, kommt manchmal ein fahrerloses Waymo-Auto angefahren. Und wenn man an einer Kreuzung steht, hält plötzlich ein Roboter von Uber Eats. In Austin ist die Zukunft schon da.

Welche Marketingtrends hast Du entdeckt? 
Mir war vor der SXSW schon klar, dass Community Management an Relevanz gewinnt. Aber die Wucht, mit der das Thema in Austin auf die Bühnen kam, hat mich dann doch überrascht. Ich habe viele Sessions mit führenden CMOs gehört und immer, wirklich immer ging es um die Stärkung der Communities. Daran knüpft sich das Thema Creators. Die meisten Marken versuchen, langfristige Kooperationen mit Influencern aufzubauen, auch das ist neu. Und dann, ein etwas anderes Thema: die KI-Agenten. Viele Marken experimentieren auf unterschiedlichen Levels damit, allerdings ist mitunter unklar, wie autonom die KI-Agenturen tatsächlich agieren.

Was hattest Du nicht erwartet? 
Ich habe nicht erwartet, wie viele Keynotes und Sessions sich mit dem Thema Menschsein in Zeiten von KI beschäftigen. Das fing gleich am ersten Tag mit der Keynote der Bestseller-Autorin Jennifer Wallace an und zog sich durch alle sieben Festivaltage. Neurowissenschaftler:innen haben gezeigt, wie bedenklich die Einflüsse von KI-Nutzung auf den Menschen sein können. Deshalb nehme ich mit: Eine KI-Nutzungskompetenz ist extrem wichtig.

Ein persönliches SXSW-Highlight?
Das wurde ich nach meiner Rückkehr von der SXSW oft gefragt. Meist hat sich dann ein halbstündiger Monolog daran angeschlossen. Nein, Scherz. Tatsächlich kann ich nicht den einen Höhepunkt beschreiben – weil es so viele gab. Gut, ich soll etwas sagen: Dann nehme ich am vorletzten SXSW-Tag den Auftritt von „The Office“-Star Steve Carell. Ich mochte seine unprätentiöse Art auf der Bühne. Wie er den jüngeren Schauspielerinnen neben sich viel Raum gab, obwohl er selbst doch der Star ist. Und dann zum Schluss seine Lebensphilosophie: Er habe sich zu einer „No Asshole Policy“ entschieden, weil er für Idioten einfach keine Zeit mehr aufbringen will. Großartig.

Welchen Tipp würdest Du SX-Newbies geben?
Wenn ihr zum ersten Mal nach Austin fahrt, bereitet euch gründlich vor. Das Festival ist derart komplex, dass ihr euch vorher einlesen solltet. Und dann gibt es ja noch das Thema Reservierungen: Man kann vorab Plätze buchen in Sessions, auch das sollte man nutzen. Du fragst nach einem Tipp – ich gebe aber noch einen zweiten: Bucht kein Hotelzimmer, sondern schaut, dass ihr in einer Wohngemeinschaft unterkommt. Da könnt ihr schon beim Frühstück mit klugen Köpfen über die Themen der SXSW diskutieren und wertvolle Tipps für den Tag aufschnappen.

Die Neuerfindung der SXSW

Wird das die letzte SXSW? Das war die große Frage im Vorfeld. Denn es hatte gerumst: In der Pandemie musste das Gründerteam 51% der Anteile verkaufen und diese gingen an den Verlag Penske (Rolling Stone, Hollywood Reporter). Dessen Chef gilt als Trump-Buddy. Der letzte Verbliebene aus dem Gründerteam wurde dann nicht CEO, weshalb er mit donnernden Äußerungen ging.

Dazu hat die Konferenz ihr Herzstück verloren. Im vergangen Jahr wurde das riesige und sehr hässliche Konferenzzentrum abgerissen, hier ein Blick auf die Baugrube:

2029 soll es dann anderthalb Mal so groß sein und so aussehen wie hier auf dem Zaun:

Gleichzeitig war klar, dass die Zahl der aus dem Ausland Anreisenden sinken würde. Aus Deutschland kamen in der Hochzeit über 3.000 Besucher, es ist keine steile Annahme, dass diesmal 70% weniger vor Ort waren. Inzwischen ist Brasilien die stärkste Auslandsnation.

Trotzdem vermeldeten die Organisatoren über 32.000 Hotelzimmerbuchungen (hinzu kommen Airbnb-Nutzer und Einheimische).

Schon immer fanden Konferenzsessions in Hotels statt, nun waren sie die einzige Option – die SX spielte quer durch die Stadt und komprimierte sich auf 7 Tage. Das sorgte für Energie in den Straßen: Man begegnete anderen Teilnehmern viel häufiger als früher. Auch, dass es von Tag 1 an gute Musik und gute Filme gab, hat mir sehr gefallen.

Gleichzeitig fiel auf, dass die Zahl der Abreisenden ab dem Montag zunahm. An den Tagen 6 und 7, also Dienstag und Mittwoch, war es manchmal traurig leer. Insofern stellt sich die Frage, ob die Terminierung von Donnerstag bis Mittwoch der Weisheit letzter Schluss ist.

Nur eines scheint sicher: Die SXSW wird in Austin bleiben. Ein Lokalblatt hatte zwischendurch die sensationsheischende Story veröffentlicht, dass der Penske sie nach Las Vegas legen wollte – dies wurde von der SXSW wie der Stadt hart bestritten. Gerade die Stadt würde ein Wegzug treffen, die ökonomische Wirkung der South-by wurde 2025 auf 370 Mill. Dollar beziffert.

Ob das Festival jemals so groß wird, wie vor der Pandemie darf bezweifelt werden. Die Ausgabe 2026 hat aber auch meine Sorgen um die SXSW beruhigt – dem Team gehört großer Respekt dafür, wie es diesen Konferenfestival-Moloch neu erfunden hat.

Dies war mein letzter Morgen-Smoothie in Austin, nochmal ein “Smoothie with Adrienne”, eine Kollaboration mit Yoga-Lehrerin Adriene Mishler, deren Youtube-Format “Yoga with Adriene” offensichtlich auch deutsche Anhänger hat – zum Beispiel Catrin Bialek.

Was drin war? Mandelmilch, Banane, Heidelbeere, Erbsenprotein, Kreatin, Mandelbutter, Spinat, Kakaopulver, Kakaosplitter, Chia-Samen, Vanille, Zimt und Seesalz.

Getrunken habe ich ihn mit ein wenig Abschiedsschmerz aber auch sehr viel Dankbarkeit für 78 Menschen, die für Holy Smokes gezahlt haben. Die Bruttoeinnahmen lagen bei 700,10 Euro – DANKE!

Weitere 139 Menschen haben den Newsletter frei abonniert, die Öffnungsraten lagen bei absurd hohen 73% bis 88%.

Etliche haben mir geschrieben, dass sie Holy Smokes sehr gern gelesen haben. Das freut mich und ich werde jetzt überlegen, ob ich im Laufe des Jahres einen neuen Newsletter starte.

Bis dahin aber: Kommt alle zur re:publica im Mai!

Leider gar nicht gewürdigt wurden die texanischen Verabschiedungen, die ich mir extra ergoogelt habe. Trotzdem beende ich das Projekt Holy Smokes mit einer weiteren:

That’s all he wrote, y’all!