Zum Hauptinhalt springen

Individuelle Atemmuster des Menschen

Immer mittwochs schicke ich dir einen Impuls für mehr Rhythmus im Leben. Heute: Was dein Atemrhythmus über dich verrät.

Schatten einer Gans, einer Giraffe und eines Menschen vor der Sonne.
Bild: ChatGPT
🎼

Eine Ente atmet etwa 42 Mal in der Minute ein und aus. Mit jedem Atemzug schnappt sie rund 30 Milliliter Luft auf. Ganz anders die Giraffe: Sie atmet etwa neunmal in der Minute. Dabei gelangen je 3,4 Liter (!) Luft in ihre Atemwege.

Je kleiner das Tier, desto höher die Atemfrequenz. Da gibt es den Kolibri mit 250 Atemzügen auf der einen, den Schwertwal mit gut einem Atemzug in der Minute auf der anderen Seite – wie Rainer Flindt in seinem Buch „Biologie in Zahlen“ schreibt.

Der Atemrhythmus hält auch uns Menschen am Leben. Mit jedem Einatmen nehmen wir lebensnotwendigen Sauerstoff aus der Luft auf, mit jedem Ausatmen geben wir Kohlendioxid an unsere Umgebung ab. In Ruhe geschieht das bei Erwachsenen etwa 12 bis 18 Mal in der Minute. Bei Aktivität steigt die Frequenz.

Es heißt, die Einatmung über die Nase sei gesünder als diejenige über den Mund: Denn winzige Flimmerhärchen in der Nase filtern heraus, was nicht in die tieferen Atemwege gelangen soll. Außerdem befeuchten die Nasenschleimhäute die Luft und wärmen sie an. Das ist alles vorteilhaft für den Körper.

Kostenfrei:

Wir atmen also entweder durch die Nase oder durch den Mund. Und wir tun es höchst individuell! Neugeborene machen mit etwa 40 bis 45 (Öffnet in neuem Fenster), Kleinkinder mit 20 bis 30 deutlich mehr Atemzüge in der Minute als ein Erwachsener.

Doch die Atmung variiert nicht nur in Abhängigkeit zur Aktivität und dem Alter, sie variiert auch zwischenmenschlich so stark, dass Forschende einzelne Menschen inzwischen allein anhand ihres individuellen Atemprofils mit fast 100-prozentiger Genauigkeit identifizieren können.

Kategorie Medizin + Rhythmus

0 Kommentare

Möchtest du den ersten Kommentar schreiben?
Werde Mitglied von Taktvoll und starte die Unterhaltung.
Mitglied werden