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Nachhaltigkeit meets KI

Wie sie uns hilft, Ziele messbar und nachvollziehbar zu erreichen

Bäume aus der Vogelperspektive

Warum das Thema Nachhaltigkeit kein Trend, sondern ein Evergreen-Thema in Organisationen ist

Nachhaltigkeit betrifft alle

Nachhaltigkeit ist weder Trend noch „Game Changer“:  Sie ist ein Evergreen Thema, denn sie betrifft uns alle. Warum es sich lohnt, sich mit Nachhaltigkeit in Unternehmen, Stadtwerken und Kommunen zu beschäftigen, wie sie in Organisationen praktiziert und gelebt werden kann und wie die KI dabei hilft, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, darum geht es im Beitrag.

Beispiele aus der Praxis zeigen dir, in welchen Bereichen KI bereits erfolgreich eingesetzt wird und welche weiteren Einsatzmöglichkeiten bestehen.

Ein gemeinsames Verständnis von Nachhaltigkeit

Der Schlüssel für nachhaltiges Handeln in Unternehmen ist ein gemeinsames Verständnis. Warum? Der Begriff nachhaltig wird inflationär gebraucht und das Verständnis von Nachhaltigkeit ist vielseitig. Genauso vielfältig, wie der Begriff Verwendung findet, so unterschiedlich sind auch die Vorstellungen. Je nach Blickwinkel wird darin eine lästige Pflicht oder eine positive Zukunftsvision gesehen. Wollen wir Nachhaltigkeit im Unternehmen verankern, braucht es daher eine Auseinandersetzung damit, was wir eigentlich mit Nachhaltigkeit verbinden. Eine Begriffsklärung ist daher entscheidend.

Definition Nachhaltigkeit

Eine weitläufig anerkannte Definition von Nachhaltigkeit bzw. nachhaltigen Entwicklung geht auf den den 1987 erschienen sogenannten „Brundtland-Bericht“ der Vereinten Nationen zurück. Unter Federführung des damaligen norwegischen Ministerpräsidenten Gro Harlem Brundlandt wurde der Bericht mit dem Titel „Our Common Future“ verfasst. Darin steht: “Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, welche die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne die Fähigkeit zukünftiger Generationen zu gefährden, ihre Bedürfnisse zu befriedigen.”  

Unter Anbetracht gegenwärtiger Herausforderungen, wie die Klimakrise, Artenkrise und zahlreicher geopolitischer Herausforderungen ist der Begriff jedoch schärfer zu fassen. Nachhaltigkeit aus heutiger Sicht bedeutet: „Die eigene Existenz nicht zu gefährden und sie auch nicht für zukünftige Generationen auf’s Spiel zu setzen.“ Weicher und positiver formuliert es Steffen Erath, Head of Innovation & Sustainability bei Hansgrohe SE. Er sieht in Nachhaltigkeit nichts anderes als die radikale und konsequente Anwendung des gesunden Menschenverstands.  

Drei Dimensionen der Nachhaltigkeit

Um den Begriff Nachhaltigkeit greifbarer und für eine praktische Nutzung zugänglich zu machen, führte John Elkington 1994 die sogenannte „Tripple Bootom-Line“ ein. Er verortet Nachhaltigkeit als Schnittpunkt der drei Dimensionen Mensch (Soziales), Handel und Finanzen (Wirtschaft) sowie Natur (Umwelt). Unter dieser dreidimensionalen Ausrichtung der Nachhaltigkeit sind Faktoren subsummiert, die auf die Nachhaltigkeit einzahlen. Dazu zählen u.a. gerechte Arbeitsbedingungen, faire Löhne, Chancengleichheit oder gesellschaftlicher Zusammenhalt, die der sozialen Dimension zu zuordnen sind. Langfristige Wettbewerbsfähigkeit, verantwortungsvolle Unternehmensführung oder Innovationskraft gehören zur ökonomischen Dimension. Bewahrung von natürlichen Ressourcen, Artenvielfalt, Klimaschutz und die Minimierung negativer Umweltwirkungen für künftige Generationen zählen zur ökologischen Dimension. Die Auflistung der Faktoren ist nicht abschließend.  

Bedeutung von ESG = Environment, Social, Governance

Die Finanzwelt hat in Bezug auf Nachhaltigkeit eine eigene Begrifflichkeit hervorgebracht. Der Begriff ESG adressiert Faktoren im Bereich Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance). Der Begriff ESG ist weitverbreitet und wird oft mit Nachhaltigkeit gleichgesetzt. Er summiert all die Faktoren, die für eine nicht-finanzielle Bilanz benötigt werden.

Die  Europäische Kommission hat mit ihrer „Corporate Sustainability Reporting Directive“ (CSRD) erstmals einen einheitlichen Rahmen geschaffen und im Rahmen des „Green Deals“ eine Berichtspflicht für Unternehmen eingeführt. Zu den Nachhaltigkeitsfaktoren wurde die doppelte Wesentlichkeitsanalyse verankert, die zudem Informationen zu Nachhaltigkeitszielen und Kennzahlen abruft. Die CSRD-Berichtspflicht fordert Unternehmen heraus, vor allem wenn sie sich erstmalig damit befassen. Im Dezember gab es daher einen Beschluß, die CSRD-Berichtspflicht auf Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von 450 Millionen Eura anzuwenden.  Für Unternehmen, die sich dennoch systematisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen wollen, gibt es den freiwilligen Berichtsstandard „VSME“, der eine abgeschwächte Version der ESG-Berichte mit einfacher Wesentlichkeitsanalyse bereithält.

Ambitionsniveau klären

Nach außen gelagerten Kommunikationsaktivitäten sind jedoch weniger entscheidend für die Verankerung von Nachhaltigkeit in Unternehmen. Wichtiger ist zu klären, welches Ambitionsniveau in Bezug auf Nachhaltigkeit von Seiten des Unternehmens verfolgt werden soll. Die Frage ist, fokussiert sich das Unternehmen vor allem darauf, externe Erwartungen von Stakeholdern, wie Kunden, Investoren, Partnern oder gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen (Outside-In Perspektive) oder geht es darum, eigene Nachhaltigkeitsvisionen und -ziele zu entwickeln (Inside-Out). Letzteres bedingt ein höheres Ambitionsniveau. Es zielt auf eine strategische Verankerung im Unternehmen ab und schafft damit die Grundlage, deutlich stärker von Nachhaltigkeit zu profitieren. Da sich einerseits tiefgründiger mit Nachhaltigkeit im Unternehmen beschäftigt wird und andererseits so auch die Vorteile nachhaltigen Wirtschaften stärker zum Tragen kommen können und mehr Gewicht erhalten.

Nachhaltigkeit strategisch verankern 

Somit benötigt Nachhaltigkeit im Unternehmen eine strategische Perspektive, die in Unternehmensziele und Aktivitäten mündet. Sie muss Eingang in Prozesse, und Strukturen überführt werden, zum Bestandteil von Entscheidungen und KPIs werden sowie sich im Denken und Handeln wiederfinden. Hierfür braucht es vor allem Führungskräfte und Entscheider. Diese müssen mit im Boot sein, wenn das Thema Nachhaltigkeit kein „nice-to-have“ bleiben soll.

Damit ist Nachhaltigkeit vor allem aus der Top-Down Perspektive zu sehen, da sie strategische Entscheidungen nach sich zieht, die Weichenstellungen im gesamten Unternehmen erzeugen. Führungskräfte werden zudem als Vorbilder wahrgenommen und können Nachhaltigkeit nur glaubhaft vermitteln und einfordern, wenn sie selbst nachhaltig handeln. Denn allzuoft wird das Engagement von Einzelnen in Sachen Nachhaltigkeit ausgebremst, wenn sie nicht die nötige Rückendeckung haben. Bottom-up funktioniert Nachhaltigkeit vor allem dann, wenn sich Führungskräfte Feedback einholen oder Informationen für die einzelnen Teilbereiche benötigen. Somit braucht es zunächst eine organisatorische Verankerung des Themas Nachhaltigkeit bevor sich eine nachhaltige Unternehmenskultur herausbilden kann, die mit Leitbildern und Wertevorstellungen unterlegt ist. Und auch erst nachhaltig ausgerichtete Unternehmen werden diese zum Bestandteil ihres Geschäftsmodells machen.  

Nachhaltigkeit ein komplexes Transformationsthema  

Somit handelt es sich beim Thema Nachhaltigkeit in Unternehmen um ein großes und komplexes Transformationsthema, das alle Bereiche betrifft – jede Abteilung, jedes Projekt und jeden Beschäftigten.

 Drei Leitplanken für Nachhaltigkeit im Unternehmen:

  1. Gemeinsames Begriffsverständnis als Grundlage für nachhaltiges Hand

  2. Ambitionsniveau klären

  3. Nachhaltigkeit strategisch verankern  

  4. Vorgesetzte bzw. Führungskräfte ins Boot holen    

Was die KI in Sachen Nachhaltigkeit bewirkt

Die KI kann beim Erreichen von Nachhaltigkeitszielen helfen. Vorausgesetzt wir setzen sie richtig und auch für die richtigen Zwecke ein.  

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Kategorie Artikel

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