Ana Romas kennt sich aus mit Essen. Auf Instagram zeigt sie regelmäßig Gerichte aus unterschiedlichsten Ländern. Gerade wenn wir persönliche Verbindungen zu einem anderen Land oder einer anderen Kultur haben und dann in einem völlig neuen Land aufwachsen, kann Essen ein essenzieller Faktor sein.
Wie kommen wir eigentlich zu einem Zugang zu unseren Emotionen, wenn wir das nie wirklich gelernt haben? In einigen Ländern der ehemaligen Sowjetunion waren der öffentliche und transparente Umgang mit mentalen Gesundheitsthemen ein Tabu. Darüber wurde nicht gesprochen und Gewalt, vor allem im familiären Kontext, wurde als "Selbstverständlichkeit" angesehen. Eigentlich ein Widerspruch, wenn in der Musik als auch Literatur so offen über gebrochene Herzen und Traurigkeit thematisiert wurden.
Wenn wir aber damit aufgewachsen sind, keine Trauer zu zeigen, wie sollen wir dann im Erwachsenenalter damit umgehen können?
Essen kann eine tiefgreifende Kraft entfesseln. Vor allem in Bezügen zur eigenen Heimat, wo auch immer sie sein mag. Deshalb investieren wir gerne viel Kraft, die richtigen Zutaten bekommen um etwas zurück zu holen, was wir hinter uns gelassen haben. Entstehen deshalb unter den Beiträgen von Foodblogger*innen so hitzige Diskussionen, wenn Rezepte vorgestellt werden, die nicht unserer Erinnerung entsprechen?
Darüber und über vieles mehr in der neuen Folge von Trauerschatten.
✏️Shownotes:
➡️Zu Anas Instagram-Account (Öffnet in neuem Fenster)
➡️Zu Anas Webblog mit allen möglichen Rezepten (Öffnet in neuem Fenster)

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Viele Grüße
Samson