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Der Eisvogel als Inspiration

Mit seinem farbintensiven Federkleid ist der Eisvogel bestens getarnt. Sein schimmerndes blautürkises Gefieder verschwimmt in Ufernähe mit den Lichtreflektionen der Wasseroberfläche und sein orangebrauner Bauch mit den Ästen auf denen er Ausschau nach Beute hält. Der Eisvogel ernährt sich vorwiegend von kleinen Fischen. Dafür taucht er blitzartig ins Wasser ein, so dass er in sekundenschnelle seine Beute im Schnabel hält.

Vorbild für die Technik

Der nahezu geräuschlose Tauchprozess inspirierte das Ingenieurdesign des japanischen Hochgeschwindigkeitszuges Shinkansen zu seiner auffallend langen Nase. Die Vorgänger Shinkansen Modelle erzeugten bei der Ausfahrt aus Tunneln einen lauten Knall. Denn wenn Züge in Tunnel einfahren, schieben sie eine Schallwelle vor sich her, die bei der Ausfahrt ertönt. Für Anwohnende war das als Lärmbelästigung empfundene Geräusch, selbst aus 400 m Entfernung gut hörbar.

Der Ingenieur Eiji Nakatsu, ein begeisterter Birdwatcher, beobachtete, dass Eisvögel trotz hoher Geschwindigkeit geräuscharm ins Wasser gleiten. Durch die Anpassung der Zugnase, am Vorbild des Eisvogelschnabels, lies sich der Knalleffekt erfolgreich beseitigen.

Es geht noch besser

Ein weiterer positiver Effekt war, dass Die Shinkansen Züge dadurch 15 % Prozent weniger Strom verbrauchten und 10 % schneller fahren konnten. Technik, die sich von der Natur inspirieren lässt wird übrigens als Biomimikry bezeichnet.

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Kategorie Illustrierte Infografik

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