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Abschied, Trennung, Loslassen

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editorial

Liebe Sänger & Musikanten, liebe Leserinnen & Leser!

Haben Sie schon mal auf einer Beerdigung gesungen oder musiziert? Wahrlich keine leichte Aufgabe. Und schon erst recht nicht, wenn man zu den Hinterblieben oder gar zur verstorbenen Person in einer persönlichen Beziehung stand. Ich wurde erst vor wenigen Wochen diesbezüglich sehr berührt und gefesselt: Vier junge Geschwister haben mit ihrem wunderbaren A-Cappella-Gesang das Requiem für ihren zu früh verstorbenen Vater begleitet. Dieser letzte Dienst war ihnen spür- und hörbar ein Anliegen. Und sie haben diese ungemeine Herausforderung mustergültig bewältigt.

Wer singt, gibt sehr viel von sich preis. Man wird verletzlich, denn ein schräger Ton kann nicht zurückgeholt werden. Bei der Beerdigung eines Angehörigen die Kontenance zu bewahren, ist so schon schwierig genug, wo doch Weinen eine natürliche und gesunde Reaktion auf einen Verlust ist und helfen kann den Trennungsschmerz zu bewältigen. Singen und weinen gehen schon gar nicht zusammen. Aber singen kann weinen ersetzen, denn es spendet Trost, ermöglicht dem Sänger sich emotional auszudrücken und kann für eine Art Psychohygiene sorgen. Nicht selten stellt sich ein besonderes Gefühl der Kraft und Verbundenheit mit dem Verstorbenen ein.

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Der Trauer den Marsch blasen: Sebastian Meier macht sich seine Gedanken zur Beerdigungsmusik

Sebastian Meier lebt auf dem Michlbauerhof in Ursensollen im oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach. 120 Milchziegen, 15 Wagyu-Rinder und 100 Legehennen samt Gockel nennt der Landwirt sein Eigen. Als Instrumentenbaumeister betreibt er auf dem Hof auch eine kleine Blechinstrumentenwerkstatt. Und dann ist er noch Musikant. In diversen Formationen bei allen möglichen Gelegenheiten. Im Wirtshaus und auf der Kleinkunstbühne, von der Wiege bis zur Bahre – womit wir beim Thema wären. Wastl, wie ihn seine Freunde nennen, beschäftigt sich auch mit Trauermärschen. Sebastian Gröller hat mit ihm für die »zwiefach« darüber gesprochen. Text: Sebastian Gröller; Fotos: privat

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Ab sofort sind auf zwiefach.de (Öffnet in neuem Fenster) alle 55 Ausgaben des Magazins seit 2016 online im blätterbaren PDF-Archiv zugänglich – also seit jenem Jahr, in dem Andrea Iven den traditionsreichen Titel als Verlegerin übernommen hat.

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