Ihr Lieben! Ich habe etwas Feines für euch.
Bevor wir in den Blogpost einsteigen, will ich euch einen großartigen Planer für das nächste Jahr vorstellen (für den ich einen Text schreiben durfte). Ich verehre analoge Papierprodukte - Schreibwaren- und Buchläden sind mein finanzieller Ruin.
In Sache Alltagsplanung bin ich natürlich auch immer mit Papier unterwegs. Und deshalb liebe ich den Buchkalender "Alltagsfunken (Opens in a new window)" vom Brunnenverlag:
(Opens in a new window)Er ist so hochwertig und schön gestaltet. Und dazu überaus praktisch. Zum Monatsbeginn gibt es eine Monatsübersicht und To-Do-Listen. Herrlich!
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(Opens in a new window)Ich verlose dieses Planer 3x.
Was du tun musst für eine Gewinnchance?
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Aus den neuen Abonnenten lose ich drei Gewinner aus.
Die Verlosung endet am Sonntag, den 26.10. um 18 Uhr. (Gewinner werden per Zufall ausgelost)
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
Jetzt zum eigentlich Teil meines Blogposts. Heute plaudere ich ein bisschen aus dem Nähkästchen. Ok? Los geht's:
(Opens in a new window)Die Dunkelheit klammert sich an die Morgenstunden, Regen hämmert gegen das Fenster. In der Küche stehen leere Kaffeebecher und verkrustete Müslischüsseln, die Mädchen sind auf den letzten Drücker aufgestanden, hatten keine Zeit mehr, um hinter sich aufzuräumen. Das Übliche also.
Während ich hier auf dem Sofa meinen Gedanken nachhänge, über einen Blogeintrag nachdenke, sitzen sie bereits im Chemielabor oder sezieren irgendetwas Unaussprechliches im Biologieunterricht. Das große Kind hat sich nach seinem USA-Jahr wieder gut eingefunden, ihr großes Interesse ist Politik und ihr Lieblingshobby: Debatten mit AfD-Politikern. Aufgrund ihres jungen Alters wird sie unterschätzt. Ein Fehler. Sie kann ihr Gegenüber mit Argumenten komplett auseinandernehmen. Und das mit einer Gelassenheit, die ich glühend beneide. Von ihr lerne ich: Bilde dich immer weiter. Geh den unbequemen Schritt. Hör auf, immer so verdammt höflich sein zu wollen.
Das jüngere Kind steht in seiner Freizeit in der Küche und backt: Banana Bread und Müslischnitten, Hefezopf und Apple Pie. Die Kuchenplatte ist meist gut gefüllt. Nun hat sie sich auch für ein Highschooljahr in den USA beworben und mein Herz weiß noch nicht, wie es das finden soll. Von ihr lerne ich: Wenn du nicht weiß, was du machen sollst: Backe! Mach das nächstliegende Kreative! Bewirb dich für das Unmögliche!
(Opens in a new window)Die Kinder drängen hinaus in die Welt, die sie verändern und gestalten wollen.
Und dieser Gedanke wirft mich zurück auf mich selbst: Wer werde ich sein, wenn die Kinder aus dem Haus sind? Wer bin ich jetzt in dieser seltsamen Zeit nach der Trennung - jetzt, wo sich alles eingespielt hat und das Schlimmste überstanden ist?
Ich dachte, ich würde mich freier und glücklicher fühlen. Nicht falsch verstehen, an vielen Tagen verspüre ich Erleichterung und die Fülle an Möglichkeiten. Eine autarke Freiheit, die mich nicht ängstigt, sondern beflügelt. Aber an anderen Tagen ist da auch die Last, alles alleine stemmen zu müssen. Das Gefühl, übrig geblieben zu sein. Die Herkunftsfamilie ist weit weg. Jeder ist mit seinem eigenen Leben beschäftigt. So kann es mitunter passieren, dass bis zur nächsten Einladung oder Verabredung Wochen vergehen. Es ist anstrengend, mich immer wieder pro-aktiv auf den Weg machen zu müssen. In dieser Jahreszeit fehlt mir die Kraft dazu. Und WhatsApp ist da eher hinderlich, weil Terminfindungen epische Ausmaße annehmen. Was mich wiederum noch mehr erschöpft (geht das nur mir so??)
Ist das nicht bezeichnend für die Ambivalenz des menschlichen Daseins? Wir wollen Freiheit und sehnen uns nach Verbindungen mit anderen. Wir erwarten soviel vom Anderen und sind oft selbst so unfähig, selbst die Gebenden zu sein. In dieser Spannung lebe ich.
Meine Idealvorstellung: Irgendwann in einer Art Gemeinschaft zu leben, in der ich aber auch meine eigenen Wege gehen kann. Mir reicht schon das Gefühl, Menschen um mich zu haben, mit denen ich eine tiefe Verbindung teile.
Die Ehe vermisse ich nicht. Vielleicht war ich nie für sie gemacht. Vielleicht sollte man erst heiraten, wenn man die 50 überschritten hat und genau weiß, wer man selbst ist.
Hier brechen jetzt die Herbstferien an. Ich habe vorgeplant: Die Schwester und die Mutter werde ich besuchen. Die Grabbepflanzung meines Vaters planen. Eine Halloweenparty für die Kinder schmeißen. Schreiben. Und vor allem den Arbeitsstau in Haushalt und Garten und auf dem Schreibtisch verkürzen. Ich muss aufpassen, dass mich die Pflichten nicht erdrücken und die Leichtigkeit ersticken.
(Opens in a new window)Der erste Herbststurm fegt an diesem Morgen ums Haus. Die Pflanztöpfe mit den Chrysanthemen kullern über den Balkon. Meine treuen Bäume lassen los, manche Äste sind schon ganz kahl. Sie durchwandern ihre Zyklen von Transformation. Auch wenn äußere Kräfte an ihnen zerren, stehen sie fest in dem uralten Wissen, dass alles nur eine Phase ist. Notwendige Phasen. Das trifft auf unser Leben zu. Und auf unsere Menschengesellschaft.
Der alte Ahornbaum, 30 m ist er hoch, bekommt die Sturmböen am heftigsten ab. Aber er steht mit seinem tiefen Wurzelwerk auch am sichersten. Das tröstet mich. Die Lebensstürme mögen unsere Äste etwas ausgelichtet haben, zerzauster sind wir, aber wir haben doch an Widerstandskraft gewonnen.
(Opens in a new window)Bevor die Kinder heute nach Hause kommen, gibt es noch viel zu tun. Auch wenn ich heute Abend nur einen Bruchteil meiner Aufgaben erledigt haben werde: Wir zünden Kerzen an, das jüngere Kind wird irgendwas Leckeres backen. Das große Kind wird mit uns philosophieren. "Spielen wir noch eine Runde UNO?" Ja - immer ja zu UNO, zum Backen, zum gemeinsamen Essen!
Sicher ist: Oft wissen wir gar nicht, dass wir uns in einer Lebensphase befinden, auf die wir später wehmütig zurückblicken. Vielleicht habe ich hier schon alles, was ich brauche. Vielleicht sollte ich aufhören, zu sehr über meinem Mangel zu brüten.