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Erste Hilfe Koffer | Inhalt | Prepping Ausrüstung | Was muss rein?

In diesem Beitrag teile ich die Wichtigkeit eines Erste Hilfe Sets oder Koffers für Zuhause und liste alle empfohlenen Hilfsmittel und Materialien auf, die du für deine eigene Ausrüstung haben solltest. Ich empfehle dir, deine Ausstattung selber zusammen zu stellen, da du so deiner Kompetenz und deiner individuellen Situation und Präparation entsprechend vorsorgen kannst.

Warum ist eine Erste Hilfe Ausstattung wichtig? Weil es im Notfall, bei Unfällen und Verletzungen, Leben retten kann. Für mich, als „Plastik-Vermeidender-Minimalist“: Lohnt sich das? Sollte es zu einem Notfall kommen, lohnt sich das 1000-fach! Ich würde mir - salopp gesagt - in den Arsch beißen, es nicht zu haben, wenn ich es mal bräuchte.

Erste-Hilfe-Ausrüstung:

  • Mullkompressen und Verbände

  • Desinfektionsmittel und -tücher

  • Verbandtücher und Dreieckstücher

  • Rettungsdecke und Beatmungsmaske

  • Splitterpinzette und Zeckenzange

  • (Blasen-) Pflaster, Tape und Stripes

  • Taschenspiegel und Verbandschere

  • FFP3-Masken und Einweghandschuhe

  • Tourniquet und Fieberthermometer

  • Sam Splint und Stifneck

  • Skalpell und Nähzeug

  • Spritzen und Kanülen

  • Kochsalzlösung

 

Medikamente und Co:

  • Schmerzmittel

  • Alkohol und Honig

  • Notfallmedizin-Bücher

  • Heilpflanzen und Kräuter

 

Die 6 B‘s der Risiko-Vorsorge:

  1. Burns (Verbrennungen)

  2. Blisters & Bruises (Blasen & Schürfwunden)

  3. Bites & Stings (Bisse & Stiche)

  4. Bleeding (Offene Blutungen)

  5. Broken Bones (Knochenbrüche)

  6. Blackout (Ohnmacht & Kreislauf)

Empfohlene Grundausstattung:

Es ist ratsam, dass du mit allen Materialien in deinem Set umgehen kannst und diese geschickt einzusetzen weißt. Am wichtigsten sind sterile Mullkompressen und Schnellverbände. Diese lieber zu groß als zu klein. Und wenn du ein möglichst kleines Erste-Hilfe-Set haben möchtest, dann empfehle ich dir, aluminiumbedampfte Kompressen und Verbände. Diese kosten vielleicht ein wenig mehr, eignen sich dafür aber sowohl für Brandwunden als auch für normale Verletzungen.

Und passend dazu, insbesondere für großflächige (Brand-) Wunden: Große Verbandtücher (ebenfalls aluminiumbedampft). Für stark blutende Wunden eignen sich normale Mullkompressen zwar ein wenig besser, aber funktionieren tut beides, Hauptsache steril und abgedeckt. Zur Desinfektion von Haut und Wunden empfiehlt sich Desinfektionsmittel. In Kombination mit Mullkompressen entstehen so auch Desinfektionstücher.

Dreieckstücher sind wegen ihrer vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten ein Muss, genauso wie auch ein paar Rettungsdecken nicht fehlen dürfen, weil Schockreaktionen und Temperaturstürze häufig mit größeren Verletzungen einhergehen.

Mit einer feinen Pinzette kannst du nicht nur Splitter, sondern auch Zecken entfernen und eine Packung unterschiedlich geformter (Blasen-) Pflaster kann auch nicht schaden (vor allem, wenn du Strecke machen willst). Dazu noch eine Verbandschere, ein paar Masken und einige Einmal-Handschuhe - und fertig ist das Nötigste. Verbandschere ist vor allem notwendig, um bei Bedarf schnell Kleidung aufschneiden zu können und Einmal- Handschuhe ermöglichen den Eigenschutz und sauberes Arbeiten selbst mit stark verschmutzten Händen.

Den Rest brauchen wir hoffentlich nie oder nur selten, aber wenn wir die Sachen mal brauchen, dann ist es gut, diese zur Hand zu haben. Mit einem Tourniquet lassen sich zum Beispiel schwere Blutungen und Amputationen abbinden, aber ein einfacher Druckverband kann in den meisten Fällen genügen. Spritzen und Kochsalzlösung sind praktisch, um Wunden, Augen und Co. keimfrei auszuwaschen. Zur Not lässt sich eine ähnliche Lösung aber auch mit abgekochtem Wasser und Salz herstellen (ca. 5g Salz - ein gehäufter Teelöffel - auf 500ml Wasser; siehe Internet).

Weitere Tipps und Infos:

Alle weiteren Empfehlungen kannst du der Liste entnehmen. Gehe verschiedene Unfall- und Verletzungs-Szenarien durch und frage dich, wie du welchen Fall behandeln und versorgen würdest. Was machst du bei Schnitt-, Schürf- und Platzwunden? Wie behandelst du Verbrennungen, Brüche und Prellungen? Wie reagierst du auf Ohnmacht, Schock und Unterkühlung? Was machst du bei einem ausgekugelten Arm? Fieber, Erkältung, Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, allergische Reaktionen, etc.

Und bevor ich zu meinen letzten Tipps in diesem Abschnitt komme, rate ich dir noch, dein gesamtes Erste-Hilfe-Set ordentlich und zugriffsbereit zu lagern, in einer Verpackung, die du schnell und einfach greifen, transportieren und verwenden kannst. Außerdem sollte das Equipment, der Koffer oder die Tasche, am besten an einem prominenten Platz stehen und als Erste-Hilfe-Material auch für Andere erkennbar sein. Medikamente nutze ich selbst so gut wie gar nicht, dennoch können ein paar Schmerztabletten (Ibuprofen) nicht schaden.

Bedenke eigene Medikation von dir und deiner Familie und füge hinzu, was du brauchst. Achte auf die Haltbarkeit und Lagerungsempfehlungen verschiedener Medikamente. Tabletten halten sich für gewöhnlich länger als Flüssigkeiten. Des Weiteren sollte nichts in deiner Erste-Hilfe-Ausstattung einfrieren (und platzen) können. Alkohol- und salzhaltige Flüssigkeiten frieren bei moderaten Minusgraden nicht ein.

Mein Spezial-Tipp zur Behandlung von Brandwunden, aber auch für alle anderen Arten von Wunden: Honig! Honig ist ein natürliches Antibiotikum, das Wunden reinigt, schützt und abdeckt, Bakterienwachstum mindert und den Heilungsprozess beschleunigt. Ein echtes Wundermittel. Einfach eine dicke Schicht auf das verletzte Areal geben, gelegentlich erneuern und eventuell mit einem Tuch abdecken - fertig. Zum Reinigen und Ausspülen von Wunden eignen sich frisch versiegeltes Flaschenwasser oder (im Notfall) auch Urin.

Nächster Tipp: Alkohol. Möglichst hochprozentig, zum Beispiel Melissengeist (80%). Diesen kannst du sowohl innerlich, wie auch äußerlich anwenden, zum Beispiel bei Erkältungen, Magen- Darm-Problemen, Muskel- und Durchblutungsbeschwerden und vielem mehr. Aber Achtung: Starker Alkohol wirkt Haut-Reizend. Ansonsten lässt sich Alkohol im Notfall auch als Hand- und Flächendesinfektionsmittel verwenden, für Tinkturen und zur Lebensmittelkonservierung nutzen oder als Tauschmittel handeln. Und du kannst ihn trinken. Auch Harze, Lacke und Kleber lassen sich damit entfernen - ein wahrer Alleskönner.

Und zu guter Letzt der vielleicht bedeutendste Tipp: Lies und besorge dir ein paar Notfallmedizin-Bücher. Diese ersetzen zwar keinen Erste-Hilfe- oder Survival-Kurs, beinhalten aber doch zumeist sehr einzigartiges, detailliertes und ganzheitliches Wissen, das speziell für außergewöhnliche Fälle (z.B. Krisenvorsorge, Selbstversorgung etc.) angelegt und aufgeschrieben wurde.

Weitere Infos, Tipps und Tricks zu diesem und zu vielen weiteren artverwandten Themen findest du in meinem Prepping- und Survival-Guide (Opens in a new window)! Viele Listen, Bilder, detaillierte Anleitungen und Schemata zu allen herkömmlichen sowie außergewöhnlichen Krisen und Gefahren, die einem im Leben begegnen können.

Die Wahrscheinlichkeit, das du in deinem Leben mindestens einen, vermutlich aber sogar mehrere Brände miterleben wirst ist höher, als das nicht. Was also tun, wenn etwas passiert? Gut sich darüber mal Gedanken zu machen, Lösungen zu finden und Vorsorgen zu treffen. Vom Umgang mit IT-Sicherheit und Scam-E-Mails, über Rohrbruch und Gasleck, bis hin zu schwerwiegenden Unfällen und Krisen. Hier geht‘s direkt zur Leseprobe (Opens in a new window)!

Liebe Grüße und gute Gesundheit,

Adrean

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