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Längst Begriffenes üben: Kurzer Gruß nach den Feiertagen

Liebe Leser_innen!

Eigentlich wollte ich heute wieder voll einsteigen mit diesem Newsletter. Es gibt eine Menge, über das ich schreiben könnte — wissenschaftspolitisch, aber auch persönlich: Als der Newsletter bereits in der Frühlingspause war, habe ich in einem LinkedIn-Post (Opens in a new window) meine Verlängerung als Juniorprofessorin verkündet — und zugleich meinen Ausstieg aus der Wissenschaft bekannt gegeben. Der Post ging viral, und verschiedene Medien haben ihn aufgegriffen: U.a. habe ich mit Marc Hasse für den SPIEGEL (Opens in a new window) und mit Marlene Weiß für die Süddeutsche Zeitung (Opens in a new window) gesprochen, Eva Murašov hat für den Tagesspiegel berichtet (Opens in a new window).

Zwischen dem heutigen Tag und dem viralen LinkedIn-Post ereignete sich ein dringend nötiger Urlaub, in dem mir überhaupt erstmal klar geworden ist, wie erschöpft ich war, nach 14 Jahren Dauerperformance bei gleichzeitiger Existenzangst. Es ist nicht alles sofort toll, wenn man so eine Entscheidung trifft — aber ich entlerne allmählich die toxischen Muster, die mein Leben so lange belastet haben, und das ist eine unglaublich große Erleichterung, ich möchte sogar sagen: sie ist gigantisch. Zu diesen schädlichen Mustern zählt, sich grundsätzlich immer zum Abliefern zu treten — auch, wenn man eigentlich längst nicht mehr kann oder will. Und dazu zählt auch, Arbeit stets über schöne Erlebnisse zu stellen. Während meiner 14 Jahre im Wissenschaftssystem habe ich so viele Familienfeiern abgesagt, dass ich die Absagen längst nicht mehr zählen kann! Dieses Mal habe ich hingegen — zu meiner eigenen Überraschung — die Kar- und Ostertage überwiegend mit meiner Familie verbracht, statt für Berufliches und diesen Newsletter stundenlang am Schreibtisch zu sitzen. Es war eine wunderbare Zeit, die ich nicht missen möchte. Das ist also bereits etwas, das mein Ausstiegsentschluss bewirkt hat: Ich habe Arbeit an den Feiertagen getauscht gegen wertvolle Zeit mit Menschen, die mir wichtig sind.

Deshalb kommt ein ausführlicherer Newsletter-Beitrag nach der Pause auch erst in der kommenden Woche. Dann berichte ich, wie es mir seit der Verkündung meines Exits aus dem Wissenschaftsbetrieb ergangen ist. Und wer unbedingt schon vorher etwas Neues, Längeres von mir lesen möchte (das auch noch zum Thema passt), kann einen Blick in die aktuellen Frankfurter Hefte (Opens in a new window) werfen (bislang noch mit Paywall)!

Allen, für die dieser Tage ein neues Semester beginnt, wünsche ich einen guten Start — und allen Leser_innen glückliche Frühlingstage.

Ihre/Eure Amrei (Bahr)

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