Was für eine großartige Kinowoche! Filme aller Genres und aller Zeiten und alle unbedingt sehenswert. Wer sich jedoch nicht nur freuen möchte, mag sich auf einen Nachklapp zum Deutschen Filmpreis einlassen oder das nicht enden wollende Entsetzen zur Causa Wim Wenders.
Neue Kritiken:
Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit (Opens in a new window) (USA 2026)
Die Möglichkeit einer anderen Perspektive: Mit Empathie die Welt retten: Steven Spielberg remixt Roswell, E.T. und die großen UFO-Mythen zu einem überwältigenden Märchen der Hoffnung – von Axel Timo Purr
Found in Translation: Spielberg erzählt ein hoffnungsvolles Märchen über Tele-Kommunikation – von Thomas WillmannFränk (Opens in a new window) (Estland 2025)
Zwischen Opfer und Täter: Der estnische Regisseur Tõnis Pill verarbeitet in Fränk eigene Erfahrungen und schildert eindringlich, wie familiäre Gewalt und toxische Gruppendynamiken Kinder zu Tätern machen können – Kritik von Reinhard KleberIm Reich der Sinne (Ai no korîda) (Opens in a new window) (J/F 1976)
Hypnotisierend, betörend und vollkommen entwaffnend: Warum Im Reich der Sinne der ehrlichste Liebesfilm ist – zur Wiederaufführung eines Meisterwerks – Kritik von Lilith StangenbergMeine Frau weint (Opens in a new window) (D/F 2026)
Einmal fällt Platzregen: Angela Schanelec erzählt in ihrem neuesten Film eine Kolportagegeschichte, die von einer großen Tragik erfasst wird – Kritik von Dunja Bialas
Neue Videokritik:
Die kleine Amélie oder der Charakter des Regens (Opens in a new window)
niemand, nicht einmal der regen, hat solch kleine hände: Liane-Cho Han und Maïlys Vallade gelingt es in ihrem Animationsfilm kongenial das Leichte mit dem Schweren zu verbinden und dann auch noch zeichnerisch ganz im Sinne der großen Ghibli-Filme zu brillieren. Felicitas Hübner und Axel Timo Purr sind schwer beeindruckt.
Retrospektive:
Kino der Ungewissheit (Opens in a new window)
Haltung bewahren: David Lean in der aktuellen Retrospektive des Berliner Arsenal und in einem Dokumentarfilm bei den Filmfestspielen in Cannes – die Filme des facettenreichen britischen Nachkriegskinos, eines Kinos zwischen Tradition, Trauma und Neuanfang – von Rüdiger Suchsland
Cinema Moralia:
Vertrieben aus dem Reich der Sinne (Opens in a new window)
Deutscher Film von Sinnen: Glücklicherweise interessiert die Wenders-Debatte nur die Filmblase, aber die Therapiemoral ersetzt die Kunstdiskurse – von Rüdiger Suchsland
Deutscher Filmpreis:
Kommerz schlägt Kunst, Moral schlägt Glamour (Opens in a new window)
Symbol des deutschen Films, Spiegel des Zeitgeists: Der deutsche Filmpreis ist wie das ganze Land. – von Rüdiger Suchsland