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Drei Gedanken zum Play-off-Tag (28.4.26)

von Bernd Schwickerath und Christoph Fetzer

Zu jedem Play-off-Tag in der DEL gibt es von uns drei kurze Gedanken.

Das Ergebnis von Dienstag, 28. April:

DEL-Finale:
Adler Mannheim - Eisbären Berlin 1:5 (Serie: 0:3)

Plötzlich Torjäger: Berlins Erik Mik. Foto: City-Press

1. Irgendeiner findet sich schon

Natürlich Eric Mik. Wer sonst? Also wirklich jetzt, denn genau so ein Spiel hatte den Eisbären in dieser Finalserie ja noch gefehlt. Beim ersten Sieg punkteten Leute, die das fast immer tun (Ronning, Tiffels, Kirk, Noebels). Beim zweiten einer, der normalerweise ebenfalls dafür bekannt ist, zuletzt aber weniger aufgefallen war (Pföderl). Beim dritten Sieg war es nun einer, der sonst so gut wie nie Tore schießt, erst recht nicht drei in einem Spiel (Mik). Was uns wieder mal zeigte: Die Eisbären sind weder auszurechnen noch von wenigen Einzelspielern abhängig. In jedem Spiel kann ein anderer vorangehen und das Spiel entscheiden. Irgendeiner findet sich schon.

Dieses Mal war es eben Eric Mik, der nun wahrlich kein Torjäger ist. In seinen 65 Saisonspielen zuvor hatte er genau fünf Tore erzielt. Jetzt kamen gleich drei hinzu – womit Mik der erste Verteidiger der DEL-Geschichte ist, der in einem Finalspiel einen Hattrick erzielte. Und wenn man die Tore sah, fragte man sich, warum Mik nicht häufiger trifft. Wie er sich immer wieder vorne einschaltete und in Abschlusspositionen brachte. Und wie er dann abschloss. Zwar schien Maximilian Franzreb nicht bei jedem Gegentor machtlos gewesen zu sein, zwei gingen ins kurze Eck. Aber das waren jeweils satte Schüsse.

Dass die von einem Verteidiger kamen, sollte uns hingegen weniger überraschen. Allein gestern bekamen die Berliner vier Tore von ihrer Defensive, neben Mik traf auch noch Les Lancaster. In den gesamten Play-offs schauen die Eisbären nun auf 20 Tore und 48 Punkte ihrer Verteidiger – mit Abstand die Topwerte aller Teams.

Aber es gibt eben nur ein Team wie die Eisbären. Das – trotz der mehr als durchwachsenen Hauptrunde – beste der Liga. Ein Team, das in nicht allzu ferner Zukunft wieder mit dem großen Pokal durch die Halle fahren wird. Weil eben nicht nur Ronning, Tiffels, Kirk, Noebels, Pföderl, Müller oder Stettmer Spiele entscheiden können, sondern in einem Finale plötzlich ein Eric Mik um die Ecke kommt und drei Tore schießt.

2. Was ist mit Kai Wissmann los?

Nach 21 Sekunden war das dritte Finale für Kai Wissmann beendet - und wohl auch seine DEL-Saison. Foto: City-Press

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