Der erste Advent ist für viele ein Moment, an dem alles ein wenig ruhiger werden darf. Zumindest war das ursprünglich die Idee des Advents.
Wenn man sich den Longevity-Trend anschaut, wirkt es manchmal eher andersherum:
optimieren, tracken, messen, vergleichen und bitte alles mit maximaler Disziplin.

Ich sehe das mit einem zustimmenden Nicken für die guten Ideen dahinter und mit einer gewissen Skepsis für die Übertreibungen.
Nicht, weil Longevity schlecht wäre. Ich wünsche mir, dass meine Liebsten lange leben und ich selbst lange gesund bleibe.
Was mich irritiert, ist etwas anderes: dass manche Menschen dabei vergessen, zu leben.
Wenn das Nervensystem pausenlos bewertet und kontrolliert wird, entsteht innere Unruhe – die Ironie daran: genau das, was wir eigentlich reduzieren wollen.
Das war mir vorneweg wichtig, bevor ich dir jetzt von dieser Studie erzähle:
Eine Forschergruppe rund um den Epidemiologen Dong-Run Li von der China Medical University in Shenyang hat die Daten von fast 80.000 Menschen aus der UK Biobank ausgewertet.
Jede dieser Personen trug eine Woche lang ein Gerät am Handgelenk, das den Schlaf objektiv aufgezeichnet hat. Und man wusste, wer in den Jahren danach eine Depression oder eine Angststörung entwickelte.
Und jetzt kommt’s: