Wie ein kamerunischer Affe in der deutschen Kolonialzeit nach Berlin kam, was das Phänomen “Baggersee” über unser Verständnis von Natur aussagt und wie der Erste Weltkrieg das Riechen, Schmecken und Sehen der Menschen veränderte: Das alles und mehr erfahren Sie in unserem Juli-Newsletter. Viel Spaß beim Stöbern!
Beiträge des Monats: Unsere Hingucker
(Opens in a new window)Der Klang des Krieges. Sinneserfahrungen im Ersten Weltkrieg
Den Krieg hören, riechen und schmecken: Sowohl für Soldaten als auch für die Zivilbevölkerung brachte der Erste Weltkrieg Veränderungen für die Sinne mit sich. Der Einsatz von Giftgas, die Abwesenheit von künstlichem Licht, der Geschmack von Kriegsbrot, der Wegfall des Glockenläutens, nachdem diese eingeschmolzen wurden – all das zeigt, wie der Krieg auch jenseits der Fronten in den Alltag eingriff.
(Opens in a new window)Ein neuer und wertvoller Affe fürs Museum?
Wie wurde aus einem lebendigen Affen im kamerunischen Busch eine Neuigkeit im Berliner Naturkundemuseum? Der Austausch zwischen kolonialen Sammlern wie Georg Zenker und Zoologen wie Paul Matschie zeigt, wie eng im Deutschen Kaiserreich koloniale Gewalt, Jagd und Wissenschaft verzahnt waren und wie daraus bis heute gültiges Wissen über Biodiversität entstand, erzählt Sybilla Nikolow.
(Opens in a new window)Baggersee 1940/60/80. Eine sehr kurze Geschichte anthropogener Natur
Auf Mallorca gibt es keinen Baggersee... Vom Autobahnsee im Nationalsozialismus über ihren Lobgesang in der Popkultur bis zur Prämisse der “Renaturierung” in den 1980ern: Am Phänomen Baggersee lässt sich ablesen, wie über die Jahre immer wieder gesellschaftlich verhandelt wurde, was Natur ist – und was nicht. Warum diese Seen kaum erforscht sind und was sie über das Verhältnis von Mensch und Umwelt verraten, beleuchtet Philipp Kröger im Blog “Value of the Past”.
(Opens in a new window)Wenn Predigten zu Datensätzen werden. Auf den Spuren des Litauischen mit der Postil Time Machine
Was haben lutherische Predigten aus dem 16. Jahrhundert mit neuronalen Sprachmodellen zu tun? Loïc Boizou zeigte an der Uni Köln, wie mühsam transkribierte und annotierte litauische Postillen von 1573 und 1591 neue Perspektiven für Sprach-, Kultur- und Theologiegeschichte eröffnen. Das Projekt PosTiMe verbindet detaillierte linguistische Annotation, automatische Bibelzitat-Erkennung und digitale Editionen zu einer Forschungsinfrastruktur, die selbst “kleine” Sprachen groß macht. Xiao Yang und Jan Jacek Jackowski berichten über den eindrucksvollen Vortrag.
Aus unseren englischsprachigen Blogs:
(Opens in a new window)“Woman’s Work”? What Debates about Policewomen in the Inter-War Period Tell Us about Contemporary Understandings of Sexual Violence
What do debates about policewomen in the 1920s and ’30s reveal about contemporary views on sexual violence? Altough women were initially recruited into the police force to assist victims in sexual assault cases, their role – as listeners, as interrogators, as medical examiners – was subject to much debate. On the GHIL Blog, Lisa Hellriegel shows how early ideas of female policing still echo in how we understand sexual violence today.
Neu bei de.hypotheses: Willkommen!
(Opens in a new window)Sustainability in Japan
Das Blog “Sustainability in Japan” des Deutschen Instituts für Japanstudien in Tokyo (DIJ) beleuchtet die aktuelle Forschung zum Thema Nachhaltigkeit mit dem Fokus auf die heutige japanische Gesellschaft. Das Blog verbindet empirische Feldforschung – etwa zu Erdbebenfolgen auf der Noto-Halbinsel oder nachhaltigen Landwirtschaftspraktiken in Okutama – mit theoretischen Reflexionen über Transformationspfade und zeigt, wie vielfältig Nachhaltigkeit in Japan gedacht und praktiziert wird.
Aus den sozialen Medien
Auf dem Instagram-Account der Max Weber Stiftung (Opens in a new window) haben wir verraten, nach welchen Kriterien das Community Management die Beiträge für die Startseite von de.hypotheses.org (Opens in a new window) auswählt.
(Opens in a new window)Jeden Tag liest das Community Management von de.hypotheses alle neuen Artikel der Wissenschaftsblogs, wählt passende Beiträge für die Startseite aus und bewirbt die Artikel auf Social Media. Auf die Startseite von de.hypotheses.org (Opens in a new window) kommen längere wissenschaftliche Artikel, die auf Deutsch geschrieben sind – und nicht mehr als ein Beitrag pro Blog auf einmal!
Neues von uns
(Opens in a new window)Hueman: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Hueman ist gleichzeitig das komplexeste und das individuell anpassbarste Theme, das bei Hypotheses verfügbar ist. Es erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit unter den Hypotheses-Blogs und ist auch hier im Bloghaus (ebenso wie auf der de.hypotheses-Startseite) das Theme der Wahl. Dieser Beitrag führt ein in die verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten, die sich im Customizer finden.
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