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Deepfakes, Fake News & BookTok-Boyfriends: Der Neujahrs-Newsletter

Liebe Leserinnen und Leser,

ein frohes neues Jahr wünscht das Team von de.hypotheses! Im Januar können Sie mit de.hypotheses über Deepfakes und Fake News nachdenken, über Rohkost in Wien um 1900 und Fakten-Sandwiches im 21. Jahrhundert. Wie botanische Gärten mit ihrem kolonialen Erbe umgehen und wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Arbeit von Historiker:innen verändert: Das lesen Sie in unserem Neujahrs-Newsletter.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern!

Beiträge des Monats: Unsere Hingucker

Schraffur zeigt das große Palmenhaus in den Kew Gardens um 1855 (Opens in a new window)

Die globale Pflanzenwelt ausstellen. Vergangenheit und Vielfalt in botanischen Gärten

Botanische Gärten sind lebendige Sammlungen, sie gelten als lebende Speicher von Biodiversität. Und: Ihre Geschichte ist eng mit dem Kolonialismus verbunden, mit Gewalt und Ausbeutung. Lässt sich die Krise der Biodiversität gemeinsam mit der Auseinandersetzung über koloniale Vergangenheit angehen? Sarah Ehlers diskutiert bei “Value of the Past” die Geschichte botanischer Gärten und legt Perspektiven dar, diese aufzuarbeiten und sichtbar zu machen.

Gemüsestand auf einem Markt mit Gemüse in Körben (Opens in a new window)

Kochen nach Lahmann

Wer in Wien um 1900 „nach Lahmann“ kochte, folgte einem radikalen Ernährungsversuch: mehr grünes Gemüse, mehr Obst, weniger Fleisch – und dazu das berühmte Nährsalzpulver aus Dresden. Warum griffen Wiener Wirt:innen dieses Konzept begeistert auf? Und was machte Heinrich Lahmanns Sanatorium so einflussreich, dass seine Küche bis in urbane Speisezimmer und Reformhäuser ausstrahlte? Das verrät Birgit Pack im Blog “Vegetarisch in Wien um 1900”.

Richterhammer, Europakarte und Quelltext als Symbole für digitale Herausforderungen der Rechtsprechung und Politik (Opens in a new window)

Demokratische Gesetzgebungsprozesse im Zeitalter von Deepfakes: Holt der Gesetzgeber die KI noch ein?

Deepfakes und KI-generierte Stimmklone stellen die Schweizer Gesetzgebung vor neue Herausforderungen. Obwohl der neue Straftatbestand des Identitätsmissbrauchs seit knapp zwei Jahren existiert, hinken die Gesetze der digitalen Realität noch immer hinterher. Wie also können demokratische Institutionen die technologische Schnelllebigkeit noch einholen?

Sandwich (Symbolbild) (Opens in a new window)

Prebunking. Fake News über die Vergangenheit zuvorkommen

Prebunking verhindert Desinformation über Geschichte, bevor sie entsteht. Indem Forschende transparent Methoden erklären, Quellen einordnen und das Truth-Sandwich-Prinzip anwenden, werden Nutzer:innen befähigt, Falschinformationen zu erkennen. So entsteht präventive Widerstandskraft gegen manipulative Narrative und Wissenschaftsskepsis – davon ist Kristin Oswald überzeugt.

Aus den englischsprachigen Blogs

Frau liest auf Sessel vor einem Bücherregal, das Gesicht ist hinter einem Buch verdeckt. (Opens in a new window)

“because you look like our favorite type of book boyfriend”

When Australian singer Vlado Saric of Melrose Avenue is not performing on stage, he is teasing a growing fanbase worldwide online with videos of him being cute, goofy and demonstrably single. At the “Open Media Studies Blog,” Laura Niebling takes a closer look at Saric’s “book boyfriend” persona on TikTok. How does the post-digital reading industry intersect with other digital spaces, such as real-person fiction, which connects real-life individuals with romantic fantasies surrounding fictional characters?

Neu bei de.hypotheses: Willkommen!

The Decentered Archive. Archival Epistemics and Practices Across Eastern Europe, the Baltics, the Caucasus, and Central Asia (Opens in a new window)

The Decentered Archive

How does Russia’s war on Ukraine affect historical research? As Ukrainian archives face existential threats and Russian ones become inaccessible, the traditional geography of (post-)Soviet research is shifting. The new "Decentered Archive" blog invites reflection on the profound impact of the war on archives, fieldwork, and the production of knowledge itself.

Aus den sozialen Medien

Auf dem Instagram-Account der Max Weber Stiftung (Opens in a new window) kommt unsere Community zu Wort: Bloggende erzählen, welche Entdeckung sie mit ihrem Wissenschaftsblog verknüpfen.

“Blogs sind integrativ und können zu einem ersten wissenschaftlichen Sprachrohr – auch von Studierenden – werden; und Blogs sind ganz grundsätzlich ein freies Format, nämlich in dem Sinne, erste Ideen und Gedanken zu einem Thema – spontan und durchaus unfertig – mit anderen zu teilen.” 
Stefanie Samida, Professorin für Museumswissenschaften an der Universität Würzburg (Opens in a new window)

Stefanie Samida ist Professorin für Museologie in Würzburg und forscht über materielle Kultur und Kulturerbe von der Vor- und Frühzeit bis zur Zeitgeschichte. Neben eigenen Beiträgen im Blog der Heidelberg School of Education, (Opens in a new window) bei “doing | public | history (Opens in a new window)” und bei “Value of the Pas (Opens in a new window)t” lässt sie im neu gegründeten Blog “Würzburger Museumswissenschaft (Opens in a new window)” Studierende zu Wort kommen: zum Beispiel über destruktives Sammeln.

Neues von uns

Bild zeigt abstrakte Zeichnung einer Frau, die im Café gebückt über einer Zeichnung sitzt. (Opens in a new window)

Schreiben im Internet: Texte, die gelesen werden

Bei de.hypotheses.org lesen wir jeden Tag dutzende wissenschaftliche Blogbeiträge. Dabei fällt uns eines immer wieder auf: Selbst Themen, die auf den ersten Blick eher abseitig wirken, können uns so sehr fesseln, dass wir den Artikel zu Ende lesen, und zwar gern! Und da sind wir nicht die Einzigen. Aus den Statistiken wissen wir, dass gute wissenschaftliche Blogartikel oft hunderte, mitunter sogar tausende Leser:innen erreichen. Wie also schreibt man über die eigene Forschung so, dass die Texte tatsächlich gelesen werden? Unser Bericht vom Workshop “Schreiben fürs Internet”, den Mareike König und Ulrike Stockhausen im September beim Historikertag in Bonn veranstaltet haben, fasst Best Practices zusammen und verrät, welche Design-Tipps die Gen Z für uns hatte.

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